Raffiniertes und unraffiniertes Öl in der Küche – was ist besser und gesünder?

Pflanzenöl ist in der Küche unverzichtbar – ohne es kann man kein Rührei braten, keinen Salat mit sparsamem Dressing zubereiten, keinen Fisch, kein Fleisch, keine Pfannkuchen kochen. Es ist bekannt, dass es zwei Arten gibt: raffiniertes und unraffiniertes Öl. Das sind völlig unterschiedliche Produkte. Ersteres wird oft in der Küche verwendet und eignet sich zum Braten und für die Zubereitung verschiedener Gerichte, Letzteres wird hauptsächlich für Salatdressings verwendet. Lassen Sie uns die wichtigsten Unterschiede zwischen ihnen analysieren und herausfinden, welches gesünder ist.

Arten von Sonnenblumenöl

Was bedeutet raffiniertes und unraffiniertes Öl?

Pflanzenöle werden durch Verarbeitung von Samen (Sonnenblumen, Leinsamen u.a.) gewonnen. Dann durchlaufen sie mehrere Reinigungsstufen. Unraffiniertes Öl ist ein möglichst natürliches Produkt. Es ist gepresstes Samenöl, das nur von Verunreinigungen gefiltert wurde. „Ausgefrorenes“ und „kaltgepresstes“ gelten als die wertvollsten. Bei der Herstellung werden sie nicht erhitzt (von erhitzten Samen lässt sich die Flüssigkeit leichter trennen), daher bleiben die meisten Nährstoffe erhalten. „Ausgefrorenes“ hat zudem einen angenehmeren Geschmack.

Raffiniertes Öl – das einer Raffination oder, mit anderen Worten, einer zusätzlichen Reinigung unterzogen wurde. Daraus werden Phospholipide, die ausfallen, freie Fettsäuren, Pigmente, wachsartige Substanzen, die eine trübe Farbe, einen intensiven Geschmack und Geruch verleihen, entfernt. Das Ergebnis ist ein „neutrales“ Öl, das lange haltbar ist und sich gut zum Braten eignet.

Raffiniertes und unraffiniertes Öl

5 Unterschiede

Der Unterschied zwischen raffinierten und unraffinierten Produkten liegt im Reinigungsgrad. Die entsprechenden Informationen gibt der Hersteller auf der Verpackung an. Aber auch ohne Etikett sind die Unterschiede offensichtlich:

  1. Farbe. Unraffiniertes Öl zeichnet sich durch eine satte bernsteinfarbene Farbe aus, raffiniertes ist klarer und hat einen hellen goldenen Farbton.
  2. Geruch. Unraffiniertes ist aromatisch (z.B. riecht Sonnenblumenöl nach Samen), raffiniertes ist geruchslos.
  3. Konsistenz. Unraffiniertes ist dicker, es bildet sich schnell ein Bodensatz. Raffiniertes ist homogen und flüssig, fast wie Wasser.
  4. Geschmack. Unraffiniertes schmeckt nach Samen, raffiniertes ist geschmacklos.
  5. Verwendung. Unraffinierte Produkte werden für die Zubereitung von Salaten verwendet. Man brät nicht darin, weil beim Erhitzen krebserregende Stoffe entstehen, Rauch und Schaum entstehen. Raffiniertes wird in der Küche vielseitig eingesetzt: zum Braten, für Teig, Salate, Suppen, Saucen usw.

Unraffiniertes Öl ist verderblich. Es wird maximal bei 20°C gelagert. Am besten verwendet man den Kühlschrank zur Aufbewahrung.

Eine Frau wählt Öl im Geschäft

Welches Öl ist gesünder?

Beide Ölsorten haben ihre Vor- und Nachteile. Es lässt sich nicht eindeutig sagen, welches gesünder ist. Was den Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen betrifft, liegt das unraffinierte Produkt vorn. Hinsichtlich Sicherheit und Anwendungsbreite hat das raffinierte Öl die Nase vorn.

Raffiniertes Sonnenblumenöl

Nutzen und Schaden von raffiniertem Öl

Die Raffination entzieht dem Produkt den größten Teil der wertvollen Inhaltsstoffe. Jedoch nicht alle. Es bleiben weiterhin die Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 sowie Vitamin E enthalten. Diese sind für die Aufrechterhaltung der Gesundheit des Herz-Kreislauf- und des endokrinen Systems sowie für eine gute Blutgerinnung notwendig. Raffiniertes Öl kann als hypoallergen bezeichnet werden, da es tiefgreifend von Verunreinigungen befreit wird. Aber seine Hauptvorteile liegen nicht darin. Wofür das raffinierte Produkt geschätzt wird:

  • behält seine Eigenschaften beim Erhitzen bis zu 240 Grad;
  • verdirbt lange nicht (Haltbarkeit – von 10 Monaten bis zu 2 Jahren).

