Zimmerpalme — Wie pflegt man einen Pandanus?
Viele Menschen richten sich zu Hause einen richtigen Wintergarten ein. Pflanzen erfreuen nicht nur durch ihr Aussehen, sondern sorgen auch für frische Luft und verbessern die Atmosphäre. Eine Palme wie der Pandanus erfordert eine geringe, aber regelmäßige Pflege. Selbst Anfänger kommen damit zurecht, müssen jedoch jeder Handlung die gebührende Aufmerksamkeit schenken.

Wesentliche Merkmale
Der Pandanus ist eine große Zierpflanze und gehört zu den Palmen. In der Natur kommt er in Afrika und Asien vor, viele seiner Varietäten gibt es auf Madagaskar. Das tropische Klima ist für diese Blume am attraktivsten, aber auch zu Hause lassen sich bestimmte Arten bequem ansiedeln.
Die meisten Pandanus — sehr große Palmen, nur einige von ihnen finden in einem Zimmer oder auf einem Balkon Platz, aber nichts spricht dagegen, einen exotischen grünen Mitbewohner in einem Gewächshaus oder einer Orangerie unterzubringen.
Pflanzenarten
Die häusliche Pflege hängt davon ab, welche Blume genau angeschafft werden soll. Es gibt mehrere Varianten, jede mit ihren eigenen Besonderheiten:
- Pandanus Veitchii. Dies ist ein Strauch. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Pflanze, die sich oft als Baum entwickelt, zeichnet er sich durch eine geringe Höhe aus. Mit der Krone erreicht er maximal eineinhalb Meter. Hauptsächlich wachsen die Blätter, die sich bis zu 90 Zentimeter ausdehnen und sich schön um den Stamm herum verzweigen. Der Veitchii bleibt stets leuchtend grün. An den Blatträndern befinden sich Dornen, und in ihrer Mitte weiße Streifen. Das Gesamtbild ist sehr elegant, was die Pflanze vorteilhaft hervorhebt.
- Pandanus utilis. Dies ist eine echte Palme, bis zu 20 m hoch, aber zu Hause überschreitet sie in der Regel nicht 3 Meter und wird durch die Deckenhöhe begrenzt. Die Blätter sind dunkelgrün und haben rote Dornen an den Rändern, sie sind aufrecht gerichtet und an der Basis fest aneinander gepresst. Die Blätter können eine Länge von bis zu 15 Metern erreichen.
- Pandanus Sanderi. Diese Palme ist viel kleiner als der Pandanus utilis, nahezu zwergwüchsig. Die Blätter des Sanderi sind nur 8 cm lang. In freier Wildbahn lebt die Pflanze auf dem Malaiischen Archipel. Oft wird sie wegen ihrer akzeptablen Größe zu Hause gehalten.
Bei der Auswahl einer bestimmten Blume müssen in erster Linie ihre Größe berücksichtigt werden. Man sollte im Voraus darauf vorbereitet sein, dass der Pandanus eine beträchtliche Fläche einnimmt und sowohl in die Höhe als auch in die Breite gut wächst. Am besten eignet er sich für eine Orangerie, einen Wintergarten oder zur Innenraumdekoration in einem großen Raum.
Besondere Pflege
Zu Hause benötigt diese Pflanze recht viel Aufmerksamkeit. Es ist unbedingt wichtig, Bedingungen zu schaffen, die den natürlichen möglichst nahekommen. Ein Hauptproblem ist oft die Beleuchtung. Die Blume benötigt im Winter eine helle Beleuchtung, während im Frühling und Sommer die natürlichen Strahlen zu grell für sie sind. Daher ist ein Standort mit indirektem Licht nötig. Optimal ist ein Ost- oder Südfenster bzw. eine entsprechende Seite des Hauses. Im Winter wird eine zusätzliche Beleuchtung mit Pflanzenleuchten eingesetzt. An der Südseite ist im Sommer eine Beschattung erforderlich. Im Garten oder Gewächshaus benötigt der Pandanus daher einen schattigen Nachbarn.
Die Palme kann auf den Balkon, ins Zimmer oder im Sommer auf die Veranda oder in den Gartenpavillon gestellt werden. Die Temperatur sollte nicht unter 12 Grad fallen, idealerweise liegt sie bei etwa 25 Grad.
Tipp
Das Magazin sauberkeit.decorexpro.com empfiehlt, die Pflanzenleuchte in einem Abstand von 70 cm von der Blume zu platzieren. Sie sollte jeden Tag für 8 Stunden eingeschaltet werden.
Für ein gleichmäßiges Wachstum muss die Palme regelmäßig mit verschiedenen Seiten zur Lichtquelle gedreht werden.
Auch beim Gießen gibt es einige Besonderheiten. Im Frühling und Sommer sollte etwa alle 2 Tage gegossen werden, sobald die obere Erdschicht etwas angetrocknet ist. Im Winter wird die Häufigkeit reduziert. Auf keinen Fall darf kaltes Wasser verwendet werden. Das Wasser sollte abgestanden und von Zimmertemperatur sein. Meist lässt man das Wasser für eine halbe Stunde im Untersetzer stehen und gießt es dann gut ab, da sonst die Wurzeln zu faulen beginnen.
Im Frühling und Sommer ist eine zusätzliche Düngung erforderlich. Üblich sind Mineraldünger. Die Düngung sollte zweimal im Monat wiederholt werden. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Prozedur im Herbst und Winter nicht durchgeführt wird.
