Was ist falsch an Blechdeckeln für Konserven und warum die Zukunft Twist-Off gehört

Ab Mitte August beginnt die heiße Phase des Einmachens. Vieles muss erledigt werden: die Ernte einbringen, Rezepte auswählen … und natürlich Deckel bevorraten. Erfahrene Hausfrauen bemühen sich, die besten Deckel auszuwählen. Zum Einmachen werden hauptsächlich Blechdeckel und Schraubdeckel (Twist-off) verwendet. Beide Arten haben ihre eigenen Besonderheiten, Vorzüge und Nachteile.

Viele Deckel für Gläser

Was ist das Problem mit Blechdeckeln?

Blechdeckel sind ein Klassiker. Sie haben einen Dichtring (Gummi) und werden mit einem Schlüssel auf dem Glas befestigt. Der Schlüssel wird auf das verschlossene Glas gesetzt. Dann wird sein Griff im Kreis gerollt. Mit jeder Umdrehung umschließt das Blech den Flaschenhals fester. Von dem Wort „rollen“ leitet sich der Name „Einrollen“ ab.

Vorteile:

  • erschwinglicher Preis;
  • passen zu klassischen Gläsern;
  • bei richtiger Versiegelung können die Produkte ein Jahr und länger haltbar sein.

Nachteile:

  • Einwegdeckel;
  • sind nicht lange lagerfähig, verderben (der Gummi trocknet aus);
  • zum Einmachen ist ein Schlüssel erforderlich;
  • die Technik muss beachtet werden;
  • manche Deckel rosten schnell, haben einen schlechten Gummi, beeinträchtigen den Geschmack der Produkte und verfärben sie schwarz.

Deckel für die Konservierung

Blechdeckel werden sehr sorgfältig ausgewählt, wobei auf die Blechdicke, die Lackierung und die Qualität des Gummis geachtet wird. Der Gummi sollte elastisch und gleichmäßig dick sein. Beim Verschließen ist es wichtig, dass er genau auf dem Flaschenhals aufliegt und fest vom Blech umschlossen wird.

Es gibt eine Besonderheit: unlackiertes Blech darf nicht zum Einmachen von säurehaltigen Produkten sowie von stark färbendem Obst und Gemüse verwendet werden.

Es geht eine chemische Reaktion ein (oxidiert). In der Folge wird die Konserve violett-schwarz und hat einen unangenehmen metallischen Beigeschmack. Meistens verwenden die Hausfrauen lackierte Deckel bewährter Marken: „Polinka“, „Assorti Schurscha“, „Swetlana“.

Blechdeckel

Gehört die Zukunft den Twist-off-Deckeln?

Schraubdeckel sind die Wahl moderner Hausfrauen. Sie ermöglichen eine erhebliche Zeit- und Kraftersparnis beim häuslichen Einmachen von Früchten. Dafür ist kein Schlüssel erforderlich.

Ein Twist-off-Schraubdeckel ist Deckel und Gewinde in einem. Auf der Innenseite befinden sich Vorsprünge, die in das Gewinde eines speziellen Glases eingreifen. Außerdem befindet sich innen eine Gummibeschichtung, die die Dichtheit der Konserve gewährleistet.

Twist-off-Schraubdeckel

Vorteile:

  • sind wiederverwendbar (3 Mal und öfter);
  • zum Verschließen ist kein zusätzliches Werkzeug nötig;
  • lassen sich schnell und einfach auf das Glas setzen;
  • sind robust;
  • oxidieren nicht und beeinträchtigen nicht den Geschmack der Produkte;
  • sind lange haltbar.

Nachteile:

  • sind teurer (etwa 2,5-mal so teuer);
  • manchmal ist die Konserve nur sehr schwer von Hand zu öffnen;
  • es gibt Ausschuss;
  • passen nur zu Twist-Gläsern.

