Kann man Alkohol in einer Plastikflasche oder einem Kanister aufbewahren?

Nicht jeder weiß, dass es äußerst unempfohlen ist, Alkohol in einer Plastikflasche aufzubewahren. Ethanol kann langsam Polymere auflösen, daher sollte man ihn nicht in Plastik aufbewahren. Wir klären, welches Behältnis für die Aufbewahrung von Alkohollösungen geeignet ist, und nennen die häufigsten Fehler bei der Lagerung.

Alkohol in Plastikflaschen

In welchem Behältnis darf man Alkohol nicht aufbewahren?

Aus chemischer Sicht ist Ethylalkohol ein wirksames Lösungsmittel. Bei längerer Aufbewahrung kann er mit den Materialien, aus denen das Behältnis gefertigt ist, in Wechselwirkung treten. Zudem ist Ethanol sehr flüchtig, sodass es aus nicht fest verschlossenen Behältern verdunstet.

Ein weiteres Problem bei der Aufbewahrung ist die langsame Oxidation bei Kontakt mit Luft. Die Produkte dieses Prozesses beeinträchtigen den Geschmack und erhöhen die Toxizität von alkoholischen Getränken.

Für die Aufbewahrung von Alkohollösungen zu Hause sind Behältnisse aus folgenden Materialien völlig ungeeignet:

  • Die meisten Polymere. Dazu gehören PVC, Polystyrol, Polypropylen und viele andere. Die giftigen Substanzen, die aus dem zerfallenden Plastik in die Lösung gelangen, können die Leber, die Nieren und andere lebenswichtige Organe schädigen. Ob Plastik für die Aufbewahrung von Alkohol geeignet ist, kann man anhand der Markierung in Form eines Dreiecks erkennen. Befinden sich darin Zahlen von „3“ bis „7“, ist das Behältnis nicht für die Aufbewahrung von Alkohol geeignet.
  • Aluminium. An den Wänden einer Aluminiumflasche befindet sich eine dünne Schicht aus chemisch beständigem Oxid. Wird diese Schicht jedoch beschädigt, bildet das „flügellose Metall“ schnell Salze – Alkoholate. Das bei der Hydrolyse der Alkoholate freigesetzte Aluminiumhydroxid zerstört ebenfalls aktiv die Schutzschicht. Durch diese Reaktionen wird der Alkohol mit schädlichen Stoffen verunreinigt, und die Flasche wird unbrauchbar.
  • Verzinkte und emaillierte Stahlbehälter. Die Gründe sind dieselben: Die geringste Beschädigung der Schutzschicht führt zu einem allmählichen Zerfall des Metalls und zum Eindringen giftiger Verbindungen in die aufbewahrte Flüssigkeit.
  • Kristallgläser. Kristall enthält giftiges Bleioxid, das bei längerer Aufbewahrung in die Lösung übergeht.

Duty-Free-Shops verkaufen alkoholische Getränke in Plastikbehältern. Dies ist jedoch aus zwei Gründen kein Verstoß. Erstens werden sichere Kunststoffe verwendet (Markierungen mit den Zahlen „1“ und „2“). Zweitens sind Plastikflaschen nur für die kurzfristige Aufbewahrung (1–2 Tage) gedacht.

Alkohol in einer Stahlflasche

In welchem Behältnis kann man Alkohol aufbewahren?

Das am besten geeignete Material zur Aufbewahrung von Spirituosen ist Glas. Es spielt keine Rolle, ob darin medizinischer Alkohol oder Rohsprit gelagert wird – Glas reagiert nicht mit den Inhaltsstoffen. Bei einem zuverlässigen Verschluss verhindert es, dass Ethanol verdunstet. Der einzige Nachteil des Materials ist seine Zerbrechlichkeit.

Um zu verhindern, dass Glas bei einem unvorsichtigen Stoß zerbricht, werden Schutzhüllen verwendet. Eine solche Hülle kann man kaufen oder selbst herstellen. Ein geeignetes Material für die Herstellung ist Styropor. Die Teile lassen sich leicht daraus schneiden, und zum Verbinden wird Montageschaum verwendet.

