Wo und wie bewahrt man Blumenkohl zu Hause am besten auf – 8 Methoden und Tipps
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Für die Langzeitlagerung eignen sich nur Gemüse mit später Reifezeit. Blumenkohl kann man mehrere Monate lagern, wenn man dafür eine geeignete Umgebung schafft. Hobbygärtner nutzen die unterschiedlichsten Methoden, mit dem einen Ziel – die Köpfe so lange wie möglich frisch zu halten. Darüber hinaus kann man den Kohl trocknen und konservieren.
Vorbereitung der Kohlköpfe für die Langzeitlagerung
Vor der Einlagerung muss die Ernte auf jeden Fall aussortiert werden. Köpfe mit Anzeichen von Verderb oder Beschädigungen halten sich nicht lange. Hochwertiger Blumenkohl weist keine Spuren von Fäulnis oder dunklen Flecken auf.

Vollständig ausgereifte Köpfe sollten eine gewisse Lockerheit aufweisen. Zunächst werden sie gereinigt, indem man die Wurzeln und Blätter abschneidet. Die weitere Vorbereitung hängt von der Lagermethode ab. Wenn man den Blumenkohl beispielsweise im Gefrierschrank aufbewahren möchte, wird er vorher kurz blanchiert.
Notwendige Lagerbedingungen
Die optimale Lagertemperatur liegt bei 0-4°C, die Luftfeuchtigkeit bei 85-90%. Die Haltbarkeit wird nicht nur durch die Bedingungen und die Eigenschaften der Kohlsorte beeinflusst, sondern auch durch den Reifegrad. Es ist besser, das Gemüse nicht überreifen zu lassen, da sonst seine Lagerfähigkeit abnimmt.
Interessant ist, dass der Blumenkohl nach einer früheren GOST-Norm unter optimalen Bedingungen 60 Tage lang gelagert werden musste. Etwas später wurde eine Verordnung verabschiedet, die eine Lagerung von 80 Tagen erlaubt. Dies wurde dadurch möglich, dass die Züchter neue Sorten mit erhöhter Lagerfähigkeit entwickelt haben.
Welche Sorten halten sich am besten?
Bei der Wahl einer Sorte für die Pflanzung sollte man auf die Dauer der Vegetationsperiode achten, da die Haltbarkeit der Ernte von diesem Faktor abhängt. Frühe Blumenkohlsorten werden in der Regel für den baldigen Verzehr angebaut; selbst unter geeigneten Bedingungen hält sich dieses Gemüse nicht länger als 2 Wochen. Außerdem reift dieser Kohl früh, bereits im Juni.
Eine solche Sorte kann unter keinen Umständen bis zum Frühjahr gelagert werden, außer durch Einfrieren. Mittelspäte und späte Sorten reifen 120–150 Tage. Ihre Lagerfähigkeit ist in etwa gleich, lediglich die Reifezeit unterscheidet sich. Für die Winterlagerung eignen sich am besten späte Sorten.
Lagerungsmethoden
Um die Ernte von Blumenkohl zu erhalten, wenden Hobbygärtner verschiedene Tricks an. Die einfachste Methode ist, das Gemüse im Kühlschrank zu lagern, aber das ist nicht immer praktisch, daher werden auch andere Orte genutzt.
Im Kühlschrank
Vor der Einlagerung wird der Blumenkohl in Röschen geteilt. Es ist unnötig, im Kühlschrank Platz mit den ganzen Strünken zu belegen. Blumenkohl gilt als empfindlich und ist schlechter lagerbar als andere Kohlsorten. Um die Haltbarkeit zu verlängern, benötigt er eine besondere Behandlung.
