9 Ideen zur Aufbewahrung von Fisch beim Angeln im Sommer – worin und wo verstecken
Inhalt:
- Aufbewahrung von Fisch beim Sommerangeln – goldene Regeln
- Wie kann man den Fang im Sommer in der Hitze aufbewahren – 9 Methoden mit Erfahrungsberichten
- Methode Nr. 1 – im Setzkescher
- Methode Nr. 2 – an der Anglerglocke
- Methode Nr. 3 – im Gefrierschrank an der Basis oder in der Kühltasche
- Methode Nr. 4 – im Riedgras und nassen Tuch
- Methode Nr. 5 – im Salzwasser
- Methode Nr. 6 – im selbstgebauten Keller
- Methode Nr. 7 – 'Kosaken-Art'
- Methode Nr. 8 – mit Essig
- Methode Nr. 9 – als Vorspeisen: Trockenfisch, Bratfisch, getrockneter Fisch
- Fragen und Antworten
Fragt man einen leidenschaftlichen Angler, wie man Fisch im Sommer beim Angeln aufbewahrt, hört man viele originelle Methoden und Ideen. Es gibt kein einziges richtiges Rezept oder eine Anleitung. Um lebenden Fisch nach Hause zu bringen, bewahrt man ihn im Setzkescher oder an der Anglerglocke auf. Für die Langzeitlagerung kann man einen Keller ausheben, den Fang salzen oder in Schichten mit frisch geschnittenem Kraut auslegen.

Die Wahl der Methode hängt von der Wassertemperatur im Gewässer ab, ob es in der Nähe Gras gibt, welche Fischart gefangen wurde und wie groß sie ist, für wie viele Stunden oder Tage der Fisch aufbewahrt werden muss und wofür – zum Braten, Trocknen, für Suppe oder Filet.
Aufbewahrung von Fisch beim Sommerangeln – goldene Regeln
Den Fisch beim Angeln im Sommer zu bewahren ist kaum einfacher, als ihn zu fangen. Besonders, wenn das Angeln länger dauern soll und das Wetter heiß ist.
Ungeübte Hobbyangler sollten sich 9 goldene Regeln merken:
- Gefangene Fische sollten, wenn sie nicht verletzt sind, sofort in einen geräumigen Setzkescher gegeben werden, vorzugsweise aus Stoff (in Metallkeschern überleben sie kürzer). Den Kescher senkt man an der kühlsten Stelle im Gewässer ein – im Schatten von Büschen und Bäumen, in einer Tiefe von etwa einem Meter. Das Ufer sollte nicht brandungsstark sein. Keine starken Strömungen. Die Bedingungen für die Fische sollten angenehm sein.
- Große Fische, Raubfische, bewahrt man besser an einer weichen Kordel (Anglerglocke) auf, die durch die Kiemen, aber nicht zwischen den Kiemenplättchen gezogen wird. Beim Hecht sollte man besser ein Loch im Unterkiefer machen. Das ist für ihn weniger traumatisch, der Hecht kann sogar noch jagen.
- Wenn ein Fisch im Kescher 'einzuschlafen' beginnt, mit dem Bauch nach oben schwimmt, sollte man ihn entnehmen und töten. Im Wasser verdirbt er sehr schnell und führt zum Einschlafen aller Nachbarn. Man kann die Kiemenvene anschneiden oder einen Stich im hinteren Teil des Kopfes machen.
- Der gefangene Fisch darf nicht am Ufer herumschlagen. Man sollte ihn nicht waschen oder abreiben, um ihn nicht zu verletzen.
- Getöteten Fisch darf man nicht im Wasser liegen lassen. Man sollte eine optimale Methode zur Aufbewahrung wählen. Er sollte auch beim Transport nicht in Flüssigkeit liegen. Es sind Abflusslöcher vorzusehen.
- Fischschleim steckt voller Mikroorganismen. Damit er länger gelagert werden kann, sollte man den Körper im Schatten leicht trocknen.
