Besonderheiten der Reinigung des Backofens mit Dampf
Die Reinigung des Backofens zu Hause von Fett und anderen Verschmutzungen ist wohl ein eher unangenehmer Vorgang. Fett setzt sich beim Kochen an den Innenflächen fest, sodass diejenigen, die gerne häufig kochen, diesem Problem leider nicht entgehen können. Damit das Gerät länger hält und sein ideales Aussehen bewahrt, muss dieses Fett regelmäßig entfernt werden.
Die Reinigung mit Dampf, auch Hydrolyse-Reinigung genannt, ist eine einfache Methode, um Fett von den Innenwänden des Backofens zu entfernen, ohne auf aggressive Haushaltschemikalien zurückzugreifen. Man sollte jedoch wissen, dass diese Methode keine vollständige Reinigung von Fett garantiert. Starke Verschmutzungen können dennoch zurückbleiben. Die Dampfreinigung erleichtert lediglich die anschließende Reinigung.
Was ist eine Hydrolyse-Reinigung? „Hydro“ deutet darauf hin, dass bei dieser Methode Wasser verwendet wird. Um ein Haushaltsgerät auf diese Weise zu reinigen, gießt man tatsächlich Wasser mit einer geringen Menge eines Reinigungsmittels in das Backblech. Anschließend wird die Gerätetür geschlossen und die Temperatur auf 90-190 Grad Celsius eingestellt. Das Wasser beginnt zu verdampfen und wirkt auf die Fettablagerungen ein. Es wird empfohlen, Dampf zu verwenden, wenn die Verschmutzungen im Backofen noch nicht eingetrocknet sind.
Tipp
Das dem Wasser zugesetzte Reinigungsmittel erleichtert die Entfernung des Fetts von den Wänden.

Backöfen mit integrierter Dampfreinigungsfunktion
Einige Backöfen, zum Beispiel von Samsung, verfügen über eine spezielle Funktion „Reinigung mit Dampf“. Was bedeutet das? Mit ihrer Hilfe wird der Schmutz auf ähnliche Weise entfernt.
- Zuerst werden alle im Haushaltsgerät befindlichen Küchenutensilien entnommen.
- Dann werden etwa 400 ml Wasser auf den Boden des Backofens gegossen. Anschließend muss die Tür fest verschlossen werden.
- Die Funktion „Reinigung mit Dampf“ wird aktiviert.
- Das Gerät meldet das Ende der Reinigung dem Besitzer mit einem akustischen Signal. Nachdem dieses ertönt ist, kann der Ausschaltmodus eingestellt werden, um den Vorgang zu beenden.
- Nach Abschluss aller Schritte werden die Innenflächen des Backofens mit einem Tuch abgewischt. Wenn sich noch Wasser auf dem Boden befindet, kann es mit einem porösen Schwamm entfernt werden.
- Man kann die Tür für 15° geöffnet lassen, damit der Zahnschmelz vollständig trocknet.
Besitzer von Backöfen mit der Funktion „Reinigung mit Dampf“ sollten auch einige Regeln beachten.
- Beim Öffnen der Tür des Haushaltsgeräts ist Vorsicht geboten: Das auf dem Boden des Backofens verbliebene Wasser ist sehr heiß.
- Bei starker Verschmutzung des Backofens kann der Dampfreinigungsvorgang mehrfach wiederholt werden.
- Es wird nicht empfohlen, das Wasser über Nacht im Backofen zu lassen.
- Bei starker Verschmutzung kann dem Wasser ein Reinigungsmittel zugesetzt werden.
Bei Haushaltsgeräten mit Hydrolyse gibt es einige Besonderheiten. So wird empfohlen, die Reinigung mit Dampf nicht regelmäßig anzuwenden. Hydrolyse in Kombination mit Reinigungsmitteln kann zur Korrosion im Inneren des Backofens führen. Einige Hersteller solcher Geräte verwenden jedoch bei der Herstellung ihrer Haushaltsgeräte eine Emaille, die beständig gegen Laugen und Säuren ist.
Einige Modelle dieser Geräte verfügen über spezielle elektronische Programme, die die Einwirkzeit des Dampfes regulieren. Bei manchen Haushaltsgeräten empfiehlt der Hersteller, für die Hydrolyse anstelle von Wasser eine spezielle Reinigungslösung zu verwenden. Wie beim Wasser muss auch damit ein Behälter gefüllt und der Backofen eingeschaltet werden. Modelle mit dem Cleaning-System erfordern die Verwendung spezieller Sprays. Sie ersetzen die Wirkung des Dampfes. Haushaltsgeräte mit dem Aqua-Clean-System benötigen für die Hydrolyse-Reinigung nur einen halben Liter einfaches Wasser und 50 Grad Celsius. Bereits nach einer halben Stunde ist die Innenfläche solcher Backöfen von Verschmutzungen befreit.
Interessante Tatsache: Auf dieselbe Weise kann auch das Innere einer Mikrowelle gereinigt werden. Es reicht aus, Wasser in eine Schüssel zu gießen und es einige Minuten lang zu erhitzen.
Bei einigen Backofenmodellen mit Hydrolyse wird das Wasser nicht in das Backblech, sondern in eine runde Vertiefung gegossen, die speziell für diesen Zweck vorgesehen ist.
Welche weiteren Lösungen zur Reinigung des Backofens gibt es?
