Kann Butter im Kühlschrank und im Gefrierschrank verderben?

Butter ist ein schmackhaftes, kalorienreiches und in Maßen äußerst gesundes Produkt. Sie wird aus stark gekühlter Sahne hergestellt, die aufgeschlagen wird. Heißt das, dass Butter nicht verderben kann? Nein – das Produkt muss unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wie lange ist Butter haltbar? Je nach Zusammensetzung und Temperatur im Kühlschrank beträgt die Haltbarkeit 5 bis 120 Tage.

Butter auf dem Tisch

Standard-Haltbarkeitszeiten

Wenn man die GOST-Normen betrachtet, findet man durchschnittliche Haltbarkeitszeiten für Butter. Diese hängen von folgenden Faktoren ab:

  • der Zusammensetzung des Produkts,
  • seinem Fettgehalt,
  • der Lufttemperatur,
  • dem Verpackungsmaterial.

So schützt einfaches Pergamentpapier das Produkt schlechter als Alufolie – das Stück verliert mehr Feuchtigkeit, nimmt stärker Fremdgerüche auf, Oxidations- und Polymerisationsprozesse laufen schneller ab, und bei Kühlschranklagerung (nicht im Gefrierschrank) beschleunigt sich das Bakterienwachstum. Infolgedessen entsteht Staff – ein dunkler, ungenießbarer Belag auf dem Butterblock.

Milchprodukte im Kühlschrank

Tabelle. Standardhaltbarkeitszeiten für eine gekaufte Packung, Tage.

Temperatur, °C Fettgehalt, %
70—85 60—69 50—59
Von +5 bis +1 35 30 25
Von –3 bis –9 60 50 50
Von –14 bis –18 120 75

Die in der Tabelle angegebenen Zahlen gelten für eine Verpackung in Alufolie auf einer Papierunterlage. In Pergamentpapier kann Butter im Kühlschrank nicht länger als 20 Tage aufbewahrt werden, im Gefrierschrank bis zu 25–30 Tage.

Tipp
In luftdichten Plastikbehältern, Kunststoffpapier und anderen luftundurchlässigen Verpackungen droht Schimmelbildung (es sei denn, es lagert im Gefrierschrank). Heben Sie den Rand an, damit die Butter nicht vollständig verschlossen ist, aber auch nicht austrocknet.

Je kleiner das Butterstück, desto schneller verdirbt es. Daher sollte man die geöffnete Packung möglichst schnell aufessen oder zum Kochen verwenden.

Butter

Warum steht auf der Packung eine überhöhte Zahl?

Heutzutage überschreiten die Haltbarkeitsangaben auf den Packungen oft die Standardwerte. Dies liegt entweder an Unredlichkeit des Herstellers (es wird zum Beispiel das Verfallsdatum für Butter in Fässern oder Kisten angegeben) oder an der spezifischen Produktionsweise.

Was verlängert die Haltbarkeit:

  1. Pasteurisierung. Rohe Sahne schleppt leicht Bakterien in die Butter ein, daher ist ein selbstgemachtes Produkt weniger haltbar. Nach der Pasteurisierung kann Butter im Kühlschrank (ungeöffnet) 45 Tage gelagert werden.
  2. Sauerteig. Neben der traditionellen Butter wird auch Butter aus Sahne mit Sauerteig hergestellt – Sauerrahmbutter. Sie ist länger haltbar als traditionelle Butter, hat aber einen etwas anderen Geschmack.
  3. Vakuum. Das Öl wird durch eine Schnecke in den Verteilerhahn gefördert, wie Fleisch in einem Fleischwolf. Dadurch wird dem Produkt Feuchtigkeit entzogen, der fertige Block wird innen übergetrocknet und außen feucht – das verkürzt die Haltbarkeit. Wenn das Öl jedoch unter Vakuum abgefüllt wurde, bleibt die Feuchtigkeit im Produkt.
  4. Homogenisierung – wenn die Anlage kein Vakuum erzeugen kann, wird das Öl fein gehackt, bevor es in die Abfüllmaschine gelangt. So wird deutlich weniger Feuchtigkeit herausgedrückt, das Produkt wird gleichmäßiger und ist länger haltbar.
  5. Konservierung. Verschiedene spezielle Zusätze können die Haltbarkeit verlängern, aber das Endprodukt ist nicht das gesündeste und sicherste.

Kühlschrank mit Lebensmitteln

Im Gegenteil, süße Zusätze, Salz und andere Geschmacksfüllstoffe verkürzen die Haltbarkeit des Öls.

Tipp
Beim Kauf einer Packung bewerten Sie die Zusammensetzung. Rekonstituierte oder normalisierte Sahne sind ein Zeichen für minderwertige Qualität. Pasteurisierte hingegen sprechen für das Produkt. Es sollten keine zusätzlichen Zusätze enthalten sein (außer Salz, Zucker, Kakao usw. – für den Geschmack).

Richtige Lagerung

Am besten wird Butter in kaschierter (papierbasierter) Folie, dicht verpackt, aufbewahrt. Für Brote ist es jedoch unpraktisch, die Butter so aufzubewahren – die Zeitschrift sauberkeit.decorexpro.com empfiehlt, eine Butterdose aus Glas, Steingut oder lebensmittelechtem Kunststoff mit Deckel zu kaufen.

Butter im Plastikbehälter

Ein Besteck schützt das Produkt vor zu viel Luft, verhindert aber auch, dass es schimmelt. Jedoch, sobald die Butter aufgebraucht ist, muss die Butterdose gründlich gewaschen und getrocknet werden, um Oxidationsprodukte und Bakterienwachstum zu beseitigen. Andernfalls beginnt der neue Block schneller zu verderben.

Wenn die Butter nur selten verwendet werden soll, ist es besser, sie ins Gefrierfach zu legen. Das Einfrieren beeinträchtigt den Geschmack nicht. Wichtig ist, sie langsam im Kühlschrank aufzutauen (wenn man Brote oder Backwaren zubereiten möchte), aber in den Brei kann man sie direkt geben – sie zergeht nur etwas langsamer als weiche Butter.

Butter ist reich an Fetten, die Energie für den ganzen Tag liefern, sowie an Vitamin A, B und anderen wertvollen Inhaltsstoffen. Bewahren Sie sie richtig auf, und das Produkt wird lange nicht ranzig und erfreut die Haushaltsmitglieder mit Geschmack und Nutzen.

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