Wie man alte Farbe von einer Metalloberfläche entfernt: 5 einfache Methoden
Gegenstände aus Metall halten Jahrzehnte, verlieren aber mit der Zeit ihr dekoratives Aussehen. Damit ein Gegenstand ansprechend aussieht, müssen Sie zuerst die Farbe von der Metalloberfläche entfernen. Dann beseitigen Sie den Rost, erneuern die Beschichtung, und das Teil sieht wieder wie neu aus.

Abbrennen
Die Farbe kann einfach verbrannt werden. Dazu benötigen Sie eine gewöhnliche Lötlampe. Schalten Sie sie ein und führen Sie den Flammenstrahl über die lackierte Oberfläche. Die Beschichtung beginnt zu blubbern, zu verkohlen und verbrennt schließlich. Was nicht verbrannt ist, muss mit einem Spachtel abgekratzt werden.
Die Hauptvorteile dieser Methode sind Billigkeit, Schnelligkeit und Einfachheit. Damit enden die Vorzüge. Die Nachteile sind jedoch zahlreich:
- Nicht jede Oberfläche hält der Behandlung mit einer Lötlampe stand. Gusseisen wird reißen, Verzinkung verbrennt zusammen mit der Farbe, Blech wird verzogen. Viele Metalle, die mit der Lötlampe ausgeglüht werden, verändern sich äußerlich nicht, werden aber spröde und empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen.
- Nach der Behandlung bleiben Schmelzrückstände der Beschichtung auf dem Metall zurück, die zusätzlich abgeschliffen werden müssen.
- Die Methode ist brandgefährlich. Es geht nicht nur um die Lötlampe – das heiße Metall kann nahe gelegene Materialien wie Bretter, Tapeten oder Kunststoff entzünden.
- Beim Ausbrennen der Lackbeschichtung werden giftige Stoffe in die Luft freigesetzt. Arbeiten Sie nur mit Atemschutzmaske und nur im Freien. Wenn der Gegenstand sich in einem Raum befindet und nicht herausgebracht werden kann, öffnen Sie die Fenster weit.
Thermische Behandlung
Zum Entfernen alter Farbe kann anstelle einer Lötlampe ein Heißluftföhn verwendet werden. Außerdem benötigen Sie einen Spachtel und Schleifpapier.
So entfernen Sie die Farbe:
- Schalten Sie den Föhn ein und richten Sie den heißen Luftstrom auf die zu bearbeitende Oberfläche. Die Lackbeschichtung schmilzt und bläht sich blasenförmig auf.
- Erwärmen Sie einen kleinen Bereich der Oberfläche und schalten Sie den Föhn aus.
- Nehmen Sie den Spachtel und kratzen Sie die Farbe mit schnellen Bewegungen ab. Handeln Sie, solange sie noch weich und plastisch ist.
- Nehmen Sie den Föhn wieder zur Hand und bearbeiten Sie den nächsten Bereich der Oberfläche.
- Wenn Sie fertig sind, schleifen Sie die Oberfläche mit Schleifpapier nach.
Versuchen Sie nicht, das gesamte Werkstück auf einmal zu bearbeiten; das ist sinnlos. Bis Sie mit dem Schmelzen der Farbe fertig sind, sind die zuerst behandelten Stellen wieder ausgehärtet. Sie müssten sie erneut erwärmen.
Methode ist langwierig und mühsam. Sie wird eingesetzt, wenn sehr viele Farbschichten vorhanden sind und das Metall vollständig gereinigt werden muss. Verwenden Sie keinen Industriefön auf Gusseisen, verzinktem Stahl oder Blech – sonst beschädigen Sie das Objekt. Seien Sie vorsichtig – es besteht die Gefahr schwerer Verbrennungen. Der Industriefön ist kein Haarfön, sein Luftstrahl entzündet leicht Papier.
Sandstrahlgerät
In der Industrie werden für diese Zwecke Sand- und Kugelstrahlanlagen eingesetzt. Solche Geräte erzeugen einen kräftigen Wasser- oder Luftstrahl, der abrasiv wirkende Partikel mit sich führt. Die 'Körnung' der mechanischen Partikel hängt davon ab, welches Werkstück gereinigt werden muss. In wenigen Minuten entfernt die Anlage selbst von komplexen Oberflächen die Lack- und Farbbeschichtung.
Es ist nicht sinnvoll, ein solches Gerät für den Haushalt zu kaufen. Sie können aber eine Firma beauftragen und die Dienstleistung bestellen – das ist einfach und günstig.
