Wie lange kann man Blumenkohl zu Hause lagern?

Frischen Blumenkohl kann man auf verschiedene Arten lagern. Dieses Gemüse zeichnet sich durch eine zarte Struktur der Röschen aus, daher ist die Temperatur für die Lagerung wichtig. Wer keinen Keller hat, muss sich in der Wohnung um die Vorbereitung eines Lagerplatzes für die Ernte kümmern. Man kann den Kohl auch einfrieren – diese Methode macht es überflüssig, sich um die Schaffung spezieller Bedingungen zu kümmern, da der erforderliche Modus automatisch aufrechterhalten wird.

Blumenkohl

Vorbereitung von Blumenkohl für die Langzeitlagerung

Vor der Einlagerung der Ernte wird diese sortiert. Nicht jeder Blumenkohl ist gut lagerfähig. Die Köpfe werden nach mehreren Kriterien ausgewählt:

  • Der Kohl muss sauber sein, ohne Anzeichen von Fäulnis oder verdächtigen Flecken;
  • Die normale Farbe der Röschen ist weiß mit einem cremigen Farbton;
  • Der Kopf muss fest und elastisch sein, die Festigkeit lässt sich leicht am Gewicht erkennen.

Bei der Lagerung des ganzen Kopfes sollten die oberen Blätter nicht abgerissen werden, ihr Vorhandensein schützt die Röschen vor dem Austrocknen. Für eine lange Lagerung ist Kohl nicht geeignet, bei dessen Anbau Pestizide und chemische Düngemittel verwendet wurden. Chemierückstände im Gewebe machen das Gemüse weniger lagerfähig und sein Geschmack wird deutlich schlechter sein.

Die Fähigkeit zur Langzeitlagerung hängt auch von der Sorte des Blumenkohls ab. Gemüse mit früher Reifezeit ist aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehalts in den Röschen nicht lange haltbar. Mittelfrühe Sorten sind besser zum Einfrieren geeignet. Späten Blumenkohl kann man erfolgreich mehrere Monate lagern.

Vorbereitung von Blumenkohl für die Langzeitlagerung

Die für die Lagerung vorgesehenen Köpfe sollten nicht zu lange im Beet bleiben; es ist besser, sie unreif zu schneiden. Später reift der Kohl im Lager langsam nach. Der Kopf muss intakt sein. Ist er in einzelne Röschen zerfallen, sollten diese besser verarbeitet oder zubereitet werden.

Der zum Einfrieren und zur Lagerung im Kühlschrank bestimmte Blumenkohl wird von Blättern und Wurzeln befreit, in Röschen geteilt, gewaschen und getrocknet. Wenn 1-2 Köpfe im Kühlschrank aufbewahrt werden sollen, können sie auch ganz bleiben.

Wie lange ist Blumenkohl haltbar?

Die Haltbarkeit hängt von der Sorte, der Qualität und dem Reifegrad des Kohls ab. Außerdem müssen geeignete Lagerbedingungen gewährleistet sein. Die maximale Haltbarkeit des Gemüses ist gegeben, wenn:

  • ein Temperaturbereich von 0° bis +6° C eingehalten wird;
  • der Kohl ohne Lichtzugang gelagert wird;
  • Im Lagerraum herrscht ein guter Luftaustausch;
  • Es wird eine konstante Luftfeuchtigkeit von 95 % sichergestellt;
  • Die Kohlköpfe berühren einander nicht.

Im frischen Zustand ist Kohl im Keller am längsten haltbar – bis zu 2 Monaten. Wenn man unreife Köpfe einpflanzt, wachsen sie weiter, was die Haltbarkeit auf 5-6 Monate verlängert. Das gefrorene Gemüse behält seine Qualitäten bis zu einem Jahr. Im Kühlschrank bleiben frische Köpfe 2-3 Wochen.

3 grundlegende Methoden zur Lagerung von Blumenkohl

In einer Wohnung ist es nicht einfach, Orte zu finden, an denen die Temperatur nicht über +6 °C steigt. Selbst wenn man einen verglasten Balkon betrachtet, gibt es auch dort kein stabiles Temperaturregime. Unter häuslichen Bedingungen kann man frischen Blumenkohl nur im Kühlschrank aufbewahren.

Glückliche Besitzer eines Kellers haben Glück – in einem solchen Lagerraum kann der Kohl bis zu einem halben Jahr gelagert werden. Allerdings kann dieser Zeitraum auch kürzer sein, alles hängt von der gewählten Lagermethode ab.

Im Keller

Wenn man im Winter immer frischen Blumenkohl zur Hand haben möchte, lagert man ihn am besten im Keller. Am längsten halten die Köpfe, wenn man sie mit den Wurzeln ausgräbt, die oberen Blätter entfernt und in eine Kiste mit feuchtem, gereinigtem Sand setzt. Man muss regelmäßig die Kohlköpfe kontrollieren, verdorbene Exemplare, falls vorhanden, entfernen und den Sand leicht anfeuchten. In diesem Zustand behält das Gemüse sein ursprüngliches Aussehen für 5-6 Monate.

