Welche Reinigungsmittel sind für den Einsatz in der Küche sicher?
Die Auswahl von Reinigungsmitteln für die Küche erfordert Sorgfalt und Bewusstsein. Besonders dann, wenn es um das Mittel geht, das mit dem Geschirr in Kontakt kommt. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Mensch jährlich bis zu 0,5 kg Haushaltschemikalien zu sich nimmt. Es ist wichtig, dass das Gel oder Pulver seinen direkten Zweck gut erfüllt und gleichzeitig gesundheitlich unbedenklich ist. Dies ist besonders notwendig, wenn sich ein Kleinkind im Haushalt befindet.
Vor dem Aufkommen moderner Spezialmittel wurden volkstümliche, primitivere Methoden praktiziert. Zum Geschirrspülen wurden Brennnesseln, Senf und sogar Sand verwendet. Mit dem Erscheinen der ersten Vertreter moderner Haushaltschemikalien stellten die Hausfrauen massenhaft auf deren Nutzung um und lobten unermüdlich den dichten Schaum und den angenehmen Duft.
Im Laufe der Zeit kam es jedoch zu einem Wandel im Bewusstsein der Hausfrauen. Viele fragten sich: Sind die chemischen Bestandteile nicht schädlich? Wie kann man das Putzen sicherer gestalten? Trotz der Vielfalt der Haushaltsprodukte für die Küche weichen manche Frauen auf die „Großmutter-Methoden“ des Putzens aus. Wenn man alles über moderne Haushaltschemikalien weiß, ist dies jedoch keineswegs notwendig.

Vielfalt der Reinigungsmittel für die Küche
Wenn man über Haushaltschemikalien für die Küche spricht, kommt einem als Erstes das Geschirrspülmittel in den Sinn. Dies ist jedoch bei Weitem nicht der einzige Vertreter der Haushaltschemikalien, die die Reinigung in der Küche erleichtern. Daneben gehören zu dieser Kategorie:
- Gel zum Reinigen des Herdes;
- Flüssigkeit oder Gel zum Reinigen des Bodens;
- aggressive Mittel gegen Kalk und Rost;
- Spray für die Mikrowelle oder den Backofen.
Alle Arten von Haushaltschemikalien unterscheiden sich im Grad der Aggressivität. Am „härtesten“ sind Pulver und Gele zur Rostentfernung von Küchenarmaturen. An zweiter Stelle stehen Pulver zur Entfernung von Belägen und Verkrustungen, die sich im Inneren von Mikrowellen oder Backöfen bilden. Den dritten Platz unter den aggressiven Mitteln belegen Pulver gegen Kalkablagerungen, die Töpfen und Wasserkochern ihren alten Glanz zurückgeben.
Darreichungsform
Je nach Verwendungszweck hat jedes Mittel eine bestimmte Darreichungsform.
- Pulver. In der Küche werden Pulver zum Reinigen der Oberflächen von Spülen, Tischen, Fliesen oder Geschirr verwendet. Dies ist eine der beliebtesten Darreichungsformen von Haushaltschemikalien. Die Verwendung von Pulvern zum Reinigen der glänzenden Oberfläche eines Gas- oder Elektroherds ist strengstens untersagt. Abrasive Partikel können sehr deutliche Kratzer hinterlassen. Außerdem bleiben „Körnchen“ in Rissen des Geschirrs stecken und gelangen dann mit der Nahrung in den Körper.
- Gel. Die zweitbeliebteste Darreichungsform. In Gelform werden Mittel zum Geschirrspülen, für Gasherde, Fliesen, Sanitäranlagen und andere Oberflächen hergestellt. Es gibt zwei Arten von Gel: mit und ohne Scheuermittel. Der erste Typ eignet sich nicht zur Reinigung glänzender Oberflächen wie Wasserhähne und Gasherde. Abrasivpartikel können feine Kratzer hinterlassen, die die Beschichtung beschädigen.
- Spray. In Sprayform werden Mittel gegen Rost und eingebranntes Fett angeboten. Der erste Typ wird auf Sanitärelemente aufgetragen und dann mit kaltem Wasser abgespült. Der Rost verschwindet förmlich vor den Augen. Der zweite Typ dient zum Entfernen von Fettspritzern von den Innenflächen von Backöfen oder Mikrowellen.
Tipp
Die Verwendung aggressiver Reinigungsmittel ohne Gummihandschuhe ist strengstens untersagt.
- Flüssigkeiten. Unter ‚flüssig‘ versteht man Mittel, deren Konsistenz nicht dicker als Wasser ist. In der Küche werden sie nur zum Wischen des Bodens (Fliesen oder Laminat) verwendet. In der Regel werden sie als Konzentrate angeboten und in verdünnter Form verwendet (1 Verschlusskappe Konzentrat auf 5 Liter Wasser).
