Warum werden Pflanzenlampen benötigt und wie wählt man sie richtig aus?
Laut Experten gilt die Pflanzenlampe als die beste Option für zusätzliche Beleuchtung. Im Haushalt wird das Leuchtmittel zur Beleuchtung besonders anspruchsvoller Pflanzenvertreter eingesetzt, denen das natürliche Licht nicht ausreicht.
Vor dem Kauf einer Pflanzenlampe empfiehlt es sich, deren Vor- und Nachteile sowie die Lebensdauer zu prüfen, denn eine solche Anschaffung ist nicht billig. Einige findige Menschen nutzen ihre vorhandenen Fähigkeiten und stellen die Beleuchtung selbst her.

Warum brauchen Pflanzen Beleuchtung?
Im Herbst und Winter leiden Zimmerpflanzen unter akutem Lichtmangel, was ihre dekorativen Eigenschaften beeinträchtigt und das Wachstum hemmt.
Zu den lichtliebenden Pflanzen gehören:
- die meisten Orchideen;
- Sukkulenten;
- Buntnesseln;
- Alokasien;
- Begonien;
- Pelargonien.
Die Liste ließe sich fortsetzen, sie umfasst eine beträchtliche Anzahl von Blumen. Für ihre volle Entwicklung ist eine Tageslichtlänge von 12–14 Stunden erforderlich. Im Winter erhalten die Pflanzen nur 7–8 Stunden pro Tag natürliches Licht. Auch die Lichtintensität ist zu dieser Jahreszeit aufgrund des bewölkten Wetters gering. Diese Faktoren machen den Einsatz von Zusatzbeleuchtung erforderlich.
Zusätzliche Beleuchtung wird auch bei der Aufzucht von Setzlingen im Winter benötigt. Andernfalls strecken sich die Sämlinge und ihr Immunsystem wird geschwächt.
Vorteile von Pflanzenlampen
Eine Pflanzenlampe ist ein Leuchtmittel auf LED-Basis, das im Vergleich zu anderen Lampen eine Beleuchtung mit einem vollständigeren Spektrum bietet. Diese Art der Beleuchtung erfüllt alle Bedürfnisse der Pflanze, wodurch der Prozess der Photosynthese reibungsloser abläuft.
Für eine normale Entwicklung benötigen Pflanzen verschiedene Lichtstrahlen. Das optimale Spektrum liegt im Bereich von 440–660 nm.
Eine hochwertige Pflanzenlampe liefert eine Strahlung, die in ihren Eigenschaften dem natürlichen Lichtstrom nahekommt. Vorteile dieser Beleuchtung:
- Lange Lebensdauer – bis zu 50000 Stunden.
- Wirtschaftlichkeit – verbraucht wenig Strom.
- Breites Strahlungsspektrum.
- Vorhandensein eines Standardsockels, der die Verwendung der Pflanzenlampe in jeder vorhandenen Leuchte ermöglicht.
- Umweltfreundlichkeit – bei der Herstellung der Beleuchtung werden keine schädlichen Stoffe verwendet.
- Möglichkeit zur Anpassung der Lichtintensität.
- Sicherheit für Pflanzen – die Leuchte kann in unmittelbarer Nähe der Pflanze platziert werden, ohne Angst vor Blattverbrennungen haben zu müssen.
- Brandschutz – aufgrund der geringen Erwärmung können LED-Lampen keine Brandursache sein.
Das Licht einer LED-Lampe besteht zu 60–80 % aus rotem und zu 20–40 % aus blauem Licht. Optisch erscheint diese Beleuchtung rosaviolett. Dieser Typ von Pflanzenlampe wird als „Bicolor“ bezeichnet.
Sind Pflanzenlampen schädlich für die Augen?
Um zu wissen, wie schädlich der Einfluss einer LED-Pflanzenlampe auf das menschliche Sehvermögen sein kann, müssen ihre Eigenschaften bekannt sein. Im Vergleich zu Quecksilberdampf-, Natriumdampf- oder Leuchtstofflampen haben LED-Leuchten eine minimale negative Auswirkung auf die Augen.
