3 einfache Methoden, um schnell und leicht einen Faden in eine Nadel einzufädeln

Es scheint nichts einfacher zu sein, als einen Faden einzufädeln. Doch es gelingt nicht immer schnell – sei es, weil die Sehkraft nachlässt, der Faden von minderer Qualität ist und sich in hundert Fasern aufspaltet, oder das Nadelöhr zu klein ist. Profi-Näherinnen kennen jedoch zahlreiche Methoden, um diese Aufgabe mühelos zu bewältigen.

Verwendung eines Nadeleinfädlers

Spezielle Hilfsmittel

In Nähfabriken, wo jede Minute Arbeitszeit zählt, werden Nadeleinfädler verwendet. Dies sind kleine Geräte, die aus einem Holz- oder Kunststoffgriff und einer rautenförmigen Drahtschlaufe bestehen. Ihre Handhabung ist denkbar einfach:

  1. Zuerst wird die Schlaufe durch das Nadelöhr geführt – das ist mühelos, da die Schlaufe fest genug ist und nicht verrutscht.
  2. Dann wird das Fadenende in die Schlaufe gelegt.
  3. Die Schlaufe wird zurückgezogen – zusammen mit ihr geht der Faden durch das Öhr.

Verwendung eines manuellen Nadeleinfädlers
Nach dem dritten oder vierten Mal werden diese Schritte automatisiert ablaufen, und Sie können sie in Sekundenschnelle ausführen.

Eine weitere Methode, um den Faden in eine Nadel einzufädeln, die in eine Nähmaschine eingesetzt ist, erfolgt mit einer Pinzette. Schneiden Sie das Fadenende ab (wenn Sie es abreißen, wird es fransig), fassen Sie den Faden 2–3 mm vom Schnitt entfernt mit der Pinzette, führen Sie ihn zum Nadelöhr und bewegen Sie ihn hin und her. Der Faden gleitet von selbst in die Öffnung, danach ziehen Sie das Ende von Hand länger heraus.
Einfädeln des Fadens in die Overlock-Nadel mit einer Pinzette

Auf der Handfläche

Eine sehr einfache Methode, die sich für Menschen mit schlechter Sehkraft oder eingeschränkter Feinmotorik eignet. Alles, was nötig ist:

  1. Legen Sie den Faden auf die Handfläche der linken Hand.
  2. Nehmen Sie die Nadel in die rechte Hand.
  3. Reiben Sie kräftig mit dem Nadelöhr über den Faden.
  4. Durch die Reibungskraft beginnt der Faden, Schlaufen zu bilden, von denen eine von selbst durch das Öhr gleitet. Wenn dies geschieht, ziehen Sie ihn auf die gewünschte Länge heraus.

Nützliche Tipps

Manchmal müssen sehbehinderte Menschen viel nähen. In diesem Fall sind weder Nadeleinfädler noch Pinzette besonders praktisch, da sie dennoch eine gute Sehkraft erfordern, während das Drehen des Fadens auf der Handfläche vergleichsweise viel Zeit in Anspruch nimmt. Ein Ausweg ist der Kauf von Patentnadeln. Sie unterscheiden sich von herkömmlichen durch die Konstruktion des Öhrs – es ist nicht durchgehend, sondern besteht aus zwei Teilen. Legen Sie den Faden von oben auf und ziehen Sie ihn nach unten, sodass er hineingleitet. Heraus kann er auf diese Weise nicht gelangen, da er sicher fixiert wird.

Wenn sich der Faden beim Einfädeln in die Nadel immer wieder aufspaltet, können Sie dies mit einer Kerze beheben. Tauchen Sie das Fadenende in geschmolzenes Wachs oder Paraffin und ziehen Sie es schnell zwischen den Fingern durch. Die Fasern werden getränkt und haften fast wie aneinandergeklebt. Zudem wird der Faden fester, rutscht nicht und lässt sich leichter durch ein winziges Loch führen.

Faden im Nadelöhr
Wählen Sie hochwertige Fäden und Nadeln mit einem praktischen (dünnen, aber länglichen) Öhr, da dies den Vorgang des Einfädelns erheblich erleichtert.

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  1. Michael

    «Durch die Reibungskraft beginnt der Faden Schlaufen zu bilden» — das ist Magie :)))

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