Was ist besser: herkömmlicher Warmwasserbereiter oder Durchlauferhitzer? Vor- und Nachteile im Überblick.

Ein Warmwasserbereiter ist ein unverzichtbares Gerät in einem Privathaus und sogar in einer Wohnung, wo das warme Wasser im Sommer oder während der Reparatur der Wasserversorgung abgestellt wird. Diese Haushaltsgeräte bieten Komfort, und das ist für moderne Menschen sehr wichtig. Stellen Sie sich vor: Sie müssen kein Wasser erhitzen, um Ihre Haare oder Ihr Geschirr zu waschen, ein Kind zu baden oder selbst ein Bad zu nehmen. Die Kosten für Warmwasserbereiter sind nicht so hoch, aber sie erleichtern den Alltag und das Leben um ein Vielfaches. Es gibt nur eine Frage: Welcher Warmwasserbereiter ist besser: Durchlauferhitzer oder Speicher? Eine eindeutige Antwort kann man nicht geben, da alles von den Nutzungszwecken und anderen Faktoren abhängt. Damit werden wir uns befassen.

Was ist ein Durchlauferhitzer?

Ein Durchlauferhitzer hat zwei Besonderheiten, die auch seine Vorteile sind: Er erhitzt das Wasser sofort und ist dabei kompakt in der Größe. Dennoch empfehlen Experten, ein solches Gerät zum Beispiel für die Datscha zu kaufen. Dorthin, wo Menschen nicht ständig wohnen, sondern nur gelegentlich vorbeikommen.

Durchlauferhitzer

Ein Durchlauferhitzer an sich ist ein kleiner Behälter, in dem sich ein Heizelement befindet, das das durchfließende Wasser erhitzt und dann zum Wasserhahn leitet.

Es gibt zwei Arten von Durchlauferhitzern:

  • drucklose;
  • druckfeste.

Druckfeste Geräte arbeiten unter hohem Druck. Daher können sie sogar Mehrfamilienhäuser oder mehrstöckige Privathäuser mit Warmwasser versorgen.

Für drucklose Geräte ist kein hoher Druck erforderlich. Daher können mit ihnen nicht mehrere Benutzer gleichzeitig mit Wasser versorgt werden. Meistens werden sie in der Nähe der Dusche oder des Wasserhahns installiert. Manchmal ist an solchen Boilern bereits ein Wasserhahn angebracht.

Druckloser Durchlauferhitzer

Wichtig! Drucklose Geräte dürfen auf keinen Fall in Wasserversorgungssysteme mit erhöhtem Druck eingebaut werden. Unkenntnis dieser Tatsache ist eine häufige Ursache für den Ausfall des Boilers.

Der Durchlauferhitzer unterscheidet sich nach der Art des Heizelements. Es kann ein Heizelement oder eine unisolierte Spirale eingebaut sein.

Achtung! Wenn das Wasser im System hart ist, kann sich auf dem Heizelement Kalk ablagern, wodurch der Boiler kaputtgehen kann.

Außerdem wird der Durchlauferhitzer nach der Art der Steuerung unterteilt:

  • elektronisch;
  • hydraulisch.

Die erste Steuerungsart ist einfach und bequem. Sie müssen nur die Temperatur auf dem Display einstellen. Die zweite Art ist mechanisch. Sie müssen die Einstellungen selbst vornehmen, indem Sie den Schalter am Gehäuse des Geräts umlegen.

Was ist ein Speicherwassererwärmer?

Ein Speicher-Wassererwärmer ist ein autonomes Warmwasserversorgungssystem für das Haus, das mit Strom betrieben wird. Es besteht aus einem gut isolierten Tank, in dem sich ein oder zwei Heizstäbe befinden. Deren Arbeit wird von einem Thermostat geregelt.

In der Regel wird das Wasser in Speicher-Wassererwärmern auf bis zu 80 Grad erhitzt. Je größer der Tankinhalt in Litern ist, desto länger dauert der Heizvorgang.

Wichtig! In Privathäusern oder Wohnungen werden meist zwei Geräte installiert: ein Speichergerät für das Badezimmer mit etwa 50 bis 100 Litern, ein weiteres für die Küche zum Geschirrspülen mit etwa 10 bis 15 Litern. Anstelle des letzteren kann auch ein Durchlauferhitzer installiert sein.

Es wird angenommen, dass eine dreiköpfige Familie etwa 90 bis 130 Liter Wasser pro Tag verbraucht. Dabei ist der meistverkaufte Boiler der mit 50 Litern Fassungsvermögen. Diese Wassermenge reicht aus, damit 2 bis 3 Personen nacheinander duschen können. Für ein Vollbad oder eine größere Familie ist dies jedoch deutlich zu wenig.

