Kunststoff- vs. Metallfassade: Welche Verkleidung ist besser, Vinyl, Metall oder Acryl?
Inhalt:
- Was ist eine Acryl-Fassadenverkleidung?
- Was ist eine Metall-Fassadenverkleidung?
- Was ist eine Vinyl-Fassadenverkleidung?
- Worin besteht der Unterschied?
- Vor- und Nachteile der Acryl-Fassadenverkleidung
- Vor- und Nachteile der Metall-Fassadenverkleidung
- Vor- und Nachteile der Vinyl-Fassadenverkleidung
- Was ist besser zu wählen?
- Welche Fassadenverkleidung ist laut Bewertungen besser?
- Fragen und Antworten
Verschiedene Arten von Fassadenverkleidungen haben die schmutzige Arbeit mit Putz auf Baustellen praktisch verdrängt. Sie sind ein modernes und relativ günstiges Material für die Wandverkleidung. Die erste Frage, die sich Käufer normalerweise stellen, ist: Welche Fassadenverkleidung ist besser, Acryl, Metall oder Vinyl? Wenn man nicht ins Detail geht, ist Metall die robustere Option. Aber es ist nicht für alle Fälle geeignet.

Was ist eine Acryl-Fassadenverkleidung?
Die Herstellung von Fassadenverkleidungen aus Acryl begann erst vor relativ kurzer Zeit, im Jahr 2016. Der Pionier war die Firma Docke. Für ihre Herstellung wird ein Polymer der neuen Generation verwendet – ein Acryl-Styrol-Compound.
Acryl-Fassadenverkleidung ist ein robustes und festes Material, das gegen Verformung, Ausbleichen und niedrige Temperaturen beständig ist. Seine Besonderheit ist eine breite Farbpalette, einschließlich dunkler Töne, und realistische Nachbildungen von Holz und Metall.
Acrylplatten erfreuen sich großer Beliebtheit und sind trotz ihres erst kürzlichen Erscheinens auf dem Markt recht breit vertreten. Sie werden von Firmen wie Docke, Alta-Profil, Grand Line, Tekos und anderen hergestellt. Besondere Beachtung verdienen Paneele mit Holz- und Metalloptik. Die Nachbildung ist so hochwertig, dass es selbst aus der Nähe schwer zu erkennen ist, dass es sich um Plastik handelt.
Was ist eine Metall-Fassadenverkleidung?
Die Basis von Metall-Fassadenverkleidungen bilden Profilplatten aus feuerverzinktem Stahlblech. Die Metalldicke variiert zwischen 0,40 und 0,65 mm. Die Platten erhalten ihre Form durch Walzen in Walzwerken. Zusatzelemente mit komplexen Profilformen werden durch Biegen auf Biegemaschinen hergestellt. Anschließend werden die Stahlrohlinge mit einer Grundierung und Polymeren beschichtet, um sie zu schützen und ein ansprechendes Aussehen zu verleihen.
Metallplatten können flach, geformt, perforiert, rund wie ein Baumstamm sein und eine Steintextur haben. Sie zeichnen sich durch Feuerbeständigkeit, Festigkeit aus und behalten ihre Form auch unter widrigen Bedingungen hervorragend.
Metallfassadenverkleidung besteht aus Schichten:
- Zink;
- Korrosionsschutzbeschichtung;
- Grundierung;
- Schutzlackbeschichtung;
- Polymerbeschichtung.
Was ist eine Vinyl-Fassadenverkleidung?
Heute ist die Vinyl-Fassadenverkleidung die günstigste Option. Ihr Hauptbestandteil ist Polyvinylchlorid (PVC).
Die beliebtesten Hersteller von Vinylverkleidungen sind Altauprofil, Dekas und Deki. Dieses Material ist seit 1957 auf dem Markt. Im Laufe der Zeit konnte durch die Zugabe verschiedener Modifikatoren, Stabilisatoren und Zusätze seine Qualität erheblich verbessert werden.
Trotz der äußerlichen Ähnlichkeit mit Kunststoff ist das Material elastisch, robust und brennt nicht (es glimmt). Vinylplatten werden in verschiedenen Farben hergestellt und können Holz und Ziegel imitieren.
Worin besteht der Unterschied?
