Wie wäscht man Kleidung richtig von Hand?
Handwäsche ist heutzutage nicht mehr so gefragt wie früher, da fast jeder eine Waschmaschine zu Hause hat. Doch bei einer Panne der „Helferin“ müssen Sie selbst Hand anlegen. Auch gibt es Kleidungsstücke, die für die Maschinenwäsche ungeeignet sind. Zwar verfügen moderne „Waschmaschinen“ über einen Schonwaschgang, aber nicht alle Geräte funktionieren damit einwandfrei.

Was darf nicht in der Waschmaschine gewaschen werden?
Auf den Etiketten einiger Kleidungsstücke befindet sich ein Symbol — eine schematische Darstellung eines Waschbeckens mit Wasser, in das eine Hand eingetaucht ist. Dieses Symbol veranlasst uns, auf die Waschmaschine zu verzichten. Meistens gehen die Hersteller auf Nummer sicher, um im Falle eines Schadens durch die Maschinenwäsche keine Haftung übernehmen zu müssen. Doch manchmal kann die Waschmaschine das Kleidungsstück tatsächlich beschädigen. Auch sollten Kleidungsstücke mit bestimmten Verschmutzungsarten nicht in die Maschine gegeben werden.
Was darf nicht in der Waschmaschine gewaschen werden?
- Kleidungsstücke, die mit ölhaltigen Produkten wie Benzin, Maschinenöl oder Kerosin verschmutzt sind. Wenn diese auf die Gummitteile der Maschine gelangen, können sie diese angreifen. Bei großflächiger Verschmutzung können die Dämpfe der brennbaren Substanzen zu einer Explosion führen.
- Kleidung aus Leder oder Kunstleder. Das Kleidungsstück verliert seine Form und Farbe.
- Feine Spitzenkleidungsstücke (sofern kein Schonwaschgang vorgesehen ist). Bei einem normalen Waschgang kann die Spitze reißen.
- Kleidungsstücke mit fester Form wie Anzüge, Mäntel oder Hüte. Eine Wäsche im Waschbecken wird jedoch auch nicht empfohlen; geben Sie sie besser in die chemische Reinigung.
Im Gegensatz zur Maschinenwäsche können Sie von Hand alles waschen. Nun, oder fast alles — mit Ausnahme von Kleidungsstücken, die eine chemische Behandlung erfordern.
Wie bereitet man sich auf die Handwäsche vor?
Wenn Sie sich für die Handwäsche entscheiden, bereiten Sie zunächst alles Nötige vor:
- 2 Waschbecken;
- Spülmittel;
- Weichspüler;
- Gummihandschuhe;
- verschmutzte Kleidungsstücke.
Stellen Sie das Waschbecken so auf, dass Sie sich nicht zu stark bücken müssen, sonst wird Ihr Rücken schnell müde. Sie können ein breites Brett auf den Wannenrand legen oder das Waschbecken auf einen Stuhl stellen.
Gummihandschuhe sind Pflicht, wenn Sie Ihre Hände weich und gesund halten möchten. Aggressive Reinigungsmittel greifen die oberste Hautschicht an, was zu Rötungen und Rissen an den Händen führen kann.
Wie sortiert man verschmutzte Kleidungsstücke vor der Handwäsche?
Die Kleidungsstücke werden genauso sortiert wie bei der Maschinenwäsche. Die Sortierprinzipien sind einfach.
- Weiße und bunte Wäsche wird getrennt gewaschen.
- Farbige Kleidungsstücke werden nach Farben getrennt — Blau zu Blau, Rot zu Rot.
- Kleidungsstücke aus empfindlichen Stoffen werden getrennt von der restlichen Wäsche gewaschen.
Bei der Handwäsche werden zuerst die hellen, wenig verschmutzten Kleidungsstücke gewaschen, danach werden dunklere oder stärker verschmutzte Stücke in dasselbe Wasser gegeben. Das Wasser wird gewechselt, sobald es verschmutzt ist.
Achtung!