Blumenkohl

Andere Lagervarianten sind ebenfalls zulässig, aber bei ihrer Anwendung ist der Kohl kürzer haltbar:

  1. In einer Hüllschicht aus Ton. Die Köpfe kann man mit flüssigem Ton bestreichen und trocknen lassen. Der Kohl muss vollständig mit der Tonmasse bedeckt sein. Nach dem Trocknen des Tons werden die Köpfe mit einem kleinen Abstand auf Regalen ausgelegt. In den nächsten 4 Monaten muss man sich um die Sicherheit der Ernte keine Sorgen machen. Vor der Verwendung muss das Gemüse gründlich gewaschen werden.
  2. In Kisten. Das Behältnis wird mit Köpfen gefüllt, die in Papier oder Frischhaltefolie eingewickelt sind. Zwischen den Köpfen wird ein kleiner Abstand für den freien Luftdurchlass gelassen. Wenn die Ernte groß ist, kann man den Kohl auch nicht einzeln einwickeln, sondern die Kiste mit Folie abdecken, um die Verdunstung von Feuchtigkeit zu verhindern.
  3. Aufgehängt. Diese Methode spart Platz im Lagerraum für andere Gemüsesorten. Unter der Decke wird ein starkes Seil oder ein Draht gespannt, an dem die Blumenkohlköpfe in Nylonnetzen aufgehängt werden. Man kann den Kohl auch anders befestigen, indem man Fäden an die Strünke bindet. Die oberen Blätter müssen entfernt werden. Diese Methode ermöglicht es, das angebaute Produkt einen Monat lang aufzubewahren.

Der Keller ist ein geeigneter Ort zum Nachreifen der Köpfe. Wenn Frost einsetzt, der Kohl aber noch nicht reif ist, pflanzt man ihn in Behälter mit Erde um und gießt ihn weiter. Unter solchen Bedingungen wird das Gemüse nicht nur gelagert, sondern wächst auch weiter an Größe. Die Temperatur kann in diesem Fall etwas höher sein – von +4 °C bis +10 °C.

Im Kühlschrank

Um im Kühlschrank Platz zu sparen, kann man den Kohl vor der Lagerung in Röschen teilen, waschen, trocknen und in den Gemüsefach legen, portioniert in Beutel und mit Salz bestreut. Im oberen Teil der Beutel werden mit einem Zahnstocher einige Löcher für den Luftzugang gemacht.

Blumenkohl im Kühlschrank

Beim Einlagern ganzer Köpfe werden diese in Papier oder zwei Lagen Frischhaltefolie eingewickelt, nachdem man sie von den Deckblättern befreit hat. In dieser Form kann das Produkt in jedem Teil des Kühlschranks gelagert werden, aber es ist besser, ihm das untere Fach zuzuweisen, wo es kühler ist.

Da dieses Gemüse Feuchtigkeit gut speichern kann, bildet sich unter der Folie kein Kondenswasser, was bei der Lagerung ein wesentlicher Vorteil ist. Länger als 3 Wochen wird zarter Blumenkohl wahrscheinlich nicht einmal bei niedriger Temperatur im Kühlschrank haltbar sein. Das Gemüse wird regelmäßig herausgenommen und auf Verderb überprüft.

Im Gefrierschrank

Im Gefrierschrank kann Blumenkohl am längsten aufbewahrt werden. Bis zur nächsten Ernte verderben die Vorräte definitiv nicht. Die Köpfe können ganz oder in zerteilter Form gelagert werden. Auch die Verarbeitungsmethoden der einzelnen Röschen unterscheiden sich. Das Gemüse kann frisch oder nach vorherigem Blanchieren eingefroren werden.

Schritte des Blanchierens:

  • Bevor der Kohl einer Wärmebehandlung unterzogen wird, wird er gewaschen, von Blättern befreit und in Stücke geteilt. Die Größe der geteilten Röschen sollte für die spätere Zubereitung geeignet sein.
  • Dann wird das Gemüse in kochendes Wasser gegeben, man wartet das erneute Aufkochen ab und blanchiert es 3 Minuten lang.
  • Nach dem kurzen Kochen wird das Produkt in ein Sieb gegeben und unter kaltem Wasser abgespült.
  • Die blanchierten und abgekühlten Röschen werden auf ein Papiertuch gelegt und getrocknet, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen.

Gefrorener Blumenkohl

Den so vorbereiteten Kohl legt man in einer einzigen Schicht auf ein breites Tablett und stellt ihn zum Vorfrieren in den Gefrierschrank (wenn das Gemüse sofort eingefroren wird, verkleben die Röschen). Nach 20-30 Minuten gibt man die Gemüsevorbereitung in Plastikbehälter mit Deckel oder in Beutel.