Alle genannten Verkleidungsarten sehen sich oft äußerlich ähnlich. Sie können das gleiche Design haben: Blockhaus, Schiffbauplanke, Fischgrätmuster usw. Der Unterschied zwischen ihnen liegt im verwendeten Rohmaterial und in den Gebrauchseigenschaften. Folgende Unterschiede lassen sich hervorheben:
- Acrylplatten sind heller und dichter als Vinylplatten.
- Metallverkleidungen sind härter und biegen sich nicht wie Acryl und Vinyl.
- Metallplatten sind schwerer als Kunststoffplatten.
Vergleich der Materialien
Metall-, Vinyl- und Acrylverkleidungen sind gleichermaßen gefragt, haben aber ihre eigenen Besonderheiten. Wir schlagen vor, sie zu vergleichen:
- Acrylverkleidungen können als eine verbesserte Weiterentwicklung des Vinyls angesehen werden. Sie sind weniger anfällig für Verformungen und behalten länger ein ansprechendes Aussehen. Im Gegensatz zu Vinylplatten, die von Fachleuten nicht zu dicht montiert werden (damit sie nach dem Abkühlen oder Erhitzen die richtige Position einnehmen können), kann Acrylverkleidung mit einem geringeren Spalt installiert werden. Sie ist härter, wird bei Hitze nicht weich und zieht sich bei Kälte nicht zusammen. Darüber hinaus ist Acryl beständig gegen UV-Strahlung. Die Fassade verblasst mit der Zeit nicht. Man kann getrost jeden beliebigen Farbton wählen.
- Vinylverkleidungen sind günstiger als andere Arten. Sie sind im Handel leicht zu finden, und zwar in den unterschiedlichsten Farben und Texturen. Außerdem wird eine große Anzahl von Zubehörteilen mitgeliefert. Das Material ermöglicht es, die Fassade eines Gebäudes mit kleinem Budget nach eigenem Geschmack zu verwandeln. Die Platten sind leicht und können selbst montiert werden. Sie rosten nicht und werden bei Schlägen eingedrückt (können aber reißen).
- Metallverkleidungen sind robuster als Kunststoffplatten und feuerbeständiger. Es besteht keine Gefahr der Rissbildung. Bei einem Schlag wird sie eingedrückt, aber nicht mehr. Auch bei Erwärmung und Abkühlung verhält sie sich besser – sie wird nicht weich, nicht spröde, wie es bei billigem PVC häufig der Fall ist. Metall nimmt die Umgebungstemperatur an. Darüber hinaus sieht es hochwertiger aus und behält die Farbe länger als Vinyl.
Vergleichende Analyse von Vinyl- und Metallverkleidung:
Tabelle mit Eigenschaften
Die Tabelle zeigt die vergleichenden Eigenschaften der drei beliebtesten Verkleidungsarten. Die Daten ermöglichen eine Schlussfolgerung, welches Material für die jeweiligen Bedingungen am besten geeignet ist.
| Vinylverkleidung | Acryl-Fassadenverkleidung | Metallverkleidung | |
| Hauptrohstoff | Polyvinylchlorid | Acryl | Verzinkter Stahl |
| Plattendicke | 0,7-1,2 mm | Im Durchschnitt 1,1 mm | 0,4-0,65 mm |
| Länge | bis zu 3660 mm | Bis zu 3660 mm | bis zu 6000 mm |
| Gewicht (1 qm Material) | 1,8-2,24 kg | 1,8-2,24 kg | 3,9-5,8 kg |
| Schalldämmung | Mittel | Mittel | Keine |
| Wärmedämmung | Mittel | Mittel | Keine |
| Empfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen | Mittel | Gering | Nahezu keine |
| Schlagfestigkeit | Mittel | Hoch | Gering, kann eingedrückt werden |
| Kratzfestigkeit | Mittel, Kratzer sind kaum sichtbar | Hoch, Kratzer sind nicht sichtbar | Gering, Kratzer sind sichtbar und können Korrosion verursachen |
| Feuchtigkeitsempfindlichkeit | Keine | Keine | Bei Beschädigung der Beschichtung kann Rost entstehen |
| Festigkeit | Mittel | Überdurchschnittlich | Hoch |
| Betriebstemperaturbereich | Von -50 bis +50 | Von -50 bis +50 | Von -50 bis +80 |