Wenn das Wasser während des Waschvorgangs «bunt» (grün, blau, rot, gelb, schwarz oder eine andere Farbe) wird — ist Ihr Kleidungsstück farbig ausgelaufen. Ein solches Wasser muss gewechselt werden, da die Pigmente den Stoff des nächsten in das Wasser gelegten Artikels verfärben. Das Waschen eines ähnlich farbigen Artikels ist erlaubt — nach Ihrem Ermessen.
Welche Wassertemperatur ist beim Handwaschen erforderlich?
Die Wassertemperatur wird nicht nur anhand der zulässigen Waschtemperatur des Artikels gewählt. Das Wasser darf Ihre Hände nicht verbrennen. Sie können maximal 50°C aushalten.
Oft werden die Etiketten an Kleidungsstücken abgeschnitten, damit sie nicht an der Haut scheuern. Die richtige Wassertemperatur kann anhand des Stofftyps bestimmt werden.
- Naturfasern pflanzlichen Ursprungs — Leinen, Baumwolle – werden bei jeder Temperatur und mit jeder Intensität gewaschen. Kleidungsstücke daraus laufen nicht ein, sie dehnen sich nicht. Bunte Kleidung läuft selten aus.
- Naturfasern tierischen Ursprungs — Seide, Wolle. Wassertemperatur 30-40°C. Kleidungsstücke aus diesen Stoffen sind anspruchsvoll, sie müssen vorsichtig gewaschen und kaum ausgewrungen werden, sondern das Wasser ablaufen lassen.
- Viskose — es wird empfohlen, in kaltem Wasser zu waschen. Waschtemperatur nicht über 30°C.
- Synthetische Stoffe — Lavsan, Acryl, Lycra. Wassertemperatur 40-50°C.
- Mischgewebe (am häufigsten verwendet) — Baumwolle+Nylon, Wolle+Lavsan usw. Waschtemperatur 40-50°C.
Wenn Sie nicht wissen, aus welchem Stoff Ihr Kleidungsstück gefertigt ist, waschen Sie es in warmem Wasser (ca. 30-35°C).
Wie wählt man ein Handwaschmittel aus?
Wählen Sie für die Handwäsche nur Mittel, die entsprechend gekennzeichnet sind.
- Handwaschpulver enthalten weniger aggressive Bestandteile und sind schonender zur Haut der Hände. Achten Sie unbedingt darauf, dass sich das Pulver vollständig im Wasser auflöst. Erst danach legen Sie das Kleidungsstück in die Schaumlösung. Die Pulverkörner sind sehr konzentriert. Wenn sie auf den Stoff gelangen, fressen sie ihn an.
- Waschgel — eine gute Lösung. Es löst sich schnell in Wasser. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig für Artikel, die bei niedrigen Temperaturen von Hand gewaschen werden müssen. Pulver löst sich in kaltem Wasser langsamer als in warmem.
- Kernseife — ein zu Unrecht vergessenes Waschmittel. Sie entfernt hervorragend hartnäckige Verschmutzungen, schont die Haut der Hände und verursacht keine Allergien. Besonders sinnvoll ist die Verwendung von Seife für Unterwäsche, die eng mit der Haut in Kontakt kommt.
- Sauerstoffbleiche wird zur Entfernung von Flecken aus dem Stoff verwendet. Sie beseitigt alle organischen Verschmutzungen und bewahrt dabei die Farbe der Wäsche. Beachten Sie — Sauerstoffbleichmittel gibt es für weiße und für bunte Wäsche. Verwechseln Sie sie nicht.
- Chlorbleiche wird nur für weiße Wäsche aus Naturfasern verwendet. Sie entfernt Flecken und Grauschleier. Chlorbleichmittel ist sehr aggressiv, und Chlordämpfe sind schädlich. Verwenden Sie es nur bei Bedarf.
Wichtig zu wissen
Kunstfasern — Polyester, Elasthan, Acryl — dürfen nicht mit alkalischen Mitteln gewaschen werden. Dazu gehören einige Pulver (achten Sie auf die Zusammensetzung) und Waschnüsse, die Natriumcarbonat enthalten.
