Beschreibung des Gewürzes Uzcho-Suneli und die beliebtesten Rezepte damit

Uzcho-Suneli ist ein beliebtes Gewürz, das hauptsächlich in der georgischen Küche verwendet wird. Es besteht aus getrockneten und fein gemahlenen Samen des blauen Bockshornklees. Dieser ist eine einjährige Pflanze und gehört zu den Hülsenfrüchtlern.

Wohin wird das Gewürz gegeben

Uzcho-Suneli wird aktiv bei der Zubereitung von Basturma verwendet. Dabei handelt es sich um gepökelte Fleischstücke. Uzcho-Suneli wird der Gewürzmischung hinzugefügt, mit der das Fleischstück bestrichen wird.

Gewürz Suneli

Das Gewürz wird aktiv bei der Herstellung von grünem Käse verwendet. Dank des Bockshornklees erhält dieser seine Farbe. Das Gewürz wird der Milch hinzugefügt, aus der später der Käse selbst hergestellt wird.

Uzcho-Suneli wird hauptsächlich in der georgischen Küche verwendet. Das Gewürz wird folgenden Gerichten hinzugefügt:

  • Chinkali;
  • Pchali;
  • Sazivi;
  • Adschapsandal;
  • Lobio.

Getrockneter Bockshornklee wird der Gewürzmischung für die Zubereitung von Tschacho-Hähnchen (Tabaka-Hähnchen) hinzugefügt. Das Gewürz verleiht auch gegrilltem Gemüse und Salaten einen besonderen Geschmack. Bockshornklee wird in die Suppe Chartscho gegeben.

Womit das Gewürz nicht kombiniert wird

Uzcho-Suneli zeichnet sich als Gewürz durch seine Vielseitigkeit aus. Es passt sowohl zu Fleisch- als auch zu Fischgerichten. Auch Gemüse ergänzt es gut. Dabei eignet sich Bockshornklee eher für warme Gerichte und weniger für kalte Vorspeisen. Uzcho-Suneli ist auch nicht für Gerichte mit ausgeprägt süßlichem Geschmack geeignet. Wenn es hinzugefügt wird, kann das Gewürz eine unangenehme Bitterkeit verleihen.

Die am besten geeigneten Kombinationen mit anderen Gewürzen

Uzcho-Suneli harmoniert am besten mit scharfen Gewürzen. Bockshornklee passt sowohl zu rotem als auch zu schwarzem Pfeffer.

Uzcho Suneli

Das Gewürz ergänzt auch folgende Gewürze und Kräuter:

  • Koriander;
  • Knoblauch;
  • Lorbeerblatt;
  • Muskatnuss;
  • Bohnenkraut.

Bockshornklee harmoniert gut mit frischem, gehacktem Koriandergrün. Die getrocknete Pflanze kann auch der Mischung Khmeli-Suneli hinzugefügt werden. Deren Bestandteile wie Basilikum, Majoran, Dill, Petersilie, Sellerie und Minze ergänzen den Geschmack und das Aroma des Bockshornklees selbst.

Zusammensetzung von Uzcho-Suneli

Das Gewürz ist einkomponentig. Es enthält nur eine Pflanze – den blauen Bockshornklee. Es besteht aus sorgfältig getrockneten und gemahlenen Samen dieser Pflanze. Die chemische Zusammensetzung von Uzcho-Suneli ist reichhaltig. Die Samen enthalten viele Vitamine. Selbst nach dem Trocknen sind sie reich an den Vitaminen C, A und B. Auch Vitamin P ist im Bockshornklee enthalten.

Schale mit Gewürz

Die Pflanze enthält ätherische Öle. Sie ist reich an Kohlenhydraten. In 100 g des Gewürzes sind etwa 40 g Kohlenhydrate enthalten. Der Kaloriengehalt von 100 g Uzcho-Suneli beträgt 186 kcal.

Geruch und Geschmack des Gewürzes

Bei der lebenden Pflanze ist das Aroma nicht sehr stark ausgeprägt. Bockshornklee beginnt erst beim Trocknen stark zu riechen. Das Gewürz zeichnet sich durch einen ausgeprägten, krautigen Duft aus. Dabei ist das Aroma an sich sanft. Es erinnert entfernt an den Geruch von Nüssen.

Das Gewürz hat einen angenehmen und milden Geschmack. Es hat eine leichte Nuance von Nuss. Im Gegensatz zu anderen Sorten der Pflanze ist der blaue Bockshornklee im Geschmack weniger bitter.