- Der Fang sollte vor Fliegen geschützt werden. Sie legen Eier ab, aus denen sich bei Hitze schnell Maden entwickeln.
- Zur besseren Haltbarkeit werden den Fischen die Kiemen und Eingeweide entfernt.
- Möglichst werden verfügbare Konservierungsmittel verwendet: Salz, Kräuter und Pflanzen: Rainfarn, Segge, Rhabarber, Blätter und Zweige der Erle, Brennnessel.
Wie kann man den Fang im Sommer in der Hitze aufbewahren – 9 Methoden mit Erfahrungsberichten
Selbst erfahrenen Anglern passiert es, dass ein Teil des Fangs im Sommer verdirbt. Hitze ist eine schreckliche Sache für ein so leicht verderbliches Produkt wie Fisch. Bei Temperaturen über +30 Grad schmilzt alles – Kleidung, Schuhe, Verstand, Köder. Es kommt vor, dass man den Fisch nicht einmal bis ans Ufer ziehen kann, und er schon verdorben ist.
Methode Nr. 1 – im Setzkescher
Die beliebteste Methode unter Anglern. Die Hauptsache ist, einen kühleren Platz zu wählen. Kescher gibt es aus Metall, Stoff, 85 cm lang und länger. Der Kescher muss mit einem Gewicht von 1 kg, das am unteren Rand befestigt wird, versenkt werden. Von Zeit zu Zeit sollte man ihn überprüfen und tote Fische entfernen.
Bewertungen:
- Witalik: „Hechte, Karauschen, Karpfen lassen sich hervorragend lebend im Kescher aufbewahren. Schleie, Äsche, Taimen salze ich sofort ein. Wärme mögen sie nicht.“
- Andrej: „Ich bewahre große Fische auch in speziellen Keschern (Karpfensäcken) auf: Karpfen, Silberkarpfen, Graskarpfen, Karpfen. Sie sind in völliger Dunkelheit und im Wasser, haben weniger Stress und leben länger in Gefangenschaft. Nach Hause fahren wir im Auto. Ich stelle sie in einem Plastiksack auf den Boden des Beifahrersitzes und schalte die Klimaanlage auf Volllast. Nach eineinhalb Stunden sind alle Fische noch lebendig.“
Methode Nr. 2 – an der Anglerglocke
Die Setzangel wird an Rohrkolben, Schilf (Röhricht) befestigt, bei großen Fischen an einem Busch oder umgefallenen Baum. An der Setzangel hält man starke Fische, wenn sie keine schweren Verletzungen erlitten haben. Hecht, Karpfen, Karausche, Wels können im Sommer 2-3 Tage lebendig bleiben.
- Wladimir: „Bei Fahrten mit dem Motorboot benutze ich eine Setzangel. Mit dem Verschluss durchsteche ich den Ober- und Unterkiefer von großen Hechten, Zandern, Barschen und fahre nicht mit der Setzangel im Wasser im Gleitmodus. Wenn der Fisch nicht zum Räuchern geeignet ist, ziehe ich es vor, ihn lebend aufzubewahren.“
Methode Nr. 3 – im Gefrierschrank an der Basis oder in der Kühltasche
Auf vielen Basen in der Nähe von Gewässern kann man gegen eine geringe Gebühr einen Platz im Gefrierschrank reservieren. Wenn der Fang groß ist oder der Angelausflug länger dauert, ist diese Variante durchaus sinnvoll.
