Welcher Kleber wird für die Verbindung von Porenbetonsteinen verwendet?
In den letzten Jahrzehnten nehmen Porenbetonsteine eine führende Position unter den Baustoffen ein. Sie werden beim Bau von Wohnhäusern und Nebengebäuden, bei der Errichtung von Innenwänden sowie zur Wärmedämmung und Verbesserung der Schalldämmung eingesetzt. Zur Verbindung der Porenbetonsteine wird ein spezieller Kleber verwendet, der nicht nur für eine feste und dauerhafte Haftung sorgt, sondern auch alle positiven Eigenschaften des Porenbetons vollständig erhält.

Worin ist Kleber besser als Zementmörtel?
Porenbetonsteine werden aus Porenbeton hergestellt, einem Gemisch aus Zement, Sand und Wasser unter Zugabe eines Schaumbildners. Das Ergebnis ist ein leichter, zellulärer Werkstoff, der für den Bau verschiedenster Gebäude und Bauten verwendet wird. Porenbetonsteine unterscheiden sich von Ziegeln durch ihre Struktur, Abmessungen und ihr Gewicht. Auch die Verlegetechnik unterscheidet sich von der Errichtung einer Ziegelwand, daher werden an die zur Verbindung der einzelnen Elemente verwendete Mischung bestimmte Anforderungen gestellt.
Die Wärmedämmeigenschaften von Porenbeton liegen nämlich deutlich höher als die des Zementmörtels. Zementschichten mit einer Dicke von 1–1,5 cm machen das Bauwerk leicht durchlässig für Zugluft. In der Folge ist eine zusätzliche Wärmedämmung erforderlich. Eine spezielle Klebemischung mit Zusätzen, die die Elastizität und Wasserdichtigkeit erhöhen, bildet eine dünne (3 mm) und dichte Zwischenschicht und löst dieses Problem erfolgreich.
Kleber für Porenbetonsteine bietet noch eine Reihe weiterer Vorteile, die ihn vorteilhaft von Zementmörtel unterscheiden.
- Hohe Verbindungsfestigkeit.
- Das schnelle Aushärten der Klebemischung ermöglicht eine Verkürzung der Bauzeit.
- Unmöglichkeit der Schimmel- und Pilzbildung.
- Bei starken Temperaturschwankungen reißt die Klebefuge nicht und wird nicht zerstört.
- Bequemlichkeit und einfache Handhabung der Klebemischung.
- Wirtschaftlichkeit — Kleber ist teurer als Zement, wird aber um ein Vielfaches weniger benötigt, sodass die Mauerwerkskosten niedriger ausfallen.
Wichtig!
Der Zementmörtel enthält eine große Menge Wasser, das beim Setzen des Steins in die poröse Struktur einzudringen beginnt. Um dies zu vermeiden, muss jede Reihe mit einer speziellen wasserabweisenden Grundierung behandelt werden, was zusätzliche Zeit und Geld kostet.
Zusammensetzung und technische Eigenschaften des Klebers
Jeder Klebstoff, der zum Verbinden von Porenbetonsteinen verwendet wird, enthält Zement, Sand und verschiedene Zusätze, die die Produkteigenschaften verbessern und eine bestimmte Klebereigenschaft verstärken.
Die Trockenmischung enthält folgende Bestandteile:
- Fein zerkleinter Quarzsand – ermöglicht eine Fugenbreite von maximal zwei Millimetern;
- Portlandzement – sorgt für höchste Verbindungsfestigkeit und schnelle Aushärtung des Klebstoffs;
- Polymerzusätze – machen die Mischung elastischer und geschmeidiger, sodass sie in die schwer zugänglichsten Spalten und Hohlräume eindringen kann, die auf der Oberfläche von Porenbetonsteinen stets vorhanden sind; eine elastische Fuge verhindert die Rissbildung bei plötzlichen Temperaturschwankungen;
- Zusätze, die die wasserabweisenden Eigenschaften des Klebstoffs verbessern und die Schimmelbildung verhindern.
Auf dem Baustoffmarkt sind Sommer- und Winterkleber erhältlich. Die erste Kleberart enthält weißen Zement und wird bei Lufttemperaturen nicht unter +5 °C verwendet. Winterkleber kann dank Frostschutzzusätzen sogar bei Temperaturen von -30 °C eingesetzt werden.
Der Kleber für Porenbetonsteine wird als Trockenmischung in Säcken zu 25 kg verkauft.
Kleberverbrauch pro 1 m3
Viele Hersteller geben auf der Verpackung an, wie viel Klebstoff für 1 m2 Mauerwerk benötigt wird. Bevor Sie den Kleber kaufen, sollten Sie das Etikett studieren und berechnen, wie viele Säcke für den Bau eines bestimmten Objekts erforderlich sind.
Zudem sollte nicht vergessen werden, dass die vom Hersteller angegebenen Verbrauchswerte Durchschnittswerte sind und die tatsächlichen Zahlen von vielen Faktoren abhängen, wie zum Beispiel:
- dem Erfahrungsgrad des Bauarbeiters;
- der Lufttemperatur während der Maurerarbeiten;
- der Ebenheit der Porenbetonsteinoberfläche;
- der Anzahl und Dicke der Verbindungsfugen.
Normalerweise beträgt der Standardverbrauch an Kleber bei einer Schichtdicke von 1 mm 1,3–1,5 kg pro 1 m2 Mauerfläche. Damit die Verbindung fest und zuverlässig wird, sollte die Kleberschicht eine Dicke von 3–5 mm haben. Das bedeutet, dass im Maximalfall pro 1 m2 6,5–7,5 kg der Mischung benötigt werden.