Frisches Gemüse wird auf die gleiche Weise für das Einfrieren vorbereitet, wobei der Blanchierschritt entfällt. Der Vorteil moderner Kühlschränke besteht darin, dass man eine bestimmte Temperatur einstellen kann. Bei -18°C ist Blumenkohl maximal lange haltbar – bis zu 1 Jahr. Bei -12°C im Gefrierschrank verkürzt sich die Haltbarkeit auf 1,5 Monate.

Das Auftauen und anschließende erneute Einfrieren des Gemüses ist nicht zulässig. In diesem Fall verliert das Produkt alle seine Nährstoffe und Geschmackseigenschaften, wird matschig und weich. Das Gemüse aus dem Gefrierschrank gart schneller.

Der Geschmack des ordnungsgemäß gefrorenen und bei gleichbleibender Temperatur gelagerten Produkts bleibt erhalten. Sie kann für Kinder- und Diätkost verwendet werden, da beim Einfrieren der größte Teil der Vitamine erhalten bleibt. Der aus dem Gefrierschrank entnommene Kohl sollte noch am selben Tag zubereitet werden.

Mit welcher anderen Methode kann man Blumenkohl konservieren?

Blumenkohl gilt als Gemüse, das in Bezug auf die Lagerung anspruchsvoll ist. Neben den grundlegenden Methoden verwenden manche auch andere Optionen, damit die Ernte nicht verdirbt:

Auf dem Balkon

Wenn ein verglaster Balkon zur Verfügung steht, kann der Kohl nach der Ernte dorthin gebracht werden. In der Wohnung wird das Gemüse normalerweise in Kisten oder großen Kartons gelagert.

Blumenkohl in Kisten

Es ist zu bedenken, dass unter solchen Bedingungen eine stabile Temperatur nicht aufrechterhalten werden kann, da die Temperatur stark vom Wetter draußen abhängt. Folglich kann von einer langen Lagerdauer keine Rede sein. Die Haltbarkeit der Köpfe bleibt in diesem Fall höchstens 4 Wochen lang gut.

In getrockneter Form

Das Trocknen ist eine weniger verbreitete, aber dennoch genutzte Methode zur Konservierung des Blumenkohls. Man sollte sich vorab bewusst sein, dass sich der Geschmack des Gemüses dadurch merklich verändert. Die Vorbereitung des Produkts zum Trocknen erfolgt genauso wie zum Einfrieren.

Die gewaschenen und abgetrockneten Röschen werden auf einem Backblech ausgelegt und im Backofen bei leicht geöffneter Tür bei 60 °C etwa 4–5 Stunden getrocknet. Das Produkt wird in verschlossenen Gläsern ohne Lichteinfall aufbewahrt. Im Winter kann der Vorrat zu Gemüsesuppen und Eintöpfen hinzugefügt werden, kombiniert mit frischem Gemüse wie Zucchini, Kartoffeln, Auberginen und Tomaten.

Getrockneter Blumenkohl

Empfehlungen zur Lagerung von Blumenkohl

Da das Fruchtfleisch des Gemüses sehr zart ist, geht die Haltbarkeit bei Abweichungen von der optimalen Temperatur schnell verloren. Liegt die Temperatur unter 0 °C, frieren die Köpfe an. Bei Überschreitung der oberen Grenze (+5–6 °C) beginnt das Gemüse zu keimen. Deshalb lagert man Blumenkohl am besten an Orten mit stabiler Temperatur – im Kühlschrank, Gefrierschrank oder Keller.

Ganze Köpfe sollten einzeln verpackt werden (Folie, Papier). Die Röschen werden portionsweise in Beutel, Gläser oder Behälter abgefüllt. Die Köpfe dürfen sich nicht berühren, dann halten sie länger. Es wurde beobachtet, dass mit Stickstoff überdüngter Kohl schlecht lagert – das sollten auch Hobbygärtner beachten.

Für die Einlagerung sind nur Köpfe geeignet, von denen nach dem Waschen überschüssige Feuchtigkeit entfernt wurde. Das Gemüse hält sich länger in völliger Dunkelheit bei guter Belüftung. Wurde der Kohl bei Nebel oder Regen geerntet, werden die Köpfe unter einem Vordach ausgelegt und mit einem leichten Tuch zur Vortrocknung abgedeckt.

Unabhängig davon, welche Methode zur Konservierung von Blumenkohl gewählt wird, sollten die empfohlenen Lagerzeiten nicht überschritten werden. Der Geschmack des Gemüses verschlechtert sich dadurch merklich, und die Röschen werden bitter. Erste Anzeichen für Verderb sind dunkle Flecken auf der Oberfläche des Kopfes oder eine deutliche Gelbfärbung. Verdorbener Kohl sollte nicht gegessen werden, da er weder Genuss noch Nutzen bringt.

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