Wie kann man eine Wassermelone bis zum Neujahr aufbewahren?
Obwohl traditionell Mandarinen das Symbol des Neujahrs sind, möchte man ab und zu etwas Originelleres auf dem festlichen Tisch im Winter sehen. Das könnte ein Gruß aus dem Sommer sein – eine Wassermelone. Dann stellt sich jedoch die Frage, wie man eine Wassermelone bis Neujahr unversehrt mit ihrem angenehmen Geschmack, Vitaminen und Mikroelementen aufbewahren kann.

Die ideale Wassermelone auswählen
Was ist als erstes wichtig? Die richtige Wahl der Frucht zur Lagerung.
- Es wird angenommen, dass Wassermelonen zu Hause alle ihre wohltuenden Eigenschaften 3-4 Monate nach der Ernte behalten. Damit sie den Winter überstehen, sollte die ausgewählte Beere von späten Sorten sein, die normalerweise Mitte bis Ende September reifen. Und zwar selbstständig reifen, was bedeutet, dass sie keine schädlichen Zusätze zur Wachstumsbeschleunigung enthalten. Die häufigsten Sorten für die Langzeitlagerung sind: „Astrachaner“, „Bykowski“, „Wolshanin“ und „Ikar“. Sie alle haben saftiges süßes Fruchtfleisch und sind relativ krankheitsresistent.
- Die Beere muss ganz sein – ohne Risse, Kratzer, Dellen, Fäulnis usw., klar ausgeprägte Streifen auf der Schale und eine gleichmäßige Färbung aufweisen, die von allen Seiten auf Reife hinweist. Es ist besser, Früchte mittlerer Größe zu wählen – kleine können zum Zeitpunkt der Ernte bereits überreif sein, während zu große umgekehrt noch nicht vollständig gereift sein können.
- Die ausgewählte Sorte sollte sich durch eine dicke Schale und festes Fruchtfleisch auszeichnen.
- Man sollte den Kauf in Supermärkten und großen Einzelhandelsketten vermeiden – normalerweise werden dort unreife Wassermelonen angeliefert, die höchstwahrscheinlich mit Chemikalien vollgestopft sind, um sie während des Transports und der Lagerung in den Vitrinen haltbar zu machen. Die Beere kauft man besser bei bewährten Gärtnern. Wenn sie selbst angebaut wurde, sollte die Ernte für die spätere Langzeitlagerung einige Tage früher als üblich geerntet werden. Und natürlich sollte man die noch wachsenden Wassermelonen nicht mit zu großen Mengen an Chemie düngen.
Aufbewahrungsregeln
Die Wassermelone muss richtig gelagert werden. Offensichtlich sollte dies bei niedrigen Temperaturen geschehen. Man kann sie natürlich für einige Monate in den Kühlschrank legen, aber dann bleibt für andere Lebensmittel nicht mehr viel Platz. Daher sollte man einen freieren Ort wählen, an dem die folgenden Bedingungen eingehalten werden.
- Die Temperatur sollte nicht höher als +5, +8 °C sein. Bei Raumtemperatur sollten Wassermelonen auf keinen Fall länger als ein paar Tage aufbewahrt werden – sie beginnen zu faulen und zu gären.
- Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 60-80 % liegen. Bei zu großer Trockenheit verliert die Wassermelone schnell selbst Flüssigkeit und wirkt schlaff, bei Nässe fault sie schnell.
- Gute Belüftung.
- Dunkelheit.
Für diese Anforderungen eignen sich eine Vorratskammer, ein Dachboden oder ein unbeheizter, aber verglaster Balkon (allerdings muss man in diesem Fall darauf achten, dass die Temperatur dort nicht zu niedrig ist).
Tipp
Erfahrene Gärtner wissen, wie man eine Wassermelone zu Hause lagert. Das Geheimnis ist, dass man sie darauf gut vorbereiten muss – gründlich waschen, dabei die Schale nicht beschädigen, abreiben und an der Luft trocknen lassen. Für maximale Trocknung kann man sie über Nacht mit Stroh umlegen, das überschüssiges Wasser aufnimmt.
Wie bewahrt man es auf?
Was die konkreten Lagermethoden betrifft, gibt es mehrere durch Erfahrung erprobte Möglichkeiten.
- Aufhängen. Die Wassermelone wird in Naturstoff oder alte Zeitungen eingewickelt und in einem Leinenbeutel, Netz oder einer Einkaufstasche aufgehängt. Der Beere wird so Belüftung und ein gleichmäßiges Temperatur-Feuchtigkeits-Klima gewährleistet.
- Einsanden. Die Wassermelone wird in eine Holzkiste gelegt und mit Sand bedeckt, wobei man darauf achtet, ihn nicht zu fest zu stampfen, um Luftzugang zu lassen. Der Sand kann durch trockenes Getreide ersetzt werden, aber wichtig ist, dass keine Insektenlarven oder andere Schädlinge darin sind.