| Brandschutz | Nicht immer. Die Sicherheit muss durch Zertifikate bestätigt werden. Das Material glimmt und kann giftige Stoffe freisetzen | Nicht immer, die Sicherheit muss durch Zertifikate bestätigt werden. Bei Brand glimmt es | Hoch. Brennt nicht. Bei einem Brand verformt es sich, behindert aber die Ausbreitung des Feuers |
| Umweltfreundlichkeit | Nicht immer, die Sicherheit muss durch Zertifikate bestätigt werden | Nicht immer, die Sicherheit muss durch Zertifikate bestätigt werden | Meist umweltfreundlich, aber aufgrund des Zinkgehalts müssen Zertifikate vorliegen |
| Lebensdauer | Bis zu 30-50 Jahre. Das Aussehen ändert sich früher, im Durchschnitt nach 5 Jahren | Bis zu 50 Jahre. Das Aussehen ändert sich nach 10-15 Jahren | 10-50 Jahre. Die Lebensdauer hängt von der Endbeschichtung und der Pflege (rechtzeitige Beseitigung von Schäden) ab |
| Farbpalette | Groß, Schwerpunkt auf Pastelltönen | Groß, viele dunkle und helle Farbtöne | Groß, alle Farben und Schattierungen |
| Zubehörteile | Große Auswahl | Mittlere Auswahl | Kleine Auswahl, aber es besteht die Möglichkeit, individuelle Elemente anzufertigen |
| Montage | Einfach | Einfach | Schwieriger. Spezialwerkzeug zum Schneiden von Metall erforderlich |
| Preis (€/m²) | 165-450 | 230-600 | 320-850 |
Vor- und Nachteile der Acryl-Fassadenverkleidung
Acrylplatten haben nicht umsonst schnell an Beliebtheit gewonnen. Die hohe Nachfrage ist auf offensichtliche Vorteile zurückzuführen:
- Sie können Paneele in jeder Farbe wählen, ohne befürchten zu müssen, dass sie mit der Zeit in der Sonne ausbleichen.
- Die Verkleidung hält jedem Wetter stand. Sie ist robust, bricht nicht bei mechanischer Einwirkung und rostet nicht.
- Bei einem Brand brennt Acryl nicht, sondern glimmt langsam. Dabei werden keine giftigen Stoffe freigesetzt.
- Mit Acrylverkleidung wirkt die Fassade hochwertig.
Trotz alledem ist Acrylverkleidung nicht perfekt. Der Hauptnachteil des Materials:
- Die Kosten. Der Preisunterschied zwischen Acryl- und Vinylplatten beträgt durchschnittlich 0,70 € pro Quadratmeter. Diese Zahl an sich ist gering, aber wenn man die gesamte Fassadenfläche bedenkt...
Vor- und Nachteile der Metall-Fassadenverkleidung
Metallverkleidung hat gegenüber anderen Optionen erhebliche Vorteile:
- Solide und robust.
- Nicht brennbar.
- Lange Lebensdauer – bis zu 50 Jahre.
Es hat auch einige Nachteile:
- Bei Kratzern und Beulen korrosionsanfällig.
- Wird durch starke Schläge eingedrückt.
- Laut – kann bei starkem Wind bei falscher Installation klappern.
Vor- und Nachteile der Vinyl-Fassadenverkleidung
Vinyplatten sind für einen breiten Kundenkreis erschwinglich. Unbestreitbare Vorteile des Materials:
- Geringe Kosten.
- Einfache Montage.
- Große Auswahl an Farbtönen und Texturen.
Nachteile von Vinylverkleidung:
- Verändert unter direkter Sonneneinstrahlung seine Farbe.
- Geringe Beständigkeit gegenüber hohen und niedrigen Temperaturen.
- Kann bei Stößen reißen.
Was ist besser zu wählen?
Aus dem oben Gesagten ergibt sich der Schluss von selbst – Metallverkleidungen sind in vielerlei Hinsicht besser als Acryl- und Vinylverkleidungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich unbedingt dafür entscheiden muss:
- Vinylverkleidungen eignen sich besser für ein Wochenendhaus, ein Landhaus oder jedes andere Haus, in das Sie nicht viel investieren möchten.
- Acrylverkleidungen sind besser für Regionen geeignet, in denen das Wetter häufig wechselt, die Wintertemperaturen kritisch niedrig und die Sommer ungewöhnlich heiß sind. Sie sollten sich auch dafür entscheiden, wenn die Hauswände nicht vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind.