Tierische Naturfasern — Wolle, Seide — dürfen nicht mit Enzymen gewaschen werden, die Proteine zersetzen. Wählen Sie spezielle Mittel, damit Ihre Kleidungsstücke möglichst lange halten.
Wie läuft der Prozess des Handwaschens ab?
Wie wäscht man von Hand? Der korrekt durchgeführte Waschvorgang sieht so aus.
- Wählen Sie einen Ort zum Waschen. Er sollte Zugang zu Wasser haben. Sie können im Badezimmer oder im Freien an einer Zapfstelle oder einem Brunnen waschen. Wenn kein heißes Wasser vorhanden ist, müssen Sie es aus der Küche holen.
- Füllen Sie eine Schüssel mit Wasser der richtigen Temperatur. Geben Sie die auf der Anleitung angegebene Menge Pulver oder Gel ins Wasser. Rühren Sie mit der Hand um, bis sich Schaum bildet. Achten Sie darauf, dass sich die Pulverkristalle vollständig aufgelöst haben. Wenn Sie mit Seife waschen möchten, legen Sie diese einfach neben die Schüssel.
- Wenn die Kleidung eine gründlichere Wäsche benötigt, legen Sie die Sachen in das Schaumbad und warten Sie 15 bis 20 Minuten. Stark verschmutzte Sachen können Sie 2 bis 3 Stunden einweichen, Bettwäsche über Nacht.
- Reiben Sie die Wäsche nicht nur an den verschmutzten Stellen, sondern über die gesamte Oberfläche. Sie können ein Waschbrett verwenden. Wenn Sie mit Waschnüssen waschen, seifen Sie das Kleidungsstück vorher ein. Sie können die Seife auch zusätzlich zum Pulver verwenden.
- Nehmen Sie die Kleidung aus der Schüssel, wringen Sie sie leicht aus und legen Sie sie in die Spülschüssel.
- Es wird empfohlen, die Wäsche zweimal zu spülen — in warmem und kaltem Wasser. Spülen Sie zunächst mit warmem Wasser und versuchen Sie, so viel Schaum wie möglich zu entfernen. Wiederholen Sie den Vorgang dann mit kaltem Wasser.
- Wringen Sie das Kleidungsstück leicht aus und entfernen Sie so viel Wasser wie möglich. Übertreiben Sie es nicht, damit das Kleidungsstück nicht deformiert wird. Empfindliche Sachen können Sie anstelle des Auswringens in ein trockenes Handtuch wickeln, um das Wasser aufzunehmen.
- Hängen Sie die Sachen auf oder legen Sie sie auf den Wäscheständer. Wenn Sie die Kleidung in der Sonne trocknen, vergessen Sie nicht, sie auf links zu drehen. Denken Sie daran, dass sich Woll- und Kaschmirartikel beim vertikalen Trocknen ausdehnen. Wenn Sie keinen Wäscheständer haben, legen Sie ein Handtuch auf den Tisch und legen Sie das Kleidungsstück zum Trocknen darauf.
- Warten Sie, bis das Kleidungsstück trocken ist, und nehmen Sie es von der Leine oder dem Wäscheständer.
Jetzt ist Ihre Kleidung sauber.
Tipp
Damit Ihre Kleidung im Winter beim Trocknen im Freien nicht einfriert, geben Sie beim letzten Spülgang eine Handvoll Salz ins Wasser.
Handwäsche ist eine mühsame Arbeit. Machen Sie sich mit diesem Wissen vertraut, um den Prozess zu vereinfachen, und das Waschen wird keine ungeliebte Tätigkeit mehr sein.





Es werden Handschuhe empfohlen, aber auf dem Foto sind die Hände ohne Handschuhe. Ich hätte gerne Empfehlungen für Handschuhe, damit kein Wasser über den Rand läuft.
Gute Ratschläge. Besonders für die Jugend, wenn man bedenkt, dass sie aufgewachsen sind, als alle bereits Waschmaschinen hatten. Und trotzdem hat jeder ein Kleidungsstück, das man nicht in der Waschmaschine waschen sollte.