Warum man nach dem Tapezieren keine Fenster öffnen sollte: Geheimnisse makelloser Wände
Fenster beim Tapezieren nicht zu öffnen, da selbst eine leichte Brise zu Verformungen der Bahnen oder deren Ablösen von der Wand führen kann. Der Trocknungsprozess muss langsam und ohne Temperaturschwankungen erfolgen. Ebenso wichtig ist es, die Eigenschaften des Beschichtungsmaterials zu berücksichtigen. Nur so ist die Arbeit nicht umsonst.

Papiertapeten und ihre Vorteile
Viele Jahrzehnte waren Papiertapeten am beliebtesten. Ihre Anbringung bereitete keine Schwierigkeiten. Der einzige Nachteil ist, dass dieses Material lange trocknet und sorgfältig geglättet werden muss, um Luft zu entfernen. Jeglicher Zugluft oder plötzliche Temperaturänderung stört die gleichmäßige Trocknung, die Bahn bläht sich auf, verformt sich, und es kann sich von der Wand lösen. Daher ist es üblich, während des Tapezierens und bis zur vollständigen Trocknung der Tapeten die Fenster nicht zu öffnen.
Für eine qualitativ hochwertige Wandbeschichtung mit Papiertapeten wird empfohlen, folgende Regeln zu beachten:
- Bei normaler Raumtemperatur benötigen Papierbahnen einen halben Tag zum Trocknen. Für die vollständige Trocknung sollten die Fenster jedoch zwei Tage lang nicht geöffnet werden.
- Auch die Einwirkung von Ventilator oder Klimaanlage wirkt sich negativ auf die Qualität der Beschichtung aus. Ihre Luftströme verhindern eine gleichmäßige Trocknung der Bahn. Heizkörper sind ebenfalls nicht empfehlenswert, da sie die Luft nicht gleichmäßig über die gesamte Wandhöhe erwärmen können.
- Man sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht verändern. Die Verdunstung des Klebers erhöht die Luftfeuchtigkeit. Der Raum wird stickig, aber das hilft den Tapeten, gleichmäßig zu trocknen.
Tipp
Um sicherzustellen, dass die Papiertapeten gut getrocknet sind, reicht es, mit der Hand zu prüfen. Wenn die Bahn trocken ist, warten Sie zur Sicherheit noch einige Stunden ohne Lüften.
Besonderheiten von Vliestapeten
Die Regel, dass Fenster nach dem Tapezieren von Papiertapeten nicht geöffnet werden dürfen, gilt auch für Vliestapeten. In diesem Fall sollte Zugluft im Raum noch länger vermieden werden. Man muss etwa 6 Tage warten, da Vlies langsamer trocknet.
Erfahrene Fachleute sagen, dass Vliestapeten Zugluft nicht so sehr fürchten. Die oberste Schicht dieser Beschichtung wird nicht nass. Wenn die Außentemperatur nicht stark von der Raumtemperatur abweicht, kann ein gekipptes Fenster die Qualität der Arbeit nicht beeinträchtigen. Dennoch sollten Sie keine starken Zugluft und plötzliche Temperaturwechsel verursachen.
Tipp
Nur direkter Durchzug im Raum, in dem renoviert wird, kann sich negativ auf die Tapeten auswirken. In den Nachbarräumen ist das Lüften möglich.
Heutzutage werden hochwertige Klebstoffe verwendet, die verhindern, dass sich die Bahnen ablösen, jedoch nicht vor Blasen oder Falten schützen. Daher sollte man vermeiden, dass frische Luft an die Tapete gelangt, da diese die gleichmäßige Trocknung beeinträchtigt. Es wird ebenfalls nicht empfohlen, den Trocknungsprozess künstlich zu beschleunigen; dieser sollte natürlich ablaufen.
Und noch ein paar Tipps
Beginnen Sie mit der Renovierung und dem Tapezieren der Wände vorzugsweise in der warmen Jahreszeit, da die Trocknung dann schneller vonstattengeht. Vor Arbeitsbeginn empfiehlt es sich, das Raumklima auf ein optimales Niveau einzustellen. Ideal ist eine Lufttemperatur zwischen 25 und 30 Grad, da sonst der Klebstoff zu schnell trocknet und Sie ständig getrocknete Tapetenbereiche nachstreichen müssten.
Die Wände sollten vorbereitet werden: Entfernen Sie alte Tapetenreste, reinigen Sie sie von Farbe und Verschmutzungen, und spachteln Sie sie bei Bedarf aus, sodass die Oberflächen glatt sind. Andernfalls sind alle Unebenheiten unter der Tapete sichtbar.
Für eine gute Haftung der Tapetenbahn an der Wand ist es besser, zuvor eine Grundierung aufzutragen. Diese kann aus Klebstoff hergestellt werden, indem Sie doppelt so viel Wasser wie bei der Zubereitung der Klebelösung hinzufügen.
Es wird nicht empfohlen, im Raum, in dem die Tapeten trocknen, andere Renovierungsarbeiten durchzuführen. Bei der Installation von Spanndecken oder der Verwendung verschiedener Elektrowerkzeuge steigt die Temperatur in bestimmten Bereichen an, was sich negativ auf die Qualität des Tapezierens auswirkt.
Tipp
Auch das Bohren in schlecht getrocknete Tapeten sollten Sie vermeiden: Es entstehen ausgefranste, unschöne Rillen an der Wand.
Achten Sie beim Tapezieren von Vliestapeten, die anschließend gestrichen werden sollen, besonders darauf. In diesem Fall müssen Sie dem Material ausreichend Zeit zum vollständigen Trocknen geben. Wenn Sie Farbe auf eine feuchte Bahn auftragen, können die Tapeten unter dem eigenen Gewicht und der Farbschicht von der Wand rutschen.
Falls Sie nach dem Trocknen der Tapetenbahnen Blasen bemerken, lässt sich dies leicht wie folgt beheben:
- Füllen Sie eine Spritze mit Tapetenkleister.
- Stechen Sie die aufgeblähte Stelle vorsichtig mit der Nadel an.
- Spritzen Sie den Kleister hinein und drücken Sie die Stelle mit der Hand an.
- Wenn sich die Blase in den Ecken befindet, machen Sie kleine Einschnitte und lassen die Luft entweichen.
Wenn Sie diese einfachen Regeln und Tipps befolgen, können Sie einen Raum schnell und problemlos tapezieren. Hauptsache, Sie öffnen während der Arbeit keine Fenster, und dann wird der Raum Sie mit Gemütlichkeit und einem schönen Aussehen erfreuen.



