5 Möglichkeiten, alten Kleidungsstücken wieder Glanz zu verleihen, ohne Geld für Waschgels auszugeben
Bereits nach der 10. Wäsche bemerken Hausfrauen, dass bunte Kleidungsstücke verblassen und weiße einen unangenehmen Farbton annehmen. Um die Farbe von Kleidungsstücken zu Hause wiederherzustellen und die satte Färbung zu erhalten, sollten Sie Hausmittel ausprobieren. Einige davon entfernen auch Flecken und bleichen die Kleidung hervorragend.

1. Pflanzenöl für die Weiße von Stoffen
Diese Methode wird am häufigsten für weiße und helle Küchenhandtücher verwendet. Nach täglichem Waschen kann ihre Farbe grau werden. Es entstehen Fettflecken, Gelbstich und speckige Stellen. So bleichen Sie Küchenhandtücher zu Hause ohne mühsames Einweichen und Vorwaschen: Bei hartnäckigen Verschmutzungen hilft Pflanzenöl. Bei Hausfrauen wird diese Methode als „japanische“ Wäsche (das Rezept stammt aus diesem Land) oder „faule“ Wäsche bezeichnet.
Dafür benötigen Sie:
- kochendes Wasser (4-5 l);
- eine Schüssel zum Einweichen (tief genug, damit das Wasser den Stoff vollständig bedeckt);
- 3 Esslöffel Essigsäure (70 %);
- 3 Esslöffel Speisenatron;
- 3 Esslöffel Pflanzenöl;
- eine halbe Tasse Waschpulver.
Mischen Sie die Zutaten in einer kleinen Menge Wasser, bis sie sich vollständig aufgelöst haben. Gießen Sie kochendes Wasser in die Schüssel und geben Sie die Lösung hinzu. Legen Sie die Handtücher in das Gefäß und lassen Sie sie 6-8 Stunden einweichen.
Waschen Sie sie anschließend auf die gewohnte Weise und spülen Sie sie gründlich aus. Beachten Sie, dass dieses Mittel nicht für bunt gefärbte Stoffe geeignet ist. Das kochende Wasser lässt die Farbtöne verblassen.
Wichtig! Konzentrierte Essigsäure ist lebensgefährlich! Schützen Sie Augen, Haut und Schleimhäute vor Spritzern der Substanz und arbeiten Sie nur mit Gummihandschuhen. Achten Sie darauf, dass kleine Kinder keinen Zugang zum Behälter mit der Lösung haben!
Auch verbrauchte Frotteehandtücher und Tischdecken können Sie mit diesem Mittel auffrischen. Flecken von Getränken und Fett werden entfernt, speckige Ränder wirken wieder frisch. Sie können dem Spülwasser 1 Esslöffel Zitronensaft hinzufügen – das festigt das Ergebnis und verleiht den Wäschestücken einen feinen, angenehmen Duft.
2. Essig als Bleichmittelersatz
Gekauftes Bleichmittel kann durch 2/3 Tasse 9%igen Speiseessig ersetzt werden, der in einem Liter Wasser aufgelöst wird. Geeignet ist normaler oder Apfelessig, der deutlich günstiger ist als Bleichmittel und Fleckentferner. Reiben Sie die verschmutzten Stellen mit einer Bürste und Kernseife ein.
Kleidung mit hartnäckigen alten Flecken sollte besser 2-4 Stunden eingeweicht und dann von Hand gewaschen werden.
Bei der Maschinenwäsche können Sie direkt 1 Tasse des Mittels in die Trommel der Waschmaschine zusammen mit dem normalen Waschpulver geben. In seiner Wirksamkeit steht es chlorhaltigen Bleichmitteln kaum nach, wirkt jedoch schonender auf die Materialfasern. Es eignet sich für Chiffon, Seide und Spitzen-Guipure.
Essig verleiht die ursprüngliche Weiße zurück, entfernt Flecken und wirkt nach dem Trocknen als Antistatikmittel: Zu Hause für Kleidung kann man es selbst herstellen. Die Farbe stumpfer und vergilbter Stoffe wird wieder lebendig. Bei weißen Hemden werden Schweiß- und Deoränder entfernt. Nach dem Waschen verfliegt der unangenehme Geruch vollständig. Das Mittel eignet sich auch zum Entfernen von Flecken natürlichen Ursprungs (Gras, Saft, Tee, Kaffee). Es reicht aus, die verschmutzte Kinderjeans oder Küchenschürze für ein paar Stunden einzuweichen. Nach dem Spülen sieht das Kleidungsstück wie neu aus.
Wichtig! Bei empfindlichen Stoffen und Wolle ist Vorsicht geboten. Testen Sie das Mittel zunächst an einer unauffälligen Stelle (im Bereich der Innennähte).
3. Kaliumpermanganat gegen Flecken
Zuerst den Stoff anfeuchten und mit Kernseife einreiben.
Anschließend einige Kristalle Kaliumpermanganat in einem Glas Wasser auflösen, sodass eine mittelrosa Lösung entsteht.
In das Einweichgefäß, eine Schüssel, kochendes Wasser gießen und die Lösung einrühren.
Das zuvor mit Kernseife eingeriebene Kleidungsstück hineinlegen.
