Wir wählen Schleifsteine und -stäbe zum Schärfen von Messern aus

Jede Hausfrau weiß, wie viel leichter und angenehmer die Zubereitung von Speisen ist, wenn man ein scharfes Messer zur Hand hat. Doch selbst die hochwertigsten Klingen werden mit der Zeit stumpf und müssen sofort geschärft werden. Um die Klinge wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen, verwendet man Wetzsteine für Messer. Heute gibt es auf dem Markt für Haushaltswaren eine riesige Auswahl dieser Werkzeuge. Schleifsteine unterscheiden sich in ihrer Herkunft, Körnung und der Art des Schleifmittels. Jedes dieser Geräte hat seine Vor- und Nachteile, daher muss die Auswahl eines Wetzsteins sehr verantwortungsbewusst und basierend auf den Eigenschaften des Messers getroffen werden.

Japanischer Wasserstein zum Schärfen von Messern

Wetzsteine natürlichen Ursprungs

Schleifsteine werden nach ihrer Herkunft in natürliche und künstliche unterteilt. Nicht immer sind Steine aus natürlichem Material besser als künstliche. Das ist leicht erklärbar, denn die Körner des natürlichen Schleifmittels sind nicht homogen und unterscheiden sich stark in ihrer Größe.

Um ein gutes Werkzeug herzustellen, wird ein Stein benötigt, dessen Länge 20 cm übersteigt, und ein solcher durchgehender Mineral hat einen recht hohen Preis. Außerdem sind natürliche Steine spröder als künstliche, so dass sie häufig von Hand abgerichtet und nachgeschliffen werden müssen. Dennoch ziehen es viele vor, solche Vorrichtungen zu besitzen und nutzen gerne einen Schleifstein aus Naturstein.

Arkansas (Novaculit) zum Schärfen von Messern

Arkansas (Novaculit)

Die Heimat des Arkansas-Steins ist der US-Bundesstaat Arkansas. Das Mineral besteht aus feinkörnigen Quarzkristallen, die unglaublich scharfe Kanten haben und fest miteinander verbunden sind. Nicht jeder kann mit Novaculit umgehen: Man muss wissen, wie man ein Messer richtig mit einem Stein aus Arkansas-Stahl schleift. Man muss ein wahrer Meister seines Fachs sein, um ein Messer mit einem solchen Werkzeug qualitativ hochwertig zu schärfen.

Bei der Arbeit mit Arkansas wird ein Schmiermittel benötigt, dessen Rolle meist Mineralöl übernimmt. Wenn diese Bedingung nicht eingehalten wird, verschmutzt die Steinoberfläche schnell mit Partikeln des abgetragenen Materials und das Werkzeug wird unbrauchbar.

Japanischer Wasserstein

Japanischer Wasserstein

Ein weiteres natürliches Material, das zum Schärfen von Messern verwendet wird, ist der japanische Wasserstein. Gelangt dieses Werkzeug in die Hände eines erfahrenen Schleifers, sind Geschwindigkeit und Qualität des Schärfens gewährleistet. Für Anfänger ist diese Variante des Wetzsteins, ebenso wie die vorherige, absolut ungeeignet.

Japanische Wassersteine sind sehr teuer und erfordern besondere Nutzungsbedingungen. Während der Arbeit darf die Schmierung nicht vergessen werden. Zudem müssen grob- und mittelkörnige Steine im Wasser aufbewahrt werden, das man regelmäßig wechseln sollte, während feinkörnige Schleifsteine für Messer nach der Verwendung sorgfältig getrocknet werden müssen.

Wassersteine sind sehr weich und nutzen sich schnell ab, wobei der Abrieb ungleichmäßig erfolgt. Auf der einen Seite wird mehr Schleifmittel abgetragen, auf der anderen — weniger. Um das Schleifwerkzeug wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, muss man erheblichen Aufwand betreiben: Eine Marmorplatte mit einer ebenen Oberfläche suchen, sie mit Schleifpapier bedecken, mit Wasser befeuchten und den Schleifstein langsam darüber führen.

