Wie zieht man aus einem Kern einen Avocadobaum?
Die Avocado ist ein exotischer Baum, der durch die Schönheit seiner glänzenden, leuchtend grünen Blätter und seiner saftigen Früchte besticht, die eine große Menge an Ölen, Fettsäuren und anderen für die menschliche Gesundheit nützlichen Substanzen enthalten. In der Natur kommt dieser Vertreter der Flora in den tropischen Regenwäldern Afrikas und Zentralamerikas vor. Erfahrene Gärtner versichern jedoch, dass man auch zu Hause durchaus eine wunderbare Zierpflanze heranziehen und sogar auf Blüte und Fruchtbildung hoffen kann. Man muss nur den Avocadokern richtig keimen und pflanzen und dann günstige Bedingungen für Wachstum und Blüte schaffen.

Welche Frucht eignet sich zum Pflanzen?
Für ein schnelles und erfolgreiches Keimen des Avocadokerns sollte man eine große, reife Frucht auswählen. Es ist kein Geheimnis, dass in den Läden häufig unreife, manchmal sogar völlig grüne exotische Früchte angeboten werden. Das liegt meist an den Schwierigkeiten beim Transport und der Lagerung sowie an der Entfernung vom Ernteort.
Um das reifste Exemplar zu bestimmen, drückt man die Frucht mit der Hand zusammen und lässt sie dann wieder los. Wenn sich die Delle wieder glättet, ist die Avocado reif und kann bedenkenlos zum Pflanzen verwendet werden.
Achten Sie bei der Auswahl der Frucht auch auf die Stelle um den Stielansatz. Eine leuchtend grüne Farbe und austretender Saft deuten auf die Reife des Produkts hin. Aus ihrem Kern wird es mit Sicherheit gelingen, eine neue Pflanze zu ziehen.
Wie bringt man einen Avocadokern zum Keimen?
Das Entfernen des Kerns ist ein ebenso wichtiger Vorgang wie die Auswahl der Frucht. Dabei darf die äußere Schale des Kerns nicht beschädigt werden. Der Vorgang wird wie folgt durchgeführt:
- mit einem scharfen Messer wird das Fruchtfleisch vorsichtig rundherum eingeschnitten;
- die Hälften werden mit den Händen in entgegengesetzte Richtungen gedreht und getrennt;
- mit einem Löffel wird der Kern aus dem Fruchtfleisch genommen und mit kaltem Wasser abgespült.
Der Avocadokern enthält das fungizide Toxin Persin, das Allergien, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen kann. Daher sollte man ihn nur mit Gummihandschuhen aus dem Fruchtfleisch entfernen und nach der Arbeit die Hände mit Seife waschen.
Vor dem Einpflanzen muss der Kern zum Keimen gebracht werden. Dies sollte sofort geschehen, nachdem er vom Fruchtfleisch befreit wurde. Zum Keimen eignet sich gefiltertes oder abgestandenes Wasser mit einer Temperatur von +23°C bis +25°C.
Die Arbeit zu Hause erfolgt in mehreren Schritten:
- Mit einer dicken Nadel werden vier 2–3 mm tiefe Löcher in den Kern gestochen. In diese werden Holzstäbchen gesteckt, um so eine Stütze zu schaffen.
- In ein Glas Wasser wird der Kern mit dem stumpfen Ende nach unten getaucht. Die Stäbchen lehnen an den Rändern des Glases und verhindern, dass der Samen untergeht. Nur der untere Teil des Kerns taucht ins Wasser ein, während die Einstichstellen trocken bleiben müssen.
- Das Gefäß wird an einen warmen, hellen Ort gestellt.
Nach etwa zwei Wochen können mit dem Erscheinen von Wurzeln gerechnet werden, auch wenn der Prozess manchmal bis zu einem Monat dauern kann.
Es wurde festgestellt, dass es besser ist, sich im Frühjahr mit dem Keimen von Avocados zu befassen.
Wenn man sich nicht mit der komplizierten Konstruktion aus Zahnstochern herumschlagen möchte, kann man den Kern einfach mit dem stumpfen Ende in die Erde stecken, wobei 2/3 an der Oberfläche bleiben, und ihn jede Woche mit warmem Wasser gießen. Auch diese Methode des Keimens führt oft zu positiven Ergebnissen.
Pflanzregeln
Für das Einpflanzen einer Avocado eignet sich universelle Erde für Zimmerpflanzen, die zu gleichen Teilen mit grobem Sand und Torf vermischt ist.
Ein Spross, der eine Länge von 3 cm erreicht hat, kann bedenkenlos in die Erde gepflanzt werden. Der Pflanztopf sollte klein sein. Eine Drainageschicht von 3–4 cm Höhe ist obligatorisch.
In der Erde wird eine kleine Vertiefung gemacht, in die der Spross so gepflanzt wird, dass 1/3 über die Erdoberfläche hinausragt; danach wird gegossen.
Anbaubedingungen und Pflege
Aufgrund seiner Natur bevorzugt die Avocado, wie jede andere tropische Pflanze, Feuchtigkeit und Wärme. Im Frühling, Sommer und Herbst fühlt sich der Setzling großartig, aber im Winter beginnen die Schwierigkeiten, die ohne praktische Ratschläge erfahrener Blumenliebhaber nur sehr schwer zu bewältigen sind.
- Standort für die exotische Pflanze
Für ein normales Wachstum und eine normale Entwicklung einer jungen Avocado ist keine zu helle Beleuchtung und ständige Sonneneinstrahlung erforderlich. Im Schatten wird sich die Pflanze jedoch ebenfalls unwohl fühlen: Das Wachstum verlangsamt sich, die Blattfarbe wird blasser. Der ideale Standort für einen Avocadobaum in der Wohnung ist die Fensterbank eines Westfensters.
- Lufttemperatur
Die wärmeliebende Pflanze verträgt keine niedrigen Temperaturen und Zugluft; in der Wohnung fühlt sie sich bei +22 °C wohl.
- Luftfeuchtigkeit und Bewässerung
Tropische Pflanzen wachsen in der Natur unter Bedingungen hoher Luftfeuchtigkeit. Wenn jedoch Wasser auf der Blattoberfläche zurückbleibt, kann dies zu Verbrennungen und der Entwicklung von Pilzinfektionen führen. Es ist viel sicherer, die Luft um den jungen Baum herum mit einem Zerstäuber oder Sprühgerät zu befeuchten.
Die Pflanze muss regelmäßig gegossen werden, sobald die obere Erdschicht getrocknet ist. Beim Gießen müssen die Lufttemperatur im Raum und der Zustand der Erde berücksichtigt werden. Wenn die Pflanze zu reichlich gegossen wird, beginnt das Wurzelsystem zu faulen.
- Pflanzendüngung
Für eine normale Entwicklung benötigt der Avocadobaum regelmäßige Düngungen, die von Anfang März bis Ende September zweimal im Monat durchgeführt werden. Am besten eignen sich komplexe Düngemittel für Zitruspflanzen.
Die Avocado benötigt eine große Menge Kalium, daher muss den Kaliumdüngungen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die Düngemittel werden nach dem Gießen in die Erde eingebracht oder über die Blätter gesprüht.
Der Prozess des Avocadoanbaus ist sowohl für erfahrene Pflanzenliebhaber als auch für Anfänger interessant und lehrreich. Man kann nicht nur eine, sondern mehrere Pflanzen ziehen, sie nebeneinander setzen und die Stängel zu einem Zopf flechten. Der so entstandene Zierbaum wird Sie immer mit frischem Grün erfreuen und eine gemütliche Atmosphäre im Haus schaffen.




