Haben Sie Ihren Wasserkocher gegen einen Thermopot getauscht? Erfahren Sie, wie Sie ihn entkalken.

Wenn Sie zu Hause oder am Arbeitsplatz anstelle eines Wasserkochers einen Thermopot verwenden, stellt sich fast sofort die Frage, wie Sie ihn entkalken können. Zur Entfernung von Ablagerungen und alltäglichen Verschmutzungen können Sie gewöhnliche Hausmittel verwenden – z. B. Zitronensäure, Essig, Natron usw. In manchen Fällen können jedoch nur spezielle Mittel die Aufgabe bewältigen, die gemäß Anleitung anzuwenden sind.

Essig mit Wasser

Essigsäure

Zu Hause reinigt man einen Thermopot mit denselben Mitteln wie einen Wasserkocher – zum Beispiel mit Essig- oder Zitronensäure. Da Kalkablagerungen hauptsächlich aus unlöslichen Karbonaten (Mineralsalzen) bestehen, müssen diese in einen flüssigen Zustand überführt werden, und das gelingt gerade mit Säuren.

Die Reinigung läuft wie folgt ab:

  1. Füllen Sie Wasser in den Thermopot.
  2. Geben Sie pro Liter 1–2 Esslöffel Tafelessig (9% Konzentration) hinzu.
  3. Lassen Sie es aufkochen und dann auf Raumtemperatur abkühlen.
  4. Gießen Sie das Wasser ab, spülen Sie die Oberflächen aus und kochen Sie den Thermopot erneut.

Zur Behandlung können Sie auch Essigessenz (70% Konzentration) verwenden, von der Sie volumenmäßig 10-mal weniger benötigen (1 Teelöffel auf 2 Liter Wasser ist ausreichend). In diesem Fall ist Kochen nicht mehr erforderlich, da die starke Essenzlösung die Kalkablagerungen auch ohne Wärmebehandlung auflöst. Seien Sie jedoch vorsichtig im Umgang mit einer so konzentrierten Säure – sie kann die Haut regelrecht verätzen!

Wenn Sie im Haushalt viel alte Lake von Tomaten, Gurken und anderen Winterkonserven haben, können Sie diese ebenfalls verwenden. In dieser Lake muss Essigsäure enthalten sein – diese reinigt die Oberfläche von Kalkablagerungen. Füllen Sie die Lake vollständig in den Thermopot; wenn sie nicht ausreicht, geben Sie etwas Wasser hinzu. Kochen Sie sie dann auf und spülen Sie das Gerät mit klarem Wasser aus.

Zitronensäure

Die Anleitung zur Entkalkung ist genau dieselbe. Die Dosierung lautet: Pro Liter Wasser 1 Päckchen Zitronensäure (25–30 g). Sie können auch eine größere Menge nehmen, dann ist kein Aufkochen erforderlich.

Der Vorteil von Zitronensäure ist, dass sie keinen so starken Geruch hinterlässt wie Essig und erst recht konzentriertes Essenz. Allerdings ist Zitronensäure nicht so stark wie Essigsäure. Wenn die Verschmutzung bereits sehr stark ist, muss ihre Konzentration um das 1,5- bis 2-fache erhöht werden.

Essig, Zitrone und Natron zur Reinigung des Thermopots

Natron

Dieses Mittel wird angewendet, wenn der Belag geringfügig ist. Die Anleitung lautet:

  1. Der Thermopot wird mit Wasser gefüllt (bis zum Rand).
  2. Pro Liter wird 1 Esslöffel Natron verwendet.
  3. Die Mischung wird gründlich umgerührt.
  4. Dann muss die Lösung aufgekocht und abgegossen werden, danach den Thermopot ausspülen.

Wenn der Kalk beim ersten Mal nicht vollständig entfernt wurde, muss der Vorgang wiederholt werden. Natron ist kein sehr wirksames Mittel, es beseitigt nur eine dünne Kalkschicht. Dafür hinterlässt es keine Gerüche und desinfiziert zudem die Innenflächen.

