Verstärken Sie den Schutz: Wie stellen Sie einen Filter für die Maske gegen Viren her?

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist das Interesse an Schutzmasken deutlich gestiegen. Viele wissen bereits, dass nur ein spezieller Virenfilter den Erreger stoppen kann. Aber können Sie ihn selbst herstellen, und wenn ja, wie?

Mehrschichtiger Filter für die Maske

Was sind Filter für Masken?

Stoffmasken allein schützen weder vor Viren noch vor Staub. Viren haben eine Größe von 0,01 bis 0,5 Mikrometer, Staub von 1 bis 100 Mikrometer. Zum Vergleich: 1 Mikrometer entspricht 0,001 Millimeter. Um so winzige Partikel zurückzuhalten und ein Eindringen zu den Schleimhäuten zu verhindern, werden spezielle Vliesstoffe oder Patronen mit Filterfüllung (z. B. mit Aktivkohle) verwendet.

Aktivkohlefilter für Atemschutzmasken

Aktivkohlefilter

Am beliebtesten für den Einsatz im Haushalt, in Fabriken und Werken ist der Aktivkohlefilter. Er enthält ein Sorptionsmittel, das schädliche Stoffe absorbiert. Der Schutzgrad hängt vom Hersteller ab. Der Filter kann nur große Feststoffpartikel zurückhalten oder die höchste Schutzklasse besitzen und vor Viren schützen (ein solcher Effekt ist leider nicht zu Hause reproduzierbar).

Arten von Aktivkohlefiltern:

  • Einlagen. Die Basis ist ein filtrierendes Vliesmaterial. Meistens hat der Filter mehrere Schichten und wird in die Tasche einer Stoffmaske eingelegt.
  • Patronen. Sie werden für Atemschutzmasken, Halbmasken und Vollmasken verwendet. Im Inneren des Filters befindet sich Aktivkohle.

Arten von Filtern

Filter für Masken werden nach ihrem Verwendungszweck unterschieden: für Atemschutzmasken, Stoffmasken. Außerdem unterscheiden sie sich in der Schutzklasse:

  • FFP1. Diese Klasse haben Einweg-Atemschutzmasken mit Filtern, die 75 bis 80 % der mit der Luft eintretenden Verunreinigungen auffangen. Sie halten grobe Stäube zurück: Zement-, Kohlen-, Holz- und Metallspäne. Sie eignen sich für die Reinigung in der Wohnung und im Haus, für Tischler-, Zimmerer- und Reparaturarbeiten.
  • FFP2. Sie blockieren 89 bis 94 % aller Verunreinigungen. Die Produkte lassen Feinstaub, flüssige Aerosole und Dolomitstaub nicht durch. Sie werden in verschiedenen Produktionsstätten verwendet.
  • FFP3. Die höchste Schutzklasse. Atemschutzmasken mit dieser Kennzeichnung blockieren bis zu 99 % aller Substanzen, einschließlich Bakterien, Viren und Pilzsporen.

Aerosolfilter für Masken

Näheres über Filter und Atemschutzgeräte, die vor Viren schützen, erfahren Sie hier.

Laut den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA schützt die Atemschutzmaske der Serie 95 vor dem Coronavirus. In Russland gelten Produkte der Schutzklasse FFP2 als Äquivalent.

Als Filtermedium werden Sorptionsmittel, Vliesstoffe und HEPA-Filter verwendet. Die Wirksamkeit einer Schutzmaske (Atemschutzmaske) wird insgesamt beurteilt. Wichtig ist, dass sie eng am Gesicht anliegt und die Atmung nicht behindert.

Wie kann man einen Filter selbst herstellen?

Das Internet ist voll von verschiedenen Anleitungen zur Herstellung nicht nur von Masken, sondern auch von dazugehörigen Filtern. Es wird eine Vielzahl von Materialien für die Filterschicht vorgeschlagen:

  • Toilettenpapier;
  • Watte;
  • Servietten und Einwegtücher;
  • Damenhygiene-Binden;
  • Staubsaugerbeutel;
  • Spinnvlies;
  • verschiedene technische Filtergewebe.

Materialien für selbstgemachte Maskenfilter
Das ausgewählte Material wird in mehreren Lagen gefaltet und auf die Größe der Maske zugeschnitten. Oft wird es zwischen die Stofflagen gelegt. Für eine wiederverwendbare Maske ist es besser, eine spezielle Tasche für den Filter vorzusehen.

Herstellung einer wiederverwendbaren Maske mit austauschbarem Filter

Es ist nicht verlässlich zu sagen, ob ein selbstgemachter Filter zu mindestens 30-40% vor Viren schützt. Es wurden keine entsprechenden Tests durchgeführt. Selbstverständlich kann ein selbstgebautes Gerät keinen vollständigen Schutz garantieren – für ein solches Ergebnis wurden industrielle Technologien über mehrere Jahrzehnte perfektioniert.

Die WHO empfiehlt der Bevölkerung für die Eigenherstellung die altbewährten Watte-Mull-Kompressen aus 3–7 Lagen Mullbinde (Mull) und 1 Lage Watte.

Frau mit Watte-Mull-Kompresse

Anwendungsregeln

Die meisten Filter müssen entsorgt werden. Waschen oder Bügeln führt zur Beschädigung des Materials und zum Verlust der Filtereigenschaften. Einige Hersteller erlauben die Behandlung mit Antiseptika oder die Bestrahlung mit ultravioletten Strahlen, um die Lebensdauer zu verlängern.

Die Nutzungsdauer eines Filters kann zwischen 2–6 Stunden (für Watte) und 10 Tagen (für Atemschutzfilterpatronen) variieren. Einlagen sind in der Regel 8–72 Stunden haltbar.

Die Grundlage der Maske muss täglich behandelt werden. Stoffmasken werden gewaschen und beidseitig gebügelt. Wiederverwendbare Atemschutzmasken werden meist mit UV-Lampen entkeimt.

Schema der Filteranordnung in einer Halbmaske

Je dicker der Filter in der Maske, desto besser?
Schützt eine Stoffmaske im Gesicht vor Viren?

Ein Filter in der Maske erhöht deren Wirksamkeit. Für einen zuverlässigen Schutz verwenden Sie besser geprüfte Wechseleinlagen des Herstellers. Falls dies nicht möglich ist, können Sie einen solchen Filter selbst aus haushaltsüblichen Materialien herstellen. Die meisten positiven Bewertungen haben Vliesstoff (Spinnvlies) und Watte erhalten.

Glauben Sie, dass selbstgemachte Filter helfen können, sich vor Viren zu schützen?

Reinigung

Flecken

Aufbewahrung