Wie reinigt man den Boden am besten – von Hand oder mit dem Wischmopp: Argumente und Überblick über moderne Geräte für die Nassreinigung
Das Bodenwischen ohne Wischmopp war in der Sowjetzeit willkommen und galt als Zeichen einer fleißigen, sauberen Hausfrau. Der Wischmopp wurde sogar 'Faulenzer' genannt, was darauf hinwies, dass es denen, die ihn benutzen, offenbar an Willenskraft mangelt, ihre Wohnung in Ordnung zu bringen. Aber die Zeiten haben sich geändert, und mit ihnen die Gewohnheiten. Heute trifft man selten eine Frau, die den Boden von Hand wischt. Darüber hinaus ist der hölzerne Wischmopp fast zu einem Museumsstück geworden, und für die Reinigung werden moderne, ergonomische und praktische Geräte verwendet. Viele Leser interessieren sich jedoch für die Frage: Leidet die Qualität des Bodenwischens? Vielleicht ist es besser, auf die alte Art zu handeln, bewaffnet mit einem Eimer, einem Lappen und der eigenen körperlichen Kraft?

Bodenwischen von Hand
Vor etwa 40 Jahren war es nicht so schwierig, den Boden von Hand zu wischen wie heute. Schon allein deshalb, weil der Großteil der Bevölkerung in winzigen Chruschtschowka-Wohnungen, Wohnheimen und Kommunalwohnungen hauste, in denen die Anzahl der Quadratmeter pro Familie auf einige Dutzend begrenzt war. Heute hingegen kommen auf einen Bewohner durchschnittlich 20 m2, und das nur unter Berücksichtigung der Wohnräume (ohne Flur, Küche, Bäder, Balkon und Abstellraum).
Frauen, die die manuelle Methode der Nassreinigung bevorzugten, gingen auch von praktischen Überlegungen aus:
- Erstens gab es damals keine leistungsstarken Staubsauger, die den Staub vollständig aufnehmen konnten. Beim Kehren mit einem Besen blieb viel feiner Schmutz und Dreck auf dem Boden zurück, die auf den ersten Blick unsichtbar waren, aber sofort sichtbar wurden, wenn sie auf den Lappen gelangten. Das manuelle Wischen ermöglichte es, den Verschmutzungsgrad des Lappens viel genauer zu kontrollieren und den Schmutz nicht zu 'verschmieren'.
- Zweitens waren gestrichene Holzböden beliebt. Sie wurden nicht aus perfekt ebenen Brettern gefertigt, sodass sich in den Fugen mehr Staub ansammelte. Es war schwierig, diesen Staub durch einfaches Wischen mit dem Wischmopp zu entfernen – man musste den Lappen in die Hand nehmen.
- Drittens war es mit dem damals einzig bekannten Wischmopp – aus zwei Stöcken, die in Form eines 'T' zusammengebunden waren – nicht möglich, den Raum unter Schränken, Betten und anderen niedrigen Möbeln zu wischen.
Heutzutage ist es nur in einem Fall sinnvoll, den Boden von Hand zu wischen – wenn starke lokale Verschmutzungen zu entfernen sind (z. B. verschüttete Marmelade).
Wischmopp im Dienst der Sauberkeit
Professionelle Reinigungskräfte wischen den Boden niemals von Hand und erzielen dennoch eine perfekte Sauberkeit. Das Geheimnis ist einfach: Sie wählen den Wischmopp entsprechend dem Verschmutzungsgrad und der Art des Bodenbelags aus. An denselben Parametern sollte man sich orientieren, wenn man einen Wischmopp für den Haushalt kauft.
Holz
Sie kommt in Haushalten immer seltener vor, da sie durch moderne Reinigungsgadgets verdrängt wird. Geeignet zum Wischen von Holzböden, Fliesen und Linoleum. Auf Parkett und Laminat sollte man sie nicht anwenden – schlecht ausgedrungene Lappen hinterlassen zu viel Feuchtigkeit, wodurch diese Bodenbeläge beschädigt werden.
Seil
Besteht aus zwei Teilen – einem Stiel, der aus jedem Material gefertigt sein kann, und einem Aufsatz in Form vieler Seile oder Bänder, die in der Mitte miteinander verbunden sind. In der Regel wird dazu ein spezieller Eimer mit Auswringvorrichtung gekauft. Geeignet für alle Bodenarten, die keine Feuchtigkeit scheuen.
Mit Schwammaufsatz
Besteht aus einem Aluminiumstiel mit Hebel zum Auswringen und einem Schwammaufsatz. Vor dem Wischen muss der Aufsatz 15–20 Minuten in einem Eimer mit Wasser eingeweicht werden. Er nimmt Haare gut auf und spritzt kein Wasser. Nicht empfohlen für Parkett- und Laminatböden, da die Gefahr von Kratzern besteht.
Mit Mikfaseraufsatz
Derzeit ist dies die beliebteste Art von Schrubber. Er besteht aus einem Stiel, einer rechteckigen Plattform und einem speziellen Mikfaseraufsatz, der mit Klettverschluss an der Plattform befestigt wird. Geeignet für alle Bodenbeläge.
Da es auf dem Markt viele Modelle solcher Schrubber gibt, kann man die am besten geeignete Konstruktion auswählen – mit mechanischem Auswringsystem, mit Sprühhebel (bei Betätigung wird der Aufsatz mit Wasser befeuchtet, das zuvor in das dafür vorgesehene Fach gefüllt wurde) oder ein normales Modell – in diesem Fall muss der Aufsatz von Hand abgenommen und ausgespült werden.
Dampf
Erinnert etwas an einen Stielstaubsauger. Ermöglicht nicht nur eine gründliche Reinigung, sondern auch die Desinfektion von Böden mit Dampf. Geeignet für alle Oberflächen, einschließlich Teppiche, Sofas und Sessel.
Beim Wischen der Böden mit einem Wischer werden Ihr Rücken nicht müde und Ihre Hände und Füße werden nicht schmerzen. Außerdem sparen Sie Zeit – die kostbarste Ressource. Wenn Sie versuchen, von Hand sauber zu machen, erzielen Sie den gegenteiligen Effekt – die Reinigung zieht sich in die Länge und Ihr Körper sträubt sich gegen die unnatürliche körperliche Belastung. Man kann nicht sagen, dass die Wohnung nach einem solchen Marathon unter dem Motto „Zurück in die Vergangenheit“ sauberer ist – lohnt es sich also, mehr Mühe aufzuwenden, um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen?