Apfelschalen

Kartoffel- und Apfelschalen

Wenn sich der Kalk im Thermopot erst kürzlich gebildet hat, eignen sich auch Kartoffelschalen oder Apfelschalen. Davon werden 300–500 g genommen, gründlich gewaschen, in kleine Stücke geschnitten und in den Thermopot gegeben. Dann wird er vollständig mit Wasser gefüllt und aufgekocht, das Wasser 1–2 Stunden abkühlen gelassen und die Oberfläche mit einem Schwamm und Reinigungsmittel abgewaschen.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Schalen nicht nur mit dem klassischen Kalk, sondern auch mit weißem Salzbelag fertig werden. Dazu eignen sich auch Birnenschalen. Die Anwendung ist dieselbe (entweder einzeln oder gemischt mit Apfelschalen).

Cola und andere kohlensäurehaltige Getränke

Cola und andere kohlensäurehaltige Getränke

Entgegen der verbreiteten Meinung entfernen Erfrischungsgetränke Kalk nicht aufgrund der gelösten Kohlensäure, sondern mithilfe der in ihnen enthaltenen Phosphorsäure. Man kann praktisch jede Limonade verwenden, die diesen Bestandteil enthält:

  • Coca-Cola;
  • Pepsi-Cola;
  • Sprite;
  • Fanta usw.

Einfach 1–2 Liter in den Thermopot gießen und mit Wasser auf die volle Menge auffüllen. Zusätzlich kann Essig- oder Zitronensäure hinzugefügt werden, anschließend die Lösung aufkochen und abkühlen lassen.

Am besten verwendet man Sprite und andere ungefärbte Getränke, da die Oberfläche in diesem Fall garantiert makellos sauber bleibt.

Professionelle Entkalkungsmittel

Professionelle Entkalkungsmittel

Wenn der Belag zu stark ist und die beschriebenen Rezepte nicht helfen, kann man professionelle Mittel verwenden, die Verschmutzungen gut entfernen:

  • Antinakipin,
  • Durgol universal,
  • TASSIMO,
  • Topperr,
  • Filtero,
  • Techpoint usw.

Sie müssen gemäß der Anleitung angewendet werden. Zum Beispiel wird das Pulver von Antinakipin genommen, der Thermopot mit Wasser gefüllt, dann wird pro 2 Liter 1 Beutel eingefüllt. Man lässt es 15–20 Minuten kochen, schaltet aus, lässt es eine Stunde abkühlen und spült es ab.

5 Vorsichtsmaßnahmen beim Reinigen des Thermopots

Das Reinigungsverfahren selbst ist recht einfach, dennoch müssen auch dabei bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:

  1. Informieren Sie vorab alle Angehörigen, damit sie nicht versehentlich Wasser aus dem Gerät entnehmen.
  2. Vermeiden Sie die Verwendung von nicht lebensmittelechten Säuren wie Salzsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure usw.
  3. Spülen Sie den Behälter nach jeder Behandlung gründlich aus – mindestens zweimal.
  4. Verwenden Sie keine Scheuermittel, einschließlich Schleifpapier, Metallschwämme usw.
  5. Gehen Sie vorsichtig mit Essig um und lassen Sie die Essenzlösung nicht kochen, damit sich der stechende Geruch nicht im ganzen Haus verbreitet.

Eine Frau benutzt einen Warmwasserbereiter.

So beugen Sie Kalkablagerungen vor

Es ist nicht möglich, Kalkablagerungen vollständig zu vermeiden, aber ihr Auftreten kann deutlich verlangsamt werden, wenn:

  1. Reinigen Sie den Warmwasserbereiter mindestens alle 2 Monate.
  2. Gießen Sie immer Restwasser aus dem Behälter.
  3. Spülen Sie das Gerät vor jedem neuen Wasserbefüllen aus.
  4. Verwenden Sie gefiltertes Wasser anstelle von Leitungswasser.
  5. Überprüfen Sie regelmäßig die Wände des Warmwasserbereiters unter einer hellen Lampe und entfernen Sie Kalk sofort nach seinem Auftreten.

Somit kann der Belag im Warmwasserbereiter auf die gleiche Weise wie bei einem Wasserkocher entfernt werden. Allerdings muss dieses Gerät besonders sorgfältig überwacht werden. Das Volumen eines Warmwasserbereiters ist deutlich größer, daher muss er häufiger gereinigt werden.

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