Ich habe den Haushaltsalltag satt – was tun bei der „Hausfrauenkrise“?
Jede Hausfrau fühlt sich von Zeit zu Zeit müde von der Hausarbeit. Es stellt sich Apathie und Unzufriedenheit ein. Das wirkt sich unweigerlich auf die Beziehungen in der Familie aus. Die „Hausfrauenkrise“ zu ignorieren, ist ein sinnloses Unterfangen. Sie sollten dem Problem ins Auge sehen und versuchen, es zu lösen.

Überdenken Sie Ihre Herangehensweise an den Haushalt
Auf Müdigkeit und Unzufriedenheit kann man unterschiedlich reagieren: wütend werden, sich beklagen, schimpfen, alles ertragen, sich zurückziehen. Aber üblicherweise bringt eine emotionale Reaktion kein positives Ergebnis. Man muss das Problem konstruktiv angehen. Wenn Sie der häuslichen Routine überdrüssig sind, machen Sie etwas falsch. Betrachten Sie Ihre Gefühle als Signal zum Handeln. Sie brauchen definitiv Veränderungen.
- Organisatorische Aspekte
Wenn Sie häufig und lange putzen müssen, ist Ihre Hausarbeit wahrscheinlich falsch organisiert.
Zum Beispiel sind Sie gezwungen, täglich den Boden zu wischen und den Teppich von Haaren zu reinigen. Diese Probleme können Sie auf andere Weise lösen. Verwenden Sie eine Fußmatte vor der Tür und eine Bürste zum Auskämmen des Tieres. Sie werden dann zehnmal weniger Zeit für die Reinigung aufwenden. Liegt Müll auf dem Boden? Stellen Sie in jedem Zimmer einen Korb auf. Herrscht Unordnung auf dem Schreibtisch und im Schrank? Legen Sie sich Ordnungssysteme zu, in denen jede Gruppe von Gegenständen ihr eigenes Fach hat.
- Hilfe von außen
In der Regel brennen diejenigen Hausfrauen schneller aus, die den gesamten Haushalt allein auf ihren Schultern tragen. Das sollten Sie nicht tun, besonders wenn Sie auch noch berufstätig sind. Verteilen Sie die Aufgaben unter den Familienmitgliedern. Kinder können durchaus den Müll rausbringen, Staub wischen und Blumen gießen, der Partner kann Lebensmittel einkaufen und nach dem Abendessen das Geschirr spülen. Und einige Männer kochen sogar hervorragend. Seien Sie nicht geizig und übertragen Sie einen Teil der Haushaltspflichten Ihren Angehörigen.
- Neue Technik
Moderne Technologien haben die Arbeit der Hausfrau erheblich erleichtert. Geschirrspüler, Waschmaschine, Saugroboter, Multikocher können die Arbeit für Sie erledigen. Ein Dampfbügeleisen erleichtert das Bügeln, ein Luftwascher reduziert die Staubmenge im Haus. Denken Sie über die Anschaffung neuer Geräte nach. Mit ihnen werden Sie weniger ermüden.
Nehmen Sie eine Auszeit
Das Leben rast mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit dahin, und die Menschen müssen zwangsläufig viele Dinge gleichzeitig schaffen. Arbeit, Kinder, Partner, Ordnung im Haus, Selbstpflege – heute lasten viele Pflichten auf einer Frau. Die Kräfte erschöpfen sich und können sich in der Hektik nicht erholen. Wie ein alter Computer hängt die Frau in Müdigkeit und Unzufriedenheit mit sich selbst fest. Sie müssen sich neu starten!
- Urlaub
Erinnern Sie sich: Wann haben Sie sich das letzte Mal richtig erholt? Sind Sie verreist? Haben Sie die Sonne und das sanfte Meer genossen? Sind Sie Skifahren gefahren? Haben Sie in einem Häuschen im Wald ausgespannt? Jeder Mensch muss sich ab und zu von der häuslichen Routine lösen und neue Kraft schöpfen. Nehmen Sie sich Urlaub und belohnen Sie sich für Ihre tägliche Arbeit. Das haben Sie verdient.