Wie man ein hochwertiges Gewürz auswählt

Ein Gewürz von angemessener Qualität hat immer eine sumpfgrüne Farbe. Das fertige Gewürz wird in Pulverform verkauft. Es wird empfohlen, ein Gewürz zu kaufen, in dem deutlich Fragmente gemahlener Samen zu erkennen sind. Ein qualitativ hochwertiges Gewürz sollte ein mildes und nicht scharfes Aroma haben. Es sollte keine Fremdpartikel enthalten.

Wo und wie das Gewürz gelagert wird

Je frischer das Gewürz, desto besser. Seine Haltbarkeit beträgt zwei Jahre. Danach verliert das Gewürz endgültig sein Aroma. Die Geschmackseigenschaften von Uzcho-Suneli werden auch vom Lagerort beeinflusst. Das Gewürz sollte nur an einem trockenen Ort aufbewahrt werden. Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit spielen eine Rolle. Im Raum sollte es nicht wärmer als 25 0C sein. Die Luftfeuchtigkeit sollte niedrig sein und 70 % nicht überschreiten. Andernfalls wird die Mischung feucht und verliert sowohl ihren Geschmack als auch ihr Aroma.

Lagerung von Gewürzen

Das Gewürz sollte auch nur an einem dunklen Ort gelagert werden. Sonnenlicht verschlechtert seine Eigenschaften. Eine besondere Rolle spielt der Behälter, in dem das Gewürz aufbewahrt wird. Uzcho-Suneli sollte entweder in einer trockenen Papiertüte oder in einem Glasbehälter aufbewahrt werden. Es ist wichtig, das Gewürz fern von stark riechenden Lebensmitteln zu lagern. Diese können nach Bockshornklee riechen, und die Pflanze selbst kann Fremdgerüche aufnehmen. Der beste Ort für die Aufbewahrung von Uzcho-Suneli ist ein separater, kleiner und dunkler Schrank.

5 bekannte Rezepte mit dem Gewürz

Sazivi

Das Gewürz wird am häufigsten bei der Zubereitung von Satsewi verwendet, einem Nationalgericht Georgiens. Dafür werden 1,5 kg Hähnchen benötigt. Auch Pute ist geeignet. Für das Gericht werden außerdem Walnüsse benötigt. 150 g reichen aus. Zusätzlich werden 3 große Knoblauchzehen, roter gemahlener Pfeffer, Koriander mit Safran und Uzcho-Suneli benötigt.

Sazivi

Das Gericht wird nach folgendem Rezept zubereitet:

  1. Ein ganzer Hähnchenkörper wird vorgekocht, bis er gar ist. Dann wird er aus dem Topf genommen, ohne die Brühe auszugießen.
  2. Die Satsewi-Soße wird zubereitet. Dazu werden die Walnüsse zusammen mit den Knoblauchzehen durch einen Fleischwolf gedreht. In die entstandene Masse wird Hühnerbrühe gegeben, so dass eine dünne Paste entsteht.
  3. Das gekochte, heiße Hähnchen wird in Stücke geschnitten und mit der entstandenen Soße übergossen.
  4. Die Hähnchenstücke in der Satsewi-Soße werden in eine Pfanne gegeben und angebraten.
  5. In die Pfanne werden die Gewürze und Uzcho-Suneli gegeben. Alles wird bei schwacher Hitze gekocht, bis die Soße aufkocht. Das fertige Gericht wird mit gehackter frischer Kräutern serviert.

Chartscho

Für scharfe Gerichte eignet sich eine Mischung aus Uzcho-Suneli mit anderen Chilis. Eines davon ist die Suppe Charcho. Für die Zubereitung benötigt man:

  • 550 g Rindfleisch;
  • 110 g Walnüsse;
  • 110 g Rundkornreis;
  • 60 g Tomatenmark;
  • 55 g Tkemali;
  • 6 große Knoblauchzehen;
  • Pfefferkörner;
  • ein Teelöffel Uzcho-Suneli;
  • ein Drittel Teelöffel roter Chili;
  • Piment.

Megrelisches Charcho

Charcho wird nach folgendem Schema zubereitet:

  1. Ein Stück Rindfleisch wird gar gekocht. Dann wird das Fleisch aus dem Topf genommen und die Brühe zurückgelassen.
  2. Man benötigt 1,5-2 Liter Rinderbrühe. Der Rundkornreis wird hineingegeben und etwa 20 Minuten lang gar gekocht.
  3. Zu der Brühe mit Reis wird Tomatenmark hinzugefügt. Man kann auch zwei Tomaten ohne Haut verwenden.
  4. Ebenfalls in die Brühe kommen gehackte Walnüsse mit Knoblauch und alle Gewürze.
  5. Zum Schluss wird das zuvor gekochte, in Würfel geschnittene Rindfleisch in die Brühe gegeben.
  6. Es wird empfohlen, der Suppe zusätzlich gehackten Koriander und Petersilie hinzuzufügen. Das Gericht ist fertig.