Speicher-Wassererwärmer

Heute sind auf dem Markt Wasch- und Geschirrspülmaschinen erhältlich, die keine eigenen Heizelemente haben. Sie sind günstiger als vergleichbare Modelle. Für den ordnungsgemäßen Betrieb werden sie an Boiler angeschlossen. In diesem Fall ist zu beachten:

  1. Eine Geschirrspülmaschine verbraucht pro Arbeitsgang bis zu 30 Liter Wasser.
  2. Eine Waschmaschine verbraucht pro Arbeitsgang 20 bis 50 Liter Wasser.

Es gibt drei Arten von Boilern:

  1. Mit Titan-Tanks oder Tanks aus Edelstahl.
  2. Mit Kunststofftanks.
  3. Mit Tanks aus Glaskeramik oder Emaille.

Boiler mit Kunststofftanks sind die günstigste Option. Allerdings haben sie eine kurze Lebensdauer. Bei Erhitzung der Flüssigkeit auf Höchsttemperaturen verformt sich der Kunststoff.

Boiler mit Tanks aus Emaille oder Glaskeramik sind auf dem Markt weit verbreitet. Sie variieren im Preis, sowohl günstige als auch teure Modelle. Ihr größter Nachteil besteht darin, dass sich im Betrieb Mikrorisse auf ihrer Oberfläche bilden können. Um dies zu vermeiden, sollte die Flüssigkeit nicht auf Höchsttemperaturen erhitzt werden. Am besten erhitzt man das Wasser auf maximal 60 Grad.

Boiler mit Tanks aus Edelstahl oder Titan sind am langlebigsten. Sie sind jedoch auch teurer. Dafür sind sie weder anfällig für Korrosion noch für die Einwirkung hoher Temperaturen.

Darüber hinaus unterscheiden sich die Heizgeräte in ihrer Form. Sie sind rechteckig, rund, quadratisch oder flach.

Achtung! Besonders gefragt sind runde Geräte mit einem Fassungsvermögen von bis zu 30 Litern. Solche Geräte eignen sich ideal für den Einsatz in der Küche oder im Ferienhaus.

Worin besteht der Unterschied?

Der Unterschied zwischen einem Speicher- und einem Durchlauferhitzer ist offensichtlich:

Durchlauferhitzer Speicher-Wassererwärmer
Das Wasser wird sofort erhitzt Das Wasser wird über einen gewissen Zeitraum erhitzt
Hat kompakte Abmessungen Ist recht voluminös
Kann jede beliebige Flüssigkeitsmenge erhitzen Die erhitzte Flüssigkeitsmenge ist durch das Tankvolumen begrenzt
Arbeitet nur bei ausreichendem Wasserdruck einwandfrei Arbeitet bei jedem Wasserdruck einwandfrei
Mindestpreis – etwa 17 € für ein Gerät mit einer Leistung von 4,5 Litern pro Minute Die Mindestkosten liegen bei etwa 60 € für ein Gerät mit einem Volumen von 50 Litern.
Die Höchstkosten liegen bei etwa 200 €. Die Höchstkosten liegen bei etwa 350 € für einen Boiler mit einem Volumen von 80-150 Litern.

Die Unterschiede lassen sich auch besser erkennen, wenn man die Heizgeräte nach ihren Vor- und Nachteilen vergleicht:

Durchlauferhitzer Speicher-Wassererwärmer
Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile
Die Flüssigkeit wird schnell erhitzt. Das elektrische Leitungsnetz wird stark belastet; es muss neu und von hoher Qualität sein. Sie sparen Strom, da das Heizelement nach dem Erhitzen der Flüssigkeit auf eine bestimmte Temperatur abschaltet. Danach arbeitet das Gerät im Nachheizmodus. Das Erhitzen der Flüssigkeit dauert lange.
Es kann jede beliebige Menge Wasser erhitzt werden. Die Flüssigkeit kann nicht auf hohe Temperaturen, sondern nur auf bis zu 30 Grad erhitzt werden. Erhitzt Wasser auf 80-100 Grad. Das Gerät ist groß und kann daher nicht an jedem beliebigen Ort installiert werden.
Platzsparend Verbraucht viel Strom; es ist der Anschluss einer separaten Phase am Stromzähler erforderlich. Funktioniert bei jedem Druck. Der unterbrechungsfreie Betrieb des Geräts hängt von der Wasserqualität ab. Bei hartem Wasser muss das Wasser häufig gewechselt werden.
Das Wasser stagniert nicht. Jede Störung im Stromnetz führt auch zu einer Störung beim Erhitzen der Flüssigkeit. Wird an eine normale Steckdose angeschlossen. Um die Lebensdauer des Geräts zu verlängern, muss am Flüssigkeitseingang ein Filter installiert werden.
Ist günstig Der Wasserdruck beim Duschen ist etwas schwach. Leistung: 0,9-6 kW Der Tank muss regelmäßig innen von Kalkablagerungen gereinigt werden.
Kann direkt an den Wasserhahn angeschlossen werden. Ein druckloses Gerät kann nur an einen Wasserhahn angeschlossen werden. Große Auswahl an Tankvolumina.
Lässt sich einfach an der Wand oder an jeder beliebigen Trennwand montieren. Verfügt über ein Schutzsystem, das das Gerät vor Überhitzung schützt.

