Warum wird Shampoo Salz zugesetzt und sollte man das tun? Ein Trichologe und ein Friseur haben die häufig gestellte Frage beantwortet

Viele Beauty-Blogger empfehlen, dem Shampoo Salz hinzuzufügen – angeblich wächst das Haar danach dreimal schneller, hört auf auszufallen, bleibt länger frisch, und Schuppen verschwinden, wenn nicht für immer, so doch zumindest für lange Zeit. Außerdem wird Salz für lockiges Haar empfohlen, um ein leichtes Durchkämmen zu versprechen. Ob die Kristalle von Natriumchlorid wirklich so wundersame Eigenschaften besitzen, haben wir bei einem Friseur und Trichologen erfragt. Die Experten versicherten, dass es keinen Sinn macht, Shampoo zu „salzen“.

Salz und Shampoo für das Haar

Natriumchlorid + Shampoo – wie funktioniert das?

Von Natur aus hat Salz, egal ob Tafelsalz oder Meersalz, zwei Fähigkeiten:

  • Es nimmt Fett auf (nicht umsonst wird es auf Ölflecken auf Stoff gestreut);
  • Es wirkt als Schleifmittel (daher kann man damit angebranntes aus Pfannen entfernen).

Wenn man Shampoo löffel- oder priseweise Salz hinzufügt, kann man erwarten, dass es überschüssiges Hauttalg aufnimmt und gleichzeitig die Kopfhaut peelt, indem es abgestorbene Schuppen, sogenannte Schuppen, entfernt.

Salzzugabe zum Shampoo

Wenn Sie jedoch planen, Ihr Haar mit Shampoo und Salz zu waschen, um fettiges Haar zu reduzieren, ist dies aus zwei Gründen völlig sinnlos:

  • Erstens enthält das Reinigungsmittel bereits Bestandteile, die Fett aufspalten;
  • Zweitens arbeiten diese Bestandteile viel effektiver als Natriumchlorid.

Wenn Sie Schuppen loswerden möchten, ist diese Methode ebenfalls sinnlos. Schuppen entstehen nicht von selbst, sondern aus verschiedenen Gründen: Es kann eine erhöhte Hauttrockenheit oder Erkrankungen (Pilz- oder hormonelle) vorliegen. Kann man diese Ursachen mit Salz beseitigen? Die Antwort liegt auf der Hand.

Wie verwendet man Salz für die Kopfhaut, um eine Wirkung zu erzielen?

Die Verwendung von Natriumchlorid für die Kopfhaut ist kein Mythos und keine spontane Erfindung von Bloggern. Es ergeben sich hervorragende Peelings, die helfen, die Haut von allem zu reinigen, was sich darauf „angesetzt“ hat.

Peelings können sowohl mit Meersalz als auch mit gewöhnlichem Speisesalz zubereitet werden, denn hier ist nicht das Salz selbst wichtig, sondern seine Textur, die wie eine Reibe auf der Kopfhaut wirkt und Fett und Schmutz entfernt, die die Poren verstopfen.

Salzpeeling für die Kopfhaut

Eine wichtige Regel: Grobes Salz muss vor der Anwendung zu Pulver gemahlen werden. Sonst hinterlassen die scharfen Kristalle Kratzer auf der Haut.

Zur Herstellung eines Peelings mischen Sie das Salz mit einigen Tropfen ätherischem Öl. Massieren Sie es sofort mit kreisenden Bewegungen in die feuchte Kopfhaut ein. Achten Sie dabei darauf, die Haarlängen nicht zu berühren, da Sie diese sonst verletzen könnten. Nach 2–3 Minuten waschen Sie Ihr Haar wie gewohnt mit Shampoo oder einem anderen gewohnten Reinigungsmittel.

Salz und Shampoo für das Haar

Fragen und Antworten

Wieviel Salz sollte man dem Kopfhautpeeling hinzufügen?

Bereiten Sie nur so viel Peeling vor, wie Sie auf einmal verwenden können. In der Regel reicht ein Esslöffel Natriumchlorid und zwei bis drei Tropfen ätherisches Öl aus.

Welche Öle können für die Herstellung eines Peelings verwendet werden?

Tee Baum Öl (es hat antimikrobielle und antimykotische Eigenschaften), Zitronen- und Süßorangenöl, Lavendel, Rosmarin, Ylang-Ylang, Eukalyptus. Anstelle von ätherischen Ölen können Sie auch Basisöle verwenden – Kokosnussöl, Olivenöl, Klettenöl, Leinöl. Sie können aber auch ganz auf Öle verzichten; wichtig ist, die Kopfhaut vorher mit Wasser zu befeuchten.

Warum wird Salz bei der Herstellung von Shampoos zugesetzt, wenn es keine Wirkung hat?

In diesem Fall wirkt Natriumchlorid als Schaumverhüter. Es wird benötigt, um den Schaum leichter aus dem Haar ausspülen zu können, nicht zur Verbesserung des Haarzustands.

Was passiert, wenn man Salz in eine Shampooflasche gibt?

Mit der Zeit löst sich das Salz auf, da Shampoo zu 95–98 % aus Wasser besteht. Da Natriumchlorid mit anderen chemischen Stoffen reagiert, können sich die physikalischen Eigenschaften des Shampoos verändern – Farbe, Konsistenz, Schaumbildung.

Wie Sie sehen, hat es keinen Sinn, Salz ins Shampoo zu geben. Wenn Sie es bereits getan haben, brauchen Sie sich jedoch keine Sorgen zu machen – dieser Zusatz birgt keine Gefahr für die Haare.

Haben Sie ein Salzpeeling für die Kopfhaut ausprobiert? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!
  1. Alexandra

    Die Maske für die Kopfhaut hat mir sehr gut gefallen. Sie ist leicht herzustellen und die Wirkung ist hervorragend.

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