«Die schwedische 'Todesreinigung' – schwarzer Humor oder eine gute Methode zum Entrümpeln?»

Die Methode ‚Sterbeaufräumung‘ trägt einen beunruhigenden Namen, hat aber nichts mit dem Lebensende zu tun. Sie hilft lediglich, kritisch auf die in der Wohnung angesammelten Gegenstände zu blicken und zu entscheiden, ob sie wirklich benötigt werden oder ob man sich von ihnen trennen kann. Einfach gesagt: Man sollte sich in die Lage der Verwandten eines Verstorbenen versetzen und den gesamten Überflüss so sortieren, wie sie es tun würden.

Diese in Schweden beliebte Methode ist vor nicht allzu langer Zeit zu uns gekommen, hat aber bereits Popularität gewonnen. Die Autorin – die Künstlerin Margareta Magnusson, die sogar ein Handbuch zur ‚Sterbeaufräumung‘ veröffentlicht hat – empfiehlt ihre Entwicklung allen, die älter als 50 Jahre sind: In einem halben Jahrhundert haben diese Menschen eine Sammlung von Hunderten nutzloser Gegenstände angesammelt.

Um die Aufräumung erfolgreich durchzuführen, sollte man sich an eine Reihe von Regeln halten.

Wanduhr im Wohnzimmer

Nicht hetzen

Die ‚Sterbeaufräumung‘ hat nichts mit einer Grundreinigung zu tun – sie muss nicht innerhalb weniger Stunden oder Tage erledigt werden. Man kann die Dinge nach und nach durchgehen und dafür nicht mehr als 10 Minuten pro Tag aufwenden. Der gesamte Prozess dauert dann etwa ein Jahr, aber er verursacht weder für die Person noch für die Mitbewohner Unannehmlichkeiten.

Freundinnen unterhalten sich in einem Café

Bekannten und Verwandten davon erzählen

Wenn man sein nahes Umfeld informiert, kann man einen doppelten Effekt erzielen:

  • Erstens hören die Leute auf, nutzlose Geschenke zu bringen, sodass die Menge an Überflüssigem nicht zunimmt.
  • Zweitens fällt es Verwandten und Bekannten leichter, das Geschehen vor ihren Augen zu verstehen. Wenn es sich um Mitbewohner der Person handelt, die diese Aufräumaktion gestartet hat (z. B. Kinder oder den Partner), können sie bei der Entrümpelung der gemeinsamen Wohnung helfen.

Eine Frau sortiert Kleidung in einem Schrank

Mit der Aufräumung beginnen, indem man sich von den am wenigsten wertvollen Dingen trennt

Gemeint sind nicht materielle Werte, sondern herzliebe Gegenstände wie Briefe des Großvaters von der Front, Fotos der Eltern oder Erinnerungskarten. Was das Herz wärmt und wenig Platz beansprucht sowie etwas über die Familiengeschichte erzählt, sollte bewahrt werden.

Dagegen findet sich im Kleiderschrank mit Sicherheit mehr als ein Dutzend altmodischer Kleider, Mäntel, Anzüge, Hemden und Blusen – diese werden wahrscheinlich nie mehr für ihren Zweck genutzt. Gleiches gilt für Kleidungsstücke in der falschen Größe – alles, was zu klein oder zu groß geworden ist, sollte den Schrank für immer verlassen.

Unnötige Dinge in Kartons

Dinge nicht wegwerfen, die anderen Menschen noch nützlich sein könnten

Es ist nur sinnvoll, Gegenstände in den Mülleimer zu werfen, für die sich keine neuen Besitzer finden lassen. Unnötige Haushaltsgegenstände können anderen Menschen gute Dienste leisten – solche findet man leicht, indem man Anzeigen in einem lokalen Forum oder auf einer Anzeigenseite wie „Avito“ aufgibt. Es lohnt sich auch, den Nachbarn anzubieten, sich auszusuchen, was ihnen gefällt. Antike Gegenstände können Sie bei einer Auktion verkaufen oder den Inhabern von Fachgeschäften anbieten.

Wenn Sie keine Lust oder Möglichkeit haben, Dinge zu verschenken, ist Wohltätigkeit eine Lösung – verschiedene Stiftungen sammeln ständig Kleidung, Geschirr, Möbel und andere Haushaltsgegenstände, um sie später Bedürftigen zu übergeben.

Rabatte im Online-Shop

Unnötige Geschenke und Spontankäufe ablehnen

Während der „Todesputz nach schwedischer Art“ sollten Sie nicht nur alles aus dem Haus entfernen, was keinen Wert hat und keine praktische Verwendung findet, sondern auch verhindern, dass die Liste der unnützen Dinge wächst. Kaufen Sie keine niedlichen, aber nutzlosen Kleinigkeiten und Gegenstände, die bereits vorhandene Dinge duplizieren. Bevor Sie zum Beispiel ein neues Sofa bestellen, sollten Sie das alte verschenken oder verkaufen.

Frau räumt auf

Nicht aufhören

Früher oder später wird es so aussehen, als sei der Hauptteil der Arbeit erledigt und man könne sich eine Pause gönnen. Das ist eine trügerische Meinung – ein Stopp würde unweigerlich einen Ausbruch von Sammelwut auslösen, und das Haus würde in kurzer Zeit in den vorherigen Zustand zurückkehren. Anhalten ist erst gestattet, wenn der letzte unnötige Gegenstand die Schwelle des Hauses überschritten hat. Bis dahin wird der Mensch eine Gewohnheit zum Minimalismus entwickeln und nicht mehr von Dingen abhängig sein.

Nach dem „Todesputz“ wird es nicht nur leichter, im Haus zu atmen – auch die Seele findet Ruhe, als ob alle Probleme gleichzeitig in der Versenkung verschwunden wären.

Was meinen Sie, ist die Methode des „Todesputzes“ für Sie geeignet? Warum?
  1. Maria

    Ja, sie ist geeignet, es hat sich genug Krempel angesammelt)

  2. Nadezhda

    Eine ausgezeichnete Methode, ich mache das schon lange so. Ich habe mir die Gewohnheit zum Minimalismus angewöhnt, die Abhängigkeit von Dingen ist verschwunden! In der Wohnung atmet es sich leicht. Ich empfehle es allen.

Reinigung

Flecken

Aufbewahrung