Wie macht man aus altem Tüll ein hübsches Küchentuch und einige Bastelarbeiten im Provence-Stil?
Ich habe meine Schränke durchforstet und einen alten Spitzenvorhang gefunden. In der Küche kann ich ihn nicht aufhängen – hier und da ist er verzogen, und an manchen Stellen sind sogar Löcher. Wegwerfen wäre auch schade. Also habe ich beschlossen, aus dem alten Tüll etwas Nützliches für das Zuhause zu machen. Er soll noch ein bisschen dienen und mich mit seiner Schönheit erfreuen.

Ein hübsches Tuch aus Tüll, selbst gemacht
Seit über einem Jahr benutze ich keine Schaumstoffschwämme mehr in der Küche. Sie werden schnell unbrauchbar und bringen wenig. Ich nehme Netzschwämme, die gefallen mir besser. Ich habe mir überlegt, aus altem Tüll etwas Ähnliches wie einen Schwamm zu machen.
- Variante Nr. 1. Ich schnitt einen Streifen Tüll (den abgenutztesten Teil) von etwa 15 mal 50 cm ab. Dann schnitt ich einen Kreis mit 20 cm Durchmesser aus. Ich nahm Nadel und kräftigen Faden und nähte ihn im Kreis. Ich zog ihn leicht zusammen. Dann steckte ich das erste Stoffstück hinein. Ich zog es fest, machte einen Knoten und schnitt den Faden ab. Entstanden ist genau so ein Netz, wie man es im Laden kaufen kann. Nur um ein Vielfaches schöner.
- Variante Nr. 2. Bei meiner zweiten Bastelei wollte ich nicht nur vom alten Tüll profitieren, sondern auch von den Resten meiner Toilettenseife. Ich schnitt ein Quadrat von 30 mal 30 cm aus. Ich faltete es einmal. Ich nähte die Kanten zusammen und ließ eine Öffnung von 5 cm. Durch diese füllte ich die 'Tasche' mit Seifenresten. Ich band sie in der Mitte mit einer Kordel so zusammen, dass die Seifenreste auf der gegenüberliegenden Seite der Öffnung waren. Ich machte eine Schlaufe (verknotete die Enden der Kordel). Es sah ungefähr so aus:
Es stellte sich heraus, dass alter Tüll hervorragend Schaum schlägt. Das Geschirr lässt sich gut reinigen. Die hübschen Tücher sind eine Augenweide. Ich benutze sie seit 2 Wochen, und sie sehen aus, als hätte ich sie gestern gemacht. Sie trocknen auch sehr schnell. Ich bin vollkommen zufrieden damit.
4 einfache Bastelarbeiten
Natürlich blieb ich nicht bei den Küchentüchern stehen. Die Reste des alten Tülls sahen einfach zu trostlos aus. Es war noch viel Stoff übrig. Ich begann zu überlegen, was ich nähen könnte. Es reichte für 4 Bastelarbeiten.
Untersetzer für Heißes
Die erste Idee, die mir ins Auge fiel, waren niedliche, elegante Untersetzer für Teetassen.
Auf dem Foto befindet sich im Inneren des Spitzenstoffs Glas. Ich hatte keine runden Glasstücke. Aber Plastikflaschen hatte ich reichlich. Hier ist, wie ich sie verwendete:
- Ich schnitt aus den quadratischen Seitenwänden der Plastikflasche Kreise mit 15 cm Durchmesser aus. Ich bekam 6 Stück.
- Ich schnitt 6 Kreise aus Tüll mit 17 cm Durchmesser aus.
- Ich bezog die Kreise mit Tüll und klebte die Ränder auf der Rückseite mit Heißkleber fest.
- So alle 6 Stück.
- Ich klebte jeweils 2 Kreise mit der unschönen Seite nach innen zusammen.
Ich bekam 3 ordentliche Spitzenuntersetzer. Einen heißen Topf kann man nicht darauf stellen, aber für Tassen und Teller ist es genau richtig.
Tasche für Besteck
Vor ein paar Jahren haben wir die Hochzeit meiner Schwester in einem eleganten, teuren Restaurant gefeiert. Sehr in Erinnerung geblieben sind mir die Bestecke in individuellen Taschen-Umschlägen. Sie waren aus Jute und Spitze gefertigt. Das sah unglaublich schön und stilvoll aus.
