Womit schmiert man das Türschloss: Anleitung für Haus und Auto
Jedes Schloss ist ein mechanisches System. Täglich wird es stark beansprucht: durch Reibung, Verschleiß und Belastung. Ohne Wartung beginnt das Schloss zu klemmen und lässt sich schlechter schließen. Es verstaubt, rostet und verschleißt. Daher sollten Sie mindestens einmal im Jahr die Türschlösser sowohl am Auto als auch am Haus, der Garage usw. schmieren. Am besten verwenden Sie spezielle Trockenschmierstoffe in Pulver- oder Sprayform.

Autoschloss
Die Schließvorrichtungen des Autos sind allen Wetterlaunen ausgesetzt: von Regenfällen bis zu Winterfrost. Erfahrene Fahrer empfehlen, die Schlösser regelmäßig zu warten, mindestens einmal pro Saison, und im Herbst unbedingt auf den Winter vorzubereiten. Das schützt das System bei Frost, und Sie müssen nicht mit den Türen kämpfen. Aus dem gleichen Grund schmieren Sie das Schloss am Kofferraum und die Scharniere.
Was ist für Autotüren geeignet?
Beim Kauf eines Schmiermittels sollten Sie die Eigenschaften sorgfältig prüfen. Der wichtigste Parameter ist die Kältebeständigkeit. Das Material muss Minustemperaturen standhalten. Außerdem sind die Verschleißfestigkeit und die Verdunstungsrate wichtig.
Es ist nicht nötig, die Türen zum Schmieren der Schlösser und Scharniere zu zerlegen (sofern keine inneren Schäden vorliegen oder die Struktur nicht durch Schmutz verstopft ist). In den meisten Auto- und Haushaltswarengeschäften gibt es Schmiermittel in speziellen Behältern: eine Dose mit einem Aufsatz, der mit einem langen, dünnen Schlauch versehen ist.
Fahrer haben Schmiermittel wie WD-40, Litol und moderne Silikonarten sehr geschätzt, die nach und nach die gewohnten Marken verdrängen.
Schmiervorgang:
- Öffnen Sie die Autotür.
- Entfernen Sie mit einem Lappen das alte Schmiermittel vom Schloss (der Schließmechanismus befindet sich unten).
- Nehmen Sie einen Schraubendreher, dessen Durchmesser mit dem Schließbügel übereinstimmt.
- Stecken Sie ihn in die Nut und drehen Sie ihn zu sich hin, um das Schloss zu öffnen.
- Entfernen Sie die sichtbaren Reste des alten Schmiermittels.
- Behandeln Sie die Stelle mit WD-40, entfernen Sie die Verschmutzungen mit einem sauberen Lappen.
- Tragen Sie anschließend Silikonschmiermittel auf, wischen Sie auch Überschüsse ab.
- Nehmen Sie den Schraubendreher aus der Nut und heben Sie den Türgriff an der Vorderseite der Tür an.
- Schließen und öffnen Sie die Tür ein paar Mal, damit sich das Schmiermittel im Mechanismus verteilt.
In einigen Fällen müssen die Teile zerlegt und die Schlösser und Scharniere von innen gereinigt werden. Diesen Vorgang sollten Sie besser einer Autowerkstatt überlassen. Leider ist das Schmieren des Riegels das Einzige, was bei einem Zylinderschloss unternommen werden kann, und genau solche sind in allen Autos verbaut.
Vorbeugung gegen Einfrieren und Klemmen
Man muss verstehen, dass Zylinderschließsysteme am empfindlichsten und anfälligsten für Verschmutzungen sind. Schutzschilde und Abdeckungen schützen in ausreichendem Maße vor Staub. Daher wird empfohlen, das Schmiermittel alle 3 Monate zu wechseln.
Der zweite Aspekt ist die Feuchtigkeit. Sie gelangt durch Niederschläge, schmelzenden Schnee und als Kondenswasser aus der Luft in das Schloss. Das Innere des Zylinders kann vor diesem Übel nicht geschützt werden, aber zumindest sind die Riegel und Türscharniere für die Schmierung zugänglich.
Schließlich ist der dritte Faktor, der die Funktion von Autoschlössern beeinflusst, das Material, aus dem sie gefertigt sind. Ein häufiges Problem ist, dass die Batterie in der Fernbedienung zur Entriegelung leer ist und der Schlüssel für die Fahrertür nicht funktioniert. Das bedeutet, dass das Schloss durch längere Inaktivität oxidiert und ‚festgebacken‘ ist. Es muss höchstwahrscheinlich ausgetauscht werden. Eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen ist daher die regelmäßige Nutzung.
