Wie schmeckt die tropische Frucht Guave und womit überrascht sie Sie außer dem Geschmack?
Die Guave (Frucht) ist eine Frucht, die auf dem Strauch Psidium aus der Familie der Myrtengewächse wächst. Überall auf der Welt wird sie anders genannt: Guajava, Goiaba, Guava. Äußerlich ähnelt die Frucht einem Apfel oder einer Birne, aber ihr Geschmack vereint verschiedene tropische Noten. Bei regelmäßigem Verzehr ist die Guave gut für die Gesundheit und kann die Entwicklung chronischer Krankheiten verhindern. Wir erklären, welche Eigenschaften die Früchte des Psidium haben und wie man sie richtig isst.

Wie und wo wächst die Guave?
Die Heimat des Psidium ist Süd- und Mittelamerika. Obwohl der Strauch heute in vielen Regionen mit tropischem und subtropischem Klima wächst. Die Pflanze ist anspruchslos und verträgt Trockenheit gut. Im Laufe des Jahres bringt die Guave eine reiche Ernte (bis zu 100 kg Früchte) sowie 2–4 zusätzliche.
Zu den wichtigsten Produzenten und Lieferanten der Frucht auf dem Weltmarkt gehören folgende Länder:
- Brasilien;
- Kolumbien;
- Mexiko;
- USA;
- Karibikstaaten;
- Israel;
- Ägypten;
- Südafrika;
- Indien;
- Pakistan;
- Thailand.
Der Anbau von Psidium ist wirtschaftlich genauso rentabel wie der von Bananen. Bei längerem Transport wird die empfindliche Frucht jedoch leicht beschädigt und verdirbt schnell. Dies führt zu den hohen Kosten für Guaven auf dem Markt in Russland und anderen GUS-Ländern.
Wie sieht die Guave aus und wie schmeckt sie?
Die Früchte der Guave haben eine runde oder birnenförmige Form und eine dünne, aber höckrige Schale. Sie haben einen starken Moschusgeruch. Sie erreichen eine Länge von 4–6,5 cm und einen Durchmesser von 5–7 cm. Eine Frucht wiegt zwischen 70 und 160 g.
Die Schale der Guave kann grün, hellgelb, leuchtend gelb oder rosafarben sein. Das Fruchtfleisch ist je nach Sorte blassgelb (fast weiß) oder rosa. Es ist sehr saftig und schmilzt förmlich auf der Zunge. Im Inneren befinden sich essbare Kerne.
Der Geschmack der Frucht ist eher dezent als ausgeprägt. Man schmeckt kaum wahrnehmbare süße, saure und minzige Noten heraus. Viele finden, dass die Guave nach einer Mischung aus Quitte, Erdbeere und Ananas schmeckt.
Kaloriengehalt und chemische Zusammensetzung der Guave
Aufgrund ihrer reichhaltigen chemischen Zusammensetzung und hervorragenden diätetischen Eigenschaften wird die Guave von Oligarchenfrauen geliebt. Der Kaloriengehalt von 100 g Frucht beträgt nur 68–70 kcal.
Die Früchte enthalten praktisch kein Fett, dafür jedoch essentielle Aminosäuren und Kohlenhydrate. Vom Verzehr von Guave wird man praktisch nicht dick, da sie viele Ballaststoffe enthält. Diese schwemmen überschüssige Fette und Zucker, Giftstoffe und Schwermetallsalze aus dem Körper.
Ärzte und Ernährungswissenschaftler empfehlen, Guaven zu essen, um den Mangel an Vitaminen, Makro- und Mikroelementen im Körper auszugleichen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Stoffe in der tropischen Frucht enthalten sind.
Tabelle 1. Chemische Zusammensetzung der Guave
| Name des Stoffes | Prozent des Tagesbedarfs pro 100 g | Gesunde Eigenschaften |
|---|---|---|
| Vitamin C | 253% | Beteiligt sich an der Bildung des Immunsystems, schützt den Körper vor Krebs und vorzeitiger Alterung, erhöht den Gefäßtonus |
| Folsäure | 12% | Verhindert Anämie und fetale Pathologien bei schwangeren Frauen, normalisiert den Menstruationszyklus |
| Vitamin B5 | 9% | Stimuliert die Produktion von Nebennierenhormonen, senkt den Spiegel des „schlechten“ Cholesterins |
| Beta-Carotin (Provitamin A) | 7,5% | Verbessert das Sehvermögen, die Fortpflanzungsfunktion, den Zustand von Haut und Haaren |
| Kalium | 16% | Normalisiert den Blutdruck und den Herzrhythmus, beseitigt Schwellungen |
| Kupfer | 23% | Fördert die Umwandlung von Eisen in Hämoglobin, stimuliert die Kollagenproduktion |
Guave für die Gesundheit – wohltuende Eigenschaften
Der hohe Preis wird durch die wohltuenden Eigenschaften ausgeglichen, die der Körper beim Verzehr der tropischen Frucht erhält. So können selbst Zitrusfrüchte und schwarze Johannisbeeren in Bezug auf den Ascorbinsäuregehalt nicht mit der Guave mithalten.
- Normalisiert die Verdauung
Da das Fruchtfleisch der Guave reich an Ballaststoffen ist, empfehlen Ärzte die Frucht Menschen, die unter Verstopfung leiden. Dabei haben die Kerne die stärkste abführende Wirkung, daher sollte man sie besser nicht wegwerfen, sondern mitessen.
Bei regelmäßigem Verzehr der Früchte normalisiert sich der Säure-Basen-Haushalt im Körper. Sodbrennen, Völlegefühl und Blähungen treten nicht mehr auf.
