Wie man Mikrofaserartikel richtig wäscht: Die Stoffe haben ihre Geheimnisse

Mikrofaserartikel sind weich, robust, nehmen schnell Feuchtigkeit auf, hinterlassen keine Schlieren auf Oberflächen und lassen sich leicht ausspülen. Allerdings sammelt jeder Stoff mit der Zeit Staub und Schmutz an. Wie wäscht man Mikrofaser? Sie verträgt sowohl Hand- als auch Maschinenwäsche problemlos, das einzige, worauf man achten muss, ist die Wassertemperatur.

Was ist das für ein Stoff und wovor hat er Angst?

Mikrofaser wird aus feinsten Fasern gewebt – Polyester, Polyamid oder Nylon. Daraus werden Bettwäsche, Handtücher, Reinigungstücher, Möbel, Brillenputztücher und Autositze hergestellt.

Mikrofaserhandtücher

Synthetik verträgt heißes Wasser, Bügeln sowie Bleich- und aggressive Reinigungsmittel schlecht. Starkes Auswringen beim Schleudern wird ebenfalls nicht empfohlen, obwohl das Material formstabil ist. Der Stoff mag keine Weichspüler, da er dadurch seine besonderen Eigenschaften verliert.

Zur Information
Durch falsche Pflege reißt Mikrofaser nicht und verliert nicht sofort ihre Eigenschaften, aber sie nutzt sich deutlich schneller ab. Wenn man die Artikel richtig wäscht, halten sie mehrere Jahre.

Hersteller geben in der Regel auf dem Etikett an, wie der Stoff zu pflegen ist, ob er in der Waschmaschine gewaschen werden kann oder ob eine manuelle Reinigung empfohlen wird. Dort finden Sie auch Informationen zur Temperatur.

Handwäsche

Das Entfernen von Flecken ohne Waschmaschine ist nicht schwierig: Alle Verschmutzungen auf Mikrofaser lassen sich leicht mit Seife und Waschpulver entfernen.

Handwäsche von Mikrofaser

Grundregeln zum Waschen:

  • Legen Sie die Artikel in warmes Wasser, dessen Temperatur 50 Grad nicht überschreiten sollte;
  • Kochen ist nicht zulässig: Die Mikrofasern verformen sich, das Handtuch wird unbrauchbar;
  • Verwenden Sie Kernseife, ein mildes Waschpulver oder ein flüssiges Waschmittel;
  • Weichen Sie stark verschmutzte Küchen- und Bodenlappen 1 Stunde lang ein;
  • Reiben Sie den Stoff nicht zu stark; Flecken lösen sich durch die Einwirkung der Waschmittel leicht;
  • Spülen Sie die Wäsche nur in klarem Wasser aus, ohne Weichspüler;
  • Trocknen Sie Synthetik im Zimmer oder draußen, fern von Buntwäsche: Mikrofaser verliert zwar selbst keine Farbe, saugt aber schnell Farbe auf.

Tipp
Verwenden Sie besser ein Pulver mit einem pH-Wert unter 10.

In der Waschmaschine

Wenn Sie keine Zeit oder Lust haben, Mikrofaser von Hand einzuweichen und zu waschen, können Sie die Waschmaschine benutzen.

Maschinenwäsche

Die Empfehlungen hier lauten:

  1. Da der Stoff voluminös ist, wird die Trommel zu ¾ befüllt.
  2. Die Wäsche erfolgt im Schonprogramm: Zu starke Drehbewegungen beschädigen die Fasern.
  3. Es ist nicht nötig, zu viel Pulver zu verwenden, es reicht aus, das Fach wie für einen normalen Durchgang zu befüllen.
  4. Waschen Sie Mikrofasertücher getrennt von anderen Textilien, da sich auf ihrer Oberfläche Fusseln und Haare sammeln können.
  5. Das Temperaturprogramm sollte 40 bis 50 Grad betragen.
  6. Schleudern Sie Mikrofasern nicht in der Waschmaschine, sondern entfernen Sie die Feuchtigkeit besser manuell.

Wichtig
Wenn Sie ein Waschmittel für Mikrofaser auswählen, stellen Sie sicher, dass es keine bleichenden Partikel und keinen Weichspüler enthält.

Wenn das Produkt stark verschmutzt ist

In diesem Fall wird ein langes Einweichen über 10 bis 12 Stunden angewendet. Lösen Sie das Reinigungsmittel im Wasser und legen Sie die Wäschestücke hinein, spülen Sie sie anschließend gründlich aus. Sollte das Handtuch beim ersten Mal nicht sauber werden, wird es erneut eingeseift und gespült.

Um ein Küchentuch in Ordnung zu bringen, können Sie es vorab mit einer Paste aus Natron und Wasser behandeln und für eine Stunde in eine Seifenlauge legen, danach gründlich in Wasser ausspülen.

Schmutzige Lappen

Eine weitere Methode, die Hausfrauen bekannt ist, ist die Verwendung von Zitronensaft als Fleckenentferner. Das Rezept: Den Saft einer halben Frucht in eine Schüssel mit 5 bis 7 Litern warmem Wasser geben und das Gewebe für ein paar Stunden einlegen. Wenn der Schmutz tief in die Fasern eingedrungen ist, kann auch der Saft einer ganzen Zitrone verwendet werden. Anschließend normal waschen.

Zum Entfernen von Flecken kann ‚Vanish‘ verwendet werden, das schonend zu den Geweben ist. Das Mittel sollte gemäß der Anleitung verdünnt werden; in der Regel wird das verschmutzte Tuch eine halbe Stunde in der Lösung belassen.

Regeln zum Trocknen und Bügeln

Mikrofaser sollte fern von heißen Geräten und Heizkörpern aufbewahrt werden. Andernfalls entstehen Knicke und Falten im Gewebe, die nicht zu entfernen sind. Im Notfall ist ein Föhn bei minimaler Temperatur erlaubt.

Bügeln

Die synthetische Faser verträgt direkte Sonneneinstrahlung hervorragend und trocknet dank ihrer porösen Struktur innerhalb weniger Stunden.

Wie bügelt man die Produkte? Da das Material kaum knittert, benötigt es keine Behandlung mit dem Bügeleisen. Im Gegenteil, das Erhitzen der Mikrofaser schädigt die Fasern. Wenn das Produkt stark zerknittert ist, sollte es vorsichtig glatt gestrichen und im feuchten Zustand auf einer ebenen Fläche getrocknet werden.

Wenn aus dem Material Bettwäsche gefertigt ist und man ihr ein perfektes Aussehen verleihen möchte, kann man versuchen, sie durch einen Baumwollstoff zu bügeln.

Tipp
Bevor Sie das gesamte Kleidungsstück bügeln, bügeln Sie ein kleines Stück des Gewebes. Wenn es seine Form verloren hat, ist es besser, kein Risiko einzugehen.

Mikrofasergewebe

Einige Empfehlungen:

  1. Waschen Sie Mikrofaser nur im äußersten Fall in der automatischen Waschmaschine; die Produkte lassen sich gut per Hand reinigen.
  2. Tücher und Handtücher halten länger, wenn sie täglich eingeseift und ausgespült werden.
  3. Zur Entfernung von Flecken auf Mikrofasermöbeln wischen Sie diese mit kreisenden Bewegungen mit einer Seifenlauge ab, lassen sie antrocknen und bearbeiten sie zusätzlich mit einer Bürste.

Mikrofaser ist ein vielseitiges, langlebiges Material, und richtiges Waschen verlängert nur seine Lebensdauer.

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