Welches Öl eignet sich besser zum Braten und welches für den Salat?

Die meisten Hausfrauen wissen nur grob, welches Öl sich besser zum Braten und welches für Salate eignet. Im Küchenschrank findet sich garantiert eine Flasche raffiniertes Sonnenblumenöl. Darin werden Fleischsteaks, Gemüse gebraten, Pfannkuchen und Quarkküchlein gebacken. Für Salate verwenden Hausfrauen dagegen meist unraffiniertes Sonnenblumenöl oder das „modische“ Olivenöl. Möchten Sie wissen, ob sie richtig handeln?

Öl zum Braten

Wie wählt man ein Öl zum Braten aus?

Die Hauptgefahr von frittierten Speisen liegt nicht im hohen Kaloriengehalt oder im Vorhandensein von Cholesterin. Letzteres fehlt in pflanzlichen Fetten völlig. Worin liegt also das Problem?

Jedes Öl hat seinen eigenen Rauchpunkt. Beim Erreichen des kritischen Wertes bilden sich im Produkt Karzinogene:

  • Acrolein,
  • Acrylamid,
  • Glycidamid.

Diese Stoffe lösen entzündliche Prozesse im Körper aus, erhöhen das Risiko von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das gesundheitsschädliche Öl raucht und verströmt einen scharfen Geruch, der ein bitteres Gefühl im Hals verursacht.

Braten von Geflügelfleisch

Hier sind die Temperaturen, bei denen das Garen erfolgt:

  • Schmoren von Fleisch, Fisch und Gemüse – 90–130 Grad;
  • Längeres Braten bei mittlerer Hitze oder Frittieren – 130–190 Grad;
  • Zubereitung von Fleisch- und Fischsteaks, Pfannkuchen, Kartoffelpuffern, Quarkküchlein – 190–230 Grad.

Folglich: Je höher der Rauchpunkt des Öls, desto besser eignet es sich zum Braten. Das Produkt muss nicht unbedingt raffiniert sein. Die folgende Tabelle hilft Ihnen bei der richtigen Wahl:

Tabelle 1. Die am besten und am wenigsten geeigneten Pflanzenöle zum Braten

Verwenden Sie bedenkenlosBraten Sie niemals darauf
Unraffiniertes Avocadoöl – 270 °C.Unraffiniertes Rapsöl – 107 °C.
Unraffiniertes Senföl – 254 °C.Unraffiniertes Leinöl – 107 °C.
Unraffiniertes Reisöl – 254 °C.Unraffiniertes Sonnenblumenöl – 107 °C.
Raffiniertes Olivenöl – 242 °C.Unraffiniertes Kürbiskernöl – 107 °C.
Raffiniertes Sonnenblumenöl – 232 °C.Unraffiniertes Olivenöl Extra Virgin – 160 °C.
Raffiniertes Maisöl – 230 °C.Unraffiniertes Erdnussöl – 160 °C.

Wie Sie sehen, eignet sich raffiniertes Sonnenblumenöl tatsächlich zum Braten. Bei längerem Kochen kann es jedoch rauchen. Es gibt noch bessere Optionen.

Überblick über 5 geeignete Öle zum Braten

Betrachten wir nun die Vorteile der einzelnen Pflanzenölsorten. Bewahren Sie unbedingt eine Flasche davon in Ihrer Küche auf.

Raffiniertes Olivenöl

Raffiniertes Olivenöl

Wenn Sie Lebensmittel wirklich braten möchten, kaufen Sie die günstigste Sorte Aceite de orujo de oliva (zweite Pressung, aus Trester). Dieses Produkt enthält zwar kaum Nährstoffe, aber der Rauchpunkt ist extrem hoch. Sie können absolut sicher sein, dass die Speisen nicht mit Karzinogenen durchtränkt werden. Darüber hinaus wird Olivenöl aufgrund seines hohen Gehalts an Ölsäure – bis zu 80 % – vom Körper gut aufgenommen.

Raffiniertes Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl, raffiniert

Sicher zum Schmoren und Braten von Speisen bei mittlerer Hitze. Es zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin E aus, das antioxidative Eigenschaften besitzt.

Je heller das Sonnenblumenöl, desto besser. Es sollte keinen bitteren Beigeschmack oder trüben Bodensatz haben. Wählen Sie Produkte von großen Herstellern, da diese die Einhaltung der Technologie und der Lagerbedingungen garantieren können.

