Für Liebhaber des Winterangelns: 7 Methoden, einen Eisschneidbohrer zu Hause zu schärfen
Stumpfe Eisklingenmesser haben einen Vorteil: Fruchtlose Versuche, das Eis zu durchbohren, verhindern, dass man friert. Aber im Ernst: Jeder Angler träumt insgeheim davon, das schnelle und leichte Schärfen von Eisklingenmessern zu lernen. Früher oder später werden sie alle stumpf. Und das passiert leider oft im ungünstigsten Moment. Es gibt mehrere Methoden, das Problem zu lösen.

Methoden des Schärfens aus dem Handgelenk
Im Arsenal moderner Angler gibt es Eisklingenbohrer verschiedener Bauarten. Die einen sind für Tauwetter, die anderen für Frost, für lockeres und hartes Eis. Der Hauptunterschied liegt in der Konstruktion der Klingen und der Form der Schneide. Neben den üblichen geraden Messern gibt es halbrunde, kugelförmige, stufenförmige und gezahnte. Je nach Messertyp wird eine eigene Schärfmethode angewendet.
Am einfachsten lassen sich zu Hause die Messer von Eisklingenbohrern der Marke Barnaul und Leningrad schärfen.
Sie sind flach und gerade und haben zwei scharfe Kanten. Der Schärfvorgang ist nicht schwierig, aber zeitaufwendig.
Mit Schleifpapier
In der Zeitschrift 'Der Angler' Nr. 1 von 2003 wurde die folgende Schärfmethode beschrieben:
- Man nehme 3 Streifen Schleifpapier der Körnungen 2, 1 und 0.
- Man beginne mit dem grobkörnigen Schleifpapier. Drücke es fest gegen die Klinge.
- Schärfe das Messer, indem du es von oben nach unten bewegst.
- Wenn sich Kratzer auf der Oberfläche bilden, wechsle zu Schleifpapier der Körnung 1.
- Hole die Klinge mit Schleifpapier der Körnung 0 auf Hochglanz.
Mit einem Schleifstein
Ein Schleifstein findet sich in jedem Haushalt. Damit kann man nicht nur Küchenmesser, sondern auch Messer für den Eisbohrer schärfen. Das Prinzip ist dasselbe:
- Der Schleifstein wird auf dem Tisch fixiert.
- Die Klinge wird in einem Winkel auf den Stein gesetzt, sodass die breite Fläche fest aufliegt.
- Das Messer wird mit den Fingern gedrückt und mit einer gleichmäßigen Bewegung über den Stein in Richtung zu sich selbst geführt. Man sollte leicht auf die Klinge drücken und darauf achten, dass das Metall gleichmäßig von der gesamten Oberfläche abgetragen wird.
- Das Schärfen wird fortgesetzt, bis die Spitze mühelos ein Blatt Papier durchschneidet.
Man kann sowohl den Schleifstein als auch das Messer selbst fixieren. Dazu kann man es mit Schrauben an einem Brett befestigen.
Über das Wälzen der Kante
In der alten Anleitung zum Leningrader Eisbohrer gibt es eine interessante Information zum Wälzen der Kante. Der Kern besteht darin, nach dem Schärfen auf der Rückseite der Klinge einen Grat zu hinterlassen. Man muss mit einer Feile in Richtung der Schneide feilen. Der Grat wird dadurch ausgeprägter und fester. Das ist wichtig. Er darf nicht abbrechen.
Das Vorhandensein des richtigen Grats wird mit dem Fingernagel auf der Rückseite des Messers geprüft. Der Nagel muss daran hängen bleiben. Es sieht folgendermaßen aus:
Alte Fischer verwenden oft einen Grat an der Schneide. Sie tragen einen Schraubendreher bei sich. Wenn der Eisbohrer beim Angeln nicht funktioniert, fahren sie mit dem Schraubendreher entlang der Schneidenkante in einem Winkel, der etwas größer ist als der Schärfwinkel. Es entsteht ein neuer Grat und der Eisbohrer funktioniert wie neu. Der Grat macht es überflüssig, die Messer abzunehmen und zu schärfen. Man kann sie verwenden, bis ernsthafte Ausbrüche und Kerben auftreten.
Schärfwinkel
Die Hauptregel beim Schärfen jedes Werkzeugs ist die Einhaltung des werkseitigen Schärfwinkels.
Anfänger vernachlässigen ihn oft. Die gesamte Schneidenfläche zu schärfen dauert wesentlich länger, als einfach nur die Fase von der Kante zu entfernen. Infolgedessen wird beim alleinigen Entfernen der Fase der werkseitige Schärfwinkel gestört. Bereits nach 1–3 Vorgängen wird das Messer völlig unbrauchbar.