Die vorbereiteten Röschen werden gewaschen und getrocknet, indem man sie in einer Schicht ausbreitet. Anschließend werden sie in Frischhaltefolie gewickelt oder in einen Plastikbeutel gegeben. Danach werden mit einem Zahnstocher mehrere kleine Löcher in die Verpackung gestochen, damit Luft hineingelangen kann. Die Röschen können auch in ein Einmachglas gegeben werden, dessen Öffnung dann mit Pergamentpapier abgedeckt wird. Das Gemüse sollte im Kühlschrank auf dem unteren Fach oder in dem dafür vorgesehenen Behälter aufbewahrt werden.
Im Gefrierschrank
Die Lagerung im Gefrierschrank ist die einzige Möglichkeit, die Haltbarkeit von frischem Blumenkohl um ein ganzes Jahr zu verlängern. Die vorbereiteten Röschen werden portionsweise in Beutel oder Plastikdosen verpackt und tiefgekühlt. Im Winter werden sie nach Rezept zu beliebigen Gerichten hinzugefügt oder einfach aufgewärmt und gegessen.
Im Keller
Das Gemüse kann erfolgreich in einem kühlen Keller gelagert werden. Dazu werden die Köpfe an den Strünken aufgehängt, mit etwas Abstand zueinander. Man kann den Kohl auch in Kisten legen und mit einem Karton oder Plastik abdecken. Der Zustand des Gemüses sollte regelmäßig kontrolliert werden, um verdorbene Exemplare zu entfernen.
Im Sand
Das Gemüse bleibt länger frisch, wenn man die Köpfe mit den Wurzeln in angefeuchteten Sand eingräbt. Die Wurzeln ziehen während der Lagerung Feuchtigkeit, wodurch der Kohl länger frisch bleibt. Die Köpfe dürfen nicht dicht an dicht liegen; zwischen ihnen sollte ein Abstand von einigen Zentimetern bleiben.
In Ton
Bei dieser Methode müssen die Köpfe nicht vorher gereinigt werden. Sie werden mit Ton bestrichen, der zu einer halbflüssigen Konsistenz angerührt wurde, und an der Luft trocknen gelassen. Danach wird der Kohl in den Keller oder Vorratskeller gebracht und einfach auf Regalen ausgelegt.
Einwickeln in Papier
Papier lässt Luft gut durch und eignet sich daher als Verpackungsmaterial. Die darin eingewickelten Köpfe verlieren keine Feuchtigkeit und sind vor Temperaturschwankungen geschützt. Jeder Kopf muss einzeln eingewickelt werden. Danach wird der Kohl an einem kühlen Ort bei 0-4 °C gelagert, so ist er mehrere Monate haltbar.
Auf dem Balkon
Wenn der Balkon nicht verglast ist, kann der Kohl dort nur bis zum ersten Frost gelagert werden. Später muss ein anderer kühler Ort gefunden werden. Auf einem verglasten Balkon ist es besser, eine Kiste mit isolierten Wänden und Boden zu bauen. Darin kann der Kohl, in Papier gewickelt oder mit Ton bestrichen, gelagert werden. Bei starkem Frost muss die Kiste zusätzlich mit einer alten Decke oder Oberbekleidung (einer Strickjacke, Jacke) abgedeckt werden.
Nachreifen
Diese Methode ermöglicht es, den Kohl wirklich frisch zu halten, da die Wachstumsprozesse, wenn auch verlangsamt, weiterlaufen. Die Nachreifung wird in der Regel dann angewandt, wenn die Ernte aufgrund von schlechtem Wetter vorzeitig eingebracht werden musste.
Die Köpfe können in einem Keller oder Vorratsraum nachreifen, in dem die Temperatur nicht über +4° C steigt und nicht unter den Gefrierpunkt fällt. Sie müssen im Voraus Kisten mit Gartenerde vorbereiten. Vor dem Umpflanzen zum Nachreifen wird der Blumenkohl reichlich gewässert.
Nach ein paar Tagen werden die Köpfe samt Erdballen ausgegraben und dicht an dicht in die Kisten gesetzt. Der Blumenkohl muss bis zu den Blättern eingegraben werden. Die Temperatur im Lagerraum sollte konstant zwischen 0 und 4° C liegen, die Luftfeuchtigkeit 90-95% betragen. Wichtig ist auch, für eine gute Belüftung zu sorgen.