Darüber einen Plastikbeutel binden.
Die Wäsche sollte mindestens 4 Stunden, gerne auch über Nacht, einwirken. Dann auswringen und spülen, und die Flecken verschwinden spurlos. Diese Methode eignet sich nicht nur für weiße, sondern auch für bunte Wäsche aus Naturfasern. Für 5 Küchenhandtücher reichen 1 Tasse Kaliumpermanganatlösung und 2 Liter kochendes Wasser.
4. Aspirin für Babykleidung
Dieses preiswerte Apothekenmittel bewältigt hervorragend die typischen Verschmutzungen von Babykleidung.
Bei hartnäckigen und alten Flecken hilft eine konzentrierte Lösung (auf 0,5 Tassen Wasser – 10 Tabletten).
Damit die Problemstellen befeuchten und 3 Stunden einwirken lassen.
Anschließend das Kleidungsstück waschen und in kühlem Wasser spülen.
Acetylsalicylsäure entfernt hervorragend Spuren von Brei, Beeren und Obst. Zudem ist das Mittel hypoallergen für die empfindliche Haut von Kindern. Bei der Maschinenwäsche können die Tabletten zerkleinert und in das Pulverfach gegeben werden. Das Mittel kann bedenkenlos für die Wäsche von bunter Kleidung, auch in kräftigen Farben, verwendet werden.
5. Natron und Senf erfrischen die Farbe
Zum Bleichen wird Natron verwendet. Damit können Sie den Farbton auffrischen, wenn ein Kleidungsstück verblasst ist, und hartnäckige, alte Flecken entfernen, mit denen normale Mittel nicht zurechtkommen.
Für die Zubereitung des universellen Mittels werden folgende Zutaten benötigt:
- 100 g Natron
- 100 g Zitronensaft (kann konserviert sein)
- 2 Esslöffel scharfer Senf.
Nach dem Mischen beginnt die Reaktion der Lösungsbestandteile – keine Sorge, das ist so gewollt.
Dank der Zitronensäure im Saft wird das Natron unter heftiger Schaumbildung neutralisiert. Der Senf macht das Wasser seifig und hilft, Schmutzpartikel aus den Gewebefasern zu lösen.
Die erhaltene Mischung wird beim Hand- oder Maschinenwaschen in sehr heißes Wasser gegeben. Damit werden hartnäckige Vergilbungen und ergraute Bettwäsche gebleicht und die Farbe von Frotteetüchern aufgefrischt. Die Wäsche wird 30-40 Minuten in der Lösung eingeweicht und dann gründlich ausgespült.
Kinderkleidung aus Naturfasern wird in 10 L Wasser mit 2 Esslöffeln Natron gebleicht. Die Kleidungsstücke werden 2 Stunden eingeweicht und dann wie gewohnt gewaschen. Für Leinenkleidung gibt man 200 g Natron in das Pulverfach und startet ein Waschprogramm bei 60-90°C.
Häufige Fragen
Frage: Wie wäscht man Naturseide mit Essig?
Antwort: Ändern Sie das Verhältnis – ¼ Tasse 9%igen Essig auf einen Liter Wasser. Weichen Sie die Kleidung 10-30 Minuten ein. Dann spülen Sie sie in klarem Wasser aus. Dieses Mittel entfernt nicht nur Verschmutzungen, sondern verleiht verblassten Kleidungsstücken auch ihre Leuchtkraft zurück.
Frage: Sollte man mit Ätznatron waschen?
Antwort: Im Gegensatz zu Natron ist Ätznatron (Waschsoda) eine aggressive Substanz, die starke Hautreizungen verursachen kann. Dieses Mittel zerstört die Gewebefasern und sollte nicht für bunte Kleidungsstücke verwendet werden. Es sollte nur als letztes Mittel eingesetzt werden, wenn andere Mittel keine Wirkung gezeigt haben.
Frage: Welchen Senf sollte man zum Waschen wählen: Pulver oder Paste?
Antwort: Pulver ist vorzuziehen, da es keine unnötigen Zusätze enthält. Tafelsenf wird oft mit Zucker, Pflanzenöl und anderen Zutaten verkauft. Vor der Verwendung zum Waschen sollte man sicherstellen, dass er keine Stoffe enthält, die Flecken auf der Kleidung hinterlassen.
Gekaufte Mittel sind nicht nur teuer, sondern greifen auch die Materialfasern aggressiv an. Dies geschieht nicht nur durch falsche Pflege, sondern auch aufgrund der Eigenschaften der Stoffe. Die Farbe verblasst durch Temperatureinwirkung und chemische Mittel, die beim Waschen zugegeben werden. Sommerliche UV-Strahlung und Bügeln mit heißem Eisen verbrennen die Farbsättigung. Sogar eine lange Lagerung im Schrank kann zu einem verblichenen Aussehen führen.
Wenn Kleidungsstücke ihre früheren Farben verloren haben, helfen einige Rezepte mit Hausmitteln, ihre Leuchtkraft wiederherzustellen. Und sie beseitigen auch hartnäckige Flecken, die mit normalem Waschen nicht entfernt werden konnten. Jede Hausfrau hat die aufgeführten Zutaten im Küchenschrank.
























