Warum ich einen Teller mit einer Knoblauchzehe einreibe
Jede Hausfrau hat ihre eigenen Geheimnisse und Tricks, um Familie und Gäste zu überraschen. Mein besonderer Trick ist der mit einer Knoblauchzehe eingeriebene Teller. Warum mache ich das? Das erkläre ich jetzt.

Würze ohne unangenehmen Mundgeruch
Knoblauch ist ein zwiespältiges Gewürz. Ich stehe ihm, wie viele meiner Bekannten, zwiespältig gegenüber. Man liebt und hasst Knoblauch zugleich. Einerseits hat er einen angenehm scharfen Geschmack und ein intensives Aroma. Andererseits hinterlässt er eine Fahne von unangenehmem Mundgeruch.
Indem ich den Teller mit Knoblauch einreibe, verleihe ich Salaten, Frikadellen und anderen Gerichten eine pikante Note. Sie nehmen ein leichtes Knoblaucharoma an, das den Appetit anregt.
Dabei treten nach dem Essen keinerlei negative Effekte auf. Die Portion Knoblauch auf dem Teller ist zu gering, um einen unangenehmen Nachgeschmack zu verursachen.
Ein neuer Geschmack für langweilig gewordene Gerichte
In unserer Familie arbeiten alle. Daher muss ich für zwei, manchmal sogar drei Tage im Voraus kochen. Natürlich mag es kaum jemand, eintönig zu essen. Schon am zweiten Tag greift man nicht mehr gerne zu den scheinbar köstlichsten Frikadellen. Aber! Ich habe für mich einen Ausweg aus dieser Situation gefunden.
Langweilig gewordene Gerichte erstrahlen in neuem Glanz, wenn man sie auf einem mit Knoblauch eingeriebenen Teller serviert.
Der Knoblauch erfrischt das Essen vom Vortag und durchzieht es mit einem kaum wahrnehmbaren Aroma. Eine Fehldosierung des Gewürzes ist unmöglich. Aber! Wenn man den Teller erwärmt oder ein sehr heißes Gericht darauf gibt, wird der Geruch stärker.
Wie reibe ich die Teller ein?
Es ist ganz einfach. Ich denke, viele erinnern sich daran, wie sie in der Kindheit eine Scheibe Schwarzbrot mit Knoblauch eingerieben haben. In den 90er Jahren war das eine verbreitete Leckerei. Damit der Knoblauch seine Schärfe und sein Aroma abgibt, biss man in die Zehe und rieb kräftig die Kruste ein.
Man muss die Zehe von der Knolle trennen, sie halbieren und mit der Schnittfläche die Telleroberfläche einreiben.
Der Bequemlichkeit halber steche ich die Zehe auf eine Gabel. Man muss nicht lange und zu stark reiben – ein paar Sekunden und leichter Druck reichen aus. Wenn ich mehrere Teller einreiben muss, erneuere ich die Schnittfläche und verwende dann die zweite Hälfte der Zehe.
Zu welchen Gerichten passt der 'Knoblauchteller'?
Den kulinarischen Trick mit dem Knoblauch kann man sowohl täglich als auch für festliche Gerichte anwenden.
Das Einreiben des Tellers mit einer Knoblauchzehe kann fade Borschtsch oder geschmacklose Frikadellen retten, in denen aus irgendeinem Grund vergessen wurde, Gewürze hinzuzufügen.
Es ist kein Geheimnis, dass man Knoblauch richtig während des Kochens hinzufügen sollte. Würzt man damit bereits gekochten Borschtsch, werden Geschmack und Aroma zu scharf. Während der 'Knoblauchteller' nur schwach und dezent duftet.
Für welche Gerichte verwende ich den Lifehack:
- Kartoffelpüree. Die beliebteste Beilage ist so vielseitig, dass sie zu jeder Art von Fleisch und Fisch serviert wird. Auch unsere Familie liebt diese Kartoffeln sehr. Besonders lecker schmeckt das Püree, wenn man den Teller vor dem Servieren mit Knoblauch einreibt.
- Salate. Stücke von frischem Knoblauch schmecken zu scharf. Daher verwende ich für das Dressing von Salaten entweder Knoblauchöl oder reibe einfach den Teller mit einer Zehe ein.
- Heiße Sandwiches und Croutons. Knoblaucharoma und der Duft von geröstetem Brot mit Speck und Käse – die beste Kombination, meiner Meinung nach.
- Grillgemüse. Süße Paprika, Auberginen, Tomaten, Zucchini harmonieren hervorragend mit Knoblauch.
- Spaghetti. Eine meiner Lieblingskombinationen ist italienische Pasta mit Meeresfrüchten und Knoblauch. Aber wie Sie verstehen, reibe ich das Gewürz auf den Teller und gebe keinen gehackten Knoblauch ins Gericht.
- Fleisch. Es wird angenommen, dass Knoblauch am besten zu Lamm passt. Aber für den „Knoblauchteller“ gibt es keine Einschränkungen. Ich serviere darauf gebackene Ente, Schweinshaxe, Hähnchenkoteletts, Kassler.
Den „Knoblauchteller“ kann man zu fast allen Gerichten verwenden – sowohl zu Hauptgerichten als auch zu Vorspeisen. Der kulinarische Trick verfeinert Borschtsch, Cremesuppe, Frikadellen, Gemüseaufläufe…
Wenn Sie Knoblauch direkt in die Gerichte geben, gehen Sie ein gewisses Risiko ein. Nicht jeder mag und isst ihn. Zum Beispiel rührt mein Sohn Borschtsch mit Knoblauch nie an, aber vom „Knoblauchteller“ isst er ihn mit vollen Backen. Das Einreiben des Geschirrs ist eine Sache von Sekunden. Aber welche Freude das aromatische Essen bereitet! Mit einer Knoblauchzehe kann man fast jedes Gericht „beleben“. Ich verwende diesen kulinarischen Trick schon sehr lange und oft. Übrigens wissen meine Familienmitglieder nichts davon. Sie sind die Ersten, mit denen ich mein Geheimnis geteilt habe.