Raffiniertes Maisöl

Raffiniertes Maisöl

In den USA wird dieses Produkt als 'Gold des Westens' bezeichnet. In Bezug auf die Sicherheit kann das goldgelbe Maisöl mit dem Sonnenblumenöl verglichen werden. Es bietet folgende Vorteile:

  • resistent gegen Oxidation und Ranzigwerden;
  • hypoallergen;
  • gut für Leber und endokrines System.

Das raffinierte Öl enthält eine kleine Menge Vitamin E. Es hat nahezu keinen Geschmack und Geruch und eignet sich daher zum Braten aller Lebensmittel.

Unraffiniertes Reisöl

Unraffiniertes Reisöl

Unraffiniertes Reisöl wird aus der Kleie und den Keimen der Reiskörner gewonnen. Es hat ein gutes Verhältnis von Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren, wird richtig aufgenommen und normalisiert den Stoffwechsel. Das Produkt enthält Phytosterine, die die Wirkung von Karzinogenen neutralisieren. Außerdem ist Reisöl reich an Vitamin K, das den Körper vor inneren Blutungen schützt.

Unraffiniertes Senföl

Unraffiniertes Senföl

Hat ein starkes, pikantes Aroma. Ideal für die Zubereitung von Pfannkuchen, Pasteten und gebratenem Fleisch. Es ist ein natürliches Antibiotikum. Beim Braten neutralisiert es teilweise Bakterien und Pilzsporen in Lebensmitteln.

Unraffiniertes Avocadoöl

Unraffiniertes Avocadoöl

Die Farbe von hochwertigem Avocadoöl reicht von Smaragdgrün bis Hellbraun. Das Produkt hat ein schwaches Aroma mit kaum wahrnehmbaren grasigen Noten. Es enthält die Vitamine A, K, B sowie viele Mineralstoffe: Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, Selen. Es raucht auch bei starker Überhitzung der Pfanne nicht.

Salatdressing mit Öl

Wir wählen Öl für Salatdressings

Für die Zubereitung von Salatdressings eignen sich alle unraffinierten Sorten. Wenn Sie jedoch das für die Gesundheit vorteilhafteste Produkt auswählen möchten, orientieren Sie sich an zwei Kriterien:

  • Pressmethode. Als wertvollste gelten kaltgepresste Sorten. Für ihre Herstellung werden die rohen Samen unter einer Eichenpresse zerdrückt, wodurch bis zu 90% der Vitamine erhalten bleiben. An zweiter Stelle stehen kaltgepresste Öle: Das Rohmaterial wird auf 70 Grad erhitzt und durch eine Schneckenpresse gegeben. Für die Herstellung von raffiniertem Öl werden die gemahlenen Samen auf 600 Grad erhitzt. Natürlich wird dabei der größte Teil der Vitamine zerstört.
  • Chemische Zusammensetzung. Wählen Sie für Salatdressings Sorten, die reich an Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen sind. Die untenstehende Tabelle hilft Ihnen, die richtige Wahl zu treffen.

Tabelle 2. Die gesündesten Pflanzenöle für Salatdressings

ArtBeschreibung
Olivenöl „extra vergine“Hat eine grün-gelbe Farbe, eine leichte Bitterkeit und ein grasiges Aroma. Fördert die Ausscheidung von Cholesterin aus dem Körper.
Sonnenblumenöl, unraffiniertHat einen intensiven Samengeschmack. Spitzenreiter im Vitamin-E-Gehalt: 300% des Tagesbedarfs in 100 Gramm.
Leinöl, unraffiniertSchmeckt etwas bitter, erinnert an Lebertran, ist zähflüssig. Spitzenreiter im Omega-3-Gehalt. Hat eine leicht abführende Wirkung, ist gut für Haut und Blutgefäße.
Sesamöl, unraffiniertHat ein feines Aroma und passt hervorragend zu Honig und Sojasoße. Reich an den Vitaminen A und E, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Zink. Verbessert den Hautzustand, schützt den Körper vor Krebs.
Kürbiskernöl, unraffiniertZeichnet sich durch einen kräftigen Kürbis-Nuss-Geschmack aus. Reinigt die Leber und bekämpft Darmparasiten.

Zusammenfassend eignen sich für die Zubereitung am besten Öle, die bei hohen Temperaturen nicht rauchen. Die optimale Wahl im Hinblick auf Preis und gesundheitliche Unbedenklichkeit ist raffiniertes Olivenöl. Für Salate hingegen sind unraffinierte Sorten die beste Wahl.

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