Was ist der Unterschied zwischen Kaffeekocher und Kaffeemaschine und was ist besser?
Inhalt:
Wer sich für ein Gerät zur Kaffeezubereitung entscheidet, sollte wissen, worin sich ein Kaffeebereiter von einer Kaffeemaschine unterscheidet. Ein Kaffeebereiter ist oft ein einfaches Gerät oder sogar ein Gefäß zum Kaffeekochen. Darin wird ein aromatisches Getränk aus gemahlenen Bohnen zubereitet. Eine Kaffeemaschine ist im Grunde ein Automat zur Kaffeezubereitung. Das Gerät ist mit einer eingebauten Kaffeemühle ausgestattet. Die Maschine mahlt die Bohnen selbstständig und formt einen Kaffeepuck. Kaffeemaschinen sind häufiger mit einem automatischen Milchaufschäumer ausgestattet und verfügen über zahlreiche Zusatzfunktionen.

Wie unterscheidet man einen Kaffeebereiter von einer Kaffeemaschine?
Der Unterschied zwischen einem Kaffeebereiter und einer Kaffeemaschine liegt im Grad der Beteiligung bei der Zubereitung des belebenden Getränks. Beim ersten müssen Sie die Bohnen selbst mahlen oder ein bereits gemahlenes Produkt (Kapsel) verwenden. Außerdem müssen Sie den Cappuccino selbst zubereiten – die Milch aufschäumen und mit dem Espresso mischen. Bei einer Kaffeemaschine können alle diese Schritte von der Technik übernommen werden.
Kurz gefasst: Worin unterscheidet sich ein Kaffeebereiter von einer Kaffeemaschine:
- Kostet um ein Vielfaches, teilweise sogar um das Zehnfache weniger.
- Hat keine eingebaute Kaffeemühle. Arbeitet mit gemahlenem Rohstoff oder Kaffeepucks (Kapseln).
- Kompakt.
- Kann eine unterschiedliche Funktionalität haben – nur Kaffeezubereitung oder auch weitere Funktionen. Eine Kaffeemaschine ist immer funktional.
Der Unterschied zwischen den Geräten auf dem Foto:
Vergleich der Vor- und Nachteile in einer Tabelle:
| Kaffeebereiter | Kaffeemaschine | |
| Besondere Fähigkeiten für den Betrieb | erforderlich | nicht erforderlich |
| Verwendeter Rohstoff | gemahlener Kaffee oder Kaffeekapseln | Bohnen- und gemahlener Kaffee |
| Kaffeegeschmack | kann wässrig und wenig intensiv sein | intensiv, stark |
| Volumen | 0,3-0,7 l im Durchschnitt | ab 1,5 l |
| Durchschnittliche Zubereitungsgeschwindigkeit | 2 Tassen in 3-5 Minuten | 2 Portionen Espresso in weniger als einer Minute |
| Möglichkeit, Cappuccino zuzubereiten | nicht immer
Milchaufschäumer meist manuell |
Ja
im manuellen und automatischen Modus |
| Standardfunktionen (Minimum) | Kaffeezubereitung | Kaffeemühle mit verschiedenen Mahlgraden (ca. 13), Einstellung der Getränkestärke, Milchaufschäumer, verschiedene Rezepte |
| Zusätzliche Möglichkeiten | Milchaufschäumer, automatischer Milchaufschäumer, Timer, Selbstreinigung, automatische Warmhaltung, automatische Abschaltung, Einstellung des Stärkegrads | Möglichkeit der Arbeit mit gemahlenem Kaffee, Tassenwärmer, anpassbare Rezepte und Profile, mehrere Kaffeebehälter, Fernsteuerung u. a. |
| Preis | ab 30 € | 300-500 € im Durchschnitt |
Italiener, die sich mit Kaffee auskennen, versichern, dass es nicht einfach ist, einen echten Espresso zuzubereiten. Um einen erstklassigen Kaffeegeschmack zu erleben, muss die Bedingung der vier ‚M‘ erfüllt sein:
- Miscela – die richtige Mischung, die richtige Röstung.
- Macinazione – der richtige Mahlgrad.