Beim Schärfen der Messer des Leningrader Eisbohrers wird üblicherweise ein Schärfwinkel von 30 Grad eingehalten.
Wenn der Winkel spitzer gemacht wird, frisst sich der Bohrer besser ins Eis. Aber er wird auch katastrophal schnell stumpf. Außerdem ist die dünne Kante spröder. Es bilden sich leichter Kerben durch gefrorene Sandkörner und kleine Steine.
Den gewünschten Winkel kann man an einer Gehrungssäge einstellen, die zum Einbau von Türen verwendet wird.
Fachkundige Bastler stellen oft selbst Vorrichtungen zur Einhaltung des Winkels her. Auch ein Permanentmarker wird zu diesem Zweck verwendet. Damit wird das Metall eingefärbt, das abgetragen werden muss.
Schärfen von halbrunden Messern
Kugelförmige Messer bohren mit gleicher Leichtigkeit sowohl trockenes als auch nasses Eis. Aber nicht jeder Meister kann sie richtig schärfen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Klinge eine konvexe Form hat. Die Schneide ist halbrund, daher müssen auch die Bewegungen besonders sein.
Sie müssen das Werkzeug rechtzeitig und gleichmäßig drehen, sonst wird der Schärfwinkel stark beeinträchtigt.
Um sich die Arbeit zu erleichtern, kaufen einige Angler spezielle Vorrichtungen zum Schärfen von halbrunden Messern. Es gibt aber auch „hausgemachte“ Methoden.
Mit einem Wasserstein
Im Notfall werden halbrunde Messer auch auf einem Stein geschärft. Statt eines Abziehsteins nimmt man besser einen Wasserstein mit 3000er Körnung.
- Weichen Sie den Stein in einem Eimer Wasser ein.
- Legen Sie ihn auf einen mit Folie bedeckten Tisch.
- Drücken Sie die zu schärfende Kante mit den Fingern.
- Führen Sie die gesamte Oberfläche entlang.
- Sie müssen die Krümmung nachvollziehen und den Winkel einhalten. Dabei helfen ein Permanentmarker und unermüdliche Kontrolle.
Ein anschauliches Beispiel für das Schärfen der Messer des Eisbohrers Tonar Iceberg 130 auf einem nassen Stein:
Auf dem Eis
Eine bekannte russische Methode. Viele Angler schärfen auf dem Eis sogar schwedische Eisbohrer Mora. Das Schärfen (genauer gesagt das Abziehen) wird wie folgt durchgeführt:
- Der Bohrer wird mit den Messern nach oben auf das Eis gestellt.
- Man nimmt ein gutes Messer mit einer robusten Klinge (Feile, Schraubendreher).
- Die Klingen des Bohrers werden abgezogen, bis eine magische Kante entsteht.
- Etwa 10 Minuten einfache Handlungen, und der Bohrer dringt in das Eis ein wie in Butter.
Tipp. Um sich den Angelausflug nicht durch einen ruinierten Eisbohrer zu verderben, sollten Sie Eis mit Sandkörnern meiden. Es kommt hauptsächlich in Küstennähe vor. Es schadet auch nicht, ein Ersatzmesserset, einen Schraubendreher oder eine Feile zum Abziehen mit aufs Eis zu nehmen.
Auf einer Dose
Eine weitere beliebte Heimmethode. Das Geheimnis des Schärfens von sphärischen Messern liegt in der Verwendung eines Glases. Es hilft, die Krümmung zu halten.
Wie man die Messer richtig schärft:
- Nehmen Sie Schleifpapier mit einer Körnung von 1500 (1-3 Blätter) und ein 3-Liter-Glas.
- Legen Sie das Schleifpapier auf die Seite des Glases.
- Legen Sie das Messer darauf. Drücken Sie die Klinge gut mit den Fingern an.
- Schärfen Sie es am Schleifpapier, indem Sie es hin und her bewegen (mit kleinen Bewegungen).
- Wenn die Körnung abgenutzt ist, wechseln Sie zum nächsten Bereich des Papiers.
- Fahren Sie fort, bis auf der gesamten Oberfläche kleine Kratzer erscheinen.
- Dann schärfen Sie das Messer mit Querbewegungen.
Das Schärfen eines Messers dauert 10-15 Minuten. Aber dann bohrt der Bohrer mindestens zwei Wintersaisons lang hervorragend Eis.
Video des Vorgangs (Schärfen von Mora-Messern auf einem Glas):
Schleifmaschine für Eisschraubenmesser
In Werkstätten werden Eisschraubenmesser auf professionellen Maschinen geschärft. Es lohnt sich nicht, spezielle Maschinen für sich selbst zu kaufen. Der Preis kann bis zu 750 € und mehr betragen. Zu Hause verwendet man normalerweise einen Standard-Elektroschleifer.
Auf der Maschine kann jedes Messer schnell geschärft werden – in Minuten. Aber es entsteht ein anderes Problem: Genauso schnell kann die Klinge beschädigt werden. Ein Bruchteil einer Sekunde reicht aus, damit die rotierende Scheibe den Schärfwinkel verfälscht.
Daher sollten diejenigen, die noch nie an einer Maschine gearbeitet haben, gut überlegen. Wenn man sich dennoch für den Schleifer entscheidet, helfen verschiedene Vorrichtungen, den richtigen Winkel einzuhalten. Die einfachste Variante:
- Schneiden Sie ein großes Dreieck und eine rechteckige Leiste aus Sperrholz.
- Schrauben Sie das Messer an das Sperrholz. Stützen Sie es mit der Leiste ab, wie auf dem Foto gezeigt:
- Legen Sie eine schwere Platte auf den Tisch (zur Abstützung des Sperrholzes).
- Bemalen Sie die Klingenfläche mit einem Marker. Drücken Sie das Sperrholz mit dem Messer gegen die Scheibe.
- Durch manuelles Drehen der Scheibe stellen Sie die Stütze so ein, dass der Marker auf der gesamten Fläche der Kante abgerieben wird.
- Befestigen Sie die Stützplatte mit Schraubzwingen.
- Schärfen Sie die Klinge, indem Sie das Sperrholz sanft entlang der Stütze bewegen.
Tipp: Um den Schärfvorgang effektiver zu gestalten, sollte das Messer gereinigt und entfettet werden. Dies erhöht die Haftung des Stahls am Schleifer.
Mehr Details im Video:
Zweite Variante der Vorrichtung zum Schärfen von Eisschraubenmessern:
Wichtig: Beim Schärfen auf der Maschine muss das Messer regelmäßig gekühlt werden (in einen Eimer Wasser tauchen).
Messerschärfer
Angler, die gerne auf beweglichen (Such-)Angeltouren gehen, wählen oft etwas zwischen Schleifstein und Maschine – einen Messerschärfer für Eisschraubenmesser. Er ermöglicht es, den Schärfwinkel einzustellen und kontrollierte Bewegungen auszuführen. Das Fehlerrisiko ist minimal. Mit dem Schärfer kann jedes Schneidwerkzeug geschärft werden. Das Gerät kostet etwa 40 €.
Wie das Schärfen in der Praxis aussieht:
Fragen und Antworten
Warum bohrt der Eisbohrer schlecht?
Es kommt vor, dass selbst ein neuer Eismeißel nicht ins Eis beißt, sondern darüber gleitet. Die Ursache können falsche Einstellwinkel, eine krumme Anpassungslinie oder eine unzureichende Anzugskraft der Schrauben sein. All diese Faktoren verändern bis zu einem gewissen Grad den Anstellwinkel. Es ist auch wichtig, das Werkzeug je nachdem einzustellen, ob das Eis auf dem Fluss trocken oder nass ist. Dazu werden Unterlegscheiben unter die Klingen gelegt und Beilagscheiben verwendet.
Müssen die Klingen poliert werden?
Nach dem richtigen Schärfen bleiben Kratzer und Grate auf dem Metall zurück. Auf den ersten Blick haben sie keine Auswirkungen und erschweren den Bohrvorgang nicht besonders. Erfahrene Angler empfehlen jedoch, sie zu entfernen und die Oberfläche auf Hochglanz zu polieren. Die Defekte verhaken sich im Eis. Infolgedessen nutzt sich das Werkzeug schneller ab.
Wie erkennt man, dass die Bohrmesser gut geschärft sind?
Man sollte auf die Späne achten, die beim Bohren des Lochs entstehen. Sind sie groß, ist das Werkzeug „eingestellt“, die Klingen sind scharf und haben den richtigen Winkel.
Das Schärfen von Eismeißeln ist ein leidiges Thema für viele Angler. Die meisten wählen den einfachen Weg und kaufen jedes Mal neue Messersets, wenn die alten stumpf werden. Nach ein paar Jahren sammelt sich zu Hause ein kleines Lager alter Sets an, die „noch ganz gut“ aussehen. Dann denkt man unwillkürlich darüber nach, die Messer selbst zu schärfen. Einfache flache Klingen zu beleben ist nicht schwer. Mit ein wenig Übung erhält man ein funktionierendes Werkzeug bei minimalem Aufwand und Mühe. Anders verhält es sich mit Mora- und Rapala-Messern. Nur wenige können sie von Hand schärfen oder nachschleifen. Dafür ist ein Schärfgerät oder ein guter Fachmann erforderlich.







