Wie zwei Frauen Möbel in der Wohnung verschieben können, ohne den Boden zu beschädigen und sich zu überheben
Wir Frauen sind ein erfinderisches Volk. Mit verschiedenen Kniffen können wir sogar den Nachbarn oder einen Passanten dazu bringen, die Möbel in der Wohnung zu verschieben. Und wenn sich kein Mann findet, stürmen wir selbst die Schränke, die unhebaren Sofas und Regale. Und sie bewegen sich nicht etwa durch heldenhafte Muskelkraft (woher sollte die bei zierlichen Mädchen kommen?), sondern mithilfe verschiedener Tricks.

Wie Sie mit zarten Frauenhänden Ihre Wohnung umgestalten
Ich beginne wohl mit der Vorgeschichte. Während des Studiums mieteten meine Freundin und ich eine Wohnung. Eine fremde Stadt, eine Wohnung voller Gerümpel, von Nachbarn nur ältere Damen. Aber selbst das war uns nach dem engen Studentenwohnheim willkommen. Wir wünschten uns eine eigene Ecke, gemütlich und heimelig. Dafür mussten wir den ganzen Müll rausräumen und alles völlig umstellen. Die Vermieter unterstützten uns voll und ganz. Allerdings nur moralisch. So nach dem Motto: ‚Macht mal, Mädels, ihr schafft das.‘
Voller Enthusiasmus machten wir uns an die Arbeit. Unerfahren, wie wir waren, versuchten wir, einen Schrank ohne jede Vorbereitung von einem Zimmer ins andere zu ziehen. Machen Sie das niemals nach! Der Bodenbelag reißt oder wird im besten Fall zerkratzt.
So geht es richtig:
- Erleichtern Sie die Last. Entfernen Sie den gesamten Inhalt aus den Möbeln. Dazu ist man oft zu bequem. Aber es ist besser, sich zu überwinden, als sich später Gedanken darüber zu machen, wie man die Kratzer im Boden beseitigt. Bei einem Schrank oder einer Kommode können Sie die Böden herausnehmen und die Schubladen entfernen. Diese sind recht schwer. Entfernen Sie auch unbedingt alle abnehmbaren Glaselemente (aus Sicherheitsgründen).
- Machen Sie den Weg frei. Zum Verschieben von Möbeln benötigt man keineswegs einen schmalen Pfad, sondern einen breiten, freien Durchgang. Die Möbel lassen sich nicht geradlinig bewegen, sondern müssen eher hin und her geschaukelt werden. Und wenn man sie auch noch drehen möchte… Kurzum, räumen Sie das Zimmer so gut wie möglich frei.
- Befeuchten und seifen Sie den Boden gründlich ein. Auf einem nassen, rutschigen Boden lassen sich schwere Möbel um ein Vielfaches leichter verschieben. Achten Sie aber darauf, selbst nicht auszurutschen und zu fallen.
- Schieben Sie ein nasses, seifiges Tuch unter die Möbel. Zu zweit funktioniert diese Strategie sehr gut: Eine Person zieht die Möbel auf dem Tuch hinter sich her, während die andere von der gegenüberliegenden Seite nachschiebt. Wichtig ist, nicht zu hetzen, damit die vordere Person nicht gequetscht wird. Wie man so schön sagt: Eile mit Weile.
Natürlich hatten wir die richtige Strategie nicht sofort parat. Anfangs gelang es uns tatsächlich, den Linoleumboden zu beschädigen. Aber danach lief alles wie geschmiert. Die Umgestaltung der Wohnung war von Scherzen und Lachen begleitet, nicht von ächzenden, stöhnenden Geräuschen.
7 Lifehacks zur Hilfe
Mit zunehmendem Alter habe ich gelernt, Möbel wie ein Virtuose durch die Wohnung zu schieben.
Die Hauptsache ist, den Möbeln das Gleiten zu ermöglichen und sie so leicht wie möglich zu machen.
Außerdem muss man verstehen, dass in diesem Fall der unerwartetste Gegenstand oder sogar ein Lebensmittel helfen kann. Zur Hilfe kommen:
- Speck. Den Tipp hat mir mein Großvater verraten. Er sagt, früher habe man Möbel nur so bewegt. Man braucht Schweineschwarte. Schneiden Sie sie vom Speck ab. Heben Sie die schweren Möbel an und legen Sie ein Stück Schwarte in passender Größe unter die Ecke oder die Füße (die noppige Seite zum Holz, die glatte Seite zum Boden). Stellen Sie sich auf die andere Seite und ziehen Sie.
- Kartoffelschalen. Eine originelle Methode. Sie hilft, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: das Mittagessen vorzubereiten und die Möbel zu verschieben, ohne den Boden zu beschädigen. Außerdem findet man in jedem Haushalt ein paar Kartoffeln. Waschen und schälen Sie sie. Befeuchten Sie die Schalen leicht mit Wasser, damit sie gleiten. Legen Sie sie unter die Möbel. Schieben Sie diese dorthin, wo sie hin sollen. Die Methode funktioniert nur mit leichten Kommoden, Waschmaschinen usw.
- Schmiermittel. Eine nicht allzu schwere Kommode kann man auch so umstellen: Markieren Sie den Bewegungsweg und bestreichen Sie die Spur mit etwas sehr Gleitfähigem. Zum Beispiel WD-40 oder einem Gleitmittel.
- Nylondeckel. Wenn die Möbel harte Füße haben, steigt das Risiko, den Boden zu zerkratzen. Man kann so vorgehen: Ziehen Sie weiche Nylondeckel über die Füße, und damit sie gleiten, bestreichen Sie die Unterseite großzügig mit Seife. Der Boden sollte dabei nass sein.
- Alte Jeans. Sie ersetzen einen Lappen hervorragend. Befeuchten Sie sie und reiben Sie sie mit Seife ein. Schieben Sie sie bis zur Mitte unter den Schrank oder ein anderes Möbelstück, sodass die Hosenbeine außen bleiben. Fertig. Eine Person schiebt das Möbelstück an, die andere zieht es auf der Jeans hinter sich her.
- Filz. Wenn Sie etwas aus Filz im Haus haben (Teppich, Filzstiefel, Hausschuhe), müssen Sie den Boden nicht nass machen und einseifen. Trockener Filz gleitet leicht auf Linoleum und Laminat, selbst wenn schwere Möbel darauf stehen.
- Ein langer runder Holzstab (Griff eines Wischmops). Geeignet für Kommoden, Schränke oder andere massive Möbel. Wichtig ist, dass er etwa so lang ist wie der Schrank. Eine Person neigt das Möbelstück zur Seite, die der Bewegungsrichtung entgegengesetzt ist. Die zweite Person rollt den Stab in den Spalt. Ein kleiner Schubs, und das Möbelstück bewegt sich. Wenn der Stab auf der gegenüberliegenden Seite herausrollt, muss der Vorgang wiederholt werden.
Ich habe all diese Methoden persönlich ausprobiert. Am besten gleiten Möbel auf Speck und Filz (abgesehen von der altbewährten Methode mit Lappen und Seife). Wenn man sie anheben und das Material darunterschieben kann, kommt man sogar ohne Partner aus.
Know-how beim Umstellen von Möbeln von Zimmer zu Zimmer
Vor etwa 3 Jahren bin ich auf AliExpress auf ein interessantes Teil gestoßen. Es heißt Möbeltransporter. Es gab einen guten Preisnachlass, und ich habe es bestellt. 4 Platten auf Rollen und ein Heber kosteten 6,50 €. Ich habe später das gleiche Set im Baumarkt Leroy Merlin für 11 € gesehen. Die Ware ist also nicht knapp. Aber die Preise sind überall unterschiedlich.
Der Transporter funktioniert so:
- Mit dem Heber heben Sie das Möbelstück auf eine Höhe von etwa 2 cm an (Höhe der Plattform mit Rollen).
- Schieben Sie die Plattformen weiter hinein, damit sie nicht herausrutschen.
- Heben Sie das Möbelstück auf der gegenüberliegenden Seite an und stellen Sie es auf die restlichen Plattformen.
- Transportieren Sie es ruhig. Die Rollen drehen sich in verschiedene Richtungen und laufen hervorragend auf Teppich, Fliesen, Linoleum, Laminat.
Seit dem Kauf benutze ich den Transporter immer, wenn ich etwas von einem Raum in einen anderen transportieren muss. Die Plattformen halten ein Gewicht von bis zu 100 kg aus. Daher nehme ich nicht einmal den Inhalt heraus. Kürzlich habe ich ein 60 kg schweres Fass auf der Datscha selbst gerollt. Aber es ist natürlich besser, wenn jemand beim Anheben eines hohen Schranks oder Ähnlichem Sicherung gibt. Außerdem rutschen die Plattformen manchmal heraus, wenn man Möbel transportiert. Darauf muss man achten.
Fassen wir zusammen. Möbel zu verschieben, ohne den Boden zu zerkratzen, ist möglich. Sogar zwei zierliche Frauen können diese Aufgabe bewältigen (aus eigener Erfahrung getestet). Man kann auf altbewährte Tricks zurückgreifen oder einen speziellen Transporter kaufen. Hier entscheidet jeder für sich selbst.