- Macchina – eine gute Kaffeemaschine.
- Mano – eine erfahrene Barista-Hand.
Was ist ein Kaffeebereiter?
Kaffeekocher kamen viel früher auf den Markt als Kaffeevollautomaten. Das erste und einfachste Beispiel eines Kaffeekochers ist die türkische Kanne, der Ibrik.
Um in der türkischen Kanne einen schmackhaften Kaffee zuzubereiten, bedarf es beträchtlicher Erfahrung, Kenntnisse und ausreichend Zeit. Der moderne Mensch, der es morgens eilig hat zur Arbeit, kann es sich oft nicht leisten, über dem Ibrik zu 'meditieren', ihn mehrmals vom Herd zu nehmen und wieder aufzusetzen. Um das anregende Getränk schneller und einfacher zuzubereiten, begann man, allerlei Kaffeekocher zu erfinden.
Dabei wurde das Hauptgeheimnis der Zubereitung eines perfekten Kaffees zugrunde gelegt. Es liegt in der Extraktion der ätherischen Öle. Im Gegensatz zu wasserlöslichen Substanzen ist es nicht so einfach, diese aus dem Bohnenkaffee 'herauszupressen'. Damit möglichst viele aromatische Öle in die Tasse gelangen, muss das Wasser unter Druck mit dem Kaffeepulver interagieren.
Dazu muss das Wasser in einem speziellen, hermetisch verschlossenen Gefäß in einen dampfförmigen Zustand übergehen. Dann strömt es unter Druck durch das Kaffeepulver und nimmt das gesamte Spektrum an Geschmacks- und Duftstoffen in sich auf.
Grundsätzlich werden alle Geräte zur Kaffeezubereitung in Dampf- und Pumpenmodelle unterteilt (Steam-Espresso und Pump-Espresso). Die meisten Kaffeekocher gehören zum ersten, einfacheren Typ.
Der Dampfdruck in einem Dampf-Kaffeekocher beträgt standardmäßig 4-6 bar. Nach Meinung von Fachleuten reicht dies für die Zubereitung eines echten Espressos nicht aus. Auch die Brühtemperatur des Kaffeepulvers ist weit vom Ideal entfernt. Sie ist, so die Experten, zu hoch. Das Wasser zur Kaffeeextraktion sollte nahe am Siedepunkt sein, aber nicht kochen. Schließlich ist der dritte Nachteil solcher Kaffeekocher die zu lange Zubereitungszeit des Espressos aufgrund des niedrigen Drucks. Mehr als 3-4 Tassen Kaffee auf einmal lassen sich in diesen Geräten leider nicht zubereiten.
Mokka-Kanne (Geysir-Kanne)
Die erste Moka wurde 1933 von Luigi de Ponti patentiert. Der Kaffeekocher besteht aus zwei aufeinandergesetzten Behältern und ähnelt äußerlich einem Wasserkocher. Beim Erhitzen steigt das heiße Wasser aus dem unteren Tank durch ein Rohr nach oben, durchläuft die Kaffeeschicht und ergibt am Ausgang ein extrahiertes Getränk.
Kannenkaffeekocher gibt es für den Herd und als elektrische Modelle. Oft ist dies die günstigste Art von Kaffeekochern. Der Kaffee aus einem Kannenkaffeekocher wird mit einem in der türkischen Kanne zubereiteten Getränk verglichen.
Siebträger-Kaffeemaschine
Als bester Kaffeekocher gilt der Siebträger. Einige Modelle brühen ein wesentlich schmackhafteres Getränk als ein Kaffeevollautomat.
Allerdings kosten gute Siebträgerkaffeekocher (Pumpenmodelle) fast genauso viel wie Kaffeevollautomaten – ab 100 €. Der Name 'Siebträger' leitet sich von der speziellen Halterung ab, die mit Kaffeepulver befüllt wird – dem 'Siebträger' oder auch 'Holder'.
Der Siebträger ist in der Regel aus Stahl, massiv und mit einem Griff. Er sollte die Temperatur gut halten. So wird Espresso in einem Siebträgerkaffeekocher zubereitet:
- Die Kaffeebohnen werden durch eine separate Kaffeemühle gemahlen.
