Die 3 besten Methoden, ausgehärteten Zement für den Haushalt zu nutzen
Alter Zement ist kein Grund zur Sorge. Er kann immer noch verwendet werden. Es gibt mindestens 3 Möglichkeiten, ihn zu nutzen.
Wie man alten Zement verwendet
Wenn von altem Zement die Rede ist, ist meist Zement gemeint, der zu Stein geworden ist. Auf den ersten Blick scheint er hoffnungslos. Damit kann man nicht nur keinen Mörtel anrühren, sondern ihn sogar nur schwer zur Deponie bringen. Manchmal wird geraten, den versteinerten Zement zu Pulver zu zerkleinern und für seinen eigentlichen Zweck zu verwenden. Leider haben solche Ratschläge wenig mit der Realität zu tun.

Eine Substanz, die so hart wie Stein ist, ist kein Zement mehr.
Durch Feuchtigkeit und Kohlendioxid in einem offenen Sack findet eine chemische Hydratationsreaktion statt. Vereinfacht gesagt verbraucht das Material seine Bindekraft und wird zu Ballast oder Zementstein.
Beim Zerkleinern und Mahlen von Zementstein kehren die Bindungseigenschaften nicht zurück.
Dies gilt unter der Voraussetzung, dass es überhaupt gelingt, ihn zu zerkleinern und in ein gleichmäßiges Pulver zu verwandeln. Dies ist sehr schwierig. Der Stein ist schwer und hart. Ohne Vorschlaghammer geht es nicht. Man müsste stundenlang arbeiten, umgeben von einer Staubwolke.
Alle, die versucht haben, Zementstein zu mahlen, sind sich einig, dass dies eine 'Sisyphusarbeit' (eine qualvolle, ergebnislose Arbeit) ist.
Betonzuschlagstoff
Dennoch muss man sich nicht beeilen, den versteinerten Zement loszuwerden. Bekanntlich können Zuschlagstoffe in Betonmischungen bis zu 80 % des Volumens ausmachen. Sie helfen, den Verbrauch an Bindemitteln zu reduzieren und die erforderliche Steifigkeit zu erzeugen. Zementstein kann als Zuschlagstoff dienen.
Zerkleinern Sie den Stein mit Hammer und Meißel in Fraktionen. Mischen Sie den entstandenen Schotter im Verhältnis 1 zu 3 mit Kies, zerbrochenen Fliesen oder anderem Bauschutt.
Betonzuschlagstoff wird beim Bau von Schalungen und beim Gießen von Fundamenten 'auf dem Erdreich' nützlich sein. Im ersten Fall werden Fraktionen von 5-20 verwendet, im zweiten Fall von 20-40.
Unterbettung
Zerkleinerter versteinerter Zement ist nützlich beim Verlegen von Gehwegplatten, beim Gießen von Estrich, Betonwegen und beim Setzen von Bordsteinen. Alle diese Konstruktionen benötigen eine Unterbettung. Sie ermöglicht es, Setzungen zu reduzieren, den Boden der Ausgrabung zu ebnen, den punktuellen Druck zu verringern und Wasser abzuleiten. Außerdem verhindert die Unterbettung das Wachstum von Pflanzen, die in den tiefen Erdschichten 'schlafen'.
Mischen Sie 2 Teile Zementschotter und 4 Teile Kies (Schotter). Schütten Sie dies auf eine Sandschicht. Machen Sie darüber eine Sandaufschüttung.
Unterbettungen werden sorgfältig verdichtet und können aus verschiedenen Komponenten bestehen. Ein anschauliches Beispiel, wie eine Unterbettung für Gehwegplatten hergestellt wird:
Kleine Arbeiten: Pfosten, Ausbesserungen, Dekorationsbauten
Die dritte Möglichkeit, alten Zement zu verwenden, setzt voraus, dass er nicht versteinert, sondern nur verklumpt ist. In diesem Fall kann das Material leicht wieder in einen rieselfähigen Zustand versetzt werden.
Rollen Sie den Sack 2-5 Minuten lang über den Boden. Wenn die Hülle Löcher hat, können Sie ihn vorher in Folie einwickeln.
Wenn keine Hydratation stattgefunden hat, stellt sich die Rieselfähigkeit des Zements schnell wieder ein. Es kommt vor, dass er teilweise versteinert ist. In diesem Fall kann man ein Sieb verwenden, um den Zement vom Stein zu trennen.
Alter Zement ist weniger fest als neuer. Nach Ablauf des Verfallsdatums verliert er jeden Monat etwa 15% seiner Festigkeitsklasse. Beispielsweise wird ein Zement der Klasse 500 (auch wenn er rieselfähig ist) nach einem Jahr Lagerung zu einem Zement der Klasse 200.
Im Bauwesen sollte man ihn natürlich nicht für ernsthafte Bauwerke verwenden (Mauerwerk, Fundament für ein Haus). Für kleinere Arbeiten ist der Baustoff jedoch durchaus geeignet. Damit kann man:
- Pfosten im Gemüsebeet setzen;
- einen Gartenweg gießen;
- eine Fläche zum Wäschetrocknen gießen;
- dekorative Pflanzgefäße, Skulpturen für den Garten usw. herstellen.
Mischen Sie alten Zement im Verhältnis 1:1 mit frischem Zement. Dadurch erhöhen Sie seine Festigkeitsklasse.
Fragen und Antworten
Frage: Wie lange kann Zement gelagert werden?
Antwort: Zement hat eine kurze Haltbarkeit – 45 Tage für schnell erhärtenden und 60 Tage für andere Typen. Dabei wird die Frist nicht ab dem Kaufdatum, sondern ab dem Versand aus dem Werk gezählt.
Frage: Wie bewahrt man Zement bis zur nächsten Bausaison auf?
Antwort: Wickeln Sie ihn in Polyethylen ein oder füllen Sie ihn in dichte Kunststofffässer um und wickeln Sie die Öffnung mit Folie ein. Der Lagerort sollte trocken und relativ warm sein: Vorratskammer, trockener Schuppen, Garage, Sommerküche. Es wird auch empfohlen, den Sack nicht auf den Boden, sondern auf eine Palette oder eine andere Erhöhung zu stellen. Unter Einhaltung aller Bedingungen kann das Material 1-1,5 Jahre und länger gelagert werden. Eine Garantie für seine Aktivität gibt jedoch niemand.
Werfen Sie alten Zement nicht weg. Er kann auch nach vielen Jahren noch verwendet werden. Allerdings nicht für den vorgesehenen Zweck. Aus dem versteinerten Material wird ein hervorragender Schotter zur Befüllung von Beton, ein Untergrund für verschiedene Konstruktionen und Bauwerke. Und wenn er rieselfähig bleibt, kann man ihn für kleinere Arbeiten einsetzen!



