Der Elektriker hat empfohlen: FI-Schutzschalter oder Leitungsschutzschalter?
Eine der wichtigsten Aufgaben bei der Installation und dem späteren Betrieb von Elektrogeräten ist die fachgerechte Organisation der elektrischen Sicherheit. Daher fragen sich viele, was besser ist – ein FI-Schutzschalter oder ein Leitungsschutzschalter. Es handelt sich um Geräte, die auf Stromlecks und Spannungsspitzen reagieren. Bei unvorhergesehenen Problemen sorgen diese Einrichtungen für eine Schutzabschaltung und bewahren so Ihre Elektrogeräte vor Schäden.
Allgemeiner Begriff der Geräte
Bevor wir uns damit befassen, welches Gerät besser ist, sollten wir wissen, was sie darstellen. Kurz gesagt, sind die Geräte für Folgendes zuständig:
- FI-Schutzschalter – ein Schutzschalter, der die Kontakte öffnet, wenn das Stromleck einen bestimmten Wert überschreitet. Sein Nachteil besteht darin, dass er nicht die Funktion eines Leitungsschutzschalters erfüllt, da er keinen integrierten Überstromschutz besitzt.
- Fehlerstrom-Schutzschalter mit Überstromschutz (RCBO) – er erfüllt gleich mehrere Funktionen, und zwar die eines Leitungsschutzschalters und eines Differenzstromschutzgeräts. Er schützt die Verkabelung vor Überlastungen, Kurzschlüssen und Leckströmen, wenn der festgelegte Wert überschritten wird. Das Gerät verhindert, dass das Kabel Feuer fängt, und schützt Benutzer vor Stromschlägen.
Moderne FI-Schutzschalter werden in einem kompakten Kunststoffgehäuse hergestellt. An der Vorderseite befindet sich ein spezieller Hebel, der den Stromkreis einschaltet. Die Rückseite dient als Platz für eine spezielle Nut mit einer Rastnase – mit deren Hilfe wird der Schutzschalter auf einer Hutschiene befestigt.
Ein Fehlerstrom-Schutzschalter hilft, ein Stromleck zu erkennen, jedoch kann er nicht mit einer Überlastung der Stromversorgung oder einem Kurzschluss umgehen. Für das erforderliche Schutzniveau muss der FI-Schutzschalter zusammen mit einem Leitungsschutzschalter installiert werden.
Tatsächlich gibt es kein besseres oder schlechteres Gerät. Alles hängt von der spezifischen Aufgabe ab, die das Gerät erfüllen soll. Ein RCBO kann die Verkabelung abschalten, wenn eine Überlastung oder ein Kurzschluss erkannt wird. Ein FI-Schutzschalter tut dasselbe, jedoch nur, wenn ein Stromleck vorliegt. Die zweite Option garantiert jedoch im Gegensatz zur ersten nicht die Sicherheit für Personen und deren Eigentum.
Vergleichende Merkmale
Um zu verstehen, welches Gerät besser ist, sollte man beide anhand verschiedener Kriterien vergleichen. Beginnen wir mit dem Platzbedarf im Verteilerkasten. Der FI-Schutzschalter muss zusammen mit einem Leitungsschutzschalter installiert werden, daher benötigt er 3 Module, während sein Konkurrent nur 2 benötigt.
Anschlussplan
Auf diesen Aspekt wird bei der Auswahl eines geeigneten Geräts am häufigsten geachtet. Denn von der Zeit, die für den Anschluss benötigt wird, hängt nicht nur die erstmalige Installation ab, sondern auch der spätere Ausbau, falls es zu Störungen kommen sollte.

Jedes Gerät wird auf seine eigene Weise angeschlossen. Ein RCD (Fehlerstromschutzschalter) hat einen komplexeren Aufbau, da eine zusätzliche Überbrückung erforderlich ist, damit die Phase vom Leitungsschutzschalter zum RCD gelangt. Ein FI/LS-Schalter (Differenzstromschutzschalter) ist in diesem Fall im Vorteil: Es reicht aus, die Phase und den Nullleiter an die Eingangskontakte des Geräts anzuschließen.
Komfort im Betrieb
Für normale Benutzer, die sich nicht besonders gut mit Schaltplänen und Geräten von Stromverteilern auskennen, ist ein FI/LS-Schalter (Differenzstromschutzschalter) viel einfacher zu handhaben. Dies liegt daran, dass jede Steckdosengruppe ihren eigenen FI/LS-Schalter (RCBO) hat, mit dem sogar eine Hausfrau zurechtkommt.
Die Konfiguration eines RCD (Fehlerstromschutzschalters) ist wesentlich komplizierter, insbesondere wenn nicht nur ein einzelner Leitungsschutzschalter, sondern mehrere daran angeschlossen sind und diese jeweils an verschiedenen Stellen angeordnet sind. Für einen Laien ist es schwierig, einen solchen Schaltplan zu durchschauen.
Preis der Komponenten
Ein Set bestehend aus RCD und Leitungsschutzschalter ist deutlich günstiger als ein FI/LS-Schalter (Differenzstromschutzschalter) mit identischen Eigenschaften. Der Grund dafür ist, dass das zweite Gerät eine komplexere Konstruktion besitzt, in die bereits mehrere Funktionen integriert sind. Natürlich muss man dafür einen Aufpreis zahlen.
Der Preisvorteil der Kombination RCD + Leitungsschutzschalter ist offensichtlich, besonders bei längerer Nutzung, wenn ein Gerät bereits defekt war und ausgetauscht werden musste.
Fehlersuche
Dies ist eines der interessantesten Kriterien, nach dem am häufigsten ein Vergleich beider Geräte durchgeführt wird. Treten Probleme mit dem RCD auf, ist die Fehlerursache leicht zu ermitteln, da die Störung entweder direkt auf einen Kurzschluss oder eine Überlastung des Netzes zurückzuführen ist.
Wenn Schwierigkeiten mit dem FI/LS-Schalter auftreten, muss man sich mehr anstrengen. Das Problem ohne Erfahrung selbst zu erkennen, ist schwierig. In manchen Fällen ist die Hilfe eines qualifizierten Elektrikers erforderlich. Allerdings verfügen Geräte aus der Profiserie über einen eingebauten Indikator, der das Problem selbstständig identifiziert.
Auch in diesem Punkt ist die Kombination aus RCD und Leitungsschutzschalter im Vorteil, da die Ursache der Auslösung deutlich schneller und einfacher identifiziert werden kann.
In der Tat ist es schwierig zu entscheiden, welches der beiden Geräte besser ist. Jede der Optionen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die Wahl des Gerätes sollte unter Berücksichtigung des jeweiligen Anwendungsfalls, des Ziels und der gesetzten Prioritäten getroffen werden.