Künstliche Schleifsteine

Künstliche Steine

Heutzutage gibt es Technologien, um Schleifsteine künstlich herzustellen. Dies hat die Kosten des Werkzeugs erheblich gesenkt. Ein künstlicher Stein besteht aus zwei gemischten Schleifmaterialien, die unter hohen Temperaturen und Druck fest miteinander verbunden sind.

Als Arbeitsfraktion werden Siliziumkarbid, Korund und Chromoxid verwendet. Diese Materialien sind so hart, dass sie Metallschichten abtragen können. Um die Arbeitskristalle im Stein zu halten, wird eine spezielle Grundlage verwendet.

Keramischer Schleifstein für Messer

Keramiksteine

Keramische Schleifsteine sind langlebig und zeichnen sich durch eine hohe Qualität der Metalloberflächenbearbeitung aus, bleiben jedoch in mehreren wichtigen Aspekten hinter anderen Steinarten zurück.

  • Das Schleifen mit Keramiksteinen ist ein langwieriger und arbeitsintensiver Prozess.
  • Feinkörnige Keramiksteine sind praktisch nicht erhältlich.

Zu den Vorteilen keramischer Schleifwerkzeuge zählen ihr niedriger Preis und ihre unkomplizierte Handhabung. Sie benötigen weder Schmierung noch Einweichen und werden oft anstelle von Abziehstählen verwendet.

Auf dem Markt sind heute viele keramische Schleifsteine aus China oder Deutschland erhältlich. Gelegentlich trifft man auf Produkte, die noch aus der Zeit der Sowjetunion stammen. Wenn man ein solches Werkzeug erwerben kann, muss man sich um die Schleifqualität keine Sorgen machen, da diese Produkte von ausgezeichneter Qualität sind.

Keramische Schleifsteine werden nicht nur zum Abziehen von Messern, sondern auch zum Schärfen von Angelhaken und Nadeln verwendet. Wenn man zwei alte Steine unter warmem Wasser aneinanderreibt, können sie wieder verwendet werden.

Diamant-Schleifstein

Diamant-Wetzsteine

Manche Unwissende glauben, dass ein Diamant-Schleifstein mit Diamantkristallen besetzt sei. Das ist jedoch nicht der Fall. Ein Diamant-Schleifwerkzeug besteht aus einer Kunststoff- oder Aluminiumunterlage, auf der beidseitig Metallplatten mit einer Reihe von Diamant-Schleifkörnern befestigt sind.

Ein beidseitiger Diamant-Schleifstein ist die optimale Wahl zum Schärfen von Messern. Er kann sowohl von einem erfahrenen Meister als auch von einem Anfänger verwendet werden.

Die Vorteile von diamantenen Schleifsteinen sind folgende:

  • selbst nach längerem Gebrauch bleibt der Diamantschleifer vollkommen flach;
  • die Diamantkörner haben sehr scharfe Kanten und nutzen sich während der Arbeit nicht ab;
  • wenn der Diamantstein versehentlich herunterfällt, zerbricht er im Gegensatz zu einem Keramikstein nicht in mehrere Teile;
  • während des Schärfens ist es nicht erforderlich, den Schleifstein mit Wasser oder Öl zu befeuchten;
  • um den Diamantstein von Stahlpartikeln zu reinigen, genügt es, ihn in klarem Wasser zu spülen und mit einem Tuch trocken zu wischen;
  • der Diamantstein trägt das Stahl des Messers sehr schnell ab, sodass die Oberfläche des Steins lange Zeit einsatzfähig bleibt.

Diamantschleifer haben einen wesentlichen Nachteil. Wenn der Stein in ungeübte Hände gerät, kann die Messerklinge irreparabel beschädigt werden. Dies liegt daran, dass die Diamantkörner, die mit elektrolytisch aufgetragenem Nickel auf der Steinoberfläche gehalten werden, wesentlich härter als Stahl sind und die Klinge zerkratzen oder sogar zerschneiden können.

Diamantene Schleifsteine werden oft als Bestandteil einer Schleifmaschine hergestellt, daher sind im Handel Steine in den unterschiedlichsten Formen und Größen erhältlich. Darüber hinaus können im Set mit den Schleifwerkzeugen auch verschiedene Halterungen verkauft werden.