- Das Kaffeepulver wird in den Siebträger gegeben und gleichmäßig verdichtet, um einen Kaffeekuchen zu erhalten.
- Das Teil wird wieder in den Kaffeekocher eingesetzt und fest fixiert.
- Das Wasser durchströmt den Kaffeekuchen unter Druck und verwandelt sich in einen guten, schmackhaften Espresso.
Bei Siebträgermaschinen lassen sich Druck und Temperatur oft regulieren. Experten kommt dies zugute: So kann man Kaffee auf verschiedene Weise zubereiten und das Beste aus der Sorte herausholen. Der zweite Name für Siebträgermaschinen lautet Espressomaschinen.
Kapsel-Kaffeebereiter
Das Gerät arbeitet mit Kaffeekapseln, bei denen es sich um Kunststoff- oder Aluminiumbehälter mit gemahlenem Kaffee handelt. In den Kapseln bleibt das Produkt lange aromatisch, und die Portionen sind genau abgemessen. Beim Brühvorgang durchsticht die Kapselmaschine die Kapselhülle und lässt heißes Wasser mit einem Druck von 3,3 bis 19 bar hindurchströmen.
Kaffee aus einer Kapselmaschine schmeckt immer gut, doch für jedes Modell sind nur bestimmte Kapseln geeignet. Der Kauf von Verbrauchsmaterial ist oft problematisch (Kaffeekapseln werden nicht in einfachen Läden in der Nähe verkauft) und zudem nicht billig.
Filterkaffeemaschine
Als Erstes kamen Filterkaffeemaschinen auf den Markt. Heute erfreuen sie sich großer Beliebtheit bei denjenigen, die Kaffee in großen Mengen trinken und keine hohen Ansprüche an die Qualität des Getränks stellen.
In einer Filterkaffeemaschine können Sie im Durchschnitt 1 Liter Kaffee zubereiten, was für eine Familie mit 3–4 Personen oder eine Gästerunde ausreicht. Es gibt auch Modelle mit größerem Fassungsvermögen, die oft für das Büro gewählt werden.
Funktionsprinzip von Filterkaffeemaschinen:
- Das Wasser wird im Heizkessel erhitzt.
- Es steigt durch ein spezielles Rohr nach oben.
- Es passiert den Filter mit dem Kaffee und nimmt Aroma auf.
- Es tropft in den Behälter für das fertige Getränk.
Zu den Nachteilen von Filterkaffeemaschinen zählen der geringe Körper und die geringe Geschmacksqualität des Kaffees sowie die Notwendigkeit eines regelmäßigen Filterwechsels bzw. einer Filterreinigung.
Was ist eine Kaffeemaschine?
Unter einem „Kaffeevollautomaten“ versteht man meist ein automatisches System zur Kaffeezubereitung. Es übernimmt möglichst viele Arbeitsschritte. Der Vorgang beginnt mit dem Mahlen der Kaffeebohnen und endet mit dem Auswurf des verbrauchten Kaffeepucks in einen speziellen Behälter sowie der Selbstreinigung.
Alles, was ein Kaffeeliebhaber bei einem Kaffeevollautomaten tun muss, ist, die Maschine mit ganzen Bohnen zu befüllen, Wasser einzufüllen und auf „Start“ zu drücken.
Kaffeevollautomaten zählen zu den Pumpengeräten zur Kaffeezubereitung und sind mit einer elektromagnetischen Pumpe ausgestattet. Dadurch wird in dem Gerät ein maximal möglicher und gleichmäßiger Druck von bis zu 15–19 bar erreicht.
So wird der Kaffee im Kaffeevollautomaten zubereitet:
- Kaltes Wasser gelangt in den Heizkessel.
- Es erfolgt eine schnelle Erhitzung.
- Der Kaffee wird je nach gewünschter Stärke gemahlen und ein Kaffeepuck geformt.
- Heißes, fast kochendes Wasser wird unter hohem Druck durch den Kaffeepuck geleitet.
- Der Thermoblock in der Pumpe reguliert die Wassertemperatur und hält sie auf dem erforderlichen Niveau.