Die einfachste Methode zur Reinigung des Backofens ist der Kauf von speziell dafür bestimmten Haushaltsreinigern. Reinigungsmittel für Backöfen sind in den Abteilungen für Haushaltsreiniger in Geschäften erhältlich. Die Kosten für solche Mittel sind in der Regel gering, und eine Flasche reicht lange aus. Bei der Reinigung mit dieser Methode ist zu beachten, dass jede Verschmutzung besser entfernt wird, wenn sie vorher mit Wasser benetzt wird. Ein Nachteil der Verwendung solcher Mittel ist ihre zu aggressive Wirkung auf die Innenfläche des Backofens. In einigen Fällen kann die Haushaltschemikalie die Emaille beschädigen.
In manchen Küchenbacköfen wird eine spezielle selbstreinigende Emaille verwendet. An einer solchen Beschichtung haften Fettablagerungen praktisch nicht an. Und sollte doch einmal etwas anbrennen, lassen sich die Verschmutzungen leicht mit einem feuchten Tuch ohne den Einsatz von Haushaltsreinigern entfernen. In der Regel enthalten die Poren einer solchen Emaille Katalysatorpartikel. Dies fördert den Zersetzungsprozess von Fetten. Diese Reinigungsmethode wird als katalytisch bezeichnet. Sie gilt als Niedertemperaturverfahren, da sie bei einer Erhitzung des Backofens auf 140 bis 200 Grad Celsius erfolgt. Um die Effektivität dieser Methode zu erhöhen, empfehlen die Hersteller, in Geräte mit einem solchen Reinigungssystem zusätzlich einen Filter einzubauen, der Fett absorbiert.
Eine weitere Methode zur Reinigung des Haushaltsgeräts ist die Pyrolyse. Bei der pyrolytischen Reinigung werden alle Speisereste und Fette restlos verbrannt. Dies ist jedoch gleichzeitig die schonungsloseste Reinigungsmethode. Nach der Anwendung bleibt im Garraum des Backofens nur noch Asche zurück. Bei der Pyrolyse werden Speisen und Fett im Backofen bei hohen Temperaturen verbrannt. Gleichzeitig wird die Backofentür während des Vorgangs verriegelt, sodass sie sich nicht einmal einen Spalt breit öffnen lässt. Bei hohen Temperaturen wird das Haushaltsgerät enormen Belastungen ausgesetzt. Solche Geräte werden von den Herstellern Bosch, Gaggenau und anderen angeboten. Sie verfügen über ein mehrstufiges Pyrolysesystem. Einige Verschmutzungen, wie zum Beispiel Speisereste, können bereits bei 200–300 Grad Celsius verbrannt werden, weshalb das mehrstufige System entwickelt wurde. Es ermöglicht, während des Reinigungsvorgangs Energie zu sparen.
Welche Backofenreinigung ist besser – katalytisch, pyrolytisch oder mit Dampf?
Jede Reinigungsmethode hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Betrachten wir sie einzeln.
Die katalytische Reinigung kommt sowohl in Gas- als auch in Elektrobacköfen vor. Bei dieser Methode wird das Fett bereits während des Garvorgangs entfernt, sodass keine zusätzlichen Stromkosten anfallen. Diese Art der Reinigung erfordert praktisch keine Überwachung durch den Benutzer. Allerdings nutzen sich die katalytischen Paneele mit der Zeit ab und müssen ausgetauscht werden. Zudem sind Backöfen mit dieser Ausstattung nicht gerade preiswert. Die selbstreinigende Emaille bedeckt nicht alle Oberflächen des Backofens, sodass bestimmte Elemente dennoch von Hand gereinigt werden müssen.
Die Hydrolyse-Reinigung erfolgt bei niedrigen Temperaturen. Für ihre Durchführung sind keine hohen finanziellen Ausgaben erforderlich. Diese Methode benötigt keinen hohen Energieverbrauch. Der größte Nachteil dieser Methode besteht darin, dass sie nicht alle Verschmutzungen beseitigt. Der Reinigungstyp Hydrolyse ist eher eine unterstützende Methode vor dem eigentlichen Spülen des Backofens. Wenn jedoch Speisereste und Fett an den Innenwänden des Backofens nicht angetrocknet, sondern noch aufgeweicht sind, ist diese Reinigung durchaus effektiv.
Bei der pyrolytischen Reinigung muss der Backofen nicht in seine Einzelteile zerlegt werden. Es ist nicht erforderlich, das Backblech herauszunehmen. Die Reinigung durch Pyrolyse ist die effektivste Methode zur Beseitigung von Verschmutzungen. In Backöfen, die diese Methode vorsehen, werden spezielle hochwertige Materialien verwendet, die hohen Temperaturen standhalten. Allerdings sind Backöfen mit Pyrolyse teurer als andere, und bei der Pyrolyse kann ein unangenehmer Brandgeruch entstehen. Auch können sich bei manchen Einbaubacköfen während dieses Vorgangs die Seitenwände stark erhitzen.
Jede Reinigungsmethode hat ihre Vor- und Nachteile. Die Reinigung des Backofens mit Dampf ist jedoch die zugänglichste und kostengünstigste Methode. Sie kann in praktisch jedem Backofen durchgeführt werden. Insgesamt erleichtert die Dampfreinigung die Pflege des Haushaltsgeräts. Sie kann sogar ohne zusätzliche Reinigungsmittel durchgeführt werden.