Bewertung:
- Artur: „Ich benutze die Gefriertruhe auf der Basis und bringe den Fang in einer Thermoverpackung für Lebensmittel nach Hause. In jedem Geschäft kann man so eine kaufen. Man gibt viel Eis hinein, und gut. Es eignen sich auch Taschen für den Transport von Eis und Behälter für Hühnchen (von überbackenen Brötchen).“
- Serjoga: „Ich habe vor etwa 5 Jahren eine Kühltasche mit Kühlakkus für 5 € gekauft. Zusammen mit den Kühlakkus friere ich Bierflaschen ein. Ich fange einen Fisch, trinke das Bier und lege den Fisch an seine Stelle. So mache ich das, bis alles Bier alle ist. Für 2 Tage reicht die Kälte, das Fassungsvermögen der Kühltasche beträgt 15 kg.“
Methode Nr. 4 – im Riedgras und nassen Tuch
- Sergej: „Zum Angeln fahre ich über hundert Kilometer. Ich filetiere den Fisch, schneide die Kiemen heraus und bette ihn mit Segge. Dann wickele ich das Ganze in ein feuchtes Tuch und transportiere es so. Wichtig ist, ihn nicht in eine Plastiktüte zu legen – entweder wird er gar oder verdirbt. Bei Hechten und Karpfen funktioniert die Methode hervorragend.“
Methode Nr. 5 – im Salzwasser
In den Turksprachen steht „Tuschluk“ für eine Lösung aus Speisesalz, die zur Fischkonservierung verwendet wird. Bei Hitze auf dem Angelausflug kann der Fang sofort eingesalzen werden.
Wie man es richtig macht, wird in einer Bewertung erklärt:
- Wiktor: „Für mich ist Angeln gleichbedeutend mit Don-Hering. Ich komme an, und bereite sofort die Salzlake zu – auf einen Eimer Wasser 1 kg normales Speisesalz, nicht jodiert. Ich vergrabe den Eimer am Wasser und lege den Fisch direkt vom Haken in die Lake. Das ist vielleicht nicht human, aber sehr effektiv. Nach Hause fahre ich, nachdem ich etwas Lake abgegossen habe. Und stelle ihn direkt in den Kühlschrank.“
Methode Nr. 6 – im selbstgebauten Keller
Eine der ältesten Methoden, um Fisch bei Hitze auf einem Angelausflug zu konservieren – ihn in der Erde zu vergraben. In 35-50 cm Tiefe ist es immer kühl. In die Grube legt man Grünpflanzen, dann den Fisch, wieder Grünpflanzen und so weiter. Zum Schluss wird alles mit Folie abgedeckt, mit Erde bedeckt und festgestampft.
Bewertungen:
- Walja: „Wir vergraben den Fisch immer mindestens einen halben Meter tief in der Erde. Wir betten ihn fest mit Brennnesseln ein, Salz in die Kiemen, so hält er einen Tag problemlos!“
- Anton: „Meiner Meinung nach wird der Fisch durch das Salz feucht, gibt Saft ab und verdirbt schneller. Ich bewahre ihn im Keller mit Brennnesseln und Espenholz, in einem feuchten Tuch auf. Ich nehme Flaschen mit Eis mit und lege sie von allen Seiten um ihn herum. Unter der Erde schmilzt das Eis 2 Tage lang nicht. Im selben Keller lagere ich auch Lebensmittel.“
Methode Nr. 7 – 'Kosaken-Art'
Geeignet zur Konservierung von großen Fischen auf einem Angelausflug im Sommer. Die Fische werden mit grünem Gras umlegt, wenn möglich mit Eisflaschen umstellt oder in einen Erdkeller gelegt. Vor dem Transport des Fangs nach Hause kommt ein Kosaken-Trick zum Einsatz:
- Tränken Sie ein Stück Tuch, Verband oder Watte mit Wodka. Stecken Sie es dem Fisch hinter die Kiemen.
- Transportieren Sie ihn in einem feuchten Tuch.
Laut Bewertungen bleibt der Fisch selbst nach einem Tag nicht verdorben und schmeckt so gut wie frisch gefangen.