Schloss an der Garage
Heutzutage werden Garagen mit Hebelschlössern verschlossen, seltener, aber noch anzutreffen, sind Vorhangschlösser mit Stiftzylinder. Alle benötigen unbedingt einen Schutz vor Niederschlägen. Für ein eingelassenes Hebelschloss muss ein Gehäuse, am besten geschweißt, bereitgestellt werden. Da die Garagentür meist einschichtig ist, liegt der Schlosskörper im Freien. Ein Vorhangschloss wird in der Regel durch einen Schutzdach abgedeckt.
Beide Arten müssen regelmäßig genutzt und mindestens einmal pro Saison geschmiert werden. Trockenschmiermittel sind ideal, aber auch Silikon und WD-40 verhalten sich angemessen. Wichtig ist, dass das Schmiermittel Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen, Hitze und Kälte verträgt und langsam verdunstet – dann klemmt das Schloss nicht und blockiert die Türen stets zuverlässig.
Haushaltsschlösser
In Häusern und Innenräumen sind in der Regel verschiedene Arten von Schließvorrichtungen verbaut. In der eisernen Eingangstür von Wohnungen ist meist ein Hebelschloss eingelassen. Sein Mechanismus ist durch ein Gehäuse geschützt, und die Verriegelung erfolgt durch mehrere Stifte. Dieses Gerät ist recht komplex, und die Verwendung von Hausmitteln wird nicht empfohlen. Fachleute halten Trockengraphitschmiermittel oder ‚Litoll‘ für optimal, wenn die Tür außen liegt und nach draußen führt.
Wie man ein Hebelschloss schmiert:
- Öffnen Sie die Tür und fahren Sie den Mechanismus der Stangen vollständig aus.
- Bestreichen Sie die Stifte mit Trockenschmiermittel.
- Schließen und öffnen Sie das Schloss mehrmals vollständig.
Zwischen den Räumen befinden sich meist einfachere Schlösser – Zylinderschlösser. Wenn ein solches zu klemmen beginnt, sollte man seinen Riegel schmieren. Ideal ist ebenfalls Graphit oder ein anderes Trockenschmiermittel auf Graphitbasis. Der Ablauf der vorbeugenden Maßnahme ist derselbe wie beim Hebelschloss.
Tipp
Einige Handwerker empfehlen, Trockenschmiermittel in den Schlitz eines Hebelschlosses zu blasen – um die Schmierfläche zu vergrößern. Bei Zylinderschlössern darf man dies keinesfalls tun: Der innere Mechanismus ist zu präzise und klein und würde ausfallen.
Wenn das Schmiermittel nicht geholfen hat
Wenn keine vorbeugende Wartung durchgeführt wurde und der Mechanismus bereits mehrere Jahre alt ist, reicht eine einfache Schmierung höchstwahrscheinlich nicht aus. Das Schloss muss ausgebaut und zerlegt werden. Dieser Vorgang erfordert Erfahrung und Sorgfalt, da der Mechanismus sonst nicht wieder an seinen Platz gesetzt werden kann.
Vorgehensweise:
- Hebelschloss ausbauen und öffnen.
- Entfernen Sie Schmutz mit einer Bürste.
- Entfernen Sie bei Bedarf Rost mit Watte- oder Mulltupfern und Alkohol oder einem anderen Lösungsmittel.
- Schmieren Sie es mit einem Trockenschmiermittel.
- Bauen Sie es wieder zusammen und setzen Sie es ein.
Zylinderkonstruktionen sind im Großen und Ganzen Einwegartikel. Versuchen Sie, den Zylinder herauszunehmen, ihn von Schmutz und Ablagerungen zu befreien, den Riegel und seine Drehachse trocken zu schmieren und mehrmals zu drehen. Setzen Sie ihn in die Tür ein und testen Sie die Funktion. Wenn das nicht hilft, muss das Schloss ausgetauscht werden.
Vorbeugung ist die wichtigste Voraussetzung für Schlösser. Das werksseitige Schmiermittel hält nicht länger als 1 Jahr; danach muss es erneuert werden. Das Schloss zu zerlegen ist keine gute Idee, es sei denn, Sie sind Schlosser. Eine gründliche Reinigung und Schmierung sollten Sie besser Profis überlassen. Dennoch kann jeder alle 4 Monate oder zumindest einmal im Jahr Schmiermittel auf die Basis der Riegel auftragen und den Mechanismus mehrmals schließen und öffnen.
Die moderne Industrie bietet praktische Dosen mit langen, dünnen Düsen an, die eine punktgenaue und saubere Arbeit ermöglichen. Diese Art der Pflege reicht meistens aus, damit das Schloss viele Jahre lang einwandfrei funktioniert.





