Welche Magnete vertragen kein Wasser und welche können bedenkenlos gewaschen werden?
Denken Sie, dass Putzen eine einfache Sache ist und nichts mit exakten Wissenschaften zu tun hat? Weit gefehlt! Beim Saubermachen können sehr unerwartete Fragen auftauchen. Zum Beispiel: Was passiert mit einer Magnetlegierung bei Kontakt mit Wasser? Im Klartext für den Haushalt: Kann man Magnete waschen, die vom Kühlschrank genommen wurden? Und diejenigen, die das dekorative Lüftungsgitter halten?
In den meisten Fällen natürlich ja. Aber wenn alles so einfach wäre, gäbe es diesen Artikel nicht. Die Sache ist die, dass die Empfindlichkeit eines Permanentmagneten gegenüber Feuchtigkeit von mehreren Faktoren beeinflusst wird.

Magnete gegen H2O
Wie ein einzelner Magnet auf Wasser reagiert, hängt von seiner Beschaffenheit ab. Also von der Legierung, aus der er hergestellt ist.
Eine kurze Einführung zu den Elementen, aus denen Permanentmagnete bestehen können:
- Strontium + Keramikmaterial mit Eisenoxid (sogenannte Ferrite);
- Aluminium + Nickel + Kobalt (Magnetlegierung „Alnico“);
- Neodym + Eisen + Bor (Neodym-Magnete);
- Samarium + Kobalt (Samarium-Magnete).
Dies sind die 4 häufigsten Varianten.
Neodym-Magnete mögen keine Feuchtigkeit: Das in der Legierung enthaltene Eisen kann oxidieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Waschen grundsätzlich kontraindiziert ist.
- Erstens erfolgt die Oxidation nicht sofort. Wenn Sie den Magneten schnell waschen und sofort mit einem Tuch trocknen, passiert nichts Schlimmes.
- Zweitens haben solche Magnete in der Regel eine Beschichtung, die gegen Feuchtigkeitseinwirkung beständig ist.
Was Sie mit einem Neodym-Magneten auf keinen Fall tun sollten, ist ihn zu kochen. Er verliert seine Eigenschaften bei Erhitzung auf 80 °C und mehr.
Es ist anzumerken, dass Neodym-Magnete im Haushalt bisher eher selten verwendet werden. Sie sind recht teuer, und für das Halten eines Notizzettels am Kühlschrank reicht die Kraft einer Ferrit-Legierung völlig aus.
Kann man einen Suchmagneten waschen?
Man braucht sich nur daran zu erinnern, dass metallische Gegenstände aus Flüssen und Bächen meist genau mit solch einfachen Metalldetektoren geborgen werden. Obwohl die Basis eine Neodym-Legierung ist, ist sie durch ein Gehäuse aus rostfreiem Stahl zuverlässig geschützt. Und dieses „unkaputtbare“ Gehäuse kann man waschen und reinigen, bei Bedarf sogar polieren.
Magnetismus und Elektrizität
Es ist wichtig zu verstehen, dass oben von Permanentmagneten die Rede war. Es gibt aber auch elektrische Magnete. Glücklicherweise kommen sie im Haushalt „in reiner Form“ nicht vor, da sie in Gehäusen von Elektrogeräten versteckt sind.
Elektrizität und Wasser – das darf im Haushalt unter keinen Umständen in Kontakt kommen. Man darf Lautsprecher, Festplatten, Mikrofone und grundsätzlich alle Haushaltsgeräte nicht waschen. Man kann nur vorsichtig das Gehäuse mit einem gut ausgewrungenen Mikrofasertuch abwischen, nachdem man das Gerät vom Netz getrennt hat.
Die Schlussfolgerung ist einfach: Dauermagnete können gereinigt werden, elektrische Magnete auf keinen Fall. Letztere benötigen dies jedoch nicht, da sie sicher in den Gehäusen der Elektrogeräte verborgen sind.