Wenn die Blätter gelb werden
Krankheiten des Pandanus sind selten auf Schädlinge zurückzuführen, meist liegt die Ursache in einer Verletzung der Pflegerichtlinien. Warum werden die Blätter der Palme also gelb? Solche Zimmerpflanzen benötigen eine gute Beleuchtung. Wenn sich die Blattfarbe verändert hat, sollte man sofort an einen Mangel an Sonnenlicht denken. Stellen Sie den Topf näher ans Fenster oder schalten Sie die Lampen ein.
Ein wichtiger Punkt ist, ob die Blätter nur auf einer Seite oder gleichmäßig über die gesamte Krone gelb werden. Wenn die Farbe lokal verloren geht, muss die Pflanze wahrscheinlich mit der ‚grauen‘ Seite zur Sonne gedreht werden.
Eine ernsthafte Herausforderung stellen die Luftwurzeln dar. Sie erscheinen bei jedem Pandanus zwangsläufig. Da sie keinen Bodenschutz und keine ausreichende Feuchtigkeit von der Erde erhalten, müssen sie separat gepflegt werden. Am besten umhüllt man sie mit Moos und sorgt dafür, dass sie stets ausreichend feucht bleiben.
Umtopfen und Vermehrung
Der Pandanus wächst schnell, geradezu rasant. Daher müssen junge Palmen jedes Jahr umgetopft werden. Erwachsene Pflanzen können ausreichend alle 3 Jahre umgesetzt werden. Bei diesem Vorgang muss die Empfindlichkeit der Wurzeln berücksichtigt werden. Die Blume wird mittels Umsetzen (Ballentopf) umgetopft und anschließend mit frischer Erde bedeckt.
Tipp
Damit die Blätter während des Umsetzens nicht stören oder beschädigt werden, werden sie in der Regel oben zusammengebunden und nach Abschluss der Arbeit wieder losgebunden.
Die Vermehrung des Pandanus erfolgt auf verschiedene Weise:
- Samen,
- Stecklinge,
- Teilung des Busches.
Jede Variante wird auf ihre eigene Weise durchgeführt. Im ersten Fall ist es sehr wichtig, den Keimling zu erhalten. Deshalb wird er zunächst mit Glas oder Folie abgedeckt. Auch Lüften ist notwendig. Schon nach einem Monat erscheinen in der Regel die Keimlinge. Normalerweise werden die Samen in Gruppen gesät und nach der Bildung der ersten 2-3 Blätter getrennt. Dann kann der Sämling sich selbstständig im Topf entwickeln.
Für die Vermehrung durch Stecklinge ist es wichtig, den richtigen Trieb auszuwählen – er sollte aus den Seitenzweigen stammen und ausreichend lang sein, mindestens 20 cm. Die Schnittstellen werden mit Kohle bestreut und getrocknet. Dann werden sie in eine Mischung aus Torf und Sand zu gleichen Teilen gepflanzt. Ähnlich wie bei den Samen sollten sie mit Glas oder einer Tüte abgedeckt werden, um ein Mini-Gewächshaus zu schaffen. Es ist notwendig, die Setzlinge regelmäßig zu lüften und die Erde um sie herum aufzulockern. Normalerweise dauert die Bewurzelung etwa einen Monat, wenn ein spezieller Stimulator verwendet wird. Ohne diesen – bis zu 2 Monate.
Eine ausgewachsene Pflanze kann geteilt werden. Genauer gesagt wird die Tochterrosette von der Mutterpflanze getrennt, wenn sie 20 cm groß geworden ist und eigene Wurzeln gebildet hat. Um die Entwicklung des Wurzelsystems der Ableger zu fördern, sollte sie mit feuchtem Torfmoos (Sphagnum) umgeben werden.
Schädlinge
Parasiten sind bei Pandanus selten, können aber dennoch auftreten, zum Beispiel wenn sie von benachbarten Pflanzen überwandern. Es gibt einige Schädlinge, die am häufigsten Krankheiten bei Pandanus verursachen:
- Schildläuse. Symptom – Auftreten von braunen Schuppchen. Außerdem sind klebrige Ausscheidungen auf den Blättern zu bemerken. Die gesamte Pflanze muss gründlich mit Actellic oder Karbofos behandelt werden.
- Woll- oder Schmierläuse werden mit einem Wattebausch oder einer Bürste entfernt. Vorher wird dieser in Alkohol oder Seifenlösung getaucht. Zusätzlich sollte Tolkoks, Dikloksom oder Kokzgard hinzugefügt werden.
- Spinnmilben. Sie treten bei zu geringer Luftfeuchtigkeit auf. Auf den Blättern erscheinen Löcher, die allmählich miteinander verschmelzen. Ein gutes Mittel gegen die Schädlinge ist Actara. Außerdem muss die Luftfeuchtigkeit erhöht werden: Stellen Sie den Topf auf einen Untersetzer mit nassem Blähton.
Die Schraubenpalme, der Pandanus, zeichnet sich durch ein attraktives Aussehen aus, und wenn man dem Volksglauben Glauben schenkt, hat sie zudem eine besondere, positive Energie. Der Pandanus nimmt alle Negativität auf und hilft, sich zu beruhigen.
Die Palme ist recht pflegeleicht und anspruchslos. Am anspruchsvollsten ist sie nur bei der Beleuchtung und beim Umtopfen. Daher ist sie hervorragend geeignet für diejenigen, die gerade erst die Kunst der Pflanzenpflege erlernen, oder für Vielreisende. Der Pandanus wächst schnell und verwandelt sich bald in einen schönen Baum oder einen effektvollen Topfstrauch mit sattgrünen Blättern, der jeden Raum schmücken kann.