Was ist besser zu wählen

Zusammenfassend unterscheidet sich der Durchlauferhitzer in vielerlei Hinsicht vom Speicherheizgerät. Bevor Sie ein Gerät kaufen, sollten Sie verstehen, welcher Heizertyp für welche Situation geeignet ist:

  1. Ein Speicherboiler kann nur in einem ausreichend großen Raum installiert werden, da er von der Größe her groß ist. Die Wand muss dabei fest und stabil sein.
  2. Die Anzahl der Familienmitglieder muss berücksichtigt werden. So ist ein Durchlaufgerät besser für ein Wochenendhaus geeignet, also für einen Ort, an dem nicht unbedingt regelmäßig geduscht wird, aber viel heißes Wasser, z. B. zum Geschirrspülen, benötigt werden kann. Für eine Wohnung oder ein Haus ist ein Speichergerät besser geeignet, mit dem man nicht nur duschen, sondern auch baden kann – und zwar regelmäßig.
  3. Wenn der Raum eine schlechte, alte und abgenutzte elektrische Verkabelung hat, kann dort ein Speicherheizgerät installiert werden. Es wird an eine normale Steckdose angeschlossen. Ein Durchlaufgerät hingegen erfordert eine neue, hochwertige Verkabelung.
  4. Eine Durchlaufkolonne eignet sich zum Erhitzen kleiner Flüssigkeitsmengen. Ein Boiler hingegen eignet sich für den Verbrauch großer Flüssigkeitsmengen (der Tank kann je nach Modell 30 bis 100 Liter Wasser fassen).

Boiler

Interessante Tatsache! Moderne Boiler verfügen über eine Funktion zum Erhitzen des Wassers zu einer bestimmten Zeit. Das ist sehr praktisch: Sie können die Zeit zum Erhitzen auf den Abend einstellen, um vor dem Schlafengehen ein Bad zu nehmen, oder auf den Morgen – zum Duschen. Tagsüber arbeitet das Gerät dann nicht und verbraucht keinen Strom.

Welcher Warmwasserbereiter ist sparsamer?

Es ist auch von großer Bedeutung, welches Gerät weniger Strom verbraucht. Durchlauferhitzer sind leistungsstärker als Speichergeräte. Dennoch sind sie günstiger als Boiler:

  1. Boiler funktionieren wie Thermokannen. Zunächst erhitzen sie die Flüssigkeit auf die gewünschte Temperatur und halten diesen Wert dann konstant aufrecht. Damit die Temperatur nicht abfällt, ist der Tank mit einer zusätzlichen Isolierschicht versehen. Trotzdem kühlt die Flüssigkeit recht schnell ab.
  2. Der Boiler heizt unabhängig davon, ob Warmwasser benötigt wird. Dabei wird selbstverständlich elektrische Energie verbraucht.
  3. Während die Kolonne die Flüssigkeit nur dann erhitzt, wenn sie verbraucht wird. Dadurch werden unnötige Stromkosten vermieden.

Es ist zu beachten, dass dies nur eine Theorie ist. Ein Echtzeitvergleich wurde nicht durchgeführt.

Wassererwärmer

Welches Gerät erfordert mehr Wartung?

Ein weiterer Vorteil für Kolonnen und ein Nachteil für Boiler betrifft den Wartungsbedarf. Einmal im Jahr müssen vorbeugende Arbeiten durchgeführt werden:

  1. Den Tank von innen spülen.
  2. Das Heizelement von Kalkablagerungen reinigen.
  3. Alle 2 Jahre die schützende Magnesiumanode ersetzen.
  4. Einmal pro Woche den Boiler auf Maximum erhitzen, um Bakterien in der Flüssigkeit abzutöten.

Achtung! Bei einem Boiler mit keramischem Heiztrockentyp ist keine Entkalkung erforderlich.

Bei guter Wasserqualität kann die Wartung alle 2-3 Jahre durchgeführt werden. Bei hartem Wasser jedoch mindestens einmal im Jahr.

Fazit

Bei der Auswahl eines Geräts sollte man auf die Nutzerbewertungen achten. Die Frage, was besser ist: Boiler oder Kolonne, lässt sich nicht pauschal beantworten. Für die Datscha oder Küche eignet sich eine Kolonne, sofern die Bedingungen und technischen Möglichkeiten für ihren Anschluss gegeben sind. Boiler eignen sich eher für den Einsatz in Wohnungen und Privathäusern. Allerdings verbrauchen sie mehr Energie, sind wesentlich voluminöser und auch teurer in der Anschaffung.

Um also zu verstehen, was besser ist: ein Wassererwärmer oder ein Durchlauferhitzer, muss man die individuellen Betriebsbedingungen des Geräts betrachten: wofür es benötigt wird, wo es aufgestellt werden soll und wie viele Personen es nutzen werden.

Kommentar hinterlassen

Reinigung

Flecken

Aufbewahrung