Kann man eine heiße Pfanne mit kaltem Wasser waschen?
Je frischer der Belag auf dem Geschirr ist, desto leichter lässt er sich entfernen. Deshalb waschen viele Hausfrauen die heiße Pfanne am liebsten gleich nach dem Kochen. Aber kann man kaltes Wasser aus dem Wasserhahn verwenden? Nein. Ein zu starker Temperaturwechsel führt zu einer Verformung des Gegenstands. Die Pfanne kann Risse bekommen und die Antihaftbeschichtung kann Blasen werfen.

Warum ist kaltes Wasser für heiße Pfannen gefährlich?
Beim Erhitzen dehnt sich das Material aus, beim Abkühlen zieht es sich zusammen. Mit bloßem Auge ist das nicht zu erkennen. Aber man kann die Folgen des thermischen Schocks beobachten. Viele haben schon gesehen, wie eine Tasse zerspringt, wenn man sie aus dem Kühlschrank nimmt und mit kochendem Wasser übergießt. Bei einer Pfanne passiert dasselbe.
Wie Tests gezeigt haben, vergrößert sich eine Pfanne mit einem Durchmesser von 25 cm beim Erhitzen auf 200 Grad um 1,3 mm. Nimmt man sie vom Herd und lässt sie bei Raumtemperatur stehen, schrumpft sie allmählich wieder auf ihre ursprüngliche Größe. Ein plötzliches Abkühlen führt zu einer Störung der Materialstruktur. Daher ist kaltes Wasser für heiße Pfannen kontraindiziert.
Damit das Geschirr lange hält, sollte man es allmählich erhitzen und abkühlen lassen.
Weitere Argumente dagegen
Es wird auch aus anderen Gründen nicht empfohlen, eine heiße Pfanne mit kaltem Wasser zu waschen:
- Wenn Wasser auf die heiße Oberfläche trifft, vermischt es sich mit dem angebrannten Belag und verdunstet dann. Dabei wird mit giftigen Substanzen beladener Dampf freigesetzt. Das Einatmen ist gesundheitsschädlich. Es kann zumindest zu Kopfschmerzen und Kratzen im Hals führen.
- Wenn noch heißes Öl in der Pfanne ist, spritzen beim Hinzufügen von kaltem Wasser brennende Tropfen in alle Richtungen. Wenn man mit etwas Geschick Verbrennungen vermeiden kann, ist das Verschmutzen der umliegenden Flächen unvermeidlich.
Welche Pfannen haben Angst vor einem Thermoschock?
Absolut alle. Sogar die alten, sowjetischen Pfannen der Großmutter können durch Temperaturschwankungen zerspringen. Aber besonders anfällig für Thermoschocks sind Pfannen mit Antihaftbeschichtung. Der Untergrund und die Antihaftschicht dehnen sich und schrumpfen unterschiedlich. Die Folge ist eine Verformung der Beschichtung. Sie wird wellig und bekommt Risse. Beispiel auf dem Foto:
Es ist strengstens verboten, heiße Pfannen mit kaltem Wasser zu waschen:
- mit Antihaftbeschichtung;
- mit keramischer Beschichtung (Steinpfannen);
Gusseiserne, Aluminium- und Pfannen aus kohlenstoffreichem Stahl sind nicht so empfindlich. Aber das Risiko einer Beschädigung, wenn auch minimal, besteht dennoch.
Auch wenn Sie jahrelang eine heiße Pfanne mit kaltem Wasser abgeschreckt haben, bedeutet das nicht, dass dies erlaubt ist. Die Gesetze der Physik wirken, ob Sie sie kennen oder nicht. Jederzeit kann Ihre Lieblingspfanne springen. Besonders anfällig für Verformungen durch Thermoschock sind antihaftbeschichtete, keramische und Steinpfannen. Wir empfehlen, bereits jetzt die Gewohnheit abzulegen, heiße Pfannen mit kaltem Wasser zu spülen. Warten Sie, bis sie etwas abgekühlt ist. Gießen Sie warmes oder heißes Wasser hinein. Die Pfanne wird Ihnen für die richtige Pflege danken und Sie jahrelang mit köstlichen Gerichten erfreuen.



