Warum darf man keine Alufolie in die Mikrowelle legen, aber Fertiggerichte in Alufolie schon?
Die allgemeine Regel besagt, dass man Alufolie, Metallgeschirr und Teller oder Tassen mit metallisiertem Rand nicht hineinstellen darf. Und wer aus Vergesslichkeit anders handelte, sah Funkenentladungen und gefährliches Knistern. Warum werden dann Fertiggerichte für die Mikrowelle in Folienbehältern verkauft?
Warum fliegen Funken?
Alufolie, Stahl, Ränder auf Geschirr – all diese Materialien leiten Strom hervorragend und blockieren dabei die Mikrowellen, indem sie deren gesamte Leistung absorbieren.

Und wenn der Abstand zwischen den Farbpartikeln oder dem Geschirr und den Metallwänden der Mikrowellenkammer es nur zulässt, entsteht ein mikroskopischer oder deutlich sichtbarer Lichtbogen – ein Kurzschluss zwischen nahe beieinander liegenden Kontakten. Diese starke Entladung wird von einem Knistern begleitet. Und danach kommt es oft zu einer Explosion.
Darf man Alufolie in die Mikrowelle stellen?
Die Antwort lautet: Ja, aber so, dass die elektrische Leitfähigkeit minimiert wird. Es wird eine höhere Dichte und Gleichmäßigkeit des Materials sowie eine Perforation benötigt.
So funktioniert es:
- mehrere Löcher lassen Dampf nach außen entweichen – das Gericht wird besser erhitzt und das Geschirr wird nicht heiß;
- die gleiche Aufgabe erfüllt die offene Oberseite – der Deckel muss unbedingt entfernt werden;
- zwischen den Wänden und dem Geschirr müssen mindestens 2 cm Abstand sein, damit kein Lichtbogen entsteht;
- Volumen und Höhe des Geschirrs sollten gering sein (empfohlen wird nicht höher als 2,5 cm);
- zwei Folien- oder Metallbehälter darf man nicht in die Mikrowelle stellen – sie sind zu nah beieinander und es kann ein Lichtbogen entstehen.
Das Magazin sauberkeit.decorexpro.com empfiehlt, nur Geschirr und Verpackungen zu verwenden, die mit einem Zeichen versehen sind, das das Erhitzen in Mikrowellen erlaubt.
Tipp
Die Folie für Mikrowellen sollte hitzebeständig sein, sonst schmilzt sie und verunreinigt das Essen mit Aluminiumspuren.
Alle genannten Parameter erfüllen Behälter und Teller aus Folienfolie oder Papier – darin werden (nach amerikanischem Vorbild) Fertiggerichte zum Erwärmen oder Zubereiten mit Mikrowellen verkauft. Dieses Geschirr ist jedoch streng einmalig und darf nicht für das nächste Mal aufgehoben werden. In Haushaltswarengeschäften wird auch Folie in Rollen verkauft, die für Mikrowellenöfen geeignet ist – auf der Verpackung befindet sich ein entsprechender Hinweis.
Falls noch Zweifel bestehen
Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie nicht experimentieren. Eine ganze Reihe von Experimenten zeigt, dass eine Explosion von Alufolie in der Mikrowelle zu einem schwerwiegenden Schaden führt. Eine solche Reparatur ist so teuer, dass es einfacher ist, ein neues Gerät zu kaufen.
Wenn möglich, sollten Sie das Produkt in ein Geschirr umfüllen, das keine Zweifel aufkommen lässt. Wenn dies nicht machbar ist (z. B. eine Fertig-Lasagne zerfällt beim Versuch, sie zu bewegen), sollten Sie den Umluft- oder Grillmodus verwenden und die Mikrowellen ausschalten.
Bei älteren Modellen gibt es nur den Mikrowellenmodus – in diese dürfen Sie nur sicheres Geschirr stellen.
Wichtig
Legen Sie auf keinen Fall Metallklammern, Heftklammern, Nadeln oder Ähnliches in die Mikrowelle. Diese verursachen unweigerlich Funken.
So prüfen Sie, ob Geschirr für die Mikrowelle geeignet ist:
- Gießen Sie kaltes Wasser in ein facettiertes Glas und stellen Sie es in das Gerät, nahe am Rand des Drehtellers.
- Stellen Sie das zu prüfende Behältnis genau in die Mitte des Glasbodens.
- Schalten Sie das Gerät für 40 Sekunden auf volle Leistung ein.
- Das Geschirr sollte kalt bleiben, das Wasser jedoch warm werden.
Wird das Gefäß heiß, bedeutet dies, dass es die Mikrowellen abschirmt, anstatt sie ungehindert an die Speisen weiterzuleiten. In einem solchen Gefäß erwärmt sich das Essen langsamer und ungleichmäßig. Beispielsweise wird Kaffee in einer ungeeigneten Tasse nicht richtig aufgebrüht. Dabei ist eine microwave-friendly (mikrowellengeeignete) Tasse deutlich günstiger als eine elektrische Kaffeemaschine oder ein Espressogerät.
Experimente mit Ihrer Technik anzustellen, ist ein teures Vergnügen. Stellen Sie nur Geschirr in das Gerät, das das entsprechende microwave-friendly-Zeichen trägt, damit Ihr Gerät länger hält und die Speisen besser erwärmt werden.