Hausfrauen, die Twist-off-Deckel verwenden, loben die Hersteller „Moskwicka“ und „Kubanotschka“.

Schraubdeckel und Blechdeckel

Fazit

Also, welche Deckel sind besser, die guten alten Blechdeckel oder die modernen Twist-off-Deckel? Eine zusammenfassende Tabelle der Eigenschaften beider hilft bei der Entscheidung:

  Twist-off-Deckel Blechdeckel
Wiederverwendbar Ja Nein
Besonderheiten des Einkochens Wird von Hand zugedreht Ein Schlüssel ist nötig
Anwendungsschwierigkeit Nicht schwierig Mittel
Notwendigkeit der Sterilisation Ja Ja
Öffnen des Glases Von Hand (kann sich schwer lösen lassen) Ein Schlüssel ist nötig
Einfluss auf den Geschmack der Konserven Nein Möglicher metallischer Geschmack (unlackiertes Blech)
Haltbarkeit Unbegrenzt 1-3 Jahre
Durchschnittliche Kosten 1,20 € für 50 Stück 1,50 € für 20 Stück
Zusätzlich Nur für Twist-Off-Gläser geeignet Für klassische Gläser geeignet

Auf den ersten Blick scheint das Fazit klar: Twist-off-Deckel sind besser als Blechdeckel. Sie können Jahr für Jahr verwendet werden, um Gläser ohne zusätzliche Werkzeuge zu verschließen und zu öffnen.

Aber es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Um auf Twist-off umzusteigen, muss man eine beträchtliche Summe ausgeben. Man muss zusätzliche Gläser kaufen. Bei einem großen Volumen an Konserven kann das ins Geld gehen. Normalerweise stellen die Hausfrauen nach und nach um.

Fragen und Antworten

Gibt es eine Alternative zu Twist-off- und Blechdeckeln?

Ja. Es gibt noch zwei weitere Arten von Deckeln für die Konservierung: Polyethylen-Thermodeckel und Vakuumdeckel. Erstere werden auf 70-80 Grad erhitzt und schnell auf den Flaschenhals des Glases gesetzt. Nach 2-3 Minuten schrumpft das Polyethylen und im Inneren entsteht ein Vakuum. Letztere gelten als die modernste Variante. Durch eine spezielle Öffnung im Deckel wird mit einer Pumpe die gesamte Luft aus dem Glas abgesaugt. Dadurch bleiben die Vorräte möglichst lange frisch und schmackhaft. Vakuumdeckel können bis zu 300 Mal verwendet werden, und die Konserven darunter „explodieren“ nie.

Wie werden Twist-off-Deckel bewertet?

Überwiegend positiv. Viele Hausfrauen schreiben, dass es beim ersten Mal beängstigend und ungewohnt war, mit Twist-off zu verschließen. Es gab Zweifel an der Dichtheit. Aber sie erwiesen sich als unbegründet. Die Konserven halten sich sogar besser als unter klassischen Deckeln, und das Verschließen der Gläser ist um ein Vielfaches einfacher. Als Nachteile werden nur Ausschuss und schlechte Qualität genannt. Minderwertige Schraubdeckel haben zu kurze oder weiche Vorsprünge. Sie greifen schlecht am Gewinde des Glases und werden schnell unbrauchbar.

Qualität, Preis, Zuverlässigkeit – die 3 Hauptkriterien für die Auswahl von Deckeln zur Konservierung. Erfahrene Hausfrauen raten, daran nicht zu sparen. Wenn ein Glas nicht dicht verschlossen ist, gelangen Keime hinein und alles verdirbt. Was die Wahl zwischen Blech und Twist-off betrifft, so ist die zweite Variante moderner und leichter in der Handhabung. Aber auch die Klassiker sollte man noch nicht abschreiben. Wenn der Hersteller gut ist und die Hausfrau den Umgang mit dem Schlüssel perfekt beherrscht, kann man getrost weiterhin auf die altbewährte Art einkochen.

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