- Stroh. Die Wassermelone kann dabei entweder in eine Kiste gelegt oder einfach auf ein Regal oder den Boden gestellt werden, von allen Seiten mit sauberem Stroh umgeben. Anstelle von Stroh kann auch Asche (vorzugsweise von Laubholz), trockenes Werg oder sorgfältig getrocknetes Moos verwendet werden. Aber in diesen Materialien nisten sich oft Insekten und Nagetiere ein, daher muss der Lagerort besonders sorgfältig geschützt werden.
- Ton. Dank seiner absorbierenden und desinfizierenden Eigenschaften schützt er die Wassermelonen vor Feuchtigkeit und Schimmel, und die entstehende harte Kruste schützt vor äußeren Einflüssen. Der Ton sollte in sauberem Wasser, vorzugsweise in einem nichtmetallischen Behälter, angerührt, gründlich gemischt und mit den Händen oder einem Pinsel dick auf die Fruchtoberfläche aufgetragen werden. Danach lässt man ihn gut trocknen und lagert die Wassermelonen an einem kühlen, dunklen Ort.
Richtig lagern
Früchte sollten nicht in mehreren Schichten gestapelt werden: Durch den Druck wird die Schale, wenn nicht sogar reißen, so doch sicherlich etwas eingedrückt. Es ist besser, dass die Beeren überhaupt nicht miteinander in Kontakt kommen, einzeln oder mit einer dicken Schicht von etwas Weichem dazwischen liegen. So drücken sie sich nicht nur nicht gegenseitig, sondern leiden auch nicht, wenn eine von ihnen doch zu faulen und zu schimmeln beginnt. Es wird nicht empfohlen, Wassermelonen mit anderen Früchten und Gemüse zu lagern, da sie sehr leicht fremde Gerüche aufnehmen. Wichtig ist, dass die Wassermelone nicht auf einer harten Oberfläche liegt, sonst wird die Schale zumindest etwas eingedrückt, was sich auf die Haltbarkeit auswirkt. Unbedingt muss etwas ausreichend Weiches unterlegt werden.
Beeren, die im Winter in einem Netz aufgehängt werden, können völlig in Ruhe gelassen werden, es sei denn, der Lagerort wird zu kalt oder zu warm – dann müssen sie in geeignetere Bedingungen gebracht werden. In Sand vergrabene oder in trockenes Gras gewickelte Früchte sollten im Durchschnitt alle 2-3 Wochen auf ihren Zustand überprüft und gewendet werden. Wenn bemerkt wird, dass eine von ihnen zu verderben beginnt, lohnt es sich nicht, weiter zu versuchen, die Wassermelone zu erhalten. Wenn der verdorbene Teil klein ist, kann er abgeschnitten und der Rest sofort gegessen werden; andernfalls sollte man das verfaulte oder verschimmelte Produkt sofort entsorgen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Wassermelonen nach der Ernte und Einlagerung kaum nachreifen. Wenn man ursprünglich eine grünliche, unreife Frucht gekauft hat, wird sie durch monatelanges Liegen im Herbst und Winter nicht schmackhafter oder süßer.
Wie lange kann man eine Wassermelone lagern?
Beim Kauf einer guten Wassermelone und bei Einhaltung aller Lagerungsempfehlungen kann sie nicht nur bis zum Winter und Neujahr, sondern auch bis zum Frühling haltbar sein. Darüber hinaus kann man mit denselben Regeln auch andere beliebte Kürbisgewächse – Melone und Kürbis – bis zu den Feiertagen aufbewahren.
Alternativen zur Langzeitlagerung
Wenn man Zweifel hat, ob man eine Wassermelone so lange haltbar machen kann, oder wenn im Haus keine geeigneten Bedingungen für ihre Lagerung vorhanden sind, kann diese Beere immer in konservierter Form auf den Neujahrstisch gestellt werden. Verwendet werden nicht nur das leckere Fruchtfleisch, sondern auch die normalerweise weggeworfenen Schalen. Durch Kochen mit Zucker wird Wassermelonenmarmelade hergestellt. Das Fruchtfleisch wird zerdrückt und filtriert, der entstehende Saft wird gekocht, um einen dicken, süßen Sirup zu erhalten, der Wassermelonenhonig genannt wird. Sowohl dick- als auch dünnschalige Wassermelonensorten werden im Ganzen oder in Stücke geschnitten in Salzlake, mit Kohl, Äpfeln und sogar im Sand eingelegt. Das ergibt einen recht originellen Snack, der jedoch manchen, die nicht daran gewöhnt sind, vielleicht nicht schmeckt.
In großen Geschäften kann man im Winter ausländische Wassermelonen kaufen. Allerdings ist ihr Preis erstens um ein Vielfaches höher als der von heimischen Produkten im Sommer, und zweitens sind sie deutlich weniger schmackhaft. Das liegt nicht an schlechten Sorten, sondern ausschließlich daran, dass die Früchte für lange Transporte sehr unreif geerntet werden, und so sehr sie auch lagern, können sie nicht wesentlich nachreifen.