Zusammensetzung
Die größte Sorge bereitet die Zusammensetzung aller auf dem Markt für Haushaltschemikalien erhältlichen Mittel. Die Hersteller empfehlen dringend, Handschuhe zu tragen und den Kontakt des Mittels mit der Haut zu vermeiden. Woraus werden Küchenreiniger hergestellt und wie sicher ist ihre Anwendung?
Die Zusammensetzung fast aller Haushaltschemikalien enthält Bestandteile, die Folgendes bewirken:
- das Auflösen von Fett (Tenside, Betain, Lauge, Mineralsalz, Natriumlaurethsulfat, Zitronensäure usw.);
- die Hautpflege (Aloe-Extrakt, Glycerin, pH-Regler usw.);
- die Erhaltung einer zähflüssigen Konsistenz (Verdickungsmittel, Cocamid DEA, Natriumchlorid);
- die Abtötung von Pilzen und Bakterien (Ameisenaldehyd und andere antibakterielle Stoffe);
- die Verleihung eines angenehmen Duftes (Aromastoffe, Duftstoffe, natürliche Pflanzenextrakte, Parfümkompositionen);
- die Verleihung von Farbe (natürliche oder chemische Farbstoffe);
- die Schaumbildung (Natriumlaurethsulfat und Stabilisatoren);
- die lange Haltbarkeit (Konservierungsmittel).
Hier wird die Zusammensetzung eines durchschnittlichen chemischen Reinigungsmittels beschrieben. Leider ist die Liste der natürlichen Inhaltsstoffe recht spärlich, was einen über die Sicherheit des Produkts nachdenken lässt. Allerdings sind inzwischen ökologische Mittel auf den Markt gekommen, die sich durch das Fehlen von Tensiden und Phosphaten sowie ein reichhaltigeres Arsenal an natürlichen Inhaltsstoffen auszeichnen. Solche Mittel bietet die Firma Amway und viele andere Hersteller an.
«Grüne Reinigung»
Wenn Sie ernsthaft um Ihre Gesundheit und die Umwelt besorgt sind, sollten Sie auf unschädliche Methoden der Haushaltsreinigung umsteigen. Dies können Sie durch den Kauf ökologischer Reinigungsmittel oder durch den vollständigen Verzicht auf gekaufte Produkte erreichen. Alles, was Sie zum Reinigen benötigen, finden Sie zu Hause.
Um alte Fettablagerungen im Backofen zu entfernen, können Sie Natron verwenden. Sprühen Sie Wasser auf die Wände und die Decke des Backofens. Bestreuen Sie die feuchten Oberflächen mit Natron und sprühen Sie erneut etwas Wasser darauf. Lassen Sie den Backofen über Nacht in diesem Zustand. Am Morgen lassen sich alle Verschmutzungen mit einem normalen Tuch entfernen.
Kalkablagerungen lassen sich mit Zitronensäure, Zitronensaft oder Essig entfernen. Die Säure eignet sich hervorragend zum Lösen von Fett, eingebrannten Rückständen, Belägen und anderen Verschmutzungen. Sie kann für Edelstahlgeschirr verwendet werden. Natron bekämpft Kalkablagerungen ebenfalls sehr gut. Kochen Sie einfach etwa eine halbe Stunde lang eine Natronlösung in dem betroffenen Wasserkocher aus.
Rezept für ein selbstgemachtes Spülmittel
Um sich der Sicherheit des Mittels sicher zu sein und keine hohen Summen für den Kauf auszugeben, gehen Sie die Sache besser gründlicher an und stellen Sie ein Haushaltsprodukt her. Dafür benötigen Sie:
- ein Stück Babyseife;
- Wasser;
- Senf;
- Rizinusöl;
- Kaffeesatz.
Reiben Sie die Seife auf einer Reibe und geben Sie etwas Wasser zu den Spänen. Stellen Sie das Gefäß in ein Wasserbad und schmelzen Sie die Seife unter allmählicher Zugabe von Wasser zu einer honigartigen Konsistenz ein. Den entstehenden Schaum müssen Sie abschöpfen. Geben Sie dann je einen Esslöffel Senf und Rizinusöl sowie zwei Esslöffel Kaffeesatz hinzu. Für den Duft können Sie ein paar Tropfen Ihres Lieblings-Zitrusöls hinzufügen, und für antibakterielle Eigenschaften einen Esslöffel Ringelblumen-Tinktur (alkoholisch).
Jede verantwortungsbewusste Hausfrau sollte sich pfleglich um den Zustand ihrer eigenen Küche kümmern. Die Einhaltung steriler Sauberkeit darf jedoch keine Gefahr für Ihre Familie und die Umwelt darstellen.