Eigenschaften von LED-Bicoloren:
- Der Flimmerkoeffizient dieser Beleuchtung ist extrem niedrig (weniger als 1 %).
- LEDs zeichnen sich durch eine schwache UV-Strahlung aus, was wiederum die Schädlichkeit für den Menschen minimiert.
- Es kann dennoch zu einer gewissen Anspannung und einem Unbehagen in den Augen kommen, wenn man längere Zeit ununterbrochen auf die abgestrahlten Wellen des blauen Spektrums starrt, aber dies führt zu keinen schwerwiegenden Folgen oder Erkrankungen.
Diejenigen, die sich über dieses Thema Gedanken machen, können als Abschirmung Vorhänge oder einen dekorativen Paravent verwenden, wenn die LED-Leuchte eine Pflanze im hinteren Teil des Raumes beleuchtet.
Ein wesentlicher Hinweis hierbei ist, dass das oben Gesagte nur für hochwertige Pflanzenlampen gilt. Bei billigen chinesischen Produkten kann keinerlei Garantie gegeben werden. Untersuchungen haben ergeben, dass der Flimmerkoeffizient bei solchen Bicoloren wesentlich höher ist, daher können die Lampen schädlich sein. Übrigens können pulsierende Lichtstrahlen nicht nur das Sehvermögen beeinträchtigen, sondern auch negativ auf das zentrale Nervensystem wirken, besonders bei Kindern.
Wie wählt man eine gute Pflanzenlampe aus?
Anfänger schreckt manchmal der Preis einer LED-Beleuchtung ab, und sie suchen nach der günstigsten Variante. Insbesondere Pflanzenlampen für Blumen werden oft bei AliExpress bestellt, wo solche Produkte tatsächlich billiger sind als in Gartencentern und Fachgeschäften.
Ist ein solcher Kauf gerechtfertigt? Leider kann der Käufer nicht kontrollieren, wie genau solche Lampen in der Produktion hergestellt werden. Bei der Demontage chinesischer LED-Bicolore durch Fachleute stellte sich heraus, dass aus China oft nicht die beste Qualität geliefert wird. Im besten Fall erweist sich die billige Leuchte als nutzlos für die Pflanzen, im schlimmsten Fall schadet sie der Gesundheit.
3 Fakten, auf die Sie achten sollten:
- LEDs unterscheiden sich in ihrer Leistung. Es ist besser, eine Beleuchtung mit mehreren leistungsstarken LEDs zu wählen als mit einem Dutzend leistungsschwacher und minderwertiger.
- In guten Leuchten werden Dioden mit einer Leistung von 1 bis 5 kW und einem hohen Wirkungsgrad verwendet.
- Die Qualität der Lampe hängt maßgeblich vom Treiber und vom Kühlsystem ab. Schwache Kühlkörper führen zu einem schnellen Ausfall der LEDs – sie brennen einfach durch.
Fairerweise muss man anmerken, dass es auch bei chinesischen Herstellern Exemplare von Pflanzenlampen mit erstklassiger Qualität gibt, aber der Kauf einer Lampe aus China ist immer ein Glücksspiel.
Die besten LED-Pflanzenlampen
Auf dem Weltmarkt führen heute Hersteller von Bicoloren aus Amerika und Europa, doch ihre Produkte kosten horrende Summen. Obwohl die Qualität in diesem Fall garantiert ist, kann sich nicht jeder einen solchen Kauf leisten.
Unter den heimischen Herstellern ist das Moskauer Unternehmen „MiniFarmer“ hervorzuheben. Es stellt nicht nur Phytolampen her, sondern auch komplette Beleuchtungssysteme, die sich leicht auf der Fensterbank installieren lassen. Hier können Sie die besten Modelle mit einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis erwerben. Auf der Website des Unternehmens haben Sie die Möglichkeit, den Produktkatalog einzusehen, das gewünschte Modell auszuwählen und eine Lieferung zu bestellen.