Steine mit Diamantschleifmittel sind langlebig, benötigen jedoch Zeit, um sich einzulaufen. Sobald alle schlecht haftenden Körner herausgefallen sind und das Werkzeug seine normale Form angenommen hat, wird es viele Jahre lang seinen Dienst zuverlässig verrichten.

Drei Körnungsarten von Schleifsteinen

Was ist die Körnung eines Schleifsteins?

Die Körnung (auch „Grit“ genannt) der für das Messerschärfen verwendeten Steine gibt an, wie viele Abriebpartikel sich auf 1 cm2 der Steinoberfläche befinden. Dieser Wert liegt zwischen 80 und 10000 Grit. Je höher der Grit, desto glatter der Stein und desto kleiner die Kristalle des Schleifmittels.

Steine mit niedriger Körnung werden für die erste Bearbeitung des Schneidobjekts verwendet, da sie aufgrund der großen Partikel eine dicke Metallschicht abtragen. Sie sind dann sinnvoll, wenn die Klinge sehr stark abgestumpft ist oder die Schneide ausgebrochen ist.

Schleifsteine mit einem hohen Grit-Wert wirken schonender auf das Metall. Sie werden für die Feinstbearbeitung der Klinge verwendet. Wenn man beim Schärfen eines Messers mehrere Steine mit unterschiedlicher Körnung besitzt und sie in aufsteigender Reihenfolge des Grits verwendet, kann man das Messer unglaublich scharf machen.

Schärfen eines Messers auf einem Diamantstein

Regeln zum Schärfen eines Messers auf einem Diamant-Wetzstein

Beim Schärfen eines Messers auf einem Diamantstein sind einige einfache Regeln zu beachten – nur so lässt sich ein positives Ergebnis erzielen.

  1. Vor Arbeitsbeginn sollte der Diamantstein mit Wasser angefeuchtet werden, dem zuvor etwas Spülmittel oder Flüssigseife hinzugefügt wurde.
  2. Nach mehr als zehn Bewegungen muss die auf dem Stein entstandene Suspension unter fließendem kaltem Wasser abgespült werden.
  3. In der Pause sollte der Stein am besten in einen Behälter mit Wasser gelegt werden.
  4. Der Schleifstein sollte beim Abziehen des Messers nicht in der Hand, sondern auf einem Holzbrettchen liegen und einen festen Halt haben. Es ist unbequem, den Stein oder Schleifblock in der Hand zu halten. Dies ist nur dann möglich, wenn keine harte und ebene Fläche zur Aufstellung des Steins gefunden werden kann, beispielsweise auf einer Wanderung.
  5. Beim Schärfen sollten Sie alle Oberflächen des Steins gleichmäßig nutzen und sich nicht nur auf eine Kante stützen, damit das Schleifmittel gleichmäßig abgetragen wird.

    Wichtig!

    Beim Schärfen sollten Sie nicht mit voller Kraft auf das Messer drücken – sonst können die Abrasivkristalle aus dem Stein brechen und das teure Werkzeug beschädigen.

  6. Ein neuer Diamantschleifstein benötigt eine 'Einlaufphase'. Anfangs trägt er die Stahlbeschichtung sehr aggressiv ab, aber nach dem Schärfen von 7-10 Messern wird er weicher arbeiten.
  7. Die Länge des Schleifsteins sollte der Länge des Messers entsprechen oder diese geringfügig übertreffen.
  8. Für ein vollständiges und hochwertiges Schärfen werden drei Arten von Steinen mit unterschiedlicher Körnung verwendet. Die Bearbeitung beginnt mit einem grobkörnigen Stein und endet mit einem Stein mit den feinsten Abrasivkristallen.
  9. Für das tägliche Abziehen der Messerklinge ist ein Wetzstahl erforderlich. Dieses Werkzeug ähnelt einer Feile und wird verwendet, um die Schärfe der Klinge in einen optimalen Zustand zu bringen.

Wenn Sie Schleifsteine mit unterschiedlicher Körnung in Ihrem Arsenal haben, können Sie die Schneidwerkzeuge stets in Ordnung halten. Für erfahrene Handwerker, die täglich Messer schärfen müssen, eignen sich eher teure natürliche Mineralien – Arkansas oder japanischer Wasserstein. Für einen Anfänger ist es sinnvoll, einen weniger anspruchsvollen Diamantschleifstein zu erwerben.

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