- Metallverkleidungen sehen besser aus, sind feuerbeständig und können für jede Art von Gebäude verwendet werden. Es gibt jedoch ein wesentliches „Aber“: Sie sind schwieriger zu montieren. Besonders kompliziert ist die Verkleidung von runden Formen, da sich das Material nicht biegen lässt und Zubehörteile nicht immer vorrätig sind. Sie sollten sich dafür entscheiden, wenn Sie die Möglichkeit haben, Fachleute für die Installation zu beauftragen.
Welche Fassadenverkleidung ist laut Bewertungen besser?
Viele Käufer heben die Metallverkleidung als zuverlässige und solide Option hervor. Auch Acryl- und Vinylverkleidungen haben viele Anhänger. Bewertungen helfen Ihnen zu verstehen, was besser ist:
- Valeri: „Wie man so schön sagt: Über Geschmack lässt sich nicht streiten! Mein Nachbar hat sein Haus mit Metallverkleidungen verkleidet, und ehrlich gesagt gefällt mir das nicht. Nach einem halben Jahr hatte es bereits einige Dellen und Kratzer. Es rattert bei Regen und Wind. Ich tendiere eher zu Vinyl. Selbst wenn es sich verzieht, ist es leichter zu ersetzen. Und preislich gesehen ist es auch viel günstiger, wenn man alles zusammenzählt.“
- Roman: „Meiner Meinung nach sollte eine Fassade, wenn man sie schon macht, auch solide sein. Zum Beispiel aus Metall in Blockhaus-Optik oder als Holzoptik. Und das, was man so hört, dass sie rattert, stimmt nicht. Bei richtiger Installation der Profile wackelt nichts, und Lärm ist im Haus nicht zu hören.“
- Grigori Petrowitsch: „Natürlich ist Metallverkleidung besser, aber sie kostet auch mehr. Ich habe damit vor 3 Jahren meine Sauna verkleidet. Ich habe es nicht bereut. Die Wände haben weder vor Frost noch vor Hitze oder Regen Angst. Wichtig ist nur, das Dachrinnensystem richtig zu organisieren, damit das Wasser vom Dach nicht herunterläuft.“
- Jaroslaw: „Metallverkleidung – der Hammer. Leuchtend, kräftig, sieht besser aus als Vinyl. Aber Metall bleibt nun mal Metall. Egal wie man es behandelt, es hat Angst vor Wasser. Ich habe mich für eine Acrylverkleidung in Holzoptik entschieden. Preislich war es auch teuer, aber ich mache mir keine Sorgen um Rost. In zwei Jahren gab es keinerlei Zwischenfälle. Die Fassade ist wie am ersten Tag.“
Fragen und Antworten
Welche anderen Verkleidungen gibt es noch?
Eine weitere beliebte Art von Fassadenverkleidung ist Faserbeton. Das Material erinnert an harte Gipskartonplatten oder weichen Schiefer. Es ist nicht brennbar, sieht ansprechend aus und ist beständig gegen jede Art von Verformung. Nachteile: Faserbeton ist schwerer, teurer und nicht immer auf Lager. Außerdem benötigt er eine stabilere Unterkonstruktion und spezielle Komponenten (Klammern, Verbinder usw.). Gleichrangig wird für Wandverkleidungen Klinkerziegel verwendet. Es gibt auch Holzverkleidungen – atmungsaktiv und umweltfreundlich. Aber in Bezug auf die Gebrauchseigenschaften ist er anderen Arten deutlich unterlegen: Er nimmt Feuchtigkeit auf, ist brandgefährlich und erfordert eine jährliche Erneuerung des Lackanstrichs.
Stimmt es, dass man Kunststoffverkleidungen alle zwei Jahre austauschen muss?
Eine solche Variante ist möglich, wenn man minderwertige, chinesische Paneele verwendet.
Siding ist einfach zu montieren und zu pflegen, schützt die Wände gut vor Regen und Sonnenstrahlen und kann die Fassade des Hauses in kurzer Zeit verwandeln. Das Material wird in verschiedenen Farben, aus Metall, Vinyl, Acryl, von inländischen und ausländischen Herstellern angeboten. Die Auswahl der richtigen Art ist einfach – man sollte von seinen finanziellen Möglichkeiten und den Betriebsbedingungen ausgehen. Viel wichtiger ist die Qualität der Paneele. Schlechte Metallverkleidungen sind schlechter als hochwertiges Vinyl. Es ist ratsam, Verkleidungen von großen, etablierten Herstellern den Vorzug zu geben.




