Kann man Äpfel in die Kompostgrube werfen?
Gärtner, die selbst organischen Dünger aus Pflanzen- und Küchenabfällen herstellen, stellen sich oft die Frage: Kann man Äpfel in die Kompostgrube werfen? Frische Früchte sind reich an Mineralien, Vitaminen und nützlichen Makroelementen, die in großen Mengen auch im Fallobst enthalten sind. Fachleute sagen, dass aus angefaulten Äpfeln ein ausgezeichneter Dünger für Blumen und Gemüse wird, daher kann und sollte man sie in den Kompost geben. Wichtig ist, die Regeln für das Sammeln und Verarbeiten dieses organischen Materials zu beachten.

Sollte man Äpfel in den Kompost werfen?
Es ist bekannt, dass man beim Anlegen eines Komposthaufens keine Pflanzen verwenden sollte, die von Pilzkrankheiten befallen sind, da sich die Pilzsporen zusammen mit dem Dünger leicht im ganzen Garten ausbreiten. Aber Fallobst muss nicht unbedingt mit so schweren Krankheiten infiziert sein. Meistens handelt es sich um Früchte, die aufgrund äußerer Umstände wie starkem Wind, Hagel oder während einer Trockenperiode vom Baum gefallen sind.
Besonders viel Fallobst gibt es im Herbst, wenn der Baum sich auf den Winter vorbereitet und Blätter sowie die an den Zweigen verbliebene Ernte abwirft. Solche Äpfel können zwar mit Larven des Apfelwicklers oder anderen Schädlingen befallen sein, enthalten aber dennoch alle für den Boden nützlichen Elemente. Schädliche Bakterien und Insekten sterben während des Verrottungsprozesses zwangsläufig ab.
Äpfel können in den Komposter gegeben werden, der Inhalt sollte jedoch erst nach zwei Jahren verwendet werden. In dieser Zeit ist alles Unerwünschte 'verglüht' und der Dünger bringt den Pflanzen nur noch Nutzen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass in der Kompostgrube neben dem Fallobst auch Schichten aus Mist, Erde und krautigen Pflanzenresten liegen.
Welche Äpfel darf man nicht in den Kompost werfen?
So verlockend es auch ist, das gesamte Fallobst zu sammeln und auf den Komposthaufen zu geben, ist dies in manchen Fällen absolut tabu. Andernfalls riskiert man nicht nur, den gesamten Dünger zu ruinieren, sondern auch die Pflanzungen erheblich zu schädigen.
- Wenn die Früchte mit Pestiziden oder anderen Chemikalien gegen Schädlinge behandelt wurden, sollten sie innerhalb von 3 Monaten nach der Behandlung nicht als Düngerbestandteil verwendet werden.
- Früchte, die mit Monilia und anderen Pilzkrankheiten befallen sind, dürfen nicht in den Komposter gegeben werden.
- Äpfel enthalten viel Säure und können den pH-Wert des Bodens auf der Fläche, auf die der Kompost ausgebracht wird, erheblich verändern. Zur Neutralisierung werden die Früchte mit Natron in einer Menge von 100 g pro 10 kg Fallobst behandelt.
Bei der Kompostherstellung werden nur faule Früchte verwendet. Frische Früchte tragen nicht zur Verarbeitung organischer Elemente bei.
Flüssigkompost
Heruntergefallene Äpfel müssen nicht weggeworfen werden: Neben dem traditionellen Kompost eignen sie sich hervorragend als Flüssigdünger für alle Kulturpflanzen.
Rezept für die Zubereitung von flüssigem Dünger:
- Angefaultes Obst wird zusammen mit anderen Pflanzenresten in ein Fass gegeben, zu 2/3 mit Wasser gefüllt und mit einem Deckel verschlossen.
- Das Fass wird in die Sonne gestellt, um den Gärungsprozess zu beschleunigen.
- Nach 10–12 Tagen ist der Dünger aus Äpfeln fertig. Aus der konzentrierten Mischung wird eine Lösung im Verhältnis 1 Liter Dünger auf 10 Liter Wasser hergestellt – damit werden die Pflanzen an der Wurzel gegossen.
Um den unangenehmen Fäulnisgeruch aus dem Fass zu überdecken, können Sie 2–3 Tropfen Baldrian hinzufügen.
Heruntergefallene Äpfel sind ein wertvolles Produkt, das man nicht unbeachtet lassen sollte. Ein fachgerecht zubereiteter organischer Dünger aus Fallobst wird ein unschätzbarer Helfer beim Anbau von Ernten sein.


Ihre Tipps haben mir gefallen, vielen Dank