Natives Öl

Nutzen und Schaden von unraffiniertem Öl

In jedem unraffinierten Öl sind stets Fettsäuren, die Vitamine A, D, K und E sowie Antioxidantien enthalten. Bei regelmäßiger Anwendung:

  • werden die Gefäßwände gestärkt;
  • normalisiert sich der Stoffwechsel;
  • verbessert sich der Zustand von Haut, Haaren und Nägeln;
  • wird die Produktion und der Kreislauf der Hormone reguliert.

Olivenöl gilt als das gesündeste, danach folgen Mais-, Lein-, Sanddorn- und andere Öle. Schäden sind nur bei übermäßigem Verzehr möglich. Es können auftreten:

  • Gewichtszunahme;
  • Allergien.

In 100 ml der goldgelben Flüssigkeit sind 1000 kcal enthalten!

Mit Ringelblumenblüten angesetztes Öl

Anwendung in der Volksmedizin

Das unraffinierte Produkt ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen und wird erfolgreich zur Behandlung von Hautkrankheiten, Erkrankungen des Verdauungstrakts und des Herz-Kreislauf-Systems eingesetzt. Auf seiner Basis werden verschiedene Kosmetika für Haare und Nägel hergestellt. Hier sind einige beliebte Rezepte:

  1. 1 Teelöffel Ringelblumenblüten zerkleinern, mit 100 ml unraffiniertem Öl mischen und 15 Tage an einem dunklen Ort ziehen lassen. Die Salbe wird bei Narben, Brandnarben und Erfrierungen verwendet.
  2. Je 1 Esslöffel unraffinierte Öle mischen: Oliven-, Kletten-, Rizinus-, Kokos-, Kakaobutter und Sheabutter. Das Mittel wird warm zur Pflege von Haaren bei Trockenheit, Brüchigkeit und Haarausfall angewendet.
  3. Die Einnahme von 1 Esslöffel des unraffinierten Produkts dreimal täglich vor den Mahlzeiten beseitigt chronische Verstopfung und reguliert die Verdauung.

Öl zum Braten

In welchem Öl braten?

Auf den ersten Blick ist alles einfach: In raffiniertem Öl kann man braten, in unraffiniertem nicht. Dafür gibt es zwei Gründe:

  1. Unraffinierte Öle haben ein starkes Aroma und einen starken Eigengeschmack, der den natürlichen Geschmack der Lebensmittel überdeckt.
  2. Beim Erhitzen werden sie gesundheitsschädlich.

Aus dem überhitzten Produkt verschwinden die wertvollen Inhaltsstoffe, während gleichzeitig Karzinogene und Transfette entstehen.

Es sei darauf hingewiesen, dass Pflanzenöle nicht nur unterschiedliche Verarbeitungsgrade, sondern auch verschiedene Arten haben. Für jede Art gibt es eine eigene Temperaturgrenze:

  • Sonnenblumenöl – 150 °C;
  • Senföl – 160–170 °C;
  • Olivenöl – 170–180 °C;
  • Erdnussöl – 190 °C.

Da die Temperatur einer erhitzten Pfanne 160–190 °C beträgt, können einige unraffinierte Ölsorten zum Braten verwendet werden. So bereiten Italiener beispielsweise fast alle ihre Gerichte mit nativem Olivenöl Extra zu.

Wenn Sie ein unraffiniertes Produkt verwenden, stellen Sie die niedrigste Temperatur ein. Wenn die Pfanne zu rauchen beginnt und sich Schaum bildet, wurde die Temperatur nicht eingehalten.

Frittieren

Was passiert, wenn man mit unraffiniertem Öl brät?
Welches Öl hat mehr Kalorien?

Der Unterschied zwischen raffiniertem und unraffiniertem Öl ist erheblich. Sie haben ein unterschiedliches Aroma, einen unterschiedlichen Geschmack, eine unterschiedliche Farbe und Konsistenz. Dennoch sind beide Arten gesund und nützlich. In der Küche ersetzen sie sich nicht, sondern ergänzen sich. Für die Sicherheit und den guten Geschmack der Speisen sollten Sie zum Braten ein raffiniertes Produkt verwenden. Zur Stärkung der Gesundheit sollten Sie jedoch unraffiniertes Öl verwenden, jedoch nur kalt oder lauwarm, optimal als Salatdressing.

Welches Öl verwenden Sie am häufigsten in der Küche?

Reinigung

Flecken

Aufbewahrung