Wie man die Wärmeabgabe von Heizkörpern erhöht: Temperatur in der Heizperiode steigern
Die winterliche Kälte bringt uns oft dazu, darüber nachzudenken, wie wir die Wärmeabgabe des Heizkörpers erhöhen können. Besonders problematisch ist dies in älteren Gebäuden, wo die Heizkörper mit jeder Heizsaison immer weniger Wärmeenergie an die Wohnungen abgeben. Wir untersuchen, wie Sie die Effizienz Ihrer Heizungsanlage mit einfachen Methoden steigern können. Zudem geben wir eine objektive Einschätzung der Wirksamkeit jeder Methode.

Warum heizt der Heizkörper schlechter?
Es gibt mehrere mögliche Gründe, warum die Heizkörper schlechter heizen. Die drei häufigsten sind:
- Kesselstein. Die in hartem Wasser enthaltenen Calciumcarbonate verwandeln sich beim Erhitzen allmählich in unlösliche Ablagerungen. Kesselstein kann sich in den Steigleitungen der Heizungsanlage, in den Innenkammern des Heizkörpers und im Wärmetauscher des Boilers ansammeln.
- Luft. Luftbläschen, die in das System gelangen oder sich darin bilden, behindern den normalen Fluss des Kühlmittels.
- In städtischen Wohnungen kommt als weiterer Grund die geringere Erwärmung des vom städtischen Heizwerk gelieferten Kühlmittels hinzu.
Nach zwei Jahrzehnten ist jeder Heizkörper so stark verschlammt, dass sein Einsatz nicht mehr sinnvoll ist. Wenn in Ihrer Wohnung noch Heizkörper aus der Sowjetzeit installiert sind, empfehlen wir dringend, deren Austausch in Betracht zu ziehen.
Bewohner älterer Häuser stehen oft vor dem Problem, dass die Heizkörper während der Heizperiode die Wohnräume nicht effektiv beheizen können. Die Kälte in der Stadtwohnung oder im Einfamilienhaus zwingt dazu, nach Wegen zu suchen, die Effizienz der Heizkörper zu steigern.
Das Problem der sinkenden Heizeffizienz lösen
Natürlich kann man durch den Austausch eines alten gusseisernen Heizkörpers gegen ein modernes Bimetall-Modell garantiert eine angenehme Raumtemperatur erreichen. Allerdings ist diese Lösung nicht immer umsetzbar: Es kann schlicht am nötigen Geld für den Austausch fehlen oder die Möglichkeit, das Wasser vor Ende der Saison aus der Anlage abzulassen. In solchen Fällen helfen einfache Lösungen, die von Heimwerkern entwickelt wurden.
Erste Lösung: Eine Abschirmung an die Wand kleben
Die Idee ist einfach: Eine Schicht Alufolie auf einer Schaumstoffunterlage wird an die Wand geklebt. Die polierte Metalloberfläche lenkt die vom Heizkörper abgestrahlte Wärme von der Wand in den Raum. Die Polymerschaumunterlage verhindert, dass die erwärmte Folie die Außenwand beheizt. Die Umsetzung ist ebenso einfach: Eine Schicht folierter Penofol wird mit Montagekleber an der Wand unter dem Heizkörper befestigt.
Trotz der scheinbaren Einfachheit und Vorteilhaftigkeit hat die Idee einige Schwachstellen:
- Nicht alle Wärmeenergie, die ein Heizkörper erzeugt, wird abgestrahlt (und somit auch vom Reflektor zurückgeworfen). Ein Großteil der Wärme wird durch Konvektion übertragen (Durchmischung von warmen und kalten Luftmassen). Der Reflektor kann die Energie der Konvektionsströme nicht einsparen.
- Die Fläche des Reflektors ist gering. Daher ist ein Temperaturanstieg von mehr als 2 °C nicht zu erwarten.
- In manchen Fällen (z. B. wenn der Heizkörper in einer Nische versteckt und vorne mit einer dekorativen Abdeckung versehen ist) ist die Abstrahlungseffizienz minimal.
Insgesamt ergeben sich folgende Bewertungen:
Zweite Lösung: Den Heizkörper richtig lackieren
Diese Idee basiert auf physikalischen Gesetzmäßigkeiten: Dunkle Körper absorbieren und strahlen Wärme effizienter ab als helle. Experten zufolge ist die Effizienz eines in Bronze- oder Brauntönen lackierten Heizkörpers etwa um ein Fünftel höher als die eines weißen Modells.
Allerdings ist es wichtig, den Lackierprozess korrekt durchzuführen:
- Vor dem Lackieren müssen alte Farbschichten gründlich vom Heizkörper entfernt werden.
- Für den Anstrich muss eine Emaille mit hohem Wärmedurchlässigkeitskoeffizienten verwendet werden.
- Der Anstrich muss in der Sommerperiode durchgeführt werden.
Es ist anzumerken, dass sich dunkle Heizkörper nicht in jedes Interieur einfügen.
Folgendes lässt sich zu dieser Methode sagen:
Dritte Lösung: Die Konvektion unterstützen
Eine weitere Variante ist die Anregung der Konvektion mit Hilfe kleiner Ventilatoren. Wenn man unter dem Heizkörper mehrere Lüfter (ähnlich denen, die zur Kühlung von Computern oder in Lüftungsanlagen verwendet werden) platziert, können die Luftmassen schneller von den Wärmeaustauschflächen aufsteigen und somit mehr Wärme in den Raum transportieren.
Allerdings ist auch diese Lösung nicht frei von bestimmten Nachteilen:
- Die Lüfter benötigen für ihren Betrieb Strom. Zwar wird dieser in deutlich geringerem Maße verbraucht als bei Heizlüftern (da der Hauptstromverbrauch in solchen Konstruktionen von den Heizstäben ausgeht), dennoch kann man diese Methode nicht als besonders wirtschaftlich bezeichnen.
- Während des Betriebs können die Ventilatoren merklich Lärm verursachen. Tagsüber ist der Aufenthalt in einem Raum mit einer solchen Anlage komfortabel, aber in der nächtlichen Stille ist das Geräusch deutlicher hörbar.
- Der Lüfter hilft nicht, wenn der Heizkörper hinter dekorativen Abdeckungen versteckt, in einer Nische unter der Fensterbank untergebracht oder durch massige Gegenstände verstellt ist.
- Die äußere Erscheinung einer selbstgebauten Belüftungsanlage ist nicht besonders ansprechend.
Folgendes lässt sich zur Effizienz dieser Lösung sagen:
Vierte Lösung: Den Heizkörper richtig anschließen
In Stadtwohnungen werden Heizkörper meistens so angeschlossen, dass sich das Vor- und Rücklaufrohr auf derselben Seite befinden. Bei dieser Lösung ist der Anschluss einfach, aber wenn der Heizkörper mit Kesselstein verstopft ist, arbeiten die vom Eintritt entfernten Abschnitte nicht mit voller Leistung. Einen ähnlichen Nachteil haben auch horizontal angeschlossene Heizkörper (egal ob oben oder unten): Das Heizmedium umströmt alle Abschnitte, kann aber möglicherweise nicht in den vom Eintritt entfernten Teil jeder Kammer gelangen.
Ein diagonaler Anschluss trägt zur maximal effizienten Arbeit des Heizkörpers bei. Bei diesem Schema wird das Vorlaufrohr an den oberen Anschluss und das Rücklaufrohr an den unteren Auslass auf der gegenüberliegenden Seite angeschlossen. Falls der Anschluss nicht möglich ist, können spezielle Bypässe verwendet werden, die das Heizmedium zwingen, sich richtig im Heizkörper zu verteilen.
Folgendes lässt sich zur Effizienz dieser Lösung sagen:

Durch die Kombination der oben beschriebenen Methoden kann die Effizienz der Heizungsanlage erheblich gesteigert werden, wodurch eine angenehme Temperatur in der Wohnung gewährleistet wird. Für ein solches Ergebnis lohnt es sich, Mühe zu investieren, nicht wahr?




Und wenn wir diesen Service nicht haben? Wenn unsere Heizkörper so eingestellt sind, dass die Wärme von der Vorlauftemperatur in der Stadt abhängt.