Haltbarkeit von Blumenkohl
Die Haltbarkeit von Blumenkohl hängt von den Lagerbedingungen, der richtigen Vorbereitung und Verpackung der Köpfe ab. Die Ernte von mittelspäten und späten, nicht überreifen Sorten hält sich am längsten:
- bei Raumtemperatur (außerhalb des Kühlschranks) – einige Tage;
- im Kühlschrank – zwischen 2 und 4 Wochen;
- im Gefrierschrank – bis zu 1 Jahr;
- im Keller oder Vorratsraum – 2-3 Monate;
- beim Nachreifen – ein halbes Jahr.
Die Lagerung in einer Plastiktüte beschleunigt den Verderb, da der Blumenkohl aufgrund fehlender Belüftung schimmeln oder faulen kann. Wenn die Köpfe keine weiße, sondern eine cremefarbene Färbung haben, deutet dies auf eine Überreife hin. Das Gemüse verliert seine feste Konsistenz und hält sich dadurch ebenfalls kürzer. Auch eine Überdüngung mit Stickstoffdüngern während des Anbaus verringert die Lagerfähigkeit.
Alternative Methoden
Wenn es nicht möglich ist, Blumenkohl kühl zu lagern, kann man alternative Methoden zur Konservierung in Betracht ziehen. Das Produkt kann eingemacht oder getrocknet werden.
Trocknen
Beim Trocknen verliert Blumenkohl einen Teil seiner wertvollen Inhaltsstoffe, auch der Geschmack leidet. Manchmal ist dies jedoch die einzige Möglichkeit, das Produkt zu haltbarmachen, zum Beispiel, wenn die Ernte im Garten verwertet werden muss und keine kühlen Lagerbedingungen zur Verfügung stehen.
Blumenkohl kann auf verschiedene Arten getrocknet werden:
- im Backofen;
- im Dörrautomaten;
- im Heißluftofen.
Der Trocknungsvorgang findet bei einer Temperatur von 55-60° C statt. Die Trocknungszeit hängt vom verwendeten Gerät ab. Der richtige Zeitpunkt ist erreicht, wenn die Farbe blasser wird. Der Trocknungsgrad sollte so sein, dass der Blumenkohl noch elastisch ist, sich aber trocken anfühlt. Zerfällt das Produkt in den Händen, ist es zu lange getrocknet.
Eine beschleunigte Methode ist die Nutzung der Mikrowelle, aber man muss vorsichtig sein, um die Zubereitung nicht zu verderben. Das Trocknen erfolgt in 3-4 Durchgängen. Die Schüssel mit dem Rohmaterial wird regelmäßig herausgenommen, die Blumenkohlstücke werden umgerührt, und dann wird sie wieder in das Gerät gestellt. Das fertige Produkt wird in ein Glasgefäß gegeben und mit einem Deckel verschlossen. Das getrocknete Gemüse wird an einem dunklen, trockenen Ort bei Raumtemperatur aufbewahrt.
Einlegen und Marinieren
Aus Blumenkohl lassen sich viele Vorräte für den Winter herstellen. Er wird konserviert, eingelegt oder fermentiert. Das Gemüse kann in gemischten Konserven zusammen mit Gurken, Tomaten, Paprika und Karotten verwendet werden. Sehr lecker ist eingelegter Blumenkohl mit Roter Bete.
Die Blütenstände färben sich angenehm rosa und erhalten einen zusätzlichen Nutzen:
- Auf 1 kg Blumenkohl nimmt man 1 Rote Bete, in dünne Scheiben geschnitten.
- In sterilisierte Gläser werden Lorbeerblatt, Knoblauchzehen, Blumenkohlröschen zusammen mit der Roten Bete geschichtet.
- Das Gemüse wird mit kochendem Wasser übergossen und 15 Minuten stehen gelassen.