Methode Nr. 8 – mit Essig
- Alexander: „Ich hatte die Gelegenheit, in der Region Astrachan zu angeln. Hochsommer, unerträgliche Hitze. Der Fisch verdarb innerhalb einer Stunde im Auto, während ich ihn zum Gefrierschrank brachte. Ich habe eine Konservierungsmethode von den einheimischen Fischern abgeschaut. Man muss den ganzen Fisch mit einer schwachen Essigsäurelösung abreiben und dann ein Wattebäuschchen in die Kiemen stecken. Ich habe die Methode ausprobiert. Innerhalb von 5 Stunden ist der Fisch nicht verdorben.“
Methode Nr. 9 – als Vorspeisen: Trockenfisch, Bratfisch, getrockneter Fisch
Einige Angler bereiten den Fisch lieber gleich am Angelplatz getrocknet zu oder nehmen sogar einen Räucherofen mit. Ein Teil des Fangs wird als Fischsuppe und Bratfisch verzehrt, um ein Verderben zu vermeiden.
- Lecha: „Vor der Abfahrt den Bauch des Barsches ausnehmen, innen mit einem trockenen Tuch abreiben, mit grobem Salz bestreuen und in normales Papier einwickeln, damit die Luft zirkulieren kann. Ich transportiere ihn in einer Kühltasche. Zu Hause lege ich ihn an einen schattigen Ort. Auf diese Weise habe ich auch gesalzene Stücke von Lenok und Taimen bei Hitze mitgebracht. Der Fisch ohne Kiemen und in Salz ist gut haltbar.“
- Temitsch: „Ich reinige den Fisch vor Ort. Sobald ich eine bestimmte Menge gefangen habe, stecke ich sie auf eine Reuse. Wenn der Fisch zu sterben beginnt, schlitze ich ihn zum Salzen oder Räuchern auf.“
- David: „Im Sommer salze ich den Fisch immer leicht ein. So hat es mein Großvater gelehrt. Wenn der Fisch groß ist, müssen die Innereien und Kiemen entfernt werden; bei kleinen Fischen reicht es, sie mit Salz einzureiben und in den Schatten zu legen. Zu Hause kann man ihn wässern oder sofort braten; es funktioniert einwandfrei.“
- Andrej: „Bei größter Hitze sollte man nicht angeln. Ein, zwei Fische fange ich für die Fischsuppe und zum Braten, dann schwimme ich, sonne mich und ruhe mich in der Hängematte aus. Ich angle früh morgens und in der Abenddämmerung.“
- Wowa: „Für den Langzeittransport muss der Fisch unbedingt ausgenommen und mit Salz bestreut werden. Für die Trockenfisch-Zubereitung mache ich einen Schnitt entlang des Rückens und fülle das gesamte Volumen mit Salz. Zu Hause bringe ich es zur Trockensalzung. Zum Braten salze ich den Fisch leicht ein. Man kann ihn abspülen und sofort in die Pfanne geben.“
Fragen und Antworten
Bei welcher Temperatur sollte man Fisch beim Angeln aufbewahren?
Die ideale Temperatur zur Aufbewahrung von frischem Fisch liegt bei -1 °C. Beim Angeln ohne Kühlschrank ist es unmöglich, diese Temperatur zu erreichen. Man sollte auch beachten, dass nicht jeder tragbare oder Auto-Kühlschrank in der Lage ist, die Lebensmittel auf unter +5 °C zu kühlen. Die Lösung besteht darin, sich der Idealvorstellung anzunähern, die kühlsten Plätze zu suchen und Flaschen mit Eis sowie Kälteakkus zu verwenden.
In welchem Kraut bleibt der Fisch am besten erhalten?
Die beste Option ist Erle. Ihre Blätter und jungen Zweige setzen konservierende Substanzen frei, ohne den Fischkörper zu erhitzen, wie es Brennnessel tut.
Es ist nicht einfach, den Fisch im Sommer beim Angeln frisch zu halten. Man sollte einen Kescher, eine Reuse, Flaschen mit Eis, Salz, ein Messer, Tücher oder eine Kühltasche zur Hand haben und je nach Situation handeln. Die Fähigkeit, den Fang frisch zu halten, erlangt man mit der Erfahrung.