Da die Höhe eines Standard-Porenbetonsteins etwa 20 cm beträgt, kann die Anzahl der Schichten pro Kubikmeter berechnet werden. Es werden fünf sein. Die maximale Klebstoffmenge, die für die Mauerung von 1 m3 Wand benötigt wird, beträgt 32,5–37,5 kg, also eineinhalb Säcke Trockenmischung.
Tipp
Nach Abschluss der Mauerarbeiten wird empfohlen, die Außenfugen erneut mit Kleber zu behandeln. Dies sollte eingeplant und der Kleber mit einem Vorrat gekauft werden.
Hersteller und Preise
Alle Klebstoffe, die zum Verbinden der Steine verwendet werden, haben eine ähnliche Zusammensetzung. Der Unterschied liegt lediglich im Verhältnis von Füllstoff und Polymerzusätzen. Daher sollte bei der Auswahl des Klebers für Porenbetonsteine besonders darauf geachtet werden, bei welcher Temperatur die Mischung angewendet wird und ob sie für die jeweiligen Baubedingungen geeignet ist.
Experten empfehlen, beim Kleberkauf folgende Regeln zu beachten:
- kein verdächtig billiges Produkt kaufen;
- bevorzugt bewährte Hersteller wählen;
- die Jahreszeit der Arbeiten berücksichtigen;
- die Mischung mit Reserve kaufen.
Hier sind einige der beliebtesten Klebstoffmischungen, die von bekannten Herstellern hergestellt werden und positive Bewertungen von Fachleuten erhalten haben. Die Preise sind pro Packung (25 kg) angegeben.
- Praktik Bergauf (Winter) – 2,74 €;
- Aeroc – 1,79 €;
- Ceresit CT 21 – 2,65 €;
- «Osnowit Selform T 112» – 1,67 €;
- Praktik Bergauf – 1,65 €;
- «Wolma» – 1,90 €.
Der Kleber «Osnowit Selform» wird von vielen Fachleuten als die beste Klebstoffmischung für die Arbeit im Sommer angesehen. Unter den frostbeständigen Klebern hat das Winterklebemittel namens Aeroc die besten Eigenschaften. Die mit diesem Produkt erzielte Verbindung hält Temperaturschwankungen stand. Die Arbeit mit der Mischung ist einfach und bequem, da der Kleber nicht sofort aushärtet und Zeit für die Korrektur der Blockposition bleibt.
Wie legt man Porenbetonsteine auf Kleber?
Vor dem Bau einer Wand aus Schaumbetonsteinen muss die Klebstoffmischung richtig vorbereitet werden. Auf der Kleberverpackung befindet sich eine ausführliche Anleitung, die befolgt werden sollte, indem das Klebepulver mit Wasser gemischt wird.
Zur Herstellung einer qualitativ hochwertigen Mischung ohne Klumpen und Klümpchen verwenden Sie am besten einen Baumixer mit einem speziellen Schmetterlingsaufsatz. Als Behälter zum Anmischen kann ein gewöhnlicher Eimer verwendet werden.
Zwei Stunden nach der Zubereitung beginnt der Kleber allmählich dick zu werden und auszuhärten. Daher ist es ratsam, auf einmal so viel Mischung zuzubereiten, wie für zwei Stunden Arbeit benötigt wird. Natürlich kann man den eingedickten Kleber mit etwas Wasser verdünnen, aber die Qualität des Produkts wird dadurch merklich sinken, da die Proportionen zwischen den Komponenten gestört werden.
Wichtig!
Die Zubereitung des Klebers aus einer Trockenmischung erfordert die genaue Einhaltung des in der Anleitung angegebenen Verhältnisses von Wasser und Pulver.
Vor Beginn der Verlegung muss die erforderliche Markierung vorgenommen werden. Dazu werden an den Ecken des zukünftigen Gebäudes Schaumbetonsteine platziert und zwischen ihnen eine Schnur gespannt. Der obere Teil des Steins muss genau waagerecht ausgerichtet sein.
Die erste Reihe der Steine wird mit Zement-Sand-Mörtel auf das Fundament gelegt, und erst ab der zweiten Reihe wird die Klebstoffmischung verwendet. Wenn möglich, sollten Steine mit einer ebenen Oberfläche ohne tiefe Vertiefungen und Ausbuchtungen gewählt werden. Dies ermöglicht eine dünnere Fuge. Eine zu unebene Oberfläche kann abgeschliffen werden. Vor dem Verlegen muss der Staub vom Stein abgeblasen und kleine Schmutzpartikel entfernt werden.
Der Kleber sollte am besten mit einer Zahntraufel aufgetragen werden. Mit gleichmäßigen, fließenden Bewegungen werden die obere und die Seitenfläche des Schaumbetonsteins mit Kleber bestrichen, wobei die Reste in den Eimer abgestreift werden. Die Schichtdicke sollte 2-3 mm betragen. Damit der Stein genau an seinen Platz kommt, kann er vorsichtig mit einem Gummihammer nachjustiert werden.
Wichtig!
Es ist notwendig, die Vertikalität der Wand und die Ebenheit der Verlegung nach dem Aufkleben von jeweils 3-4 Schaumbetonsteinen zu überprüfen.
Der Kleber beginnt 15 Minuten nach dem Auftragen auszuhärten. Wenn etwas schiefgelaufen ist, können Sie den Fehler innerhalb einer Viertelstunde noch beheben.
Wenn Sie sich entscheiden, ein Haus aus Porenbetonsteinen zu bauen, müssen Sie besonders auf die Wahl des Klebers achten. Denn die Qualität und Langlebigkeit des Bauwerks hängt von der Dichtigkeit, Festigkeit und Wasserbeständigkeit der Verbindungsfuge ab.