Mechanische Reinigung
Wenn die Oberfläche einfach und die Fläche klein ist, können Sie die Farbe selbst entfernen. Verwenden Sie dazu beliebige, geeignete Werkzeuge:
- Bürste mit Metallborsten;
- Schaber, Spachtel;
- Schleifpapier;
- Schleifmaschinen;
- Bohrmaschine oder Winkelschleifer mit speziellem Aufsatz.
Welche Variante Sie wählen, entscheiden Sie je nach Situation.
Kleine, kompliziert geformte Gegenstände reinigt man am besten mit Schleifpapier, wobei man alle Ecken und Kanten sorgfältig bearbeitet. Wenn die Farbe in einer Vertiefung nicht erreichbar ist, befestigen Sie das Schleifpapier auf einem schmalen, flachen Werkzeug – zum Beispiel umwickeln Sie das Gestell einer Zahnbürste, deren Borsten abgeschnitten sind. Sie können schmale Holzleisten, schmale Spachtel verwenden – alles, was Sie bequem in der Hand halten können.
Eine Bürste mit Metallborsten eignet sich, wenn Sie nur lose abblätternde Farbe entfernen müssen. Manchmal reicht das aus – zum Beispiel können Sie ein Tor auch über die alte Beschichtung streichen, wenn diese fest auf dem Metall haftet. Die Bürste entfernt alle Blasen und Ablösungen, beseitigt Rostansatz und ebnet die Oberfläche teilweise. Sie müssen dann nur noch die Rostflecken mit Schleifpapier abschleifen, das Werkstück entfetten und schon kann der Anstrich beginnen.
Ähnlich arbeiten auch verschiedene Schaber. Sie können zwar keine feste Farbschicht abtragen, aber alle Problemzonen leicht reinigen.
Schleifmaschinen sind bei der Bearbeitung großer Flächen unverzichtbar. Die Oberfläche sollte dabei eben sein.
Für eine Bohrmaschine oder einen Winkelschleifer müssen Sie einen Aufsatz kaufen – eine Topfbürste (Kordelbürste). Das ist eine einfache, schnelle und effektive Methode, aber sie eignet sich für relativ ebene Oberflächen. Eine Topfbürste reinigt eine gekrümmte Oberfläche oder die Außenwinkel eines Gegenstandes, wenn dieser groß genug ist. Das Werkzeug kann jedoch nicht in die Innenflächen von Winkeln oder in ein feines Relief eindringen.
Chemische Behandlung
Sie benötigen einen Abbeizer – eine aggressive chemische Substanz, die die Farbe auflöst. Einen Abbeizer können Sie in jedem Haushaltswarengeschäft kaufen.
Abbeizer gibt es flüssig, als Aerosol, pulverförmig und zähflüssig mit pastenartiger Konsistenz.
Um alte Farbe zu entfernen:
- Tragen Sie die Mischung dick auf die Oberfläche auf. Ziehen Sie unbedingt dichte Gummihandschuhe an, um chemische Verbrennungen zu vermeiden. Verwenden Sie zum Auftragen des flüssigen Abbeizmittels einen Pinsel.
- Lassen Sie die Mischung 20–30 Minuten auf dem Gegenstand einwirken. In dieser Zeit wird die Farbe aufquellen und Blasen werfen. Aerosolprodukte wirken viel schneller – in etwa 5 Minuten.
- Kratzen Sie die Farbe mit einem Spachtel oder einer Drahtbürste ab.
- Wiederholen Sie den Vorgang bei Bedarf. Wenn viele Farbschichten vorhanden sind, müssen Sie das Abbeizmittel mehrmals auftragen.
- Wenn die Oberfläche sauber ist, waschen Sie sie mit Seifenwasser ab und wischen Sie sie trocken. Lassen Sie das Abbeizmittel nicht auf dem Metall – es wird rosten.
- Behandeln Sie das Werkstück unbedingt mit einer Korrosionsschutzgrundierung.
Diese Methode ermöglicht es, selbst die schwierigsten Oberflächen mit minimalem Aufwand zu reinigen. Aber denken Sie daran: Abbeizmittel sind sehr giftig. Arbeiten Sie nur mit Handschuhen und Atemschutzmaske und öffnen Sie die Fenster zum Lüften.
Wenn das Abbeizmittel nicht wirkt, haben Sie wahrscheinlich den falschen Farbtyp gewählt.
Jede der genannten Methoden zum Entfernen von Farbe hat ihre Vor- und Nachteile. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl einer Methode unbedingt die Größe und Form des Werkstücks, die Metallsorte und die Art der Farbe. Und vergessen Sie nicht die Sicherheit – verwenden Sie Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutzmaske.