Chinkali

Das Gewürz wird bei der Zubereitung von Chinkali verwendet. Für das Gericht werden folgende Zutaten benötigt:

  • je 500 g Rindfleisch und Lammfleisch;
  • zwei große Zwiebeln;
  • 1 kg Mehl;
  • 1 Knoblauchknolle;
  • Wasser (500 ml für den Teig und 3 Liter zum Kochen);
  • Salz;
  • frisches Grün (Koriander mit Petersilie, Basilikum und Dill);
  • schwarzer und roter Pfeffer;
  • Uzcho-Suneli.

Chinkali

Zunächst wird die Füllung zubereitet, danach wird der Teig geknetet. Alles wird nach folgendem Schema zubereitet:

  1. Das Fleisch wird in Stücke gehackt, die Zwiebel fein geschnitten, der Knoblauch mit einem Messer angedrückt, das Grün fein gehackt.
  2. Alle Zutaten werden vermischt. Salz und ein Esslöffel gemahlener schwarzer Pfeffer werden hinzugefügt.
  3. Die Fleischstücke werden gründlich geklopft.
  4. In die Mischung wird ein Glas warmes abgekochtes Wasser gegossen. Die Füllung wird 30 Minuten stehen gelassen.
  5. Der Teig wird gemacht. Ein Hügel Mehl wird aufgeschüttet und in der Mitte eine Vertiefung gemacht.
  6. In warmes Wasser wird Salz gegeben. Die Mischung wird in einem dünnen Strahl in die Vertiefung des Mehlhügels gegossen. Dies geschieht unter kräftigem Rühren mit einer Gabel, wobei die Seiten des Hügels mit einbezogen werden.
  7. Der Teig wird von Hand geknetet. Dies geschieht in 3 Durchgängen mit Nachstreuen von Mehl und einer Pause von 10 Minuten zwischen den einzelnen Phasen. Der Teig sollte weich und elastisch sein.
  8. Der Teig wird dünn ausgerollt, und mit einer Tasse werden Kreise mit einem Durchmesser von 10 cm ausgestochen.
  9. In die Mitte jedes Kreises wird Füllung gelegt, dann werden die Ränder zusammengerafft und oben spiralförmig gedreht.
  10. Die entstandenen Chinkali werden in kochendes Wasser gegeben. Nach dem Auftauchen werden sie bei schwacher Hitze 5 Minuten gekocht. Sie werden mit einem Schaumlöffel herausgenommen und mit Pfeffer bestreut.

Lobio

Ein weiteres bekanntes Rezept mit dem Gewürz ist das Gericht Lobio. Für die Zubereitung benötigt man 240 g getrocknete rote Bohnen, 80 g Walnüsse, 2 Knoblauchzehen, 2 Zwiebeln, 1 Esslöffel Weinessig, frischen Basilikum, roten Chili und Uzcho-Suneli.

Lobio wird nach folgendem Rezept zubereitet:

  1. Die Bohnen werden 8 Stunden in Wasser eingeweicht und dann 1 Stunde gekocht.
  2. Die Zwiebel wird geschnitten und in der Pfanne angeschwitzt. Dann werden die gekochten Bohnen, Basilikum mit Weinessig, Salz und Pfeffer hinzugefügt. Die Mischung wird 20 Minuten geschmort.
  3. Die Walnüsse werden zusammen mit dem Knoblauch zerkleinert. Dazu wird roter Paprika gegeben. Alles wird zu den geschmorten Bohnen gegeben. Das Gericht wird zusätzlich mit frischer Petersilie bestreut.

Lobio mit Uzcho-Suneli

Pchali

Die Gewürzmischung harmoniert auch gut mit Gemüse-Pkhali. Bekannt ist ein Rezept für Pkhali mit Kohl. Für das Gericht werden 1 kg Kohl, 70 g Walnüsse, scharfer roter Paprika, 2 Knoblauchzehen, 1 Zwiebel, ein großer Esslöffel Weinessig und Uzcho-Suneli benötigt.

Pkhali werden nach folgendem Schema zubereitet:

  1. Der Kohl wird fein gehackt und einige Minuten gekocht. Man kann ihn auch einfach mit kochendem Wasser überbrühen.
  2. Die Sauce wird durch Mischen von gehackten Walnüssen, rotem Paprika, Zwiebel, Uzcho-Suneli, Knoblauch, Salz, Koriander und Weinessig zubereitet.
  3. Die Sauce wird mit dem Kohl vermischt. Daraus werden Frikadellen geformt.

Pkhali sollte als Beilage zu Fleisch serviert werden. Das Gericht wird auf einem flachen Teller angerichtet.

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