Warum Sie Tampons oder Binden nicht in der Toilette herunterspülen sollten – eine Diskussion ohne Übertreibungen
Hygieneartikel, einschließlich Binden und Tampons, sollten nicht in die Toilette geworfen werden, es gibt jedoch eine Ausnahme.

Warum nicht?
Warum sollten Hygieneartikel in den meisten Fällen nur in den Mülleimer geworfen werden? Weil sie Verstopfungen verursachen können. Moderne Tampons bestehen selten aus reiner Baumwolle. In der Regel sind sie mit Vliesstoffen bedeckt, haben eine absorbierende Schicht und einen dicken Faden. Binden haben keinen „Faden“, dafür aber eine klebrige Schicht, die auch nach Gebrauch Fasern und kleine Ablagerungen gut festhält. All dies löst sich nicht auf oder zersetzt sich nur sehr schlecht.
Hinweis
Wie der Autor des Magazins sauberkeit.decorexpro.com herausfand, zersetzen sich solche praktischen und bequemen Kunststoffapplikatoren erst nach mehreren Jahrhunderten in der Natur.
Was im Rohr passiert
Wenn man regelmäßig Hygieneartikel in die Toilette spült, quellen sie im Knie oder im Rohr auf, sinken zu Boden, bilden einen Hügel, behindern den Durchgang von Fäkalien, Speiseresten (die meistens ebenfalls in die Toilette gespült werden), kleinen Abfällen und beschleunigen die Ansammlung von Kalkschicht, Rost und Wasserstein. Dadurch verengt sich das Rohr schnell, und das Wasser kann nicht mehr durchfließen. Alles, was in der Wohnung und weiter oben im Steigrohr gespült wurde, tritt aus, überschwemmt den Boden und verbreitet Gestank.
Natürlich wird ein einzelner, versehentlich hineingeworfener Tampon wahrscheinlich keinen großen Schaden anrichten. Es ist wahrscheinlicher, dass er gar nicht abfließt, sondern als unangenehme Erinnerung zurückbleibt. Mit der Bürste sollte man ihn nicht hinunterdrücken – besser ist es, ihn in Toilettenpapier einzuwickeln und in den Mülleimer zu werfen. Wenn dieser voll ist, kann man ihn oben auf den Müllhaufen legen.
Wichtig
Hygieneartikel dürfen auf keinen Fall in öffentliche Toiletten geworfen werden.
Dieses Verbot hängt zum einen damit zusammen, dass Sie nicht wissen, wie sauber die Rohre sind und wie stark der Wasserdruck im Gebäude ist. Wenn beides in einem schlechten Zustand ist, kann Ihre Nachlässigkeit durchaus eine Überschwemmung auslösen. Zum anderen ist die Nutzung von „Waterclosets“ in Einkaufszentren, Restaurants und Büros sehr hoch, und selbst lösliches Toilettenpapier hat keine Zeit, sich vollständig zu zersetzen, wenn jeder ein Stück hineinwirft. Damenhygieneartikel würden die Rohre sofort verstopfen.
Wann es unbedenklich ist
Dennoch gibt es eine Ausnahme von der Regel:
- Sie können Tampons aus löslichen Materialien bedenkenlos in der Toilette entsorgen – lesen Sie die Informationen auf der Verpackung. In der Regel handelt es sich dabei um rein natürliche Modelle ohne Applikator. Ihre Fasern verteilen sich gut im Wasser und werden relativ problemlos mit dem Wasserstrom abtransportiert – allerdings muss der Wasserdruck in den Rohren stark sein und der Querschnitt groß und nicht verstopft (dafür sollten Sie den Abfluss regelmäßig mit industriellen Mitteln reinigen).
- Tampons der Größe „Mini” schaden den Rohren weniger als Standardtampons, aufgrund ihrer Größe. Dennoch sollten auch sie nicht häufig in der Toilette entsorgt werden.
In Einfamilienhäusern und wenn der Klempner nicht fachmännisch gearbeitet hat
Bei schwachem Wasserdruck, alten, zu langen horizontalen oder verwinkelten Leitungen ist es absolut nicht empfehlenswert, Fremdkörper in der Toilette hinunterzuspülen. In diesem Fall helfen auch regelmäßige Reinigungen mit Mitteln nicht gegen Verstopfungen – Sie sollten stets eine Saugglocke und eine Spirale bereithalten.
Heute bieten Hersteller von Hygieneprodukten in der Regel nicht nur komfortable Waren an, sondern auch praktische Entsorgungsmethoden: Aufbewahrungsboxen, Klebehüllen usw. Auf den meisten Modellen steht auf der Verpackung der Hinweis „Nur im Müll entsorgen” – ignorieren Sie diesen nicht. So schützen Sie nicht nur die Umwelt, sondern auch die Sauberkeit in Ihrem eigenen Zuhause.




Ein sehr ausführlicher und verständlicher Artikel. Vielen Dank an den Autor.