- Hilft beim Abnehmen
Guave ist ein kalorienarmes Lebensmittel mit hervorragenden fettverbrennenden Eigenschaften. Sie versorgt den Körper mit Stoffen, die den Stoffwechsel „ankurbeln“: Vitaminen C, A, B5, PP, Kalium und Kupfer. Die im Fruchtfleisch enthaltenen Enzyme wandeln Nahrung in Energie um, ohne dass sie in Fettreserven umgewandelt wird.
Zum Abnehmen sollte man Guave jedoch nur frisch essen. Marmeladen, Konfitüren, Sirupe und andere Süßigkeiten mit der Frucht schaden nur der Figur.
- Senkt den Blutdruck
Dieser Effekt wird durch den hohen Gehalt an Kalium und Vitamin C in den Früchten erreicht. Guave leitet überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper ab, was zu einer Verringerung des zirkulierenden Blutvolumens und einer Entlastung des Herzens führt. Ascorbinsäure verbessert die Durchblutung, macht die Blutgefäße stärker und elastischer.
Bei Hypotonikern bleibt der Blutdruck nach dem Verzehr der Frucht normal. Guave beseitigt Muskelschwäche und steigert die Leistungsfähigkeit.
- Stärkt das Immunsystem
An der Bildung von schützenden Antikörpern sind Ascorbinsäure, die Vitamine A und B5 sowie Flavonoide beteiligt, die in der Guave enthalten sind. Dabei haben unreife Früchte die höchste biologische Aktivität. Bei fehlenden Magen-Darm-Problemen kann man auch „grüne“ Guave essen, auch wenn sie fest und säuerlich schmeckt.
- Schützt den Körper vor Krebs
Guave ist eine Schatzkammer an Antioxidantien. Dies sind Substanzen, die oxidativen Stress im Körper reduzieren und gesunde Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen.
Die höchste antioxidative Aktivität in der Guave besitzt die Ellagsäure. Sie bekämpft Karzinogene, reduziert Entzündungen im Körper und verlangsamt das Wachstum von Krebszellen. Außerdem ist Ellagsäure ein ausgezeichnetes Antiseptikum: Sie verhindert die Vermehrung von Viren, Bakterien und pathogenen Pilzen.
Auch die Vitamine A, C und Flavonoide bieten dem Körper antioxidativen Schutz. Daher reicht bereits eine Frucht pro Tag aus, um das Risiko einer gefährlichen Erkrankung drastisch zu senken.
Kontraindikationen für den Verzehr von Guaven und potenzielle Schäden
Die Guave ist eine ziemlich seltene Frucht für die Bewohner der GUS-Staaten. Bei der ersten Einnahme können eine Nahrungsmittelunverträglichkeit und folgende Symptome auftreten: Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen. Daher ist es besser, mit einem kleinen Stück zu beginnen.
Tropische Früchte haben folgende Gegenanzeigen für den Verzehr:
- Diabetes. Aufgrund des hohen Zuckergehalts kann Guave einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels verursachen und zur Entwicklung von Komplikationen führen.
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und der Nieren (Gastritis, Geschwür, Pyelonephritis, Nierensteine). Die Frucht enthält Verbindungen, die eine reizende Wirkung auf die Schleimhaut haben. Besonders schädlich für kranke Menschen sind unreife Früchte.
Man sollte Guave nicht übermäßig konsumieren, da bereits 100 g das 2,5-Fache des Tagesbedarfs an Vitamin C enthalten. Bei einem Überschuss dieses Stoffes können Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Hautausschlag und Juckreiz auftreten.
Wie isst man Guave: Wie isst man sie richtig und wie wird sie am häufigsten gegessen?
Frische Guave bringt den größten gesundheitlichen Nutzen. Wie isst man sie richtig? Waschen Sie die Frucht einfach unter fließendem Wasser und lassen Sie sie trocknen. Schneiden Sie sie in Scheiben, wie einen Apfel. Entfernen Sie dabei die Schale nicht, da 2/3 der Nährstoffe genau darin enthalten sind. Essen Sie die Guave direkt mit den Kernen. Sie sind nicht so hart wie die eines Apfels und werden vom Körper leicht verdaut.
Die Bewohner der GUS-Staaten essen Guave meistens in Desserts und Getränken. Denn die frische Frucht ist in den Regalen normaler Geschäfte schwer zu finden und zudem teuer.
Guave verleiht folgenden Produkten einen exquisiten Geschmack:
- Säften;
- Sirupen;
- Marmeladen;
- Konfitüre;
- Gelee;
- Gebäck;
- Speiseeis;
- Quark;
- Fruchtsalaten (besonders gut harmoniert die Frucht mit Maracuja und Tamarillo).
Für medizinische Zwecke trinkt man einen Sud aus den Blättern der Pflanze. Dieses Mittel hilft bei Darminfektionen, schmerzhafter Menstruation und Erkrankungen der oberen Atemwege. Bei Zahnschmerzen oder Zahnfleischproblemen kann man frische Blätter kauen.
Auch im Handel sind konservierte Guavenstücke erhältlich. In dieser Form hat die Frucht zwar einen angenehmen Geschmack, bringt aber wenig gesundheitlichen Nutzen.
Somit ist die Guave eine sehr nützliche Besonderheit aus heißen Ländern. Sie hat ein starkes Aroma, einen feinen Geschmack und viele heilende Eigenschaften. Guave hilft Menschen, Schönheit, Schlankheit und gute Laune zu erlangen und das Altern zu verlangsamen. Essen Sie diese tropische Frucht, um Ihren Körper zu erfreuen.







