Wie macht man die Sohle von Winterschuhen rutschfest?
An Winterstiefel und -schuhe werden besondere Anforderungen gestellt: Hauptsache, die Schuhe rutschen nicht, sonst kann ein Spaziergang auf vereisten Gehwegen in einem ernsthaften Unglück enden. Es gibt mehrere Methoden und Vorrichtungen, die die Haftung der Sohle auf der Eisfläche verbessern und dafür sorgen, dass die Füße nicht wegrutschen.

Welche Schuhe rutschen nicht?
Im Winter, besonders zu Beginn und am Ende der Saison, ist das Wetter sehr wechselhaft. Nachtfröste werden durch tagsüber auftauenden Schnee abgelöst, wodurch Straßen und Gehwege mit einer dünnen Eisschicht bedeckt werden. Daher sollte man bei der Auswahl von Schuhen für Winterspaziergänge nicht so sehr auf das Aussehen des Modells achten, sondern auf Komfort und Stabilität auf rutschigen Oberflächen.
Damit Schuhe nicht rutschen, müssen sie die folgenden Anforderungen erfüllen:
- Die Sohle ist aus einem Material gefertigt, das eine gute Haftung auf der Straße gewährleistet. Dies kann gewöhnlicher oder thermoplastischer Gummi, Kautschuk sein.
- Das Profil hat nicht zu tiefe, aber chaotisch angeordnete Rillen. Je mehr Unordnung im Muster, desto stärker die Haftung.
- Bevorzugen Sie Modelle mit durchgehender Sohle oder niedrigem, breitem Absatz.
- Die Plattformhöhe sollte nicht mehr als 5 cm betragen.
Schlecht ist, wenn sich der Absatz beim Gehen nach hinten neigt und sich die Schuhspitze um mehr als 1 cm anhebt.
Beim Kauf eines neuen Paares Stiefel sollte man bereits im Geschäft prüfen, ob die Sohle rutscht. Am besten Schuhe aus Ländern kaufen, die Winter und Glatteis aus erster Hand kennen. Das sind zum Beispiel Russland, Finnland, Norwegen, Deutschland.
Welche Sohle ist die rutschfestste?
Schuhsohlen werden aus verschiedenen natürlichen und synthetischen Materialien hergestellt, aber für Wintermodelle eignet sich am besten gewöhnlicher oder thermoplastischer Gummi.
- Gummisohlen sind langlebig und halten Temperaturschwankungen gut stand. Das flexible, elastische Material sorgt für eine feste Verbindung mit der Eisfläche, sodass das Gehen in Stiefeln mit Gummisohle im Winter durchaus sicher ist.
- In thermoplastischem Gummi (TPE) sind die Eigenschaften von vulkanisiertem Kautschuk und Thermoplasten vereint. Festigkeit und Elastizität sind die Hauptvorteile dieses Materials. Schuhe mit solcher Sohle sind leicht und bequem, rutschen auf Eis absolut nicht. TPE behält seine Eigenschaften bei Temperaturen bis zu -45 °C.
Wählen Sie keine Winterstiefel mit einer Sohle aus Tunit, Naturleder oder Polyurethan. Diese Materialien werden in der Kälte hart und extrem rutschig.
Warum rutscht die Sohle?
Eine Sohle aus porösem Material wie Polyurethan verliert bei Kälte an Flexibilität und Elastizität. Die zahlreichen Mikroporen auf ihrer Oberfläche schließen sich. Die Sohle wird dadurch völlig glatt, und der Schuh beginnt zu rutschen.
Schuhe mit Polyurethansohle, im Volksmund oft auch "Grießsohle" genannt, eignen sich für Personen, die sich nicht länger als eine halbe Stunde bei Frost aufhalten und sich meist im Auto fortbewegen. Für den täglichen Gebrauch als Winterstiefel ist Polyurethan weniger geeignet, da es bei Temperaturen unter -20 °C zu brechen und bröckeln beginnt und die Sohle sehr stark rutscht.
Womit kann man die Sohle einreiben, um auf Eis stabiler zu stehen?
Rutscht das Schuhwerk stark und möchte man auf die modischen Stiefel dennoch nicht verzichten, kann man auf Hausmittel zurückgreifen und versuchen, das Problem selbst zu beheben.
Was also tun bei einer rutschigen Sohle, um das ansprechende Aussehen zu bewahren und die Standfestigkeit auf vereisten Wegen zu erhöhen?
- Gitter aus Sekundenkleber. Die Schuhsohle wird mit Alkohol oder einem Lösungsmittel entfettet, anschließend wird die gesamte Oberfläche mit Klebstoff bemalt. Für eine bessere Wirkung kann der Klebstoff ein zweites Mal aufgetragen werden, nachdem die erste Schicht getrocknet ist. Dann wird der Schuh auf Sand gestellt und fest angedrückt, damit sich die Sandkörner in den Klebstoff graben. Der selbstgemachte Profilbelag ist fertig. Wichtig ist, mit diesen Schuhen nicht in der Wohnung herumzulaufen, um die Böden nicht zu beschädigen.
- Silikonkleber. Der untere Teil der Sohle sollte mit grobem Schleifpapier bearbeitet und anschließend mit Silikonkleber bestrichen werden. Dieser Vorgang wird zweimal wiederholt, danach werden die Schuhe getrocknet, bis der Kleber vollständig ausgehärtet ist (ca. 2 Tage).
- Nylonstrumpf. Wenn man alte Kniestrümpfe oder Strumpfhosen aus Nylon anzündet, schmelzen sie. Dabei entsteht eine zähe, klebrige Masse, die tropfenweise auf die Sohle aufgetragen wird.
- 3D-Malfarben (Push-up). Farben zum Erstellen von erhabenen Motiven aus Kinderkreativsets können bei der Lösung des "rutschigen" Problems helfen. Man muss lediglich die Sohle damit bestreichen und die Farben antrocknen lassen. Die entstandene lockere Oberflächenstruktur verhindert das Rutschen bei Glatteis.
Verzweifelte Besitzer rutschiger Schuhe erfinden die unglaublichsten Methoden, um die Sohle griffiger zu machen. So heißt es zum Beispiel, man könne die Sohlenoberfläche mit einer Reibe aufrauen oder mit einem Messer einritzen. Möglich, aber schade um die Stiefel. Eine weitere fragwürdige Methode ist das Einreiben der Sohle mit einer aufgeschnittenen Kartoffel. Die Stärke setzt sich ab und macht den Schuh für ein paar Minuten weniger rutschig.
Was kann man auf die Stiefel kleben, damit sie nicht rutschen?
Das Rutschen verringern können Stücke aus Flanell, Heftpflaster oder Schleifpapier, die auf die Unterseite der Sohle geklebt werden.
Damit ein selbstgemachter Profilbelag länger hält, müssen Sie die Schuhe vor Arbeitsbeginn gründlich waschen und trocknen. Achten Sie besonders auf den Fersen- und Zehenbereich, auf den Sie Filz- oder Heftpflasterstücke in unterschiedlichen Richtungen aufkleben. Um das Aussehen der Schuhe zu erhalten, können Sie weiße Pflaster mit einem schwarzen Filzstift übermalen.
Diese Methode ist einfach und kostengünstig, aber nicht langlebig. Nach maximal zwei Tagen lösen sich die Streifen, und Sie müssen die Arbeit von vorne beginnen.
Wer an Hausmitteln zweifelt und nach robusteren Lösungen sucht, sollte eine Schuhreparatur-Werkstatt aufsuchen und eine rutschfeste Gummiauflage auf die Sohle kleben lassen. Dabei können Sie sowohl die Dicke der Auflage als auch das Profilmuster wählen. Die Schuhe rutschen dann nicht nur nicht mehr, sie werden auch wärmer.
Vorrichtung für Winterschuhe
In Apotheken oder Haushaltswarengeschäften werden spezielle Vorrichtungen verkauft, die die Haftung auf der Straße verbessern und Sie bei Glatteis zuverlässig vor Stürzen schützen. Es handelt sich um Gummiprodukte mit Metalleinlagen im Fersen- und Zehenbereich.
Steigeisen werden direkt vor dem Verlassen des Hauses über die Schuhe gezogen, da man mit diesen Überziehern in der Wohnung nicht laufen kann. Das Produkt sieht recht ästhetisch aus. Einige Modelle lassen sich sogar an elegante Damenstiefeletten mit Absätzen anpassen.
Steigeisen sind die effektivste und zuverlässigste Methode, um sich auf vereisten Flächen zu schützen.
Gehen Sie kein Risiko für Ihre Gesundheit ein, indem Sie sich in der Glatteiszeit mit rutschigen Schuhen abfinden. Es gibt viele Möglichkeiten, dieses Problem zu vermeiden. Wenn Sie das Aussehen neuer Stiefel oder Schuhe nicht beeinträchtigen möchten, deren Sohle nicht ausreichend griffig ist, kaufen Sie besser Steigeisen oder bringen Sie das Paar in eine Reparaturwerkstatt, wo der Handwerker sorgfältig einen passenden Profilbelag aufklebt.





Als Alternative: Spikes anbringen (wenn die Sohle es zulässt) in einer Reifenwerkstatt; ein Bekannter hat es kürzlich machen lassen, hat es noch nicht sehr getestet.
Oder noch besser: Raupenketten von einem Geländewagen.
Mit Heißkleber (Heißklebepistole) punktförmig auf die gesamte Sohle auftragen.
In den 70ern gab es keine speziellen Vorrichtungen, aber es gab Schuhe mit Plateausohlen, auch für den Winter. Ich habe abends an der technischen Hochschule studiert. Dort wurde zwischen den Universitätsgebäuden nie Schnee geräumt, die Studenten haben ihn ohnehin festgetreten. Die Tagesschüler haben ihn so festgestampft, dass man kleine Schrauben in die Absätze drehen musste – das hat geholfen.
Sie sollten beim Kauf die Sohle über Ihre Handfläche gleiten lassen. Wenn sie gut rutscht, nehmen Sie sie besser nicht.
Ich habe einfach ein paar kleine Schrauben eingedreht. Das war schon im letzten Winter!
Ich benutze schon seit etwa 5 Jahren Steigeisen. Bin zufrieden. Kann sie jedem empfehlen.