- Neue Emotionen
Wenn wir begeistert sind, erledigen sich die Hausarbeiten wie von selbst, wie im Automatismus. Sie werden die Routine nicht bemerken, wenn Ihre Gedanken mit etwas sehr Fesselndem beschäftigt sind. Suchen Sie sich ein neues Hobby. Versuchen Sie sich im Schießstand, einem Salsa-Kurs oder einem Tortenbackkurs. Schaffen Sie sich endlich einen Labrador oder eine Sphinx an. Tun Sie das, wovon Sie schon lange geträumt haben.
- „Nichtstun“
Gegen Apathie und Faulheit gibt es in der Psychologie eine besondere Technik. Sie müssen sich auf das Sofa legen und gar nichts tun – überhaupt nichts. Setzen Sie sich keine zeitliche Begrenzung. Entspannen Sie sich einfach und ruhen Sie sich aus. Dabei dürfen Sie absolut keine Tätigkeiten ausführen: Lesen, Fernsehen, Telefonieren. Alle Muskeln sollten entspannt sein.
Die meisten Menschen können das Experiment nicht länger als eine Stunde durchhalten. Erholung erscheint nur dann so begehrenswert, wenn man sie sich nicht leisten kann. Wenn sie aber da ist und Sie so viel davon nehmen können, wie Sie möchten, beginnt das Gehirn, Aktivität zu fordern. Und der Gedanke an die Notwendigkeit von Putzen und Waschen erscheint dann gar nicht mehr so lästig.
Verbinden Sie das Angenehme mit dem Nützlichen
Parallel zu den Hausarbeiten können und sollten Sie angenehme Emotionen bekommen. Es ist kein Geheimnis, dass Frauen mehrere Dinge gleichzeitig erledigen können.
Sie können Putzen und Kochen durchaus mit Ihren Lieblingsbeschäftigungen verbinden:
- schalten Sie Musik ein;
- plaudern Sie mit einer Freundin am Telefon;
- tragen Sie eine Maske auf Ihr Haar oder Gesicht auf;
- schalten Sie Ihre Lieblings-Show oder -Serie ein;
- hören Sie ein Hörbuch.
Tun Sie es jetzt!
Es gibt kein Wunderrezept gegen Müdigkeit. Jede Hausfrau überwindet die Krise auf ihre eigene Weise. Aber es gibt ein paar Methoden, um sich noch heute besser zu fühlen:
- Veranstalten Sie einen „Entlastungstag“. Widmen Sie einen Tag in der Woche ganz und gar der Erholung.
- Verwöhnen Sie sich mit etwas Leckerem. Bestellen Sie Pizza, Rollen, kaufen Sie eine leckere Torte oder Schokolade. Von leckerem Essen werden Glückshormone ausgeschüttet.
- Hören Sie auf, zu viel von sich zu verlangen. Sie können nicht in allem perfekt sein – das ist der direkte Weg zur Erschöpfung.
- Trennen Sie die Spreu vom Weizen. Wählen Sie die Hauptpunkte aus, die Sie erledigen: Böden einmal pro Woche wischen, Staub zweimal pro Woche wischen, einmal im Monat eine Grundreinigung durchführen. Das ist alles. Wischen und putzen Sie nicht jeden Tag hier und da.
Routine ist für Frauen kontraindiziert. Davon erlischt das Leuchten in den Augen, die Schultern sinken herab, das Lächeln verschwindet. Man muss die Hausarbeit mit Leichtigkeit und Freude erledigen. Wenn die Hausfrau mit sich und dem Leben im Allgemeinen zufrieden ist, sind es auch die anderen Familienmitglieder! Und es spielt keine Rolle, dass irgendwo hinter dem Sofa ein nicht weggeräumtes Papier liegt.