Nachdem ich den Tüll gefunden hatte, musste ich einfach so ein Wunderwerk mit meinen eigenen Händen nachmachen:
- Als erstes habe ich einen alten Kartoffelsack gewaschen. Aus Angst, ihn zu ruinieren, habe ich ihn von Hand in leicht warmem Seifenwasser gewaschen. Getrocknet und gebügelt.
- Mit Seife habe ich 3 Rechtecke von 10 x 41 cm aufgezeichnet und vorsichtig ausgeschnitten.
- Die Kanten habe ich mit PVA-Kleber behandelt (damit sie nicht ausfransen).
- Die lange Kante habe ich 12 cm umgeschlagen und an den Seiten zusammengenäht.
- Aus altem Tüll habe ich einen Streifen von 10 x 5 cm mit einem schönen Muster ausgeschnitten.
- Ich habe ihn mittig auf die entstandene Tasche genäht.
- Durch eine Naht habe ich die Tasche der Länge nach in zwei Teile geteilt.
- Ganz am Rand habe ich einen Knopf angenäht.
- An der freien Kante der Jute habe ich eine Schlaufe aus Faden gemacht.
- Und so alle drei Taschen.
Es ist ganz gut geworden. Die Bestecktasche wird verschlossen. Man kann eine Gabel und einen Löffel oder eine Gabel und ein Messer hineinlegen. Sie harmoniert hervorragend mit den Spitzenuntersetzern.
Dekorative Kissen
Alte Spitzen habe ich immer mit meiner Kindheit verbunden. Ich erinnere mich, wie meine Großmutter sorgfältig das Bett gemacht, dann die Kissen zu einem Stapel aufgeschichtet und diesen dreieckigen Turm mit Spitzen bedeckt hat.
Um diese schönen Erinnerungen festzuhalten, kam ich auf die Idee, Spitzenmuster auf kleine dekorative Kissen zu nähen. Nun ja, dekorativ – sie waren einfach aus Velours genäht. Normale einfarbige Kissen, die ungenutzt im Schrank verstaubten (sie waren für eine Sitzbank in der Küche gekauft worden, hatten sich aber aufgrund ihres schlichten Aussehens nicht durchgesetzt).
Kurzum, ich habe Folgendes gemacht:
- Mit einer Schere habe ich ein Muster aus altem Tüll ausgeschnitten. Bei mir waren das prächtige Blumen.
- Die Kanten der Zuschnitte habe ich mit PVA-Kleber bestrichen.
- Ich habe sie nach meinem Geschmack auf den Kissen angeordnet.
- Mit einem Heftstich angenäht.
Niemand wird auf den Kissen schlafen, daher reicht der Heftstich völlig aus. Wenn es Zeit wird, die Kissen zu waschen, kann man die Applikation auftrennen. Übrigens habe ich erst kürzlich erfahren, wie der Stil mit Spitze heißt, der mir so gefällt – „Provence“.
Spitzenvase
Aus meinem Set ist ein einzelnes, langes Glas übrig geblieben. Die anderen sind alle zerbrochen. Wenn es im Haus an Vasen mangelte, habe ich es oft für kleine Blumensträuße benutzt.
„Warum also nicht das Glas in eine richtige Vase verwandeln?!“ – dachte ich und machte mich sofort an die Arbeit:
- Ich habe das benötigte Stück Tüll abgemessen, indem ich das Glas damit umwickelt habe.
- Abgeschnitten.
- Mit Heißkleber festgeklebt.
- Ich habe eine Dekoration aus Bindfaden hinzugefügt. Habe ihn dreimal um den Hals und einmal um den Boden gewickelt und festgeklebt.
Die Vase ist einfach umwerfend geworden. Ich kann es kaum erwarten, sie mit einem duftenden Blumenstrauß auf den Tisch zu stellen.
So hat ein ehemals schöner Spitzenvorhang in 5 verschiedenen Dingen ein neues Leben gefunden. Dabei hätte er weiter im Schrank verstauben oder auf der Müllkippe landen können. Ich bin mit den Basteleien sehr zufrieden. Ich liebe es, mich mit schönen Dingen „mit Seele“ zu umgeben.