- Danach wird das Wasser in einen Topf abgegossen, nach Geschmack Salz und Zucker hinzugefügt, Essig (3 Teelöffel pro 1 Liter Wasser) eingerührt und zum Kochen gebracht.
- Die gekochte Marinade wird in die Gläser gefüllt und sofort mit sterilisierten Schraubdeckeln verschlossen.
Ein solches Präparat kann bei Raumtemperatur in der Speisekammer aufbewahrt werden. Wenn möglich, werden die Gläser mit den Vorräten in den Keller gebracht, wo die Lagerbedingungen noch günstiger sind.
Häufige Fehler
Der größte Fehler ist es, Kohlköpfe einzulagern, die am wenigsten dafür geeignet sind. Dies kann ein überreifes oder angeschlagenes Produkt sein. Sparsame Hausfrauen versuchen, die gesamte Ernte zu erhalten, aber Kohl von nicht idealer Qualität wird trotzdem nicht lange halten.
Bei der Lagerung im Keller oder Gewölbe werden die Kohlköpfe manchmal auf einen großen Haufen geworfen, so darf man nicht vorgehen. Blumenkohl hat eine zarte Textur und erfordert eine behutsame Behandlung. Die Köpfe müssen unbedingt so ausgelegt werden, dass sie sich nicht berühren, oder am Strunk aufgehängt werden.
Manchmal wird Blumenkohl vor dem Einlegen in den Kühlschrank zerkleinert, um ihn platzsparender zu lagern. In diesem Fall verdirbt das Gemüse schneller und verliert seinen Geschmack. Das Zerkleinern ist nur dann zulässig, wenn das Produkt eingefroren oder getrocknet wird. Bei der Lagerung im Gefrierschrank darf das Produkt nicht wieder eingefroren werden, da der Kohl sonst zu einer formlosen, geschmacklosen Masse wird.
Antworten auf Fragen
Fragen zur Lagerung von Blumenkohl drehen sich hauptsächlich darum, wie man erreicht, dass das Produkt nicht an äußerer Attraktivität und Geschmacksqualität verliert. Es ist schade, wenn der angebaute Kohl zu verderben beginnt.
Wie verhindert man, dass er dunkel wird und verdirbt?
Bei längerer Lagerung ist es sehr wichtig, konstante Temperatur- und Feuchtigkeitswerte aufrechtzuerhalten. Durch Temperaturschwankungen werden die Köpfe sofort dunkel, und im Geschmack kann Bitterkeit auftreten.
Wenn das passiert ist, kann man dem Kohl keine Frische mehr zurückgeben. Salz kann das Gemüse bei der Lagerung zusätzlich schützen. Die Blütenstände werden in ein Glasgefäß gegeben und mit Salzkristallen bestreut. Das Salz nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und hält so die Luftfeuchtigkeit stabil.
Wie friert man ihn richtig ein?
Der Kopf sollte zunächst in Röschen geteilt werden, die von Schmutz und Insekten befreit, dann 3 Minuten blanchiert und mit Eiswasser abgekühlt werden. Danach kann man den Kohl für eine platzsparende Lagerung zerkleinern. Dennoch ist es besser, die Röschen ganz zu lassen, so behalten sie garantiert ihren Geschmack und sehen appetitlicher aus.
Die Lagerungsregeln für Blumenkohl sind möglicherweise nicht ganz einfach einzuhalten. Dennoch ist dies der einzige Weg, um die Frische und Qualität des Produkts zu bewahren. Überprüfen Sie regelmäßig den Zustand der Köpfe und entfernen Sie schimmelige oder angeschlagene Exemplare. Verwenden Sie keinen verdorbenen Blumenkohl für die Zubereitung von Gerichten. Der Fäulnisgeruch lässt sich nicht durch den Einsatz von Gewürzen und Saucen überdecken – der Geschmack des Essens wird beeinträchtigt.