- Die Milch wird separat aufgeschäumt.
- Die Zutaten werden gemäß den Einstellungen gemischt.
Der Kaffeevollautomat ermöglicht es, Kaffee bester Qualität ohne jeglichen Aufwand zu erhalten. Professionelle Kaffeevollautomaten haben eine hohe Leistung und bereiten Getränke schnell zu, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Solche Geräte werden in Cafés, Restaurants und Büros aufgestellt.
Cappuccino-Kaffee
Alle Kaffeemaschinen sind mit einer Funktion zur Zubereitung von Cappuccino-Kaffee ausgestattet. Dabei handelt es sich um Espresso, der mit aufgeschäumter Milch mit einer schaumigen Kaffee-Milch-Haube vermischt wird. Das Gerät schäumt die Milch dank einer speziellen Dampfzufuhr zu einem festen Schaum auf. Der Dampf wird durch ein Röhrchen mit einem Aufsatz zugeführt. Dieses wird in die Milch getaucht und reichert sie mit Luft an, wodurch sie an Volumen zunimmt. Anschließend wird der Drehmodus aktiviert. Die Bläschen verteilen sich gleichmäßig in der Milch, ihre Konsistenz wird fest. Mit dieser Milch kann man komplexe Latte-Art-Kreationen anfertigen.
Das Gerät wird als Cappuccinatore bezeichnet. Der Cappuccinatore in der Kaffeemaschine kann die Milch für den Kaffee entweder automatisch (in einem speziellen Fach) oder in einem separaten Behälter aufschäumen.
Einstellung der Kaffeetemperatur
Die Wahl der richtigen Temperatur ist für die Entfaltung der Geschmacksqualitäten verschiedener Bohnensorten sehr wichtig:
- helle Kaffeebohnen sollten bei einer Temperatur von +93+95 Grad zubereitet werden;
- dunkle – bei einer Temperatur von +88+91 Grad;
- für Bohnen mit mittlerer Röstung wird eine Temperatur von +91+93 Grad eingestellt.
Bei zu schwacher Erhitzung kann das Getränk einen säuerlichen Geschmack bekommen, bei zu starker Erhitzung einen bitteren.
Fragen und Antworten
Warum ist eine Kaffeemaschine besser als ein Kaffeebereiter?
Der Zubereitungsprozess in einer Kaffeemaschine ist nahezu vollständig automatisiert. Man muss nicht ständig auf die Maschine achten. Sie schaltet sich selbstständig aus und bereitet Kaffee aus frisch gemahlenen Bohnen schnell und in hoher Qualität zu. Die Anschaffung einer Kaffeemaschine ist oft deutlich vorteilhafter als der Kauf eines guten Modells einer Siebträger-Kaffeekanne und einer hochwertigen Kaffeemühle. Der Espresso in der Kaffeemaschine ist aufgrund des höheren Drucks und der minimalen Brühzeit von besserer Qualität als in der Kaffeekanne.
Warum ist ein Kaffeebereiter besser als eine Kaffeemaschine?
Eine Kaffeekanne ist für jeden erschwinglich. Es gibt eine riesige Anzahl von Modellen: preiswerte für die Zubereitung von 1-2 Tassen Espresso, großzügige für 1-1,5 l Getränk, mit und ohne Cappuccinatore, mit Selbstreinigungsfunktion, Timer und weiteren Verbesserungen.
Man kann lange darüber diskutieren, worin der Unterschied zwischen einer Kaffeekanne und einer Kaffeemaschine besteht, und was besser ist. Es gibt viele verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Funktionsumfängen und eigenen technischen Feinheiten. Eine moderne Kaffeekanne steht funktional oft einer Kaffeemaschine in nichts nach. Mit der Entwicklung der Technologie verschwindet die Grenze zwischen den beiden Gerätetypen. Kaffeekannen werden zu Kaffeemaschinen weiterentwickelt, und die Wahl zwischen ihnen wird immer schwieriger. Um zu verstehen, was besser ist, muss man die Besonderheiten der Funktionsweise der Geräte kennen, seine eigenen Vorlieben, Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten berücksichtigen.