Wie baue ich eine Phytolampe selbst?
Wer bei der Anschaffung einer Phytolampe sparen möchte, kann sie selbst bauen. Für ein erfolgreiches Ergebnis sind jedoch einige spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich.
Zunächst müssen Berechnungen durchgeführt werden, um die erforderliche Beleuchtungsstärke zu bestimmen. Als Grundlage können folgende Parameter dienen:
- Für Blumen auf der Fensterbank wird eine Lampe mit einer Leistung von 40 W/m2 benötigt;
- Ein im hinteren Bereich des Raums verwendetes Leuchtmittel sollte eine Leistung von 80 W/m2 haben;
- Beim Anbau von Pflanzen in vollständig geschlossenen Boxen (Growboxen) ist eine Beleuchtung mit einer Leistung von 150 W/m2 erforderlich.
Das Leuchtmittel wird in einem Abstand von 25–40 cm zu den Pflanzen angebracht. Es sollte vorzugsweise in der Höhe verstellbar sein. Wenn die gesamte Fensterbank mit Setzlingen oder Blumen belegt ist, müssen die Lichtquellen gleichmäßig verteilt werden.
Für den Bau der Beleuchtung benötigen Sie:
- Leuchtdioden;
- einen Kühlkörper;
- einen Treiber oder Netzteile mit Dimmern;
- verbindende Kupferdrähte.
Bei der Auswahl des Treibers muss die Möglichkeit der Regulierung der Farben jedes Spektrums berücksichtigt werden. Falls kein spezielles Gerät erworben werden konnte, können separate regelbare Netzteile für Rot und Blau verwendet werden. Die Ausgangsspannung muss ausreichen, um die Leuchtdioden zu versorgen. Die Leistung wird mit einem Sicherheitsaufschlag (20 %) gewählt.
Da in Bicoloren Rot gegenüber Blau im Verhältnis 2:1 überwiegt, werden die Parameter der Netzteile entsprechend gewählt. Die Leistung des Treibers hängt von der Gesamtleistung der Leuchtdioden ab.
Als Gehäuse kann eine alte Leuchtstofflampe oder eine Plastikbox geeigneter Größe dienen.
Montagetechnik:
- Vor der Montage sollten die Leuchtdioden auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Dies kann mit einem speziellen Tester erfolgen.
- Das LED-Band wird durch Anschluss an eine Stromquelle überprüft.
- Leistungsstarke Leuchtdioden müssen unbedingt auf einem Kühlkörper montiert werden. Hierfür kann eine Aluminiumplatte oder ein Stück Profil verwendet werden.
- Wenn der Kühlkörper keine Löcher hat, erfolgt die Befestigung mit wärmeleitendem Kleber. An die Platte mit Löchern werden die Leuchtdioden mit selbstschneidenden Schrauben oder Bolzen und unter Verwendung von Wärmeleitpaste befestigt.
- Das LED-Band wird mit doppelseitigem Klebeband oder einer Klebeschicht aufgeklebt.
- Leuchtdioden werden in Reihe geschaltet, parallel zu ihnen werden Widerstände eingebaut.
Die Leistung des Lötkolbens sollte 25 W nicht überschreiten, um eine Überhitzung der Dioden zu vermeiden. Beim Löten darf keine Säure verwendet werden; stattdessen werden Lot und Kolophonium eingesetzt.
LED-Pflanzenlampen sind die geeignetste Lichtquelle für Setzlinge und Zimmerpflanzen. Durch das vollständigere Spektrum der Bicolor-Leuchten wird den Blumen eine optimale Entwicklung und hochwertige Blüte ermöglicht. Bei der Auswahl der Leuchte müssen unbedingt deren Eigenschaften berücksichtigt werden.





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