Alternativen zu Glas können sein:

  • Edelstahl. In Stahlbehältern gelangt Ethanol in medizinische Einrichtungen, Industriebetriebe usw. Kanister mit einem Fassungsvermögen von 21,5 Litern werden zentral über einen längeren Zeitraum gelagert. Damit der Alkohol nicht oxidiert, ist der Kanister mit einem luftdichten Deckel versehen.
  • Eichenfässer. Dieser Behälter eignet sich besser für teuren Alkohol. Das Holz reichert das Getränk mit Tanninen an, lässt es atmen und verbessert so die Geschmacks- und Aromaeigenschaften. Eichenfässer eignen sich hervorragend für die Lagerung von Cognac, Whisky usw. Wenn jedoch Reinheit wichtig ist (z. B. für technische Flüssigkeiten), sind Holzfässer ungeeignet.

Einen Behälter für die Aufbewahrung von Alkohol findet man in jedem Haushalt. Selbst ein gewöhnliches Drei-Liter-Glas gewährleistet eine sichere Aufbewahrung für 1–2 Jahre.

Ethylalkohol

Wie lagert man Alkohol zu Hause?

Neben der richtigen Wahl des Behältnisses ist es auch wichtig, die Lagerbedingungen einzuhalten. Um Ethanol-Lösungen zu Hause richtig zu lagern, wählt man einen für Kinder und Haustiere unzugänglichen Ort. Dieser sollte auch vor direkter Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeitsschwankungen und Temperaturschwankungen geschützt sein.

Sowohl Ethanol als auch seine Dämpfe sind entzündlich. Daher ist es wichtig, dass am Lagerort kein offenes Feuer, keine funkenziehenden Kabel und andere Zündquellen vorhanden sind. Lösungen mit einer Konzentration ab 50 % sind entflammbar. In Dampfform ist Alkohol bereits ab einer Konzentration von 40 % entzündlich.

Glasflaschen mit Ethanol

Bei welcher Temperatur sollte man Alkohol lagern?

Hohe Temperaturen sind sowohl für Wodka als auch für medizinischen Alkohol gefährlich. Sie beschleunigen die Oxidationsprozesse. Daher ist ein kühler Ort für die Lagerung besser geeignet. Eine Lösung mit einer Konzentration von über 90 % kann auch bei Temperaturen unter 0 °C gelagert werden. Sie gefriert nicht (aber Zusatzstoffe könnten auskristallisieren).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ethanol und seine Lösungen an einem kühlen, vor Licht und Nässe geschützten Ort in Glas- oder Stahlbehältern gelagert werden können. So erreicht die Haltbarkeit 5 Jahre und mehr.

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  1. Wasja

    Ich bewahre meinen Selbstgebrannten nur in Glas auf. Wenn man ihn in Plastik einfüllt – der Geschmack ist einfach nicht mehr derselbe.

  2. Olja

    Im Duty-Free wird der Alkohol in Plastik verkauft – Haaaa – für den schnellen Verbrauch – und im Flugzeug darf man ja nicht trinken :-)

    • Oleg

      Also, wie lange lagert er im Lager, bevor er in den Laden kommt? Und im Laden selbst?

    • Alexander

      Im Flugzeug darf man trinken))) Nur nicht in allen!

  3. Wizard

    Was für ein Unsinn! Nur ein Idiot weiß nicht, dass PET-1-—-3-Flaschen technisch sind und für eine kurze Lagerung geeignet, während für den mehrmaligen Gebrauch entweder PP im Dreieck oder 5 geeignet sind! Es geht nur darum, Geld zu scheffeln, und Ihnen ist es egal: Trinken Sie und vergiften Sie sich!

    • KIO

      Nur Dummköpfe in der Europäischen Union wissen das nicht.

  4. Alex

    Auf Plastikbehältern muss die Lebensmittelkennzeichnung mit Gabel und Glas angebracht sein. Und selbst dann ist die Lagerung nur 2-3 Monate an einem kühlen Ort möglich. Persönlich getestet.

  5. Slawa

    Von Kindern und Haustieren fernhalten…

  6. A. Polunin

    Völliger Unsinn! In welchem Behältnis wird es bei der Herstellung abgefüllt? In welchem Behältnis wird es über längere Zeit in Lagern aufbewahrt? In welchem Behältnis wird es an pharmazeutische Fabriken zur Herstellung von Medikamenten geliefert? Wäre es schädlich, hätte man längst Alarm geschlagen.

  7. Viktor

    Ich habe eine kleine Kanister mit Alkohol für verschiedene Haushaltszwecke gekauft. Anfangs habe ich ihn direkt im Kanister aufbewahrt. Als nur noch wenig übrig war, habe ich ihn umgefüllt, um Platz zu sparen. Jetzt weiß ich wenigstens, in was ich umfüllen kann und in